Meditation und Enthaltsamkeit

Mal denke ich, er muss ein Psychopath gewesen sein, weil er meinte, er sei der Sohn Gottes. Dann wiederum sehe ich ihn so, wie du ihn siehst, ein Mensch mit sehr viel Herz.
So einfach ist das nicht, du musst die Bibel sehr genau lesen (und am besten noch den griechischen und hebräischen Text dazu nehmen). Die Aussagen Jesu sind nicht vollständig klar, es geht daraus nicht ohne Widerspruch hervor, dass er sich für den "Sohn Gottes" hielt. Ich bin überzeugt davon, dass Jesus den Ausdruck "Sohn Gottes" keineswegs mit einer unendlichen Überhöhung seiner Persönlichkeit belegt benutzte - sofern er ihn den überhaupt benutzte -, sondern wenn schon eher "ein Kind Gottes" meinte.
 
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Ich folge niemandem und nichts. Nur meinem Gefühl und meinem inneren Lehrer. Ich vertraue darauf, dass alles was ich erfahre genau das ist, was ich erfahren will, soll, muss ...

Ich glaube, so ganz ist das nicht richtig. Wenn du heute enthaltsam lebst, dann hast du es wahrscheinlich einmal irgendwo gehört, dass Enthaltsamkeit eine wichtige Rolle im spirituellen Leben spielen könnte. Auch auf die Meditation bist du wahrscheinlich nicht alleine gekommen. Du wirst irgendwo eine Anregung bekommen haben.

Und genau so geht es uns ja allen. Wir haben uns auf die Suche gemacht, Literatur gelesen und haben das erworbene Wissen in die Praxis umgesetzt.

Und selbst bei Buddha glaube ich nicht, dass er seinen Weg ganz allein fand. Schliesslich hatte er mehrere Lehrer und er lebte natürlich in einer Tradition, in der Meditation, Yoga und Brahmacharya überall präsent waren. Sicherlich tauschte er sich mit vielen anderen Yogis und Mönchen aus und fand so zu seinem Weg.

Was Buddha von anderen Yogis und Mönchen unterschied, war wohl, dass er seine Lehren in eine Philosophie einbettete, die über Jahrtausende bestand hat.
 
Weisheit schließt Logik aus, Logik schließt Weisheit aus.


Weisheit kommt aus dem Herzen. Logik aus dem Kopf. ;)



"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar." sagt Exupéry und ich denke er war sehr weise :)

Du meinst schätzungsweise die rein analytisch angewandte Logik. Das ist aber nicht die einzig existierende. Auch wenn sie in unserer heutigen Kultur noch ein krankmachend extremes Übergewicht hat.

Es braucht Logik um eine Uhr sorgfältig auseinander zu nehmen. Diese Logik reicht aber nicht aus, um solch ein Uhrwerk zu einer Ganzheit zusammen zu bauen, geschweige denn solch ein Uhrwerk zu entwickeln und herzustellen.
(In Bezug auf lebendige Ganzheiten ist das nur ein schwaches Beispiel)


Ohne Logik und geistige Gesetzmäßigkeiten wäre das Entstehen von Weisheit unmöglich.

Weisheit schließt keineswegs Logik aus - Weisheit ist durch Erfahrung, Ausdauer und Ganzheitlichkeit verwandelte, erweiterte, bereicherte Logik. Dadurch kommt der kalte Intellekt nicht mehr ganz mit. Doch die wirklich reine Logik führt weit über intellektuellen Verstand und scharfe Klugheit hinaus!


Unser Verstand und unsere heute übliche Logik stammt ja ursprünglich mal aus reiner spiritueller Geistigkeit (lang, lang ist´s her ;) ). Nur sind Intellekt und Gescheitheit inzwischen blasse, kraftlose Schatten der göttlichen Logik geworden. Sozusagen eine kleine Taschenlampe in Nacht und Dämmerung anstatt Sonne am hell lichten Tag!



"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar." sagte Exupéry....
...und auch das Wesentliche der Logik erkennt man mit dem Herzen (nicht aus dem Bauch heraus) besser wie mit dem bloßen Gehirn.

Ich denke, Exupéry war nicht nur sehr weise, sondern auch spirituell recht weit. "Der kleine Prinz" enthält meines Erachtens in Bilder gebrachte Hinweise zu anfänglicher spiritueller Selbstschulung.

