OshO

Ist der Buddhismus nicht auch eine Religion ohne Ausrichtung auf Gott? Aber ich habe das Gefühl, dass selbst die Buddhisten im Hinterkopf immer die Vorstellung eines Gottes mit menschlichem Antlitz haben. Ist es nicht angebracht, sich bis zur letzten Konsequenz von dieser Vorstellung zu trennen?

Ist Gott nicht nur eine Krücke, die man braucht, weil man nicht den Mut hat, den Weg der Genesung allein zu gehen? Sollte man diese Krücke nicht nach der Genesung fortwerfen?

Alles Liebe. Gerrit
 
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Diana schrieb:
So lebe ich und wer auch so leben mag kann`s annehmen und wer nicht eben nicht - ein Jedes ist doch frei.

Sage ich : *Dies alles gilt nur allein für mich* -
wär`s doch auch ein Fehler , ne ;-)

. . . . . . wo`s eigentlich weder falsch noch richtig wahrhaftig gibt :-)


also ich möchte dir mal sagen, das ich froh bin, dass du bist wie du bist ... weil ich viele paralellen sehe und lese in deinen postings und so gilt deins in vieler hinsicht auch für mich ...

:D mara

ps: richtig wahrhaftig ist es meiner "bescheidenen" meinung nach immer im augenblick ... ;)
 
Lotusz schrieb:
In diesem Zusammenhang stellt sich mir die provokante Frage, wie berechtigt ist eigentlich die spirituelle Ausrichtung auf Gott? Im Grunde genommen, weiss niemand wer oder was Gott ist. Ist das, was wir als Gott betrachten, nicht eine willkürliche Festlegung des Menschen, die vielleicht gar nicht zulässig ist?
Lieber Lotusz, diese Frage ist sehr, sehr wichtig. Ich hoffe, du lässt sie nicht fallen!
 
Hallo fckw

Komischerweise habe ich früher immer so gedacht. Aber dann habe ich mich Gott zugewandt. Es kam in erster Linie durch die liebevollen Texte von Yogananda und Kriyananda. Und ich muss gestehen, dass mir die Vorstellung eines gütigen, weisen und liebevollen Gottes nicht unangenehm ist. Aber wie berechtigt ist sie wirklich?

Ich warte mal auf die Antworten.

Alles Liebe. Gerrit
 
weißt du gerrit ... ich habe mich von gott abgewendet und mich der liebe zugewandt und irgendwann einfach erkannt, dass es dasselbe ist - für mich ... ob das wahr ist oder nicht halte ich nicht für so eine wichtige frage ...

ohne liebe ist die suche nichts ... ohne liebe ist alles nichts ...

aus dieser erkenntnis habe ich geschlossen, dass gott und die liebe eins sein müssen :)

:) mara
 
Hallo Mara

Deine Einstellung gefällt mir. Damit könnte ich auch gut Leben. Ich bin nur noch am überlegen, ob ich das Wort Liebe nicht durch ein anderes Wort ersetzen sollte. Denn was normalerweise unter Liebe verstanden wird, besonders in Beziehungen, damit habe ich nicht viel am Hut. Aber wahrscheinlich würden wir uns in der Definition von "Liebe" auch einigen können.

Ach, ja, da fällt mir so spontan der Bericht Osho's über Liebe, Freundschaft, Freundlichkeit ein. In diesem Sinne möchte ich Liebe lieber durch Freundlichkeit ersetzen.

Siehst, Mara, so geht es einem im Leben: Gestern wollte ich noch Tempel bauen und heute frage ich mich, ob wir nicht lieber Therapiezentren bauen sollten. Die Architektur von Hundertwasser z.B. würde doch prima dazu passen. Mit Heiltempeln könnte ich mich allerdings auch anfreunden.

Alles Liebe. Gerrit
 
Hallo

Ich möchte noch eine provokante Frage stellen. Sagt die Stärke der Hinwendung zu Gott nicht etwas über die Stärke der psychischen Krankheit aus, unter der jemand leidet?

Alles Liebe. Gerrit
 
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Lotusz schrieb:
Hallo

Ich möchte noch eine provokante Frage stellen. Sagt die Stärke der Hinwendung zu Gott nicht etwas über die Stärke der psychischen Krankheit aus, unter der jemand leidet?
Hm, vielleicht eher etwas über die Sensibilität der Person. Eine sensible Person erkennt eher ihre Bedürfnisse als eine unsensible Person. Als "psychische Krankheit" würde ich die Suche nach der Wahrheit nicht beschreiben, sondern eher als eine Art Urbedürfnis das sich dann zeigt, wenn die Grundbedürfnisse des Menschen gedeckt sind. Allerdings ist es für viele Menschen anscheinend sehr schwierig, dieses Bedürfnis bewusst zu formulieren und noch schwieriger, ihm nachzugehen, zumal klare Wegweiser nach wie vor selten sind und um uns herum dauernd Gegenteiliges vorgelebt wird.
"Psychische Krankheit" entsteht allerdings aus der Pervertierung oder Ausschlachtung dieses Bedürfnisses. Da sucht jemand "nach der Wahrheit" und was er kriegt sind Konzepte und Ideologien irgendeines toten Götzengottes, irgendwelche Hinweis auf "esoterische Evolution des Menschen" mit denen ER IN SEINER SITUATION NICHTS ANFANGEN KANN, irgendwelche Weltuntergangs- und Aliengeschichtchen und entsprechende Kurse für 1000$ und mehr. Ausserdem ganz viel "Licht, Liebe und Luft" von selig-lächelnden Hare Krishna-Anhängern.
 
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