Rauchfreie Speisegaststätten

Die räumliche Trennung von Raucher- u. Nichtraucherbereichen gab es seit 2010 in Ö. Und schon damals wurde der österreichische Weltuntergang der Wirtshauskultur beweint. Grad so, als ob Menschen ein Recht darauf hätten, Mitarbeiter*innen und andere Gäste gesundheitlich zu beeinträchtigen...

Als die österreichische Regierung die Registrierkassenpflicht für ALLE (ja, auch einschließlich Gastro) einführten, herrschte dann wieder Groß-Depression. Ist ja auch unverschämt, dass auch Wirt*innen Steuern zahlen müssen und nix schwarz verkaufen dürfen.

Corona war übrigens vor allem für jene Gastrobetriebe ein großes Problem, die ihre Einnahmen steuergünstig geschönt haben. Die Corona Ersatzleistungen in der Zeit der Lockdowns richtete sich nämlich nach den Umsatzangaben der Vorjahre....

Im Gastro-Bereich, v.a. Wirtshäuser und Restaurants die Angestellte brauchen und warme Küche anbieten, herrscht enormer Personalmangel. Die Arbeitszeiten sind brutal und extrem familienunfreundlich.
Kleinere Wirtshäuser ohne großen Personalaufwand schließen meist, weil sie keine Nachfolger mehr haben.

Und wenn die Wohnbevölkerung nicht regelmäßig ins Wirtshaus geht, dann haben die Betreiber*innnen halt auch keine Umsätze.

P.S.: ich bin Raucherin und extrem froh, dass in öffentlich zugänglichen Innenräumen nicht mehr geraucht werden darf.
Ja, die Arbeitszeiten sind brutal!
 
Werbung:
Die räumliche Trennung von Raucher- u. Nichtraucherbereichen gab es seit 2010 in Ö. Und schon damals wurde der österreichische Weltuntergang der Wirtshauskultur beweint. Grad so, als ob Menschen ein Recht darauf hätten, Mitarbeiter*innen und andere Gäste gesundheitlich zu beeinträchtigen...

Als die österreichische Regierung die Registrierkassenpflicht für ALLE (ja, auch einschließlich Gastro) einführten, herrschte dann wieder Groß-Depression. Ist ja auch unverschämt, dass auch Wirt*innen Steuern zahlen müssen und nix schwarz verkaufen dürfen.

Corona war übrigens vor allem für jene Gastrobetriebe ein großes Problem, die ihre Einnahmen steuergünstig geschönt haben. Die Corona Ersatzleistungen in der Zeit der Lockdowns richtete sich nämlich nach den Umsatzangaben der Vorjahre....

Im Gastro-Bereich, v.a. Wirtshäuser und Restaurants die Angestellte brauchen und warme Küche anbieten, herrscht enormer Personalmangel. Die Arbeitszeiten sind brutal und extrem familienunfreundlich.
Kleinere Wirtshäuser ohne großen Personalaufwand schließen meist, weil sie keine Nachfolger mehr haben.

Und wenn die Wohnbevölkerung nicht regelmäßig ins Wirtshaus geht, dann haben die Betreiber*innnen halt auch keine Umsätze.

P.S.: ich bin Raucherin und extrem froh, dass in öffentlich zugänglichen Innenräumen nicht mehr geraucht werden darf.

Ja, da hast du wohl recht.
Ich kann mich erinnern, wie sich die Gastronomie aufgeregt hat, weil sie damals Geld für den Umbau für ihre Raucherbereiche investiert hatten und dann doch noch das generelle Rauchverbot kam. Das war sicher auch nicht für alle lustig.

Ich denke, das Problem mit den Nachfolgern ist eher am Land gegeben. Hier in Wien sind die Lokale kaum mehr Familienbetriebe. Hier werden nur die Räumlichkeiten übernommen und komplett was anderes draus gemacht. Dort wo ein Italiener war, ist nun ein Perser und dort, wo das Café war, gibts plötzlich vegane Bowles.

Von mir können die Gastronomen nicht leben, muss ich auch zugeben. Wir gehen sehr selten Essen, wenn dann kombinieren wir das oft mit Geschäftsessen, ins Kaffeehaus oder in ein Beisl gehen wir gar nicht und wenn wir Freunde treffen, dann laden wir uns gegenseitig zuhause ein.
Essen gehen zentriert sich bei uns auf den Urlaub - und da sind wir im Ausland.
Grad mal im Sommer sind wir ab und an mal am Naschmarkt und schnuppern ein bisschen die Atmosphäre dort.
 
Es spielt sicher auch eine Rolle, dass viele Menschen
" es auch Zuhause schön gemütlich haben",
besonders im ländlichen Bereich:

Die Leute haben große Häuser, Terrassen, Gärten, gar Pools.....es wird gegrillt, Hausparty gefeiert usw... merke ich hier im Ort.
Die Jugend trifft sich auch lieber wieder irgendwo privat auf Partys -
irgendeiner hat sicher genug Platz dafür - nicht so kontrolliert, keine Alkomaten etc....

In meiner Jugend haben oft 3 Generationen unter einem Dach gelebt -
und jede davon hat die andere Generation beäugt 😏...

Am Wochenende sind dann die Großeltern mit den Senioren los , die Jugend zu ihre Diskos und Jugendlokalen - und die Eltern zum Bowling oder so...

