Dieses Jahr wäre Ron Hubbard 100 Jahre alt geworden. In der Presse bemerkte ich sehr viele kritische Berichte, die sein unfassbares Leben durchleuchteten und unzählige Behauptungen von ihm widerlegen konnten. Sein Mythos ist am platzen, während in Deutschland der Verfassungsschutz Scientology beobachtet. Und könnte es sein, dass das die best dokumentierteste Sekte der Welt ist in der Öffentlichkeit? Sogar die Auditing-Protokolle von Tom Cruise habe ich einmal im Netz gesehen.
Obwohl so viel über die Machenschaften von Scientology bekannt ist, hat diese Sekte und viele andere Sekten auch Zulauf wie noch nie zuvor. Informationen alleine halten Menschen also nicht davon ab, sich von Sekten gefangen nehmen zu lassen, denke ich.
Es werden immer mehr Menschen von Sekten angezogen. Schlimm finde ich auch die vielen fundamentalistischen Freikirchen, die es bereits gibt. Ich konnte beobachten, wie deren Anhänger bereits Kinder in unserem Quatier bequatscht haben und ihnen Zettelchen zustecken wollten. Das ist so nen Schei und verdammt gefährlich!!!
Gamaliel und Solunar, danke dass Ihr noch persönlichere Einblicke nachgeschoben habt. Es ist schon klar, dass man in einem solchen Forum seine Sektenvergangenheit nicht veröffentlichen will. Aber bereits, was Ihr geschrieben hat, macht mich nachdenklich und tut mir Leid für Euch. Ich verstehe, dass man dort mehr leidet als Freude hat.
Mein Freund hat sich vor einem Jahr im Lectorium in die Mitgliedschaft versetzen lassen. Er sagt auch, dass es eine Sekte ist und er hat sich immer an den vielen frömmlerischen Leuten dort gestörrt. Und obwohl er viel Lebensfreude verloren hat, kommt er nicht davon los. Er hat aufgehört zu spenden, besucht etwas seltener Konferenzen, kennt die "Sechs-Augengespräche" wie Ihr das nennt auch; es wurde ihm nach Hause nach telefoniert usw. und trotzdem hält er an dieser Sekte fest. Er hat inzwischen andere Aussteiger getroffen, die ihm die Lehre widerlegen konnten, er jedoch, hängt an seinem Irrglauben.
Warum?
Ich kann verstehen, was Ihr über die Manipulationsmethoden schreibt. Ich glaube Euch, dass dort hypnotisiert wird und alles weitere auch. Trotzdem reicht das alles nicht, um nachvollziehen zu können, was mit einem Menschen passiert, der dort landet und nicht mehr rausfindet.
Gamaliel, Du hast einige Argumente aufgeführt, warum es keinen Sinn machen soll, so sagen manche, sich nach dem Ausstieg mit dem Lectorium weiterhin zu befassen. Auch darin gebe ich Dir Recht. Das alles ist plausibel, wird jedoch nicht reichen, um zu verstehen, wass alles damit zusammenhängt. Warum ?
Ich hab mir noch Gedanken zu unserem Austausch gemacht, warum das alles nicht greifft und bin zu folgendem Schluss gekommen:
Wir alle sind ganz tief geprägt mit langen Erfahrungen der Gehirnwäsche und Sekten. Der Name dieser Sekte heisst « Gesellschaft ». Die Methoden einer Sekte gelten auch für die Gesellschaft. Es werden die gleichen Kontrollen angewendet: Uns wird allen von klein auf indoktriniert, dass wir ohne Gesellschaft hilflos sind, nicht überleben können, halten wir uns nicht an ihre Regeln müssen wir als Outsider vegetieren. In den Schulen wird den Kindern eine völlig erfundenen Weltgeschichte eingehämmert und eine Sichtweise der Welt, die so nicht stimmen kann. Wir folgen den Führern unseren Gesellschaft als wären sie Götter. Wir das Volk mucken nicht auf, wenn wir über Generationen von der Hochfinanz über verschuldet und ausgebeutet werden. Nicht in der Gesellschaft integriert zu sein, ist das Schlimmste, was einem passieren kann, heisst es. Unsere heutige Gesellschaft hat so viele irre Gebote und Verbote wie eine Sekte auch. Wir lassen uns täglich von den Medien hypnotisieren. Wo ist der Unterschied zum Lectorium, wenn man in Trance vor dem Fernseher sitzt?
Ich finde, wir sind bereits alle in einer Sekte !!! Im Gegensatz zu Dir Gamaliel sehe ich die Freiheit nicht in der Gesellschaft. Das ist doch alles eine Lüge. Wir werden überwacht, indoktriniert, manipuliert, belogen und ferngesteuert.
Vielleicht brauchen es jetzt viel mehr Menschen als früher, die sich das alles bewusst werden. Und wo können sie das besser tun, als in dem kleinen Abbild der grossen Sekte namens Gesellschaft, wo es konzentriert genauso zu und her geht wie überall. Wer es schafft au seiner Sekte auszusteigen, sollte die genau gleichen Methoden auch in der Gesellschaft anpragern. Kriege ich ein Verständnis davon, wie eine «kleine» Sekte funktioniert, so durchdringe ich diese Methoden auch in der grossen Sekte namens Gesellschaft.
