Pendel mehr vertraut als Medizin => tot

Dass ein Weltbild erschüttert wird, wäre schonmal ein sehr großer Nutzen davon. Ich wüsste einen Angriffspunkt, an dem ich weiß, dass da mein Weltbild einer Modifikation bedarf, um die Realität adequat zu beschreiben.

Und das "wie" kann immernoch weiter untersucht werden.



Mit dem Unterschied, dass Hellsichtige behaupten, eben mehr Sinne zu haben. Der ganze Aufwand eines solchen Tests wird ja gerade betrieben, um unmöglich zu machen, dass der Testkandidat auf "normalem Weg" an die Information kommt. Wenn bei dieser Verblindung geschlampt wird, sinkt die Aussagekraft des Tests über - bzw. die Beweiskraft für - eben den behaupteten zusätzlichen Sinn erheblich.



Anhand physikalisch bekannter und plausibler Prozesse.



Steht auch in dem verlinkten Artikel. Da fallen dann auch Stichworte wie "medial", "telephatisch" u.ä.
wenn Mensch an 10 Parfums riecht und dir nicht nur für jedes akkurat die Bestandteile sondern auch noch das ziemlich genaue Verhältnis der Bestandteile zueinander sagen kann, wie nennst du das dann "medial" oder "telephatisch"? "Normale Leute" können das nicht - trotzdem hat derjenige nur eine ziemlich gut geschulte Nase. Was ist mit einem "Fährtenleser" der dir aus Abdrücken im Boden (die du vielleicht überhaupt nicht wahrnehmen kannst) sagen kann welche und wieviele Tiere vor wie langer Zeit hier vorbei gelatsch sind? Wir sehen ein gewisses Spektrum an Wellenlängen, hören, riechen fühlen schmecken ein gewisses Spektrum an Wellenlängen, manche mehr manche weniger und manche können die Wellenlänen eben besser interpretieren als andere. Alle Informationen sind für jeden zugänglich, wir sehen hören fühlen riechen und schmecken sie halt
mehr oder weniger gut und können sie mehr oder weniger gut interpretieren (genauso ist´s mit allen Fähigkeiten, jeder kann Gitarre spielen lernen, einige wenige können es "übersinnlich" gut :) )
 
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wenn Mensch an 10 Parfums riecht und dir nicht nur für jedes akkurat die Bestandteile sondern auch noch das ziemlich genaue Verhältnis der Bestandteile zueinander sagen kann, wie nennst du das dann "medial" oder "telephatisch"? "Normale Leute" können das nicht - trotzdem hat derjenige nur eine ziemlich gut geschulte Nase. (...)

Nein. "Medial" und "telephatisch" beschreibt Informationswege, die eben NICHT auf den uns bekannten (physikalischen) Sinnen beruhen, und die im Rahmen der Naturgesetze, wie wir sie kennen, unbekannt bzw. unplausibel sind. Wenn der Teilnehmer keine Fotos sieht und auch sonst keinerlei bekannte Möglichkeit hat, an Informationen über die Erkrankten zu kommen (bzw. sie aufgrund mangelhafter Verblindung im testsetting zu erahnen), so würde ein Erfolg drauf hindeuten, dass da ein bis dato unbekannter Informationsweg ist, den dieser Mensch anzapfen kann, sofern er diesen Erfolg auch wiederholt zeigen kann und die Tests auch kritische Reviews überstehen.

Anhand des Testsettings soll er ja eigentlich NICHTS mit den physikalischen Sinnen mitbekommen, was die Diagnose ermöglichen soll - das war die (u.U. nicht ganz erfüllte) Aufgabe des ganzen Settings, wobei fraglich ist, ob diese Verblindung wirklich dicht war.

