Damit warst nicht du gemeint, sondern die gesamte Diskussion zu diesem Thema, die ich auch in anderen Foren, Blogs etc. verfolge.Bin überhaupt nicht verbissen, ...
So plötzlich finde ich das nicht unbedingt. Es gibt seit Jahren verschiedene Leute, die auf die Situation in Tibet hinweisen und dies mit Herz und Leidenschaft tun. Dass Ihnen ein ähnliches Medienecho wie heute bislang versagt blieb, liegt wohl eher in den Chefredaktionen begründet.So plötzlich, das alles.
Darüber hinaus gibt es seit Jahren Medienberichte über China, die die Umwälzungsprozesse und die damit einhergehenden Folgen in diesem Riesenland beschreiben. Die wirtschaftlichen (Handelsdefizit), ökologischen (Stauung des Yang-Tse, Umweltkatastrohen) und sozialen (Wanderarbeiter, Landflucht) Folgen dieser rasanten Entwicklung führen hier bei uns im Allgemeinen sicher eher zu Ressentiments (die gelbe Gefahr) als zu Sympathien. Schaffen somit (teilweise unterbewusst) tendenziell eine chinakritische Haltung und eine erhöhte Bereitschaft, sich an Protestaktionen zu beteiligen.
Zum anderen gab es die Bilder von prügelnder Staatsmacht in Burma, die vor nicht allzu langer Zeit einiges mediales Aufsehen erregten und China stand den Verantwortlichen "solidarisch" zur Seite. Jetzt kam die Eskalation in Tibet in zeitlicher Nähe mit den olympischen Spielen dazu.
Es sind also einige Puzzlesteine, die da zusammen kommen, wie ich meine. Zu erklären, warum sowas dann aber wirklich eine derartige Dynamik entwickelt, bleibt Medienwissenschaftlern überlassen.
Dazu habe ich oben bereits gepostet.Gleichzeitig versetze ich mich - so wie Fynn es treffend umschrieben hat - in die Situation der Sportler. Weißt du, diese arbeiten Jahr um Jahr daraufhin, mit Aussichten bezüglich der weiteren Existenz, Auswirkungen auf den Beruf und ihr ganzes Leben.
Auch die Eröffnungsfeier zu boykottieren kann ihren eigenen Effekt haben, wie die Berichterstattung über die deutsche Fechterin Imke Duplitzer zeigt. Auch ihr Engagement schafft Öffentlichkeit.Und dann wird in einem Nebenthread lautstark gefordert, daß die Nichtteilnahme an der Eröffnungsfeier für Sportler kein Zeichen setzend ist, sondern daß sie sich generell von der Teilnahme fernhalten sollten, um wirkliche Zeichen zu setzen.
Dem kann ich mich nur anschließen!Man soll die Hoffnung, ja nicht aufgeben, denn diese stirbt bekanntlich zuletzt.![]()
Gruß Smartsoul