Aber Du hast recht, über subjektive Wahrnehmungen kann nicht gut streiten - ohne gegenseitiges Wohlwollen (zumindest ein klitzekleines bißchen) kann man jede Diskussion sofort beenden.
Du hast selbst mal recht ausführlich ge(be)schrieben, wie peinlich es ist, wenn Erwachsene die Elternrolle gegenüber Erwachsenen einnehmen als wären diese unmündige oder zu beschützende Kinder (kannst dich noch erinnern?). Genauso weißt du über Gruppendynamiken und Gruppenbildung bescheid sowie wie sich das äußert.
Lt. deinem (sehr fundierten) Wissen dazu dürftest du selbst in diese Fallen nicht trapsen. Ich kann mir das nur insofern erklären, als ich meine, dass du das Wissen darüber verstandesmäßig zwar erfasst hast aber selbst für dich nicht wirklich verinnerlicht hast um da kongruent zu wirken. Es erstaunt mich zuweilen und ja ich messe dich an deinem Wissen, deiner Bildung und deiner Proffesion, auch wenn du immer wieder betonst hier nur als Privatperson zu schreiben. Solche einfachen "Dinge" wie "Elternbindung" oder "Gruppendruck" dürften dir nicht so häufig passieren wie einem Laien.
Rangdynamische Positionen
In Gruppen treten charakteristische Positionen auf.
Raoul Schindler entwickelte das rangdynamische Positionsmodell und beschreibt die einzelnen Positionen:
- Alpha (Anführer)
- Beta (Experte)
- Gamma (einfaches Gruppenmitglied)
- Omega (Gegenposition zu Alpha - nicht zu verwechseln mit dem in der Biologie als Omega bezeichnetem rangniedrigsten Individuum).
- G (Gruppenaufgabe, bzw. Gegenüber, bzw. Gegner)
Eine Gruppe ist als solche zu verstehen, erst durch eine gemeinsame Aufgabe, wie einen Gegner oder ein gemeinsames Gegenüber, beispielsweise ein gemeinsames Ziel.
Manche Positionen werden immer besetzt. Wenn beispielsweise der Omega ausgeschlossen wird, tritt ein anderes Gruppenmitglied an dessen Stelle. Dies gilt nicht unbedingt für einen Experten (Beta). Diese Rolle muss in einer Gruppe nicht unbedingt zu besetzen sein.
Rollen
Daneben gibt es noch weitere Rollen, die bestimmte Funktionen im Gruppenprozess erfüllen. Bekannt sind: der Sündenbock, der Klassenkasper, der Intrigant, der Mitläufer, der Beliebte. Solche Rollen werden im Gruppenprozess einzelnen Mitgliedern zugewiesen, sie haben erst in zweiter Linie auch mit den Persönlichkeitseigenschaften der Rollenträger zu tun.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendynamik
*kicher, als ich das mit dem Alpha, Beta...etc. Man kann das um graue Eminenzen etc ausweiten: Hinweis auf die Gruppensignatur

Is schon witzig ...deshalb habe ich mich gestern wirklich köstlich amüsiert bei der Intaraktion zwischen Euch und Tribut. Vor allem aber auch darüber, dass ihr selbst meint, das mit den Signaturen wäre
nur euer Sarkasmus als Reaktion auf diverse Statements anderer. Dahinter steht ne unbewußte fette Unsicherheit sowie der Wunsch nach Unterstützung und Schutz. Sowie dieses "Wir hier-ihr da". Und natürlich ist es so: "
Wir haben selbstverständlich den Durchblick und die anderen Interpretieren, haben nur Kopfgeburten sowie haben es mitnichten in ihr Leben intergrieren können und nehmen schlicht nur subjektiv wahr!"

Und das beste ist noch, dass genau du das anderen hier vorgeworfen hast.
Ich habe im Prinzip nix gegen Gruppenverhalten/dynamik solange dieses auf einem förderlichen gemeinsamen Konsens beruht und sich nicht aggressiv oder übergriffig gegen Einzelne oder andere Gruppen richtet.
Bin gespannt ........
Btw: Wenn man zuerst die möglichen Interpretationen von Begriffen zu einem "Ding an sich" (mitleidlose Liebe)
erst untereinander abklären muß (was ist in dem Zusammenhang Wahrnehmen, Mitleid, Mitgefühl, Liebe, etc....Endlosdiscu.....) kann man gar nicht so weit sein, das "Ding an sich"
begriffen zu haben, geschweige denn, als in sein Leben integriert betrachten. Und deshalb stimme ich hier Palo zu:
... zweiteres auf Sinn und Zweck dieser zwischenzeitlich 94 seitigen Schlacht um 2 popelige Wörtchen, die dann obendrein noch aus dem Kontext gerissen, rumgezappelt wird. Als hätte man irgendeine Erkenntnis erhalten, die ansatzweise einen Nutzen hätte oder bringen würde. Ähnlich sinnfrei wie um den Begriff "Leere" hier im Forum schon so oft herumgeeiert wurde.
Ich bekam dazu seinerzeit den sehr nützlichen Tipp... "Genieße es solange es anhält und danach lebste weiter."
Die Kunst ist nicht sich in Verbaldiarrhöe zu üben, sondern praktisch einen Nutzen aus dem, womit man sich beschäftigt (so es über's Lesen überhaupt hinausgeht) für's Leben zu erhalten. Hier wären wir dann bei der mitleidlosen Liebe angekommen.
Ich sehe wer da hier rum rumzappelt.
