Netanjahu und der Iran

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"Die Regierung in Israel rechnet mit höchstens 300 Toten."

Man könnte echt lachen, wenn es nicht zum heulen wär.
 
Wie sieht Dein Mann die Situation? Seine Familie ist dort, oder?


Eigentlich regt er sich nicht sonderlich darüber auf. Ja, seine Familie lebt dort. Ich könnte mir jetzt nur vorstellen, dass in einem Kriegsfall Teheran selber vielleicht nicht so extrem betroffen sein wird. In Iran-Irak-Krieg hat die Hauptstadt wohl auch nicht so viel abbekommen. Es sein denn, Israel würde vorsorglich seine Atomwaffen einsetzen, dann wäre das natürlich eine Katastrophe. Ansonsten wäre mein Mann nur froh, wenn die Mullahs verschwinden würden.
 
Hier ein Bericht über Israels Atombomben, welche schon in den 80er Jahren 100 - 200 Stück betragen haben soll.





 
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Eigentlich regt er sich nicht sonderlich darüber auf. Ja, seine Familie lebt dort. Ich könnte mir jetzt nur vorstellen, dass in einem Kriegsfall Teheran selber vielleicht nicht so extrem betroffen sein wird. In Iran-Irak-Krieg hat die Hauptstadt wohl auch nicht so viel abbekommen. Es sein denn, Israel würde vorsorglich seine Atomwaffen einsetzen, dann wäre das natürlich eine Katastrophe. Ansonsten wäre mein Mann nur froh, wenn die Mullahs verschwinden würden.

Hab Deine Antwort bis eben übersehen...

Ich glaube, dass es nur 2 Extrem-Möglichkeiten gibt, sollte es zum Krieg kommen. Die erste ist, dass Iran es mehr oder weniger hinnimmt, wenn AKWs bombardiert werden. Das halte ich nicht für komplett unwahrscheinlich weil ein "Zucken" des Iran reichen würde um einen echten Flächenbrand loszutreten.

Die zweite Extrem-Möglichkeit ist das Gegenteil... eine komplette Eskalation. Ich denke, es wird nicht zu Atomwaffen kommen, aber Teheran wäre sofort dann im Fokus, wenn das iranische Regime hart reagieren sollte... weil Israel und die USA dann versuchen werden die "Zentrale" zu bombardieren, um das Regime zu stürzen oder zumindest zu schwächen. Und das ist Teheran.
 
Ähh, erinnert sich noch wer daran, dass Ahmadinedschad seit Monaten nicht müde wird den Israelis mit Vernichtung zu drohen. Dass er dafür die Atombombe bauen lässt? Dass im Spätsommer 2006 der Iran durch den verlängerten Arm Hisbollah einen Krieg gegen Israel begann? Anscheinend nicht, wie sonst können solch bizarre Schlagzeilen entstehen? Nicht Israel träumt davon, den Iran zu vernichten, von daher ist diese Umverteilung der Opfer und Täterrollen skandalös. Schritt um Schritt gerät so der Unterschied in den Hintergrund, dass der Iran es in einer gefährlichen Mischung aus religiösen Fanatismus und Größenwahn als seine Aufgabe betrachtet, Israel auszuradieren, während Israel, bescheidener in seinen Zielen, schon damit zufrieden wäre, dies verhindern zu können. Würde der Iran seine Vernichtungspläne einstellen, wäre diese Krise beendet. Es gibt hier keine gegenseitige Bedrohung, wer dies behauptet, setzt die Holocaustträume des Iran mit dem Überlebenswillen Israels gleich.


Nur die wenigsten Zeitungen halten es für nötig, auf diese Unterschiede einzugehen. Darum kann nun der Iran als potentielles Opfer eines israelischen Angriffs dargestellt werden. Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass fortan von einer gegenseitigen Bedrohung gesprochen wird und dabei die Hintergründe verloren gehen. Eine gegenseitige Bedrohung kann dem Leser ja auch viel besser vermittelt werden. In einer Konsens- und Kommpromisgesellschaft ist es schlicht nicht einzusehen, dass die Krise einzig dem Verhalten eines Beteiligten geschuldet ist.


Ähnlich wie beim Konflikt mit den Palästinensern bezahl Israel auch in diesem Fall den Preis für eine Berichterstattung, die keine Rücksicht auf Vielschichtigkeit nehmen will. Frei nach dem Motto: "Es braucht immer zwei zum streiten!"“, wird ein Krisenszenario gezeichnet, das mit der Realität wenig zu tun hat. Dabei gibt es ein anderes, wesentlich treffenderes Zitat, das die Zustände im Nahen-Osten auf den Punkt bringt: "Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen, wird es Frieden geben. Wenn die Israelis ihre Waffen niederlegen, wird es kein Israel mehr geben.“ (Wenn in diesem Satz "Araber" durch "Perser/Iraner" ersetzt wird, bleibt er genauso gültig.)


Wird aber niemanden interessieren, stattdessen liest man lieber noch einmal die antisemitische Titelgeschichte des Spiegel und weiß danach, dass einem Volk, dessen Elite sich vor Jahrtausenden das Blut toter Tiere an die Ohrläppchen schmierte, alles zuzutrauen ist. Sogar der Versuch, sich der eigenen Vernichtung zu widersetzen!

http://der-fuchsbau.blogspot.com/2007/01/israel-was-macht-dieses-land-so.html
 
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Dabei gibt es ein anderes, wesentlich treffenderes Zitat, das die Zustände im Nahen-Osten auf den Punkt bringt: "Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen, wird es Frieden geben. Wenn die Israelis ihre Waffen niederlegen, wird es kein Israel mehr geben.“ (Wenn in diesem Satz "Araber" durch "Perser/Iraner" ersetzt wird, bleibt er genauso gültig.)

Das stimmt so nicht ganz. Wäre der Iran nicht wehrhaft, würde er hochgenommen. Das ist absolut sicher. Da wären die USA die treibende Kraft, aber Israel wäre mit dabei. Der Iran wird seit einer halben Ewigkeit zu beherrschen versucht. Mit offenem Krieg wie auch mit geheimdienstlichen Methoden und Regierungsstürzen. Der Westen wie auch Israel haben wiederholt Diktatoren an die Macht gebracht oder dort gehalten, es wurden Waffensysteme verkauft und es wurden Feindschaften aktiv geschürt. Zum Beispiel wurde der Irak mal von den USA aus aufgerüstet und gegen den Iran geschickt. Gleichzeitig wurden auch Waffen an den Iran verkauft, auch von Israel(!!!) .... Momentan wird z.B. auch Saudi-Arabien aufgerüstet. Abgesehen davon, dass in Saudi-Arabien ein Unrechtsregime herrscht gegen das der Iran wie eine Demokratie wirkt, erkennt er Israel ebenfalls nicht an und befindet sich mit Israel offiziell noch im Kriegszustand... Trotzdem wird Saudi-Arabien z.B. auch von Deutschland und mit dem okay von Israel aufgerüstet.

Ganz so simpel ist es also nicht. Die heutigen Feinde wurden gestern noch selbst hochgezüchtet und die Feinde von morgen werden heute schon mal fit gemacht. Dafür gibts massenhaft Beispiele.
 
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