Ach wa, liebe Mara, ach wa. Jnana-Yoga ist der Weg des Geistes. Eine strenge Untersuchung jeglicher Konzepte (u.a. mittels Logik) führt gemäss dieser Schule zur unmittelbaren Erkenntnis des Höchsten.
Weise kann man mit oder ohne Logik sein. Das von Éxupery angesprochene Herz ist nicht das "emotionale Zentrum" oder anders ausgedrückt entspringt Weisheit eben nicht dem, was üblicherweise als "das Herz" bezeichnet wird, sondern dem HERZEN oder von mir aus dem "spirituellen Herzen". Das HERZ (= spirituelles Herz) und das Herz (= emotionales Zentrum) sind somit zwei verschiedene Dinge und Weisheit entspringt dem ersten und bedient sich sowohl des Kopfes als auch des Herzens, ist aber nicht ausschliesslich dem einen oder dem anderen zuzurechnen.
(Übrigens ist das spirituelle Herz ebenfalls NICHT das Herzchakra!)
Das Selbst bedient sich des HERZENS, welches für es die Funktion des Sehens übernimmt. Dabei werden unter anderem die Instrumente des Verstandes (z.B. Logik, strenge Unterscheidung, Abwägen, Berechnen etc.) und des emotionalen Zentrums (emotionale Verbundenheit, ) eingesetzt.
Es ist ungefähr, als ob aus einer Lichtquelle (= Selbst) ein Strahl hervorgeht, durch eine Lupe oder ein Prisma (= HERZ) geht, und dort in einzelne Strahlen (Verstand/Kopf, Herz, Intuition usw.) aufgegliedert wird.
Was du hier vorwiegend mit "Logik" und "Kopf" bezeichnest, ist eigentlich ein pathologischer Zustand: Ein Mensch, dem der Zugang zum HERZEN fehlt. Umgekehrt ist das, was insbesondere unter den Esos weitverbreitet ist, ebenso pathologisch, nämlich das Buhlen im Herzen, während der Zugang zum HERZ auch hier fehlt.
Ein Mensch, der Probleme mit dem Herz hat, aber stark im Kopf ist, wird, indem er den Zugang zum HERZEN entdeckt, mit der Zeit unweigerlich auch sein Herz entwickeln. (Ich tendiere in diese Gruppe.)
Ein Mensch, der Probleme mit dem