Oder kurz: Wenn ich einen Menschen sehe mit hängenden Schuldern o.ä., dann kann ich aufgrund des Eindruckes erahnen, dass er traurig ist. Wissenschaftlich plausibler Informationskanal.
Wenn ich zu einem bestimmten Moment denke: "Oh... Person XXX ist gerade traurig.", und ich KEINERLEI Sinneseindrücke von dieser Person haben kann, und auch sonst herzlich wenig über die Lebensumstände und Situation dieser Person weiß... so ist das mangels plausiblem bekannten Informationsweg wahrscheinlich nur im Zufallsrahmen richtig oder falsch. Wer meint, dass er dennoch überzufällig richtig liegt - z.B. "Fernwahrnehmung", "Telephatie" o.ä. - kann das wissenschaftlich überprüfen (lassen).
 
Wir können das nicht wissen, was da steht. Aber mal unabhängig davon, dass ich weiß, wie sowas aussieht haben die Sachverständigen vor Gericht bestätigt, dass es absolut eindeutig sei, was in den Unterlagen steht und ob da jetzt Karzinom steht oder xyz-Ca etc ist wohl egal.

Weiss ich nicht. Ich als Laie stelle es mir schwer vor, wenn HPs schulmedizinische Diagnosen/Befunde lesen und verstehen müssen. Ob eine diesbezügliche Ausbildung (so sie überhaupt vorhanden ist) ausreicht, bezweifle ich mal so ganz nichtwissend. Kann mich natürlich auch täuschen.
 
Ich sehe das wie du. Ich finde es auch zu viel verlangt, dass Heilpraktiker medizinische Unterlagen komplett verstehen können sollen..


Komplett natürlich nicht, aber doch so gut, dass der Heilpraktiker die Art und Gefährlichkeit einer Krankheit in etwa einschätzen kann und auch weiss, ob schulmedizinsche Therapie zu einer Heilung notwendig ist (zB bei Krebs)
 
Und mit welcher Begründung?
Unzumutbarkeit von Monopolideologien, Wahlrecht jedes Menschen.
(Es ist übrigens vollkommen falsch von einem Monopol zu sprechen. Ein Monopol ist eine Marktform, das Gesundheitswesen ist KEIN Markt.)
Da hat die medizin ein berechtigtes Monopol drauf, weil nur sie bisher gut zeigen konnte, dass sie da Chancen liefern kann.
Ich freue mich auf die Diskussion. :)
Aber was soll man schon von jemandem erwarten, der ja auch für die vollständige Deregulierung des Gesundheitswesens eintritt.
Deregulierung? Nein, es geht einfach darum sich der Realität nicht zu verweigern (wie du es z.B. tust) und die Natur des Themas "Gesundheit" anzuerkennen und die Tatsache, daß es verschiedene weltanschauliche Zugänge dazu gibt, die alle berechtigt sind und vom Staat geschützt werden müssen, statt wegen Lobbyismusfolgen Monopolstrukturen zu halten. Die scheinbar größere Belegtheit geht doch nur auf den Reichtum der "Medizin"lobby zurück, nicht darauf, daß diese "Wissens"grundlage der Realität besser entsprechen würde.
Nachdem Deregulierung im Finanzsektor schon so ein durchschlagender Erfolg war kann man das ja mal im Gesundheitssektor versuchen. :D
Interessanter Vergleich, du kannst ihn gerne vertiefen.
 
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Es gibt Heilpraktiker-VERBÄNDE. Und was ist daran so verwerflich, wenn dort ein Arzt vorhanden ist, der im Notfall auch mal Auskunft geben kann? Abgesehen davon kann hier im Forum KEINER - auch du nicht - wissen, was genau in dieser Diagnose stand, bzw. ob die Diagnose "Karzinom" tatsächlich schon feststand, oder ob es evtl. eine (von mehreren?) Verdachtstufe war.
Sage wir mal so: Ein Arzt behandelt nach einem Patentierten Verfahren.
Ein Heilpraktiker nach einem Praktizierenden Verfahren.
Das sagt schon auch der Patient oder der Klient. Daher sehe ich Vergleiche für schwierig.
Der Arzt macht das Große Physikum, während der Heilpraktiker das kleine Physikum. Auch brauchen beiden für manche Diagnosen auch Labore und Geräte wir Ultraschall oder Röntgengeräte.
 
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