Kindern erzählt man Märchen zum besseren Einschlafen - Erwachsenen zum besseren Wachwerden.... :sleep3: :party02: :D
 
Lieber fckw.

Lange Rede, kurzer Sinn:


Gelebte Weisheit (also im erleuchteten Zustand) schließt Logik aus. Die Logik ist dann nicht mehr nötig und stört nur.

Gelebte Weisheit (also im erleuchteten Zustand) kommt aus dem Herzen.

Logik - egal in welchem Zustand sie ist :) - kommt aus dem Verstand, dem Kopf.

Exupéry drückt es genau aus: Denn gelebte Weisheit sieht und sie sieht nicht mit den Augen und zählt dann zwei und zwei zusammen. Sie denkt auch nicht nach über das was sie sieht. Weisheit ist einfach ... sie entsteht daraus, dass du im Fluss bist mit allem was ist und einfach nur noch fließen läßt, was fließen will und damit bist du für andere das, was man dann "weise" nennt.

Und der Verstand und die Logik und was auch immer kann dann einpacken, sie sind einfach nicht mehr gefragt :) und würden nur den Fluss unterbrechen. Weisheit ist Klarheit und entsteht aus der Stille ... Logik ist laut, der Verstand ist laut und beides verwirrt nur - wie ich auch an deinem Post feststellen durfte :D ;) ... man kann alles zerdenken und verkomplizieren.

Weisheit tut das nicht ...

Imo.
 
Ach wa, liebe Mara, ach wa. Jnana-Yoga ist der Weg des Geistes. Eine strenge Untersuchung jeglicher Konzepte (u.a. mittels Logik) führt gemäss dieser Schule zur unmittelbaren Erkenntnis des Höchsten.

Weise kann man mit oder ohne Logik sein. Das von Éxupery angesprochene Herz ist nicht das "emotionale Zentrum" oder anders ausgedrückt entspringt Weisheit eben nicht dem, was üblicherweise als "das Herz" bezeichnet wird, sondern dem HERZEN oder von mir aus dem "spirituellen Herzen". Das HERZ (= spirituelles Herz) und das Herz (= emotionales Zentrum) sind somit zwei verschiedene Dinge und Weisheit entspringt dem ersten und bedient sich sowohl des Kopfes als auch des Herzens, ist aber nicht ausschliesslich dem einen oder dem anderen zuzurechnen.

(Übrigens ist das spirituelle Herz ebenfalls NICHT das Herzchakra!)

Das Selbst bedient sich des HERZENS, welches für es die Funktion des Sehens übernimmt. Dabei werden unter anderem die Instrumente des Verstandes (z.B. Logik, strenge Unterscheidung, Abwägen, Berechnen etc.) und des emotionalen Zentrums (emotionale Verbundenheit, ) eingesetzt.
Es ist ungefähr, als ob aus einer Lichtquelle (= Selbst) ein Strahl hervorgeht, durch eine Lupe oder ein Prisma (= HERZ) geht, und dort in einzelne Strahlen (Verstand/Kopf, Herz, Intuition usw.) aufgegliedert wird.

Was du hier vorwiegend mit "Logik" und "Kopf" bezeichnest, ist eigentlich ein pathologischer Zustand: Ein Mensch, dem der Zugang zum HERZEN fehlt. Umgekehrt ist das, was insbesondere unter den Esos weitverbreitet ist, ebenso pathologisch, nämlich das Buhlen im Herzen, während der Zugang zum HERZ auch hier fehlt.

Ein Mensch, der Probleme mit dem Herz hat, aber stark im Kopf ist, wird, indem er den Zugang zum HERZEN entdeckt, mit der Zeit unweigerlich auch sein Herz entwickeln. (Ich tendiere in diese Gruppe.)
Ein Mensch, der Probleme mit dem Kopf hat, aber stark im Herzen ist, wird, indem er den Zugang zum HERZEN entdeckt, mit der Zeit unweigerlich auch seinen Kopf entwickeln.
Das HERZ hat eine Tendenz, alle Kräfte im Menschen harmonisch auszubalancieren. Diese Leistung vermag weder das Herz noch der Kopf zu vollbringen.

Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.
Nur soviel; Weisheit und Logos und Gott sind nicht zu trennen.
Sie beinhalten sich gegenseitig.
 
So einfach ist das nicht, du musst die Bibel sehr genau lesen (und am besten noch den griechischen und hebräischen Text dazu nehmen). Die Aussagen Jesu sind nicht vollständig klar, es geht daraus nicht ohne Widerspruch hervor, dass er sich für den "Sohn Gottes" hielt. Ich bin überzeugt davon, dass Jesus den Ausdruck "Sohn Gottes" keineswegs mit einer unendlichen Überhöhung seiner Persönlichkeit belegt benutzte - sofern er ihn den überhaupt benutzte -, sondern wenn schon eher "ein Kind Gottes" meinte.

Es wird in der Bibel an einigen Stellen vom Sohn Gottes gesprochen:

Joh. 5,17: Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.

Joh. 5,18: Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.

Joh. 5,19: Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

Mt 3,17 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.

Es gibt noch mehr Stellen in der Bibel in der von Jesus als dem Sohn Gottes gesprochen wird.

siehe: Ist Jesus Gottes Sohn?

Außerdem glaube ich, dass ich mich doch so langsam mit der Reinkarnation anfreunden sollte. Dann lerne ich bestimmt auch noch Pali, Sanskrit, Hebräisch und vielleicht auch noch Griechisch.
 
Lieber fckw.

Lange Rede, kurzer Sinn:


Gelebte Weisheit (also im erleuchteten Zustand) schließt Logik aus. Die Logik ist dann nicht mehr nötig und stört nur.

Gelebte Weisheit (also im erleuchteten Zustand) kommt aus dem Herzen.

Logik - egal in welchem Zustand sie ist :) - kommt aus dem Verstand, dem Kopf.

Exupéry drückt es genau aus: Denn gelebte Weisheit sieht und sie sieht nicht mit den Augen und zählt dann zwei und zwei zusammen. Sie denkt auch nicht nach über das was sie sieht. Weisheit ist einfach ... sie entsteht daraus, dass du im Fluss bist mit allem was ist und einfach nur noch fließen läßt, was fließen will und damit bist du für andere das, was man dann "weise" nennt.

Und der Verstand und die Logik und was auch immer kann dann einpacken, sie sind einfach nicht mehr gefragt :) und würden nur den Fluss unterbrechen. Weisheit ist Klarheit und entsteht aus der Stille ... Logik ist laut, der Verstand ist laut und beides verwirrt nur - wie ich auch an deinem Post feststellen durfte :D ;) ... man kann alles zerdenken und verkomplizieren.

Weisheit tut das nicht ...

Imo.

Na wer folgt den da einem Lehrer?
Weißheit kann ohne Logik nicht entstehen, natürlich benötigt es auch das Herz.
Aber nur mal so aus dem Herzen erleuchtet werden ist doch wohl nicht möglich.
Ich weiß es gibt viele die so denken wie Du (oh, denken hat doch auch was mit Logik zu tun) sei es drum, aber wo sind diese Erleuchteten? Ich kenne keinen, Du auch nicht. Bis jetzt konntest du nur vermuten dass diese oder jene Person erleuchtet ist oder war. Wenn ich nach Thailand fahre sehe ich doch einige Erleuchtete die den Weg des Dhamma gefolgt sind. Denen solltest Du übrigens mal in die Augen sehen. In unserer westlichen Welt habe ich noch keinen Erleuchteten gesehen oder von einem Gehört. Das würde mir schon zu denken geben welcher Weg nun zur Erleuchtung führt. Hier bei uns im Westen wird einfach der Begriff Erleuchtung genommen und behauptet man kann ganz einfach so erleuchtet werden. Bevor aber bei uns der Buddhismus bekannt wurde hatte niemand von Erleuchtung gesprochen, weil niemand wusste was das ist.
:liebe1: :liebe1:
 
Bevor aber bei uns der Buddhismus bekannt wurde hatte niemand von Erleuchtung gesprochen, weil niemand wusste was das ist.
:liebe1: :liebe1:
Da hat sich seitdem aber nichts großartig was dran geändert !! :)
Hier haut man sich noch gegenseitig mit der Keule auf den Schädel und glaubt dann, die Lichtblitze die man sieht, sei jetzt die Erleuchtung.
 
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