Pendel mehr vertraut als Medizin => tot

Abgesehen davon kann hier im Forum KEINER - auch du nicht - wissen, was genau in dieser Diagnose stand, bzw. ob die Diagnose "Karzinom" tatsächlich schon feststand, oder ob es evtl. eine (von mehreren?) Verdachtstufe war.
Wenn ich die Artikel richtig in Erinnerung habe war schulmedizinisch eine Amputation der Brust empfohlen worden (und obwohl sehr viele Ärzte Medikationen vorschnell und "auf Verdacht verschreiben - wohl auch weil die Patienten das so erwarten und wollen - soweit würde ich dann doch nicht gehen anzunehmen, dass eine Amputation bei einem nicht gesicherten "Verdacht" vorgeschlagen wird).
 
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Wenn ich die Artikel richtig in Erinnerung habe war schulmedizinisch eine Amputation der Brust empfohlen worden (und obwohl sehr viele Ärzte Medikationen vorschnell und "auf Verdacht verschreiben - wohl auch weil die Patienten das so erwarten und wollen - soweit würde ich dann doch nicht gehen anzunehmen, dass eine Amputation bei einem nicht gesicherten "Verdacht" vorgeschlagen wird).

Ok, so genau wusste ich das nicht, hab's nur überflogen. Meine irgendwo was von einem Verdacht gelesen zu haben, aber kann mich auch täuschen. :)
 
wenn die Beschreibung so wie sie dargestellt ist Wort für Wort stimmt (da es ja dazu Aufnahmen gibt wäre das sogar überprüfbar)

Nun, Harald Wiesendanger - Autor des Artikels und Betreiber der Seite Psi-Info - ist starker Verfechter für Geistheilerei. Ich gehe davon aus, dass er ehrlich ist, wobei sein Artikel wahrscheinlich - wie bei jedem Menschen - durch seine Ansichten "gefärbt" ist. Das soll kein Vorwurf sein - wie gesagt: jeder Mensch redet/schreibt von seinen Ansichten "gefärbt" - aber das muss eben mit berücksichtigt werden, wenn man so einen Artikel liest.

, kann es sich schwerlich um "cold reading" handeln (...)

Cold- und/oder hot reading. Das Setting läd ziemlich stark dazu ein - vor allem eben, wenn die Verblindung nicht ganz dicht ist.

Und ich behaupte nicht, dass das die einzige mögliche "konventionelle" Erklärung wäre.

Wie wäre es mit einem anderen Setting gewesen? Der Teilnehmer bekommt eine Liste von teilnehmenden erkrankten Menschen - und alle Informationen, die er angibt zu brauchen, aus denen er aber keine Diagnose stellen kann - und eine Liste von Diagnosen. Er muss dann - ohne, dass ein Aufpasser im Raum die richtige Zuordnung kennt - die Diagnosen den Patienten zuordnen... also die Diagnose der Liste, die am ehesten passt.

Hinterher schaut man, wie viele Treffer er hat.

Da lässt sich auch mathematisch eine Zufallserwartung etc. ermitteln, bzw. eine statistische Signifikanz einer Trefferquote.

Als Gegenprobe kann man den gleichen Test mit einem klugen Menschen machen, der aber nicht von sich behauptet, das zu können, sondern "nur" die ihm zur Verfügung stehenden Informationen nutzt.

Wenn der Teilnehmer keinerlei Feedback von anderen Menschen im Raum braucht, müsste er auch in solchen Tests überzufällig gut abschneiden.

Meiner Meinung nach die einzige "konventionelle" Möglichkeit das zu erklären wäre "sie wussten vorher bescheid" und zwar müssten sie dann sowohl darüber bescheid gewusst haben wer als Patient ausgesucht wurde, welch Krankheit die jeweils hatten, wie nummeriert wurde (und selbst dann ist das eine ziemlich gute Leistung, sich alles zu merken, richtig zuzuordnen und vor nicht nur "gläubigem" Publikum so "vorzuspielen).

Nummeriert wurde alphabetisch nach Vorname, und es gab fünf "Patienten". Die Gedächtnisleistun wäre also nicht sonderlich groß. Aber ich möchte einen derartigen Betrug nicht a priori unterstellen. Möglichkeiten, das "konventionel" zu erklären, kann es noch viele geben, ohne, dass sie uns ein- oder auffallen. Eben darum ist ein andauernder Review, Versuchsreplikationen etc. weiter unumgänglich.
 
