OshO

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Hallo fckw

Ich möchte zunächst einmal zwei Zitate von dir einfügen:

Öh, mit Verlaub, was Regina und Osho da schildern, ist mir auch passiert. Allerdings in viiiieeeel geringerem Ausmass. Ich war 2x im Zustand der absoluten Loslösung aller Gedanken, der Leere, des Nicht-Ichs. Beide Male aber nur ca. 1 Sek.

Und es ist erleichternd zu sehen, dass auch andere glauben, dass hier willentlich gar nichts getan werden kann. Diese Erfahrung habe ich nämlich auch schon gemacht.

fckw, ich habe Probleme, dich zu verstehen. Wieso sagst Du, dass willentlich gar nichts getan werden kann. Tust Du denn etwa nichts? Ich weiss nicht, was Du tust, ob Du meditierst oder tantrische Praktiken verwendest. Aber es ist doch ein Tun, der dich zum Zustand der absoluten Loslösung der Gedanken brachte. Oder täusche ich mich?

Mit anderen Worten, es ist doch egal, welchen Weg man wählt. Es steckt immer eine spirituelle Praxis dahinter, egal ob ich einen yogischen, einen kontemplativen, einen tantrischen oder einen anderen Weg wähle. Den Unterschied sehe ich allein in der Wahrscheinlichkeit das Ziel in einer überschaubaren Zeit zu erreichen.

Alles Liebe. Gerrit
 
Es gibt kein Ziel zu erreichen- jede Anstrengung, jeder Wille, jedes Verlangen, jede Willkür, jede Suche, verhindert es zu SEIN -es gibt nichts zu tun- wahrhaftig nicht.

Diana
 
Wenn es n i c h t s zu tun gibt, warum verteidigst Du dann dieses n i c h t s so heftig
LG
Regina
 
Regina, Du magst es als eine Verteidigung betrachten, wenn Du Dich im Krieg mit Dir selbst befindest -
ich sehe es als eine objektive Info -mehr nicht :-)) . . .
 
Lotusz schrieb:
Tust Du denn etwa nichts? ... Es steckt immer eine spirituelle Praxis dahinter
Ich meditiere, sozusagen täglich. Der Punkt ist aber, dass ich überhaupt nicht sicher bin, ob ein Kausalzusammenhang besteht zwischen dem Eintreten jenes Erlebens und irgendeiner vorangehenden "spirituellen Praxis". Persönlich erlebte ich die ganze Sache eher so, als würde sie sich trotz meiner spirituellen Suche eingestellt haben.
Der zentrale Punkt ist, dass bei mir dem Erleben dieser Leere zuerst eine ziemlich tiefe Verzweiflung voranging. Ich habe tatsächlich über mehrere Wochen lang dermassen an mir selbst gezweifelt, dass ich irgendwann an einen Punkt kam, an welchem ich zwar schon beinahe wütend auf alles war, was ich tat und dachte, weil es mir so vollkommen sinnlos vorkam, auf der andern Seite aber meine Gedanken mit Schnellzugstempo völlig von alleine weiterrasten. Es hatte sich alles verselbstständigt, es drehte sich ohne mein Zutun und ich konnte nur mehr oder minder hilflos beobachten, wie immer wieder Phasen von tiefster Unlust, Langeweile und "existentiellem Brechreiz" kamen. Ich fragte mich: "Was um Himmels Willen soll denn der Scheiss eigentlich?"

Mir wurde klar, dass ich überhaupt nicht wusste, wonach ich da eigentlich immer gesucht hatte. "Erleuchtung" - was soll das sein? Ich hatte nicht nur keine Ahnung (und zwar von GAR NICHTS), alles Denken entlarvte sich nach und nach als blosse Konstruktion ohne Boden, sondern ich entdeckte auch, die Tatsache, dass das ganze Suchen nach Erleuchtung oder sowas einfach nur oberhammermässiger Quatsch gewesen war.