Dem Single zogs zur Kneipe - wo Dart, einarmiger Bandit und Jukebox wartete -und irgendwelche Kumpels und ein paar Frauenrunden waren sicher auch noch da...
Gab ja nicht viele Alternativen dazu..

Heutzutage surfen sie im Internet zur Game-Group, Spotify, Tinder, Twitter und Co... (vielleicht auch ein Grund, warum es gar soviel Single in der Gen Z gibt!?)

Die Ursachen des Wirtesterben sehe ich halt als sehr vielfältig - und ganz sicher nicht alleine im Rauchverbot!

Gesellschaftlicher Wandel!
Gab es wohl schon immer...
 
Es spielt sicher auch eine Rolle, dass viele Menschen
" es auch Zuhause schön gemütlich haben",
besonders im ländlichen Bereich:
Genau! Mal abgesehen, das unsere einzige Dorfkneipe dicht gemacht hat, sitze ich lieber auf unserer schönen Terrasse oder vor dem Kaminofen.
Das Kneipenleben habe ich lang und satt in meiner Heimatstadt ausgelebt, wo es an jeder Ecke Kneipen, Restaurants, Pizza-, Döner-,Spanier etc gab.
 
Genau! Mal abgesehen, das unsere einzige Dorfkneipe dicht gemacht hat, sitze ich lieber auf unserer schönen Terrasse oder vor dem Kaminofen.
Das Kneipenleben habe ich lang und satt in meiner Heimatstadt ausgelebt, wo es an jeder Ecke Kneipen, Restaurants, Pizza-, Döner-,Spanier etc gab.
Es gibt halt heutzutage sehr viele Alternativen zu einem Gasthaus- Besuch.
 
Von mir können die Gastronomen nicht leben, muss ich auch zugeben. Wir gehen sehr selten Essen, wenn dann kombinieren wir das oft mit Geschäftsessen, ins Kaffeehaus oder in ein Beisl gehen wir gar nicht und wenn wir Freunde treffen, dann laden wir uns gegenseitig zuhause ein.

Ich bin das Jahr vor Corona oft mit einer Bekannten essen gegangen. Wir haben uns nacheinander so durch alle möglichen Cafés, Restaurants und Bistros probiert. Bevorzugt saßen wir draußen - wir waren beide immer lieber an der frischen Luft, obwohl schon lange ein Rauchverbot für Innenräume galt.
 
Es spielt sicher auch eine Rolle, dass viele Menschen
" es auch Zuhause schön gemütlich haben",
besonders im ländlichen Bereich:

Die Leute haben große Häuser, Terrassen, Gärten, gar Pools.....es wird gegrillt, Hausparty gefeiert usw... merke ich hier im Ort.
Die Jugend trifft sich auch lieber wieder irgendwo privat auf Partys -
irgendeiner hat sicher genug Platz dafür - nicht so kontrolliert, keine Alkomaten etc....

In meiner Jugend haben oft 3 Generationen unter einem Dach gelebt -
und jede davon hat die andere Generation beäugt 😏...

Am Wochenende sind dann die Großeltern mit den Senioren los , die Jugend zu ihre Diskos und Jugendlokalen - und die Eltern zum Bowling oder so...

Dem Single zogs zur Kneipe - wo Dart, einarmiger Bandit und Jukebox wartete -und irgendwelche Kumpels und ein paar Frauenrunden waren sicher auch noch da...
Gab ja nicht viele Alternativen dazu..

Heutzutage surfen sie im Internet zur Game-Group, Spotify, Tinder, Twitter und Co... (vielleicht auch ein Grund, warum es gar soviel Single in der Gen Z gibt!?)

Die Ursachen des Wirtesterben sehe ich halt als sehr vielfältig - und ganz sicher nicht alleine im Rauchverbot!

Gesellschaftlicher Wandel!
Gab es wohl schon immer...

Ich kann dir sagen, auch wir in der Stadt haben es gemütlich zuhause. Wir haben Terrassen und Balkone, Rooftops und herrlich verwunschene Innenhöfe.

:D
 
Ich kann dir sagen, auch wir in der Stadt haben es gemütlich zuhause. Wir haben Terrassen und Balkone, Rooftops und herrlich verwunschene Innenhöfe.

:D


:D
Eben - und wer will dann noch wirklich raus?
Da muss ein Wirt schon etwas besonderes bieten können,
damit er noch jemand hintern Ofen hervor locken kann ( was eh noch recht viele junge Gastronomen versuchen - halt mit sehr viel Einsatz verbunden),

früher einmal reichten ein paar Holzbänke, ein warmer Ofen und ein Dach übern Kopf - auch ein bisschen metaphorisch gemeint!
 
Werbung:
Ja, da hast du wohl recht.
Ich kann mich erinnern, wie sich die Gastronomie aufgeregt hat, weil sie damals Geld für den Umbau für ihre Raucherbereiche investiert hatten und dann doch noch das generelle Rauchverbot kam. Das war sicher auch nicht für alle lustig.
Ja, das war sooo typisch österreichisch.... nicht Fisch, nicht Fleisch, aber umständlich, bürokratisch und kostenintensiv.
Für kleinere Gastwirt*innen waren die Vorschriften z.T. auch fast nicht umsetzenbar.
Aber Hauptsache, kein generelles Rauchverbot damals in Innenräumen...o_O
 
Zurück
Oben