KingOfLions #845
Ja, leider ist es Gewohnheit geworden! Wobei "schulmedizinisch" eben heisst: gedankenlos, pillenzentriert, alternativenlos. Nicht von der wissenschaftlichen Seite her, sondern von der exekutiven Seite her, vom Erstkontakt mit dem Patienten.
Wie Du ja selber bemerken durftest, fehlt vielen Schulmedizinern jeglicher Respekt vor den Wünschen des Patienten nach einer schonenden Behandlung ("wir wissen es besser") - und genau das ist es auch, reine Besserwisserei aus ihrem Methodendünkel heraus.
Für den Arzt ist es natürlich einfach, im grossen Zauberbuch nachzuschauen, welche Medikamente in welchem Fall zu geben sind. Viel einfacher, als sich im Wirrwarr der unterschiedlichsten Fachrichtungen und Nebengewerbe auszukennen, oder sich vielleicht sogar noch über alternative Behandlungsmöglichkeiten schlau zu machen. Denn das zahlt ihm keine Krankenkasse.
Wenn
alternativlos bedeutet, dass mir mein Hausarzt im Krankheitsfall (physisch u./od. psychisch)
NICHT Reiki, Kinesiologie, Therapeutic Touch od. Handauflegen, Energiearbeit, Rückführung, Quantum Healing, Aurachirurgie, Homöopathie, Bachblüten, Schüsslersalze oder Ähnliches empfiehlt ist das m.E. ein
echtes Qualitätsmerkmal und hat aber auch gar nichts mit Gedankenlosigkeit zu tun (viel eher mit Verantwortungsbewusstsein). Auch nichts mit fehlendem Respekt würde mir ein Arzt/eine Ärztin bei einer eitrigen Mandelentzündung Globuli verschreiben käme ich viel eher auf diesen Gedanken, zumal die cardialen Folgen einer solchen Erkrankung erheblich sein können.
All diese Dinge sind KEINE Alternative zu medizinischen (seien es pharmakologische oder physikalische) oder psychologischen/psychiatrischen Behandlungen bzw. psychotherapeutischen Verfahren.
Reiki und Konsorten gehören gar nicht zur Medizin (auch nicht zum erweiterten Kreis) allenfalls in den Bereich Wellness - und schon gar nicht von der Krankenkasse finanziert!
Das Zauberbuch benutzen, soweit ich weiß, die Homöopathen und es heißt Organon.
KOL #927
Ja, nur wesentlich älter und umfangreicher als das, was letztendlich Eingang in die medizinischen Disziplinen gefunden hat.
Eingang hat gottseidank auch nur das gefunden, dessen Wirksamkeit belegt werden konnte. Den Rest können sich die Alternativen gerne behalten.
Lichtpriester #870
Der Bürger hat das Recht, frei zu entscheiden, welche Leistung er in Anspruch nimmt, ob Schulmedizin oder Alternativmedizin (sofern er dazu in der Lage ist natürlich).
Da stimme ich Dir zu. Der Bürger hat das Recht auf Behandlungswahl. Und der Gesetzgeber hat die Pflicht, Behandlungsangebot und Behandler so zu reglementieren, dass für den Endverbraucher eine solche Wahl auch einigermaßen sicher möglich ist.
In Ö ist das gottseidank etwas strenger geregelt als in D in Ö fallen Heilpraktiker unter Kurpfuscherei. Leider unterliegt der Rest (Energet(h)iker, Heiler
) dem freien Gewerbe. Hier darf zwar gar keine Therapie od. Heilbehandlung an Kranken angeboten werden, aber die Protagonisten verbrämen diesen Umstand derartig geschickt, dass es für die hilfesuchenden Endverbraucher oft schwierig ist, den Unterschied (zu einer echten Behandlung) dingfest zu machen.
Die Tatsache, dass auch ausgewiesene MedizinerInnen solche Wellness-Alternativen im Angebot haben, macht die Angebote nicht seriöser.