Was sind denn Mainstream-Medien? Fernsehsender und Zeitungen/Magazine mit einer Auflage von über 100.000 oder einfach die, die etwas anderes schreiben als das, was du für richtig erachtest? Man könnte aber auch sagen, Mainstram-Medien sind die, die Geld mit ihrem Ruf verdienen. Ihr Kapital ist ihre Glaubwürdigkeit und der Einsatz hoch. Sie betreiben hohen technischen Aufwand und beschäftigen viele Menschen.
Mainstream Medien sind jene, zu denen es in der breiten Öffentlichkeit keine Alternative gibt. Man kann sich wie bei den Wahlen eigentlich nur für das kleinere Übel entscheiden, indem man sich zum Beispiel Fernsehsender anguckt (Arte, Phoenix) oder Zeitungen liest, die, ich sage mal, gemäßigt Blödheit predigen.
Das je größer die Auflage ist, desto mehr der Druck wächst eben einen Ruf zu verlieren, ist trivial.
Ihr Kapital ist nicht nur ihre Glaubwürdigkeit, in Wirklichkeit spielt noch ein anderer Faktor eine größere Rolle: Womit kann ich die meisten Leser anlocken und wie biete ich jenen das, was sie lesen möchten und weiche dabei nicht zu sehr von der allgemeinen Meinung ab.
Es geht in erster Linie also darum, Glaubwürdigkeit zu suggerieren
Die Alternativmedien betreiben genauso hohen Aufwand, falls dir das noch nicht aufgefallen ist. Nebenher müssen sie sich auch noch immer wieder der Verunglimpfungungen erwehren. Geld verdienen kann von diesen Leuten damit keiner und bestimmt schon nicht davon leben. Das machen die Leute alles freiwillig.
Was du so gern als alternative "Informationsquellen" zitierst, sind Internetseiten, die jeder ohne großen Aufwand ins Netz stellen kann, die nichts zu verlieren haben, weder einen Ruf noch eingesetztes Kapital und oft sollen einfach nur die entsprechenden Bücher zum Thema schmackhaft gemacht werden, die man zwei Klicks weiter gleich bestellen kann.
Da liegst du auch falsch.
Viele der Leute, riskieren ihren Ruf und auch ihren Job, indem sie sich der Sache widmen. Viele Leute haben schon ihren Job gerade deshalb verloren, weil sie sich kritisch geäußert haben.
http://www.ae911truth.org/
Und Bücher zu den entsprechenden Themen findest du auf nahezu allen Webseiten, du tust ja geradezu, als wäre das ein einziges, großes Sellout.
Das stimmt ja nunmal nicht.
Aber gut, soll sich jeder selbst seine Gedanken machen, wem er glaubt und wem nicht. Spinnen wir doch den Gedanken, dass die "Mainstream-Medien" (also alle) "grundsätzlich" (also immer) manipuliert sind.
Da brauchen wir garnicht soviel zu spinnen und auch braucht es nicht viel der Manipulation. Es reicht wenn die jew. Journalisten merken, was sie in der Redaktion schreiben dürfen und was nicht. Die vorherrschende Meinung verbreitet sich subtil, das geht in jedem sozialen Netzwerk so von statten.
Wenn du wissen willst, wie die Manipulation aussieht, empfehle ich diese Dokumentation über den Nachrichtensender FOX.
Outfoxed - Ausgefuchst
es fällt den Heerscharen von Journalisten nicht auf, das sie ständig manipuliert werden und Lügen berichten? Sind die alle doof? Warum rebelieren sie nicht zu Hunderttausenden überall auf der Welt? Oder sind es solche Memmen, dass sie aus Angst um ihren Job ihr Leben lang schweigen und weiter lügen? Das ist doch alles Quatsch mit Soße.
Es fällt Einzelnen schon auf, bzw. macht sich eine Unmut breit.
Das ist aber was ich den "
Faktor der gesellschaftlich legitimen Resignation" nenne. Sobald etwas Schlechtes auffällt, aufgedeckt wird, ist es für einen Journalisten die Frage, wie ich das rüberbringen kann, darüber schreiben kann, ohne das der Chef sagt: Nö, so nicht.
Oder lass ich´s dann lieber gleich sein, weil ich sowieso weiß, dass das hier keinen interessiert. Wenn ich mich nun mit anderen Leuten darüber unterhalte, dann fallen die Antworten entweder desinteressiert, empört oder fatalistisch aus. Da kann man ja sowieso nichts dran ändern, ausserdem erzählt sowieso jeder etwas anderes. Die meisten Menschen glauben nicht an sowas, also wieso sollte ich das glauben? Da mache ich mich ja unglaubwürdig.
Es ist traurig, aber so denken die meisten Menschen.
Ich finde wir haben ein großes Defizit in dieser Gesellschaft an eigener Meinungsbildung. Wir machen uns viel lieber abhängig von anderen Meinungen, besonders von Leuten die in der Hierarchie über uns stehen.
Das ist teilweise ein (blindes) Vertrauen. Noch größeren Anteils aber ist es die Angst, anders zu denken. Freier zu denken. Ja davor haben die meisten Leute einfach Schiss, das muss man so mal sagen.
Und da sind wir eigentlich auch schon an des Pudels Kern gelangt, denn wir sehen welche Kraft hier regiert.
Der Haken an deinen Theorien ist der, dass du annimmst, dass 99% der Menschheit entweder dümmer sind als du, oder zur Verschwörung gehören. Dieser Wahn sei dir unbenommen, wenn du das brauchst, bitte. Wo aber der Spaß aufhört ist dort, wo du anderen mit deinen Gruselgeschichten Angst machst.
Wenn das doch alles so großer Unsinn ist, dann hast du auch keinen Grund Angst zu haben.
Also wovor hast du Angst?
Beste Grüße,
Ever