Die USA und deren Streitkräfte machen Ernst - als erster Wikileaks-Gegenschlag werden jetzt Webseiten blockiert, die US-Diplomatendepeschen der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht haben. Zu den ersten Opfern zählen die New York Times und der Spiegel.
Die Air Force-Sprecherin Major Toni Tones erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, dass die US-Luftwaffe regelmäßig Webseiten blockiert, deren Inhalt man als nicht angemessen bewertet. So seien im Wikileaks-Zusammenhang jetzt 25 Webseiten gesperrt worden, die über die US-Diplomatendepeschen berichtet haben, die von Wikileaks veröffentlicht wurden. Die Air Force will durch diesen Schritt zum einen die Sensibilität der Mitarbeiter für geheime Dokumente erhöhen, zum anderen aber auch warnen. So wird man beim Besuchen einer der gesperrten Webseiten mit dem Hinweis begrüßt, dass der Besuch dieser Seite über Air Force-Computer nicht erlaubt ist und unter Strafe gestellt werden kann.
Die Maßnahme wurde vom zuständigen Generalmajor Richard Webber angeordnet, der für Cyber-Kriegsführung und die Computersicherheit zuständig ist. Die wichtigsten Publikationen sind bislang die New York Times (USA), der Spiegel (Deutschland), der Guardian (GB) und Le Monde (Frankreich).