Multi-Kulti ist tot...

Ich glaube auch nicht dass Multi-Kulti tot ist.

Für mich ist es wichtig, sich nicht von dem fast allgegenwärtigen systematischen Aufhetzen und Anheizen von Stereotypen und Vorurteilen mitreissen zu lassen. Das ist ja fast schon Kriegstreiberei.

Von Mensch zu Mensch versteht man sich immer noch am Besten. Gut, manchmal auch nicht, dann lässt man's eben. Aber totschlagen braucht man deswegen noch längst niemanden, weder physisch noch in Gedanken.


Die Politiker schüren dieses Aufhetzen aber im Moment gewaltig und ja, es ist Kriegstreiberei, ich finde das alles sehr bedrohlich.
 
Werbung:
Diese jungen Leute haben sehr viel Frust, sie sind entwurzelt, sie gehören weder hier nach Deutschland noch gehören sie in die Türkei, eine richtige Schulausbildung haben sie auch nicht, also keine Perspektive für die Zukunft, also werden sie so asozial. Das ist keine Entschuldigung, aber damit man es versteht. Es gibt auch viele deutsche Jugendliche, die asozial aufgewachsen sind und keine Perspektive haben und die verhalten sich auch so aggressiv. Nur darüber redet kaum einer, denn das passt nicht in das neue Feindbild.

Dich trifft halt leider die Formulierung "Nazischwein", da Du wohl schon europäisch aussiehst und nicht türkisch.:umarmen:

Es waren,leider nicht die Kids,es waren die Eltern..wie auch immer,es war nur Beispiel,klar gibt es im jeden Land ,auf der ganze Welt verschiedene Menschen,sonst wäre die Welt wahrscheinlich sehr,sehr langweilig.;)
 
Ja, da stimme ich Dir zu, leider sind die meisten Menschen noch sehr verbohrt und konservativ.
Und siehst Du, Du warst überrascht über Istanbul, Du siehst also, wie allgemein die Vorstellung vom "rückständigen" Orient ist und dass es eigentlich auch da sehr unterschiedliche Bilder und Lebenssituationen gibt. Die Türken, die nach Deutschland kommen, sind meistens aus Anatolien, da ist man eben konservativer und Religion wichtiger. Und Du selber hast ja auch diese Vorurteile erfahren. Das ist, was mich aufregt, dass allgemein Menschen noch so dumm sind und nicht über ihren Tellerrand schauen können und immer nur meinen, dass die anderen Fehler gemacht haben, sie selber aber alles richtig.
lg Siriuskind

Das die Osmanen,kein rückständiges Volk sind,das haben sie schon vor über 2000Jahren bewiesen.Genau diese konservative und streng Religiöse Menschen,werfen das ganze gesamt Bild durcheinander..
 
Hallo

Die Politiker schüren dieses Aufhetzen aber im Moment gewaltig und ja, es ist Kriegstreiberei, ich finde das alles sehr bedrohlich.

Auch wenn ich die Worte Hetze und Kriegstreiberei für absolut angemessen halte und ich diese ganze Diskussion ebenfalls sehr bedrohlich finde, so darf man meiner Meinung nach nicht einfach so pauschal von "den Politikern" sprechen.

Diese Aussagen kommen ja hauptsächlich aus der Ecke der CDU und vor allem der CSU. Denen geht angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse der Arsch auf Grundeis. Die haben sich die Reaktionen auf das Buch von Sarrazin angeschaut und sich gesagt: Hey, es gibt scheinbar immer noch genug Ängste und Vorurteile im Volk, dass man das in Wählerstimmen ummünzen könnte.
Also wird tüchtig auf den integrationsverweigernden Islamisten draufgehauen, der unsere Sozialkassen plündert. Lenkt schön von den wahren Problemen ab und man kann Aktionismus vortäuschen indem man was von zu verschärfenden Einwanderungsgesetzen oder Sanktionen faselt. Wen interessiert da noch, dass die Armut und Ungerechtigkeit in diesem Land ganz allgemein immer mehr zunimmt, unsere Schulen verrotten und es mittlerweile auch Millionen deutscher Integrationsverweigerer gibt, die sich von der Gesellschaft ausgespuckt fühlen und nicht wählen gehen? Alles egal, jetzt sind die bösen Ausländer wichtig. Und das Beste daran ist, dass man im Menschen mit dem berühmt-berüchtigten Migrationshintergrund einen Schuldigen hat, der nicht aufmuckt oder demonstiert, der keine Lobby und nur wenige Freunde und Fürsprecher in der übrigen Bevölkerung hat.

