Beobachtungen, dass der 'Ausbruch' dieser Erkrankung häufig wenige Tage nach einer Impfung stattfindet, sind allerdings so alt wie die Krankheitsbezeichnung selbst ...
„Die erste Studie wurde an der Johns Hopkins Universität im Jahr 1943 von Leo
Kanner veröffentlicht. Der Kinder-Psychiater Leo Kanner untersuchte 11 Kinder
über mehrere Jahre, die eine neuartige Reihe von neurologischen Symptomen
zeigten. Diese waren in der medizinischen Literatur nie zuvor beschrieben worden,
wo Kinder zurückgezogen, nicht kommunikativ waren und ähnliche sonderbare
Verhaltensweisen zeigten. Diese Störung wurde bald als „Autismus“ bekannt.
In dem Papier vermerkte Dr. Kanner, dass der Beginn der Störung der
Verabreichung einer Pockenimpfung folgte.
zitiert nach:
http://healthimpactnews.com/2013/cd...time-to-stop-ignoring-the-vaccine-connection/http://healthimpactnews.com/2013/cd...time-to-stop-ignoring-the-vaccine-connection/
Ich nehm jetzt gern die Chance wahr, dir zu aufzuzeigen, wie dreist du von den Impfgegnerseiten angelogen wirst.
Hier ist das originale Paper von Kanner:
Autistic Disturbances of Affective Contract
Und hier ist der Teil mit der Pockenimpfung: "
Richard was born on November 17, 1937. Pregnancy and birth were normal. He sat up at 8 months and walked at 1 year. His mother began to "train"him at the age of 3 weeks, giving him a suppository every morning "so his bowels would move by the clock."The mother, in comparing her two children, recalled that while her younger child showed an active anticipatory reaction to being picked up, Richard had not shown any physiognomic or postural sign of preparedness and had failed to adjust his body to being held by her or the nurse. Nutrition and physical growth proceeded satisfactorily. Following smallpox vaccination at 12 months, he had an attack of diarrhea and fever, from which he recovered in somewhat less than a week. [Ende des Paragrafen] In September, 1940, the mother, in commenting on Richard's failure to talk, remarked in her notes:"
Was fällt dir auf?
Erstmal: Kanner vermerkt nicht, dass die Störung der Verabreichung einer Pockenimpfung folgte. Er beschreibt lediglich die Krankheitsgeschichte des Jungen, zu der eine starke Impfreaktion gehörte. In keinem Wort beschreibt er einen Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus. Erst im nächsten Paragrafen geht er dazu über, die Krankheit zu beschreiben - er stellt aber keinerlei Bezug zur Krankheitsgeschichte oder der Impfung her.
Zweitens: Zu dieser Zeit wurde im zweiten Lebensjahr geimpft, wenn der Junge November 1937 geboren wurde, war er spätestens November 1939 gegen Pocken geimpft. Die Mutter beschreibt die ersten autistischen Symptome erst ein Jahr später - das heißt eine auffällige zeitliche Verbindung existiert nicht.
Drittens: Der Wortlaut der Seite lässt es so wirken, als hätte Kanner generell einen Trend festgestellt. Mal abgesehen davon, dass es auch im Fall von Richard keine auffällige zeitliche Verbindung gegeben hat, spricht er die Impfung aber nur in einem von seinen 11 Fällen an.
Man kann es nicht anders sagen, die Behauptung dieser Seite ist schlichtweg eine dreiste Lüge. Fühlst du dich da nicht verarscht?
Wenn ich dich recht verstehe, ist für dich ein Rätsel woher dieser immense Anstieg kommt (abgesehen von (relativ geringfügigen) Einflüssen mit Blick auf die sich wandelnde Kriterien für die Diagnose einer Autismus-Erkrankung).
Ne, momentan wird geschätzt, dass etwa 60% des Anstiegs auf die veränderten Kriterien zurückzuführen sind. Die verbleibenden 40% sind weiterhin ungeklärt.
Für dich ist es eine unbewiesene Behauptung, dass da Impfungen bei der Verbreitung von Autismus eine Rolle spielen ... aber ausschließen, dass dem so ist, willst du offensichtlich auch nicht so recht - oder ?
Natürlich nicht, wie könnte ich? Es können ja jederzeit neue Erkenntnisse auftauchen, die so eine Verbindung belegen. Aber momentan gibt es keinerlei Indizien, die für so eine Verbindung sprechen - und das, obwohl zum Thema Impfen und Autismus schon extrem viel geforscht wurde über die Jahre.
Genauso könnte morgen rauskommen, dass Bio-Gemüse Autismus auslöst, oder homöopathische Mittel, oder Yoga. Man sollte nie irgendwas ausschließen. Aber man kann Schlüsse ziehen anhand der Erkenntnisse, die man bisher gesammelt hat - und die sind bisher, dass keine der genannten Sachen einen Zusammenhang zu Autismus hat.
Es gibt recht viele Untersuchungen, die bestätigen, dass in Bevölkerungsgruppen, die überhaupt nicht impfen, der Anteil der Erkrankungen an Autismus mindestens 10-fach niedriger ist, als bei Personen, bei denen der Impfplan durchgezogen wird.
Welche Untersuchungen gibt es da, namentlich? Wurden die in seriösen Zeitschriften mit peer review publiziert?
z.B. bei den Amish-People in den USA ... da gibt es allerdings auch keine Handys und Tablets und auch kein Glyphosat - aber ... war da nicht eher Thiomersal in Verdacht ? - sei's drum - das Thema hatten wir ja schon ...
Die Amish impfen auch. In einer
Studie aus 2011 gaben nur 14% der Amish an, gar nicht zu impfen. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt des Restes von Amerika (5%) - aber das wäre dann nur ein Unterschied von nur 9%. Bei den Amish gibt es laut den vorliegenden Untersuchungen tatsächlich deutlich weniger Autismus als im Rest von Amerika - das spricht aber dafür, dass Impfen und Autismus nicht zusammenhängt, denn wären Impfungen ein nennenswerter Faktor bei der Entstehung, dann dürften die Autismusraten bei den Amish nur um ein paar Prozent abweichen.