Pendel mehr vertraut als Medizin => tot

Werbung:
Ich sehe das wie du. Ich finde es auch zu viel verlangt, dass Heilpraktiker medizinische Unterlagen komplett verstehen können sollen.
Aber die Schlussfolgerung kann ja dann nicht sein, dass Ärzte zusätzliche Arbeit dadurch bekommen, hier vorhandene Defizite auszugleichen.

Ich see das folgendermaßen: Heilpraktiker sind in meinen Augen ebenfalls medizinische Laien, aber mit viel zu weit reichenden Befugnissen ausgestattet.
Warum sollen sich Ärzte zusätzliche Arbeit machen, nur weil Laien kleiner Arzt spielen wollen, besonders noch vor dem Hintergrund, dass seitens vieler Heilpraktiker zwar ebenfalls einerseits eine bessere Zusammenarbeit gewünscht wird, man aber gleichzeitig kaum ein gutes Haar an der Ärzteschaft lässt.
Würdest du mit Leuten zusammenarbeiten, die etwas, was du kannst viel viel schlechter können, viel weniger darüber wissen aber dir gegenüber eine grenzenlose Arroganz an den Tag legen? Würdest du das tun?

Die richtige Schlussfolgerung aus meiner Sicht ist nicht Ärzten noch mehr Arbeit zu machen sondern Quacksalberei gesetzlich zu untersagen, wie es Österreich vor einigen Jahren getan hat.

Na so ganz Laie sind sie wohl nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland Laien kranke Menschen behandeln dürfen.
Ärzte brauchen sich keine zusätzliche Arbeit machen, warum auch? Ich denke nicht, dass jeder von den rund 35.000 HPs in Deutschland keine einzige Diagnose lesen kann.

Ist das tatsächlich so? Lassen 35.000 HPs kein gutes Haar an der Ärzteschaft? Wenn, würde das auf Gegenseitigkeit beruhen, wie man hier lesen kann. ;) Allerdings..... der Leidtragende ist der Patient. Schulmedizin-Behandlung will er nicht (aus welchem Grund auch immer - und das hat der Arzt auch zu respektieren!), und Arzt weigert sich, hier eine gemeinsame Lösung zu suchen/finden, zum Wohl des Patienten. Aber nachdem ja auch Studenten Befunde übersetzen können, braucht Herr Doktor keine Angst haben, dass zu viel von ihm verlangt wird. ;)

https://washabich.de/

Übrigens habe ich eine Aufstellung von Ausbildungsinhalten für HPs entdeckt. Klar, dass diese einem 6-jährigen (oder mehr) Medizinstudium nicht gleich kommt. Aber es ist trotzdem einiges zu lernen.

http://www.campusnaturalis.de/ausbildungen/heilpraktiker-ausbildung-heilpraktikerausbildung
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:
Sage wir mal so: Ein Arzt behandelt nach einem Patentierten Verfahren.
Ein Heilpraktiker nach einem Praktizierenden Verfahren.
Das sagt schon auch der Patient oder der Klient. Daher sehe ich Vergleiche für schwierig.
Der Arzt macht das Große Physikum, während der Heilpraktiker das kleine Physikum. Auch brauchen beiden für manche Diagnosen auch Labore und Geräte wir Ultraschall oder Röntgengeräte.

Das ist mir klar, Roti. Mir geht es ausschließlich darum, dass ein Heilpraktiker, der offenbar auch schwerkranke Menschen behandelt, eine medizinische Diagnose lesen und verstehen können muss (wäre zumindest mein Anspruch). Ist das so, dann kann es nicht passieren, dass ein Heilpraktiker eine medizinische Diagnose Krebs einfach vom Tisch wischt und sich seine eigene Diagnose bastelt.
 
Zurück
Oben