Wenn ich die Artikel richtig in Erinnerung habe war schulmedizinisch eine Amputation der Brust empfohlen worden (und obwohl sehr viele Ärzte Medikationen vorschnell und "auf Verdacht verschreiben - wohl auch weil die Patienten das so erwarten und wollen - soweit würde ich dann doch nicht gehen anzunehmen, dass eine Amputation bei einem nicht gesicherten "Verdacht" vorgeschlagen wird).
Was für eine Frau um die 40 aber richtig harter Tobak ist. Wer weiß, wie sich der behandelnde Arzt ihr gegenüber verhalten hat? Aber das merkte ich hier auch bereits an, dass man sich zwar (und auch berechtigt) auf den HP stürzt, aber was ist mit den Ärzten davor? Waren sie nicht fähig, der Frau soviel Mut zu machen, ihr Ängste zu nehmen usw., dass sie die vorgeschlagene Behandlung auch annehmen konnte? Gab es die Empfehlung sich eine Zweit- und Drittmeinung zu holen?

Darüber weiß man in solchen Fällen leider kaum etwas, da heißt es immer: Patient in Not, konnte quasi nie für sich eine rationale Entscheidung treffen, griff nach jedem Strohhalm, war so schwach und der böse HP... na ja, gilt das dann nicht auch den Ärzten gegenüber? Bei schwerwiegenden Diagnosen und ziemlich invasiv-brutalen Maßnahmen dagegen braucht es ein ganz besonders gutes Fingerspitzengefühl den Patienten gegenüber, sonst fühlen die sich berechtigt zwischen "Axt" und Strohhalm.
 
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Eben darum ist ein andauernder Review, Versuchsreplikationen etc. weiter unumgänglich.
Nehmen wir einmal an Herr Drossinakis würde das so machen wie du es vorschlägst und so oft, dass du eindeutig überzeugt wärst. Nehmen wir weiter an er hätte in jeder der unzähligen "Sitzungen" eine 100%ige Trefferquote. Was wäre deine "wissenschaftliche" Erkentnis - "Herr Drossinakis kann´s"?
Um festzustellen dass "unglaubliche geistige Fähigkeiten" möglich sind, musst du Herrn Drossinakis aber nicht bemühen, es gibt reichlich hervorragend dokumentierte unglaubliche geistige Fähigkeiten -z.B. Stichwort "Inselbegabungen".
 
Nehmen wir einmal an Herr Drossinakis würde das so machen wie du es vorschlägst und so oft, dass du eindeutig überzeugt wärst. Nehmen wir weiter an er hätte in jeder der unzähligen "Sitzungen" eine 100%ige Trefferquote. Was wäre deine "wissenschaftliche" Erkentnis - "Herr Drossinakis kann´s"

Wenn er zuverlässig reproduzierbar wissenschaftliche tests besteht, und diese Tests auch kritische Reviews überstehen etc... ja, in diesem bisher hypotetischen Fall wäre irgendwann die Erkenntnis, dass er wirklich kann, was er behauptet.

Um festzustellen dass "unglaubliche geistige Fähigkeiten" möglich sind, musst du Herrn Drossinakis aber nicht bemühen, es gibt reichlich hervorragend dokumentierte unglaubliche geistige Fähigkeiten -z.B. Stichwort "Inselbegabungen".

Auch inselbegabte können nicht Informationen abrufen, die ihnen sonst nicht zur Verfügung stehen würden.

Sie haben mitunter ein grandioses Gedächtnis - keine Frage - aber sie müssen eben ein Buch erst lesen, bevor sie es auswendig können.
Sie können in Sekundenbruchteilen den Wochentag eines beliebigen Datums sagen, was aber "nur" zeigt, dass in ihrem Gehirn mathematische Rechnungen "besser" oder "effizienter" ablaufen, als in einem "normalen" gehirn.
Sie können aus dem Gedächtnis sehr detailierte Bilder zeichnen/malen - aber auch das nicht ohne, dass sie gesehen haben, was sie zeichnen.
...
Das ist alles beeindruckend, und ich kriege all das nicht hin. Aber da ist dennoch nichts, was nicht in ein naturalistisch/materialistisches Weltbild nicht passen würde.

Der Unterschied zu Herrn Dossinakis Behauptung ist eben, dass dieser behauptet Informationen anzapfen zu können, auf einem Weg, der wissenschaftlich nicht bekannt ist. Und ehe das akzeptiert werden würde, müsste viel mehr passieren, als ein beeindruckender Test auf einer Esoterik-Messe.
 
