Die Vergabe der Olympischen Spiele an China war an Versprechen Chinas gekoppelt, die es nicht eingehalten hat:
Das ist ja durchaus richtig was Du sagst Tommy. Nur wer mit ein wenig gesunden Menschenverstand die Entwicklung Chinas angeschaut hätte, der hätte sich an allen ihm zur Verfügung stehenden Fingern abzählen können, dass Versprechen dort nichts Wert sind. Und protestiert hat zum damaligen Zeitpunkt keiner. Da wäre es wesentlich sinnvoller gewesen.
Was jetzt abgeht hat als Folge der eigentlichen Auslöser nichts mit Olympia und auch nichts mit aufrechtem Protest zu tun. Wohlgemerkt ich rede hier nicht von den Mönchen und den Tibetern, die sich auflehnten und einen friedlichen Protest anfingen. Ich rede von all jenen, die in der Sicherheit aus Ihren Löchern gekrochen kommen und Trittbrettfahrer sind. Es ist kein Protest, dann dafür fehlt das Herz und dir Überzeugung bei diesen "Aktionen".
smartsoul schrieb:
Zu protestieren ist unser aller gutes Recht und in den meisten Fällen leider schon fast Pflicht! Wer das mit Profilierungssucht verwechselt ist in meinen Augen nichts anderes als ignorant. Tut mir leid!
Ich finde Protest gut, wenn er mit Überzeugung geführt wird. Und wenn die Überzeugung da ist, dann kämpft man nämlich ständig dafür. Kann ich hier in diesem Fall aber nicht erkennen. Wie gesagt, wo waren die Menschen, als China die Olympiade bekommen hatte bzw. schon im engeren Auswahlkreis war.???
Und was Olympia und den olympischen Gedanken angeht, dann dürfte kein Land mehr auf dieser Erde diese Spiele ausführen. Denn kein Land erfüllt diese. Und nun steckt man wieder in der Klemme. Es ist ja auch so schön mit Finger auf andere zu zeigen, die ganz weit weg sind. Vor allem, weil direkt vor der eigenen Haustüre Menschen verachtende Dinge geschehen, einschließlich Folter und Menschenverhetzung im großen Stil. Gut das es China gibt, dass man hier nicht hinschauen muss. Klingt ein wenig ironisch, geb ich zu, aber ich konnte es mir leider nicht verkneifen.
Tommy schrieb:
Und vielleicht hat der Druck der Weltöffentlichkeit auf China ja etwas gebracht. Bis vor kurzem reagierte Peking mit cholerischen Anfällen auf die zahlreich vorgetragene Empfehlung, sich mit dem Dalai Lama zu treffen und nach Lösungen zu suchen.
Diese Gedanken und Einstellungen gab es auch schon 1936. Wie die Geschichte lehrte, war es ein Trugschluss. Man unterschätzt sehr leicht andere und der Mensch als Herdentier wählt gerne den für sich einfachen Weg. Alibi-Proteste kurz vor Olympia gehören für mich dazu. Und ein Schuss von Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens ist da ja auch dabei. So das man von sich behaupten kann, man hat ja protestiert.