wenn du mal vom Standpunkt des Magiers ausgehst! Und dieser ist eben, dass alles schon kreiirt ist.
Klar - alles ist schon kreiert. Der weiße Magier gibt sich damit zufrieden und daraus folgt: wenn alles schon kreiert ist, muss nichts mehr kreiert werden - also tut er es auch nicht. Der Schwarze Magier gibt sich damit eben nicht zufrieden...
Nur gibt es eben nichts, was nicht schon da ist....
Richtig. Und darum ist es auch Unsinn, sich Kreation anzumaßen, nicht? Wenn es nichts gibt, was nicht schon da wäre, gibt es auch nicht, was man erschaffen könnte. Nur ist es eben so: Für den Schwarzen Magier ist das kein Grund, darauf zu verzichten.
Nene. Weisse Magie ist ein moralischer Begriff. Sie grenzt sich von der Schadensmagie ab. Was aber nicht gelingen kann.....die Bahnen sind vorhanden, du kannst jedoch lernen dort zu gehen, wo du willst....oder besser gesagt darauf zu kommen(dir bewusst zu werden), dass du ohnehin auf der Bahn bist, auf der du sein WILLST.
Ich spreche hier nicht von moralischen Begriffen oder von Schadensmagie, sondern von zwei grundsätzlich verschiedenen Herangehensweisen. (siehe unten)
Richtig: Das mit der Bahn hab ich genauso gemeint: Der Ritt auf dem Vorgezeichneten - von Kreation, sprich eigener Schöpfung, keine Spur!
Und Schadensmagie ist da genauso: Ob man nämlich auf Bahnen umschwenkt, die dem anderen nützen oder auf solche, die dem anderen Schaden, ist ja dabei wirklich nicht einmal von nebensächlichem Interesse (da ich ja nicht von moralischen Begriffen spreche).
Kreation ist das Sichtbar Machen, von dem was schon da ist, weil schon alles da ist.
Wenn das Deine Interpretation von Kreation war, hast Du natürlich Recht und wir sind nur von verschiedenen Definitionen ausgegangen.
Und ja, es gibt keine Differenz. HellDunkel =1
Klar, ich hab' auch lange Zeit, wohl zu sehr von der illuminierenden Vielfalt der Chaosmagie und der Technik des Paradigmenwechsels beeinflusst, argumentiert, dass schwarze und weiße Magie auf irgendeiner ominösen Ebene eh das gleiche ist. Aber das ist es eben NICHT. Diese Aussage dient allenfalls dazu, die Streitbarkeit zu vermeiden, die Entscheidung aufzuschieben, auf Jenseitiges zu verschieben, um mich nicht länger mit diesem Widerspruch herumschlagen zu müssen. Aber in Wirklichkeit ist es doch so: Es besteht durchaus ein Unterschied darin, ob man nun lämmchenfromm "Stein in der Schöpfung" spielen möchte, oder eben der Schöpfung den Krieg erklärt (non serviam!). Und es führt einen mitnichten weiter, wenn man zwischen diesen beiden Ansichten hin und her pendelt.
Das sind die zwei verschiedenen Herangehensweisen, die ich oben ansprach. Dass ich sie hier jetzt "schwarze" und "weiße" Magie nenne, ist Definitionssache, man kann sie auch anders bezeichnen, ebenso wie man Schwarze und Weiße Magie anders definieren könnte. Zur Erinnerung: Im Rahmen dieser Definition ist Schadensmagie eben auch weiß, weil ich nicht von irgendwelchen moralischen Vorstellungen ausgehe, sondern von der grundsätzlichen Herangehensweise. Vielleicht etwas ungewohnt, aber wir können uns gerne auf andere Begriffe einigen...
.vloryahn.