Tiere haben einen Instinkt. Tiere "wissen" nicht, sie "denken" nicht und sie haben in dem Sinn auch auch keine Gefühle wie wir sie kennen. Tiere wissen nichtmal, dass es sowas wie einen Tod gibt.
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Frl.Zizipe
was für den über allen anderen Lebewesen stehenden und überlegenen Menschen auch eine große Verantwortung mit sich bringt.
Ich glaub nicht, dass wir das Bewusstsein und die Wahrnehmung eines Tieres verstehen können, weil die völlig anders organisiert sind. Wir betrachten sie immer vom menschlichen Standpunkt aus und wird der Wirklichkeit nie gerecht. Tiere haben irgendwie noch eine tiefere Verbindung zum Göttlichen, Spirituellen. Der Mensch hat sich davon schon ziemlich gut abgetrennt. Viele Tiere haben z.B. hellseherische Fähigkeiten ...
Ich denke, dass wir Tiere ziemlich unterschätzen ... was auch
Studien mit Bonobos zeigen.
Jane Goodall hat mehr als 35 Jahre mit freilebenden SchimpansInnen im Gombe Reservat in Tansania verbracht. Ihre Erlebnisse führten sie zu der Einstellung Tierrechtlerin und Veganerin zu werden. Über SchimpansInnen sagt sie, daß sie keine Gefühlsregung bei diesen Tieren gefunden hätte, die sie nicht auch von sich selber kennt, und umgekehrt, daß sie keine Gefühlsregung von sich selber kennt, die sie nicht auch bei SchimpansInnen erlebt hätte.
Vor ein paar Wochen gabs auch eine spannend Tier-Doku im Fernsehen, von Bildern die nur sehr selten eingefangen werden. Bericht1 zeigte ein Leoparden-Weibchen das ein Junges zur Welt gebracht hatte. Sie machte sich auf Beutefang und musste deswegen ihre Junges zurücklassen. Während dieser Zeit kam eine Boa ins Versteck und verschlag das Kleine. Als die Mutter von der Jagd zurück kam, fand sie das Kleine natürlich nicht mehr. Sie begann im Umkreis danach zu suchen und fand die Boa ... uns sie wusste offenbar, dass die Boa ihr Kleines gefressen hatte ... denn die Boa hatte ein schönes Bäuchlein. Und das Leoparden-Weibchen ist jetzt voll auf die Boa losgegangen, das könnt ihr euch nicht vorstellen ... hat ihr mit den Krallen ordentliche Wunden zugefügt ... bis die Boa das Junge ausgespien hat ... um schneller flüchten zu können. Natürlich war es schon länger Tod.
Eine andere Szene, da war eine Elefantenherde unterwegs zu einer Wasserstelle und einer der kleinen Elefanten konnte nicht mehr ... sowas hab ich noch nie gesehen, wie die Mutter es immer und immer wieder angestupst hat, damit es wieder aufsteht ... ziemlich berührend. Man kann da natürlich auch viel hineininterpretieren, genauso wie man sagen kann: Jaja, ist halt alles Instinkt. Ist wie bei einem Computer, der beim Druck der Taste a, ein a hinschreibt.
Ich weiß ja, warum solche Argumente gebracht werden, hat mit kognitiver Dissonanz zu tun, weil der Mensch nichts tun kann, was seinem Überzeugungssystem widerspricht. Und weil die Fakten hinter dem Fleischkonsum ziemlich unerträglich wären, baut man sich eine Welt von Lügen auf, wie gesagt, wegen dieser kognitiven Dissonanzen ... die eine Gefahr für die Persönlichkeitsstruktur darstellten. Und deswegen begründet man seine eigene Wahrheit: Tiere haben keine Gefühle. Sie sind im grunde gefühlslose Maschinen die von Automatismen (Instinkten) getrieben werden, und deswegen brauche ich nicht die geringsten Gewissensbisse haben, wenn ich welche esse.
Ehrlich gesagt, würde ich mir andere Gründe suchen. Einer meiner Freunde sagt: Fleischessen ist für ihn Lebensqualität. Er will auf den Genuss nicht verzichten. DAS respektiere ich! Seine Lebensqualität (Genuss) ist ihm ein bißchen wichtiger als Mitgefühl mit Tieren ... DAS respektiere ich, weil es ehrlich ist. Ein anderer isst Fleisch und sagt: Ja eigentlich ist es falsch, aber ich kann nicht anders! DAS respektiere ich ... das zeigt die Hilflosigkeit des Menschen ... Abhängigkeit, Genuss-Sucht. Aber es gibt in diesem Bereich auch ziemlich viele Lügen mit denen sich die Leute was vormachen.
lg
Topper