Gleichzeitig, und das war nun das Absurde, konnte ich einfach nicht aufhören. Ich konnte einfach nicht stoppen, zur Ruhe kommen. Obwohl ich inzwischen genau mit dem Verstand wusste, dass ich einem Haufen Illusionen nachrannte, konnte ich einfach nicht aufhören damit. Immer wieder kamen dieselben Gedanken, dieselben Überlegungen, dieselben Hoffnungen. Immer wieder kam die verd* Hoffnung, dennoch irgendwas zu finden, bei gleichzeitigem Wissen, dass es da nichts zu finden gibt. Wenn du das erlebst, dann glaubst du, verrückt zu werden. Du siehst ziemlich gut, wie dein Verstand und dein ganzes Denken selbstständig irgendwas hinterherrent, was du für unsinnig hältst, kannst aber überhaupt nix dagegen unternehmen. Bisweilen fragte ich mich ernsthaft, ob ich daran wäre, den Verstand zu verlieren (immerhin weiss ich inzwischen, dass sobald man diese Frage sich stellt, es eindeutig ein Zeichen ist, dass man den Verstand NICHT verliert).
Ich wurde so wütend, dass ich mir sagte: "Ok, ich kann einfach nicht aufhören damit. Wenn das so ist, dann mache ich aber erst richtig weiter. Dann höre ich ab sofort nicht mehr damit auf, dann heize ich jetzt aber richtig ein!"

Dann, eines Nachts, erlebte ich, wie ich darüber nachdachte: "Was ist jenseits des Denkens?" Ich widerholte die Frage dauernd, rasend, bis ich irgendwann irgendwie innerlich explodierte. Im gleichen Moment begann ich zu lachen, weil ich einsah, dass das, was ich gesucht hatte, weder existiert, noch jemals existiert hat, noch existieren kann, die purste Illusion. So, als ob ich mein Leben lang damit zubringen würde, pinkrosa Bären in freier Wildbahn zu suchen. Der Punkt ist nun mal, dass es keine pinkrosa Bären gibt, nirgendwo. Ich konnte mich einfach nicht mehr halten, so musste ich lachen. Es war so absurd einfach, und ich war eine unendlich dämliche Nuss gewesen! Alles, war zuvor gewesen war, war völlig für die Katz gewesen, denn hier lag ich in meinem Bett, und überall um mich herum war einfach nur das, was da war: Tisch, Bett, Stuhl, Fenster, ich. Nichts mehr, absolut nichts mehr, einfach nur das. Keinerlei Geheimnis, kein Wissen, keine Erleuchtung.

Wenn du mich also fragst, ob das mit einer spirituellen Praxis zusammenhängt, dann muss ich sagen: Logisch betrachtet, nein. Schaut man sich aber die Lebensläufe von Leuten mit ähnlichen Erlebnissen an, so scheint es durchaus einen Zusammenhang zu geben. Anscheinend ist es für den Menschen sozusagen notwendig, dass er zuerst sucht wie ein Kamel, bevor er endlich die Unsinnigkeit dieser Tätigkeit einsieht. Und dann merkt er auch, wie unsinnig alles zuvor war.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.
 
ich denke das Dich einfach der Mut verlassen hat und der Gedanke "es funktioniert gar nicht, weil's "einfach quatsch ist" tröstet Dich jetzt.
denke vielleicht daran, das alles was Du über DICH in Erfahrung bringen kannst Dir in Deinem Tod helfen wird..es ist also weder "Quatsch, noch umsonst" es ist nur manchmal
mühsam
frustrierend
steinig
absolut zum schäumen weil es sich NICHT Deinem WILLEN fügt..nicht so

kurz Du kannst eine Menge über Dich oder das was Du bist, Bewusstsein herausfinden, aber das ist nicht immer leicht und hier fehlt es auch an gesellschaftl. Integration für diesen Weg.
Die westl. Welt ist aussen hui und innen pfui..nur Hülle und Schein und egos die sich an Ihren Hüllen erfreuen und Ihre Häuser auf Sand bauen.
Von daher kein leichter Weg, aber empfehlenswert.
Deshalb denke ich über ein neues tread nach..der Weg des Aspiranten..ich nutze einfach das Buch von Bailey und ergänze es durch eigenen Worte und erfahrungen..so der grob-Plan.

