Deswegen hat sich trotz aller Bemühung in den letzten paar tausend Jahren sich nicht wirklich was grundlegend geändert.
Jede Bestrebung ist unterwandert und mit neuem Deckmäntlchen integriert und sogar noch verbessert worden.
Dazu müssten wir uns, denke ich, die vergangenen Bemühungen, von denen du sprichst, im Einzelnen ansehen, um zu gucken, was wieviel gebracht hat.
Es gab immer wieder massive Umbrüche, meist im Zusammenhang mit Gewalt und/ oder Krieg.
Danach kehrte immer wieder Ruhe ein. Neuaufbau und Umdenken waren die Folge. Aber die Systematiken der Machtaneignung blieben die selben.
Und da diejenigen, die das heute verändern wollen, auch nur wieder auf dieser Grundlage etwas verändern wollen, - indem sie sich selbst an die stelle bringen wollen, andem jetzt die anderen sitzen (natürlich nur um es dann *besser* zu machen) ist es nur wieder ein anderer Herr aber immer dieselbe Dame.
Was heißt auf dieser Grundlage?
Wer sagt, dass jene, die was verändern wollen einen Machtanspruch haben wollen. Es geht ja darum bestehende Machtstrukturen aufzulösen und sie umzuverteilen. Die meisten Menschen die Machtansprüche überhaupt stellen, wollen meist nur das schützen, dem sie sowieso schon zuviel haben.
In unserem Beispiel ist das Geld und somit wiederum Macht.
Das Problem ist, dass die nicht genug bekommen können und das auf Kosten jener, die kein Geld haben. Und das ist der Turm, den es einzureißen gilt.
Wenn, muß da in jedem einzelnen selbst was passieren was eine echte veränderung hervorrufen kann.
Das läßt sich dann aber nicht mehr so organisieren, das die wieder vertreter haben, die das für ihre eigenen Interessen benutzen können.
Ich denke es passiert schon viel in jedem Einzelnen. Das Gefühl bekomme ich immer öfter. Ohne dieser Veränderung in den Menschen, ohne die nötige Selbstreflektion, wäre es garnicht möglich, dass unsere Aufklärungsarbeit irgendwo ankommen könnte.
Die Leute machen sich schon viele Gedanken, Vieles trauen sie sich nicht auszusürechen oder gar darüber nachzudenken, weil es stigmatisiert oder gesellschaftlich nicht akzeptiert wäre.
Diese Blockaden nennt man auch Tabuthemen und die gilt es aufzulösen.
Früher war Sex so ein Tabuthema. Heute ist es noch vielschichtiger als früher, als dass man ein einfaches Thema benennen könnte.
Wie sich eine Umstrukturierung organisieren lässt, wird sich zeigen.
Bisher haben wir das auch noch immer irgendwie gemanaged.
Darüber mache ich mir weniger Sorgen.
Ob totalitär, demokratische oder wie auch immer.
Da muß wirklich was neues her, was nicht mehr nach denselben Mechanismen unterwandert und integriert werden kann.
Und das gibt es derzeit genauso wenig, wie es das durch die ganzen Jahrhunderte davor gegeben hat.
Es gibt zwar eine ganze Menge Bestrebungen dahin, so das es durchaus möglich ist, das sich das auch echt rauskristallisieren kann.
Ich verrate dir mal was: Ein neues System, dass 100% sicher vor Unterwanderung wär, gab es auch noch nie und wird es wohl auch nie geben, wenn wir nicht dazu bereit sind, so ein System aufzubauen.
Es kommt allein auf den Willen an, ob wir das wollen und ob wir konsequent genug sind.
Das hat die Leute aber noch nie abgehalten etwas Neues auszuprobieren, weil sie gesehen haben, dass das alte nicht funktioniert.
Die Demokratie hatte ursprünglich etwas anderes im Sinn, als das was wir heute haben. Das ist keine Demokratie, die wurde korrumpiert.
Deshalb bin ich durchaus für Demokratie in ihrer wahrhaften Bedeutung, nämlich die Herrschaft des Volkes.
Im Moment haben wir in Wahrheit eine Oligarchie und sie wird ständig weiter ausgebaut, das kriegen wir alle ständig und am eigenen Leibe mit.
Du sagst es ja selber, es muss sich herauskristallisieren, was am besten funktionieren würde.
Aber ist die Tatsache, dass man nicht 1oo % weiß, wie es funktionieren könnte, ein Argument nicht etwas besseres zu versuchen?
Ich denke nicht. Das ist höchstens ein Argument daran zu arbeiten.
Daher : Von nichts kommt auch Nichts,
auch wenn es Änderungen bringt, die so aussehen als würde sich was ändern.
Es sieht aber eben vordergründig (wie im theater) nur so aus. Es schaut aber eben keiner wirklich hinter die Kulissen - auch die *alternativen nicht* - da sie sich nur um die Auswirkung und deren veränderungen bemühen, aber die eigentlichen ursachen, die das überhaupt bewirken, völlig außen vor lassen.
Ich denke hier unterschätzt du eindeutig die Wahrheitsbewegung, alle kritischen Leute und das Informationszeitalter.
Wir werden regelrecht von Informationen überflutet und wahrscheinlich noch nie in der Menschheitsgeschichte war soviel Wissen für den Einzelnen frei verfügbar.
Was meinst du warum die CIA das Internet versucht hat zu kontrollieren und es noch immer versucht. Das ist keine Theorie, das sind Tatsachen.
Es war uns noch nie ein so tiefer Einblick hinter die Kulissen gewährt.
Einzelne Informationen von hoher Brisanz verbreiten sich dank dem Internet rasend schnell.
Es erscheint fast schon zu einfach sich Einblick in die Machtspiele des Schattenkabinettes zu verschaffen. Aber so schwer ist das alles nun wirklich nicht zu verstehen.
Man muss sich doch nur einmal die Frage stellen, warum auf der ganzen Welt Krieg und Elend herrscht. Wir leben glücklicherweise nur weit genug weg von Krisengebieten, so lässt sich das leichter aus dem Bewusstsein ausblenden.
Wer verdient an diesen Kriegen, wenn du das beantworten kannst, hast du schonmal ein paar essentielle Tatsachen.
Dann muss dir nur noch klar werden, dass den Kriegstreibern wenig daran gelegen ist, dass das aufhört.
Krasser ausgedrückt: Unsere westliche Welt lebt vom Sterben anderer.
Das sind m.M. mal die Fragen (nach der Ursache) die sich jeder stellen und in eigener Verantwortung selbst auch beantworten sollte - und nicht vorgefertigtem von anderen hinterherrennen - damit ist das Pro nur auf das nächste blem verschoben worden, wo es wieder welche geben wird die mit der *Verbesserung* nicht einverstanden sind und es besser machen wollen.
Die Ursachen habe ich dir im groben schon genannt.
Explizit sind es Geldgier und Größenwahn. Menschenverachtung und Angst um den Verlust des Status Quo.
Die Symptome zeigen sich auf verschiedenen Ebenen auf verschiedene Weisen.
Leute die es besser machen wollen gibt es wohl viele.
Leute, die nur zweifeln aber wohl auch.
Ich habe an vielen meiner Zweifel schon gearbeitet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass sie mir nicht so viel bringen, wenn ich sie nicht irgendwann mal überwinden kann.
Beste Grüße,
Ever