Wenn jemand die Fähigkeit hat, durch z.B. Ansehen alleine eine Person meist korrekt zu diagnostizieren, ist es nicht notwendig, dass heri übernatürliche Szenarien stattfinden müssen, es müssen nur bis dato unbekannte Mechanismen im Spiel sein oder eben Inselbegabungen.

Ob solche Fähigkeiten dann mit Begriffen wie Aura oder anderem erklärt werden, ist irrelevant für die Funktionsweise, wenn sie tatsächlich sehr häufig funktioniert. Btw. passieren Ärzte hier auch oft genug Fehldiagnosen, das wäre also falsch, hier eine wesentlich höhere Erfolgsquote zu erwarten, als Mediziner es leisten können.
 
Wenn er zuverlässig reproduzierbar wissenschaftliche tests besteht, und diese Tests auch kritische Reviews überstehen etc... ja, in diesem bisher hypotetischen Fall wäre irgendwann die Erkenntnis, dass er wirklich kann, was er behauptet.
was wäre also der Nutzen von diesem rein hypothetischen Fall ausser dass es dein Weltbild erschüttern würde? Gar keiner, weil du trotzdem nicht wüsstes wie er es macht.


Auch inselbegabte können nicht Informationen abrufen, die ihnen sonst nicht zur Verfügung stehen würden.
Informationen die nicht vorhanden sind kann wohl keiner abrufen.(Aber es entzieht sich schon auch dem wissenschaftlichen weg, wie sich z.B. ein sechsjähriger über nacht virtuoses Klavierspielen aneignen kann wie Matt Savage) Es ist für jemanden der zählen kann aber genauso möglich die Information zu beschaffen wieviele Streichhölzer in einem mutwillig aufgeschütteten Haufen von Streichhölzern liegen (nur eben offensichtlich nicht auf die selbe Art wie "Rain Man" das macht) wie es für einen medizinkundigen möglich wäre sich die Informationen zu besorgen welche Krankheiten die 5 Patienten haben (nur eben offensichtlich nicht auf die selbe Art wie Herr Drossinakis das macht - hypothetisch macht natürlich :-)). Du kannst aber ganz getrost davon ausgehen dass weder "Inselbegabte" noch "Hellsichtige" mehr Sinne haben als andere Menschen.

Der Unterschied zu Herrn Dossinakis Behauptung ist eben, dass dieser behauptet Informationen anzapfen zu können, auf einem Weg, der wissenschaftlich nicht bekannt ist. Und ehe das akzeptiert werden würde, müsste viel mehr passieren, als ein beeindruckender Test auf einer Esoterik-Messe.
Wie kommen wir zu Informationen, sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken. Wie behauptet Herr Drossinakis zu den Infos zu kommen?
 
was wäre also der Nutzen von diesem rein hypothetischen Fall ausser dass es dein Weltbild erschüttern würde? Gar keiner, weil du trotzdem nicht wüsstes wie er es macht.

Dass ein Weltbild erschüttert wird, wäre schonmal ein sehr großer Nutzen davon. Ich wüsste einen Angriffspunkt, an dem ich weiß, dass da mein Weltbild einer Modifikation bedarf, um die Realität adequat zu beschreiben.

Und das "wie" kann immernoch weiter untersucht werden.

(...) Du kannst aber ganz getrost davon ausgehen dass weder "Inselbegabte" noch "Hellsichtige" mehr Sinne haben als andere Menschen.

Mit dem Unterschied, dass Hellsichtige behaupten, eben mehr Sinne zu haben. Der ganze Aufwand eines solchen Tests wird ja gerade betrieben, um unmöglich zu machen, dass der Testkandidat auf "normalem Weg" an die Information kommt. Wenn bei dieser Verblindung geschlampt wird, sinkt die Aussagekraft des Tests über - bzw. die Beweiskraft für - eben den behaupteten zusätzlichen Sinn erheblich.

Wie kommen wir zu Informationen, sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken.

Anhand physikalisch bekannter und plausibler Prozesse.

Wie behauptet Herr Drossinakis zu den Infos zu kommen?

Steht auch in dem verlinkten Artikel. Da fallen dann auch Stichworte wie "medial", "telephatisch" u.ä.
 
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Wo behaupten Hellsichtige mehr Sinne (wie sehen, hören, riechen usw.) zu haben? Beleg bitte. Danke.
 
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