Als ich diese Multi-Kulti-ist-tot-Rede von Seehofer bei der Jungen Union im Fernsehen sah, beschlich mich jedenfalls ein Gefühl irgendwo zwischen Fremdschämen und Ekel.


Gruß
McCoy

Kleiner Nachtrag: gerade höre ich die Meldung, dass Seehofer jetzt auch gegen die Rente mit 67 ist. Die Leute müssten erst mal wirklich bis 65 arbeiten. Also sollen die Unternehmen mehr ältere Menschen beschäftigen statt (jetzt kommt's!) Fachkräfte aus dem Ausland zu holen.

Da mischt sich zu dem Fremdschämen und dem Ekel fast schon ein klein wenig Mitleid...
 
Hallo



Auch wenn ich die Worte Hetze und Kriegstreiberei für absolut angemessen halte und ich diese ganze Diskussion ebenfalls sehr bedrohlich finde, so darf man meiner Meinung nach nicht einfach so pauschal von "den Politikern" sprechen.

Diese Aussagen kommen ja hauptsächlich aus der Ecke der CDU und vor allem der CSU. Denen geht angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse der Arsch auf Grundeis. Die haben sich die Reaktionen auf das Buch von Sarrazin angeschaut und sich gesagt: Hey, es gibt scheinbar immer noch genug Ängste und Vorurteile im Volk, dass man das in Wählerstimmen ummünzen könnte.
Also wird tüchtig auf den integrationsverweigernden Islamisten draufgehauen, der unsere Sozialkassen plündert. Lenkt schön von den wahren Problemen ab und man kann Aktionismus vortäuschen indem man was von zu verschärfenden Einwanderungsgesetzen oder Sanktionen faselt. Wen interessiert da noch, dass die Armut und Ungerechtigkeit in diesem Land ganz allgemein immer mehr zunimmt, unsere Schulen verrotten und es mittlerweile auch Millionen deutscher Integrationsverweigerer gibt, die sich von der Gesellschaft ausgespuckt fühlen und nicht wählen gehen? Alles egal, jetzt sind die bösen Ausländer wichtig. Und das Beste daran ist, dass man im Menschen mit dem berühmt-berüchtigten Migrationshintergrund einen Schuldigen hat, der nicht aufmuckt oder demonstiert, der keine Lobby und nur wenige Freunde und Fürsprecher in der übrigen Bevölkerung hat.

Als ich diese Multi-Kulti-ist-tot-Rede von Seehofer bei der Jungen Union im Fernsehen sah, beschlich mich jedenfalls ein Gefühl irgendwo zwischen Fremdschämen und Ekel.


Gruß
McCoy



Ja, da stimme ich Dir in allem zu, auch Roland Koch hat 1999 seinen Wahlkampf in Hessen mit solchen Reden über "das Boot ist voll" wegen der Asylanten gewonnen. Nur gehört Sarrazin zur SPD und nicht zur CDU. Deshalb denke ich, diese Denkweise geht doch auch durch alle Parteien. Das heißt jetzt nicht, das alle so denken, es gibt ja auch CDU-Politiker, die das nicht richtig finden ( einige wenige:) )
lg Siriuskind
 
Multi-Kulti ist für mich auch nicht wirklich tot....Ich liebe meinen großherzigen Gemüsetürken um die Ecke und den Griechen und den Italiener.....Ich denke, da möchte keiner von uns drauf verzichten. Sie sind das Salz in der täglichen deutschen Einheitssuppe....

Auf was ich jedoch gut verzichten kann - und wirklich ärgert - sind die faschistischen Islamisten, besonders bei den jungen Männern anzutreffen, die mich als westlich lebende Frau als Schlampe tetulieren, nur weil ich nicht nach den islamischen Regeln für Frauen lebe. Aber warum sollte ich? Hier ist Deutschland, der Westen und die Emanzipation. Ich möchte in diesem Land bitteschön daher nicht von Fanatikern dieser Art runtergemacht werden. Daher kann ich auf diese gut verzichten. Allen anderen aber gehe ich mit offenem Herzen entgegen. Jeder soll sich in diesem Land zu Hause fühlen, seine Chance bekommen, wenn er denn bereit ist, sich dem westlichen Lebensfluss anzupassen (nicht aufzugeben!). Nichts anderes wird in anderen Ländern von uns Deutschen als Einwanderer auch erwartet. Der Einwanderer muß sich anpassen und nicht die Inlandsbewohner.

LG
Juppi

Gut gesagt. Ich finde es allerdings auch mehr als bizzar, wenn ich hier durch die Strasse gehe und man mir hinterher ruft, ich sei ne schlampe, hure, etc. Muss ich mir das gefallen lassen, oder darf ich mich da wehren, als Frau gegen Menschen mit Migrationshintergrund? Darf ich noch sagen: ich will nicht konvertieren, ich will auch bitte danke kein türkisch lernen müssen. Darf ich das noch sagen? Oder muss ich mich nun anders verhalten? Wenn ich mich wehre bin ich gleich rechts, lerne ich in der Uni die Sprache nicht, kriege ich keinen Schein und werde als unsozial hingestellt. Also, was soll ich machen???
Ich habs satt als rechts angesehen zu werden, wenn ich sage, ich liebe mein Land. Ich habs auch satt, wenn ich sehe, wie manche Jugendliche mit Migrationshintergrund alte Damen und Herren auf der Strasse anpöpeln: "Geh weg, deutsche Drecksau!" Da bin ich zwischen, aber was war das Ende vom Lied? Ich sei rechts. Danke!
Danke für diese absolut verdrehte Welt!
Ich weiss selbst, dass weissgott nicht alle so sind, aber das sind leider die unauffälligen.
Wer hier nun ein gut funktionierendes Konzept hat, um da etwas zum handeln zu haben, kann ja hier schreiben. Mir fällt nichts mehr ein.
Ich weiss nur noch, dass ich es satt habe.
Integration? Ich hab Menschen erlebt, die damit nicht wirklich was zu tun haben wollten. Im Kindergarten musste ich mir kurdisch und türkisch aneigenen, um mit den Eltern sprechen zu können.
Später haben mich die Männer angegraben. Suuuuper integriert. Manchmal hatte ich das Empfinden, dass ich mich integrieren muss. Suuupppeer!!!
Ich habe auch schon diverse deutsche Jugendliche erlebt, klar sind mamche auch nicht ohne. Selbstredend gibts auch hier solche und solche. Gibts überall. Aber ich finde nach wie vor, dass Deutschland nicht die Auffangstation der Welt ist. Darf man das eigentlich auch noch sagen, wenn man es so empfindet?
Was darf man eigentlich noch?
Darf man seine Meinung eigentlich noch sagen, oder nicht?
 
wir haben in DE gerade einen Bundespräsidenten, der versucht Brücken zu bauen, statt zu spalten.

Und das find ich gut !

:)
 
Werbung:
Gut gesagt. Ich finde es allerdings auch mehr als bizzar, wenn ich hier durch die Strasse gehe und man mir hinterher ruft, ich sei ne schlampe, hure, etc. Muss ich mir das gefallen lassen, oder darf ich mich da wehren, als Frau gegen Menschen mit Migrationshintergrund? Darf ich noch sagen: ich will nicht konvertieren, ich will auch bitte danke kein türkisch lernen müssen. Darf ich das noch sagen? Oder muss ich mich nun anders verhalten? Wenn ich mich wehre bin ich gleich rechts, lerne ich in der Uni die Sprache nicht, kriege ich keinen Schein und werde als unsozial hingestellt. Also, was soll ich machen???
Ich habs satt als rechts angesehen zu werden, wenn ich sage, ich liebe mein Land. Ich habs auch satt, wenn ich sehe, wie manche Jugendliche mit Migrationshintergrund alte Damen und Herren auf der Strasse anpöpeln: "Geh weg, deutsche Drecksau!" Da bin ich zwischen, aber was war das Ende vom Lied? Ich sei rechts. Danke!
Danke für diese absolut verdrehte Welt!
Ich weiss selbst, dass weissgott nicht alle so sind, aber das sind leider die unauffälligen.
Wer hier nun ein gut funktionierendes Konzept hat, um da etwas zum handeln zu haben, kann ja hier schreiben. Mir fällt nichts mehr ein.
Ich weiss nur noch, dass ich es satt habe.
Integration? Ich hab Menschen erlebt, die damit nicht wirklich was zu tun haben wollten. Im Kindergarten musste ich mir kurdisch und türkisch aneigenen, um mit den Eltern sprechen zu können.
Später haben mich die Männer angegraben. Suuuuper integriert. Manchmal hatte ich das Empfinden, dass ich mich integrieren muss. Suuupppeer!!!



Wieder jemand, der nur wieder seine Seite der Medaille sieht.....
 
Zurück
Oben