psychologie ist lustig... man kann alles Wegverpathologisieren mit ihr
wegverpathologisieren geht sowieso nur, wenn du dir den patho-Anteil annimmst.
Was das mEn heißt, ist eigentlich nur: Da sind Menschen, die haben den Mechanismus beschrieben, als krank eingestuft und, wie das bei Idioten so ist, entheben die/den Betroffenen der Verantwortung. Geistig Gestörte werden für ihre Taten nicht zur Verantwortung gezogen, bzw. gelten als nicht fähig dazu, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Ihnen wird unterstellt, sie hätten keine Macht über ihr Fühlen, Tun und wasweißichnicht sonst.
Was gerichtlich bzgl. Extremsituationen im Sinne der Gesetzgebung gerechtfertigt sein kann, irgendwo lauert eben schon das Tier in uns.
Ich vermute, dass in dem Umstand auch die Beichte des Christentums ihre Rolle voll ausspielen kann.
Denn was tut ein moralischer Mensch (und das sind Christen an und für sich, teils selbst die sog. "Mystiker" der Religion)? - bereuen, dass ihm das passiert ist.
Da wird sich dann Vergebung erhofft, von der nächsthöheren Instanz, die Gott repräsentiert, und damit die Zuständigkeit ins (Pseudo-)Spirituelle verschoben, mit dem der Durchschnittsbürger, wie von ihm erwartet wird, keine Verbindung eingeht.
Ok, also, was haben wird dann? - Eine Entmachtung des Pathologisierten seitens der äußeren Welt (erst Ärzte, dann Gesellschaft, dann evtl. Gericht).
Geschlossene Anstalten gibt's für Leute, denen so wenig Macht zugeschrieben wird, dass sie nichtmal in der Lage seien, ihr Leben sowie das der sie Umgebenden vor der Tiernatur zu schützen.
Im Zuge dieses Schutzes gibt es aber kaum noch eine Motivation, das Tier selbst wieder unter Kontrolle zu bringen, mal abgesehen davon, dass im Außen ja schon das "ich kann das nicht" manifestiert scheint, bzw. bestätigt wird.
Das wäre dann auch die Krux bei solchen Anstalten.
Ich schätze, es gibt wenige Menschen, die tatsächlich
nicht das Potential haben, das Tier unter Kontrolle zu bringen, das sind dann die paar wirklichen Soziopathen, die vielleicht biologisch betrachtet schon so schwierige Voraussetzungen mitbringen, dass das System nicht in der Lage ist, sich in die Richtung/Anforderungen anzupassen, die gesellschaftlich als "normal" gelten, und bei denen im Sinne der Gesellschaft die Prioritäten so zu setzen sind, dass Andere vor dem Tier geschützt sind - z.B. mit Sicherheitsverwahrung.
Sich zu "verpathologisieren" und mit solchen Menschen auf eine Stufe zu stellen, halte ich im magischen Sinne für nicht sinnvoll.
Anzuerkennen, wo welche Bedürfnisse mit hineinspielen, ist eigentlich genau das Gegenteil davon. Wenn du daran arbeitest, zunehmend tun zu können, was du willst, können die Infos über das, was wirklich passiert, und was wirklich angesprochen wird, dir helfen, die Kontrolle da zu bekommen (mittels Verstand), wo dir das auf andere Weise nicht möglich ist.
Solange du dir erlaubst, nur auf das zu reagieren, was dich genau von dieser Nutzung abhält (Fokus auf die Pathologisierung, die als schlecht gewertet wird), schützt du dich eigentlich nicht vor einem möglichen Urteil - das gibt es bei Gelegenheit vom Außen sowieso, und dazu reichen ein paar unmoralische öffentliche Statements aus - sondern das Tier vor der Zurechtweisung durch deinen Verstand, und umgekehrt.
Der Witz ist, dass du das natürlich alles weißt, befasst dich ja im Sinne der Magie schon länger damit als ich. Insofern lässt sich dein Verhalten natürlich bewerten, mit genau dem Wissen als Maßstab.
Einfacher wär's aber vielleicht, auf die Wertung zu verzichten.