Gerrit, Du hast recht, jeder ist ein Individuum aber wenn jemand beschließt schwimmen zu lernen wird er sich immer den GANZ GENAU GLEICHEN Element gegenüber stehen sehn.
LG
Regina
 
Hallo fckw

Wenn Du dir immer und immer wieder die Frage stellst "Was ist jenseits des Denkens?", dann ist das natürlich auch eine spirituelle Praxis. Ramana Maharshi z.B. hat über die Frage "Wer bin ich?" zur Erleuchtung gefunden.

Ich selber bin viel praktischer an meinen spirituellen Weg herangegangen. Ich hatte ständig Magenschmerzen, alle möglichen Ängste und war recht unglücklich mit meiner Sexualität. Deshalb suchte ich nach einem Weg, diesen Zustand, mein Unglücklichsein, ins positive zu verkehren.

Dabei dachte ich keine Minute an Erleuchtung. Das mache ich heute eigentlich auch nicht, obwohl ich immer davon rede. Wenn sie mir eines Tages geschenkt wird, dann soll es mir recht sein. Ich erreichte damals allerdings, dass mein Unglücklichsein sich in ständige Lebensfreude verwandelte. Ich wurde der, der ich immer sein wollte. Und das war sehr angenehm. Es war im Grunde genommen genau das, wonach ich suchte.

Alles Liebe. Gerrit
 
Hallo Lotus,

was deine Verwirrung in Bezug auf die Äußerungen Oshos Yoga gegenüber betrifft, möchte ich dir hier eine kleine Anekdote von meinem Yogalehrer zukommen lassen, die diesen Auswuchs vielleicht ein klein wenig anders beleuchtet. Kurz zu meinem Yogalehrer, er kommt aus Indien und beschaäftigt sich seit 26 Jahren ausschliesslich mit Yoga und speziell mit Osho und ist desweiteren im Allgäu in einer psychatrischen Klinik als Yogatherapeut beschäftigt. So weit so gut.
Mir hat er über diesen Vorfall erzählt dass Osho an einem Tag eine huldigende Rede über Yoga gehalten habe, dass es der einzige Weg zur Erleuchtung wäre blablabla... und am nächsten Tag hielt er vor dem selben Publikum die zerfetzende Rede über Yoga die nichts aber auch nichts gutes an ihr ließ.
Der Sinn dahinter(wenn es nicht einfach nur ein derber Spaß war) soll sein dass Osho das "Ego" von Yoga zerstören wollte. Das eine schliesst das andere nicht aus. Wieviele widmen ihr Leben Yoga um im Endeffekt Ansehen oder Status damit zu erreichen. Führt Ego zwangsläufig zum Seelenheil, reicht Yoga allein aus? Aber das wird so oft angeprangert auch wird falsch verstanden das weder Hatha, noch Karma, noch Bhakti,yoga ist, es ist die Technik Yoga zu erreichen. Ich finde man sollte sagen ich mache Hatha um Yoga zu erreichen. Aber genug der Erbsenzählerei.
Osho hat beide Seiten beleuchtet, an einem Tag Yin am anderen Tag Yang, nur der duale Verstand erkennt hier einen Widerspruch, denn für die Perfektion sind wir nicht geschaffen und das eine schliesst das andere nicht aus sondern ist im anderen enthalten.
Ich für meinen Teil Liebe Osho und ich liebe Yoga.

Alles Gute,

liebe Grüße,
Philip alias Mr.B.Rasta
 
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