Gopi Krishna spricht über Liebe und Sex - Teil 1
Wie wir in unsere vorhergehenden Diskussionen gesehen haben, ist es nicht einfach, ein Verhalten oder eine Ernährungsweise zu finden, dass die zukünftige Entwicklung des Gehirns (positiv) beeinflusst. Obwohl ich bereits über Sexualität sprach, möchte ich es jetzt ein wenig ausführlicher tun. Da alle modernen Theorien über die Sexualität, einschließlich der Ideen, die von Freud geäußert wurden, nicht die Entwicklung des Gehirns in Betracht ziehen, können wir sagen, daß sie unvollständig sind. Es ist bekannt, dass an der biologischen Entwicklung unserer Gedanken, ein Teil der sexuellen Energie beteiligt ist. Den Beweis liefern uns Genies und Erleuchtete. In den letzten drei tausend Jahren war dieses sowohl den indischen, als auch den griechischen und ägyptischen Gelehrten bekannt. Sie wußten, daß Genie und Erleuchtung nichts anderes als umgewandelte sexuelle Energie sind.
Freud erwähnte es in einer anderen Weise. Er sagt, daß es Libido ist und daß alle kreative Tätigkeiten und Geistesstörungen aus der Libido heraus entstehen. Aber er definierte die Libido nicht näher. Für Freud war die Libido einfach eine psychische Energie in einer subtilen Form, in einer psychischen Form. Aber die Libido hat auch einen körperlichen Aspekt, wie Wilhelm Reich es richtig erkannte. Er ist im Körper, in der Libido verankert. Reich hat deutlich darauf hingewiesen. Aber da die Wissenschaft keine Kenntnis davon hat, das die Umwandlung sexueller Energie zu Kreativität führt, was in den letzten Jahrtausenden von den Yogis unter Beweis gestellt wurde, sind natürlich alle gegenwärtigen Theorien über die Sexualität unvollständig.
Was daher von einigen Psychologen und Medizinern über mehr oder weniger ungehemmte Sexualität empfohlen wird, ist folglich nicht nur trügerisch, sondern sogar im hohem Grade gefährlich für die menschliche Rasse. Wenn die Menschen erwachsen werden, stellen sie fest, welcher Teil der Energie zum Gehirn geht und welchen Teil sie für die Zeugungsfähigkeit oder für angenehme Zwecke verwenden können. Es gibt keinen Zweifel daran, daß es nichts in der Welt gibt, das so anziehend, verführerisch und bezaubernd ist, wie die sexuelle Liebe. Sie hat einige der größten Denker angespornt. Es ist die Liebe zu den Frauen, die einige der größten Schriftsteller, Denker, Politiker und Eroberer der Welt inspirierte. Es gibt nichts, das mit der Liebe für das Glück, für die Gesundheit und für die Entwicklung der Menschheit vergleichbar ist.
Die Evolution leistet ihren Beitrag
Aber die sexuelle Energie sollte nicht mißbraucht zu werden, weil sie von der Natur für die Zeugung, und damit für den Fortbestand der menschlichen Rasse erschaffen worden ist. Damit leistet die Evolution ihren Beitrag am Fortbestehen der Menschheit. Daher ist es gescheiter, die sexuelle Energie zu konservieren, also zölibatär zu leben, als sie zu verschwenden. Dieses ist der Grund, warum ein zölibatäres Leben in den Religionen empfohlen worden ist. Es gibt keinen anderen Grund. Warum beharren die Religion in gewisse Weise darauf, daß du enthaltsam leben solltest, anstatt die sexuelle Energie zu verschwenden?
Aber wir brauchen ja nicht nicht einmal das Extrem zu betrachten. Ein rationaler, normaler und natürlicher Vorgang ist es, unser Leben so anzupassen, damit die Energie, die für die menschliche Fortpflanzung vorgesehen ist, auch für diesen Zweck verwendet werden kann. Es gibt einige Hinweise, die zeigen, daß die Natur uns immer wieder Warnungen gibt. Zum Beispiel haben viele Leute, nachdem sie den Höhepunkt erfahren haben, das Gefühl von Abscheu oder Kälte, das Gefühl der Antipathie oder sie empfinden eine große Müdigkeit. Dies ist eine Warnung der Natur, daß die Menschen es übertrieben haben. Nach dem sexuellen Höhepunkt sollte der Mann sich genau so energiegeladen fühlen wie vorher. Das bedeutet, daß er nichts von der Energie verbraucht hat, die für Fortpflanzung erforderlich ist.
Teil 2 folgt.
Gopi Krishna spricht über Liebe und Sex