Irgendwann wird klar, dass der neue Kult genauso ist wie der alte und dass sich das gleiche Spiel einfach immer wieder wiederholt.
Adlerflug
Obwohl so viel über die Machenschaften von Scientology bekannt ist, hat diese Sekte und viele andere Sekten auch Zulauf wie noch nie zuvor. Informationen alleine halten Menschen also nicht davon ab, sich von Sekten gefangen nehmen zu lassen, denke ich.
Es werden immer mehr Menschen von Sekten angezogen. Schlimm finde ich auch die vielen fundamentalistischen Freikirchen, die es bereits gibt. Ich konnte beobachten, wie deren Anhänger bereits Kinder in unserem Quatier bequatscht haben und ihnen Zettelchen zustecken wollten. Das ist so nen Schei und verdammt gefährlich!!!
Gamaliel und Solunar, danke dass Ihr noch persönlichere Einblicke nachgeschoben habt. Es ist schon klar, dass man in einem solchen Forum seine Sektenvergangenheit nicht veröffentlichen will. Aber bereits, was Ihr geschrieben hat, macht mich nachdenklich und tut mir Leid für Euch. Ich verstehe, dass man dort mehr leidet als Freude hat.
Mein Freund hat sich vor einem Jahr im Lectorium in die Mitgliedschaft versetzen lassen. Er sagt auch, dass es eine Sekte ist und er hat sich immer an den vielen frömmlerischen Leuten dort gestörrt. Und obwohl er viel Lebensfreude verloren hat, kommt er nicht davon los. Er hat aufgehört zu spenden, besucht etwas seltener Konferenzen, kennt die "Sechs-Augengespräche" wie Ihr das nennt auch; es wurde ihm nach Hause nach telefoniert usw. und trotzdem hält er an dieser Sekte fest. Er hat inzwischen andere Aussteiger getroffen, die ihm die Lehre widerlegen konnten, er jedoch, hängt an seinem Irrglauben.
Warum?
Ich kann verstehen, was Ihr über die Manipulationsmethoden schreibt. Ich glaube Euch, dass dort hypnotisiert wird und alles weitere auch. Trotzdem reicht das alles nicht, um nachvollziehen zu können, was mit einem Menschen passiert, der dort landet und nicht mehr rausfindet.
Gamaliel, Du hast einige Argumente aufgeführt, warum es keinen Sinn machen soll, so sagen manche, sich nach dem Ausstieg mit dem Lectorium weiterhin zu befassen. Auch darin gebe ich Dir Recht. Das alles ist plausibel, wird jedoch nicht reichen, um zu verstehen, wass alles damit zusammenhängt. Warum ?
Ich hab mir noch Gedanken zu unserem Austausch gemacht, warum das alles nicht greifft und bin zu folgendem Schluss gekommen:
Wir alle sind ganz tief geprägt mit langen Erfahrungen der Gehirnwäsche und Sekten. Der Name dieser Sekte heisst « Gesellschaft ». Die Methoden einer Sekte gelten auch für die Gesellschaft. Es werden die gleichen Kontrollen angewendet: Uns wird allen von klein auf indoktriniert, dass wir ohne Gesellschaft hilflos sind, nicht überleben können, halten wir uns nicht an ihre Regeln müssen wir als Outsider vegetieren. In den Schulen wird den Kindern eine völlig erfundenen Weltgeschichte eingehämmert und eine Sichtweise der Welt, die so nicht stimmen kann. Wir folgen den Führern unseren Gesellschaft als wären sie Götter. Wir das Volk mucken nicht auf, wenn wir über Generationen von der Hochfinanz über verschuldet und ausgebeutet werden. Nicht in der Gesellschaft integriert zu sein, ist das Schlimmste, was einem passieren kann, heisst es. Unsere heutige Gesellschaft hat so viele irre Gebote und Verbote wie eine Sekte auch. Wir lassen uns täglich von den Medien hypnotisieren. Wo ist der Unterschied zum Lectorium, wenn man in Trance vor dem Fernseher sitzt?
Ich finde, wir sind bereits alle in einer Sekte !!! Im Gegensatz zu Dir Gamaliel sehe ich die Freiheit nicht in der Gesellschaft. Das ist doch alles eine Lüge. Wir werden überwacht, indoktriniert, manipuliert, belogen und ferngesteuert.
Vielleicht brauchen es jetzt viel mehr Menschen als früher, die sich das alles bewusst werden. Und wo können sie das besser tun, als in dem kleinen Abbild der grossen Sekte namens Gesellschaft, wo es konzentriert genauso zu und her geht wie überall. Wer es schafft au seiner Sekte auszusteigen, sollte die genau gleichen Methoden auch in der Gesellschaft anpragern. Kriege ich ein Verständnis davon, wie eine «kleine» Sekte funktioniert, so durchdringe ich diese Methoden auch in der grossen Sekte namens Gesellschaft.
Irgendwann wird klar, dass der neue Kult genauso ist wie der alte und dass sich das gleiche Spiel einfach immer wieder wiederholt.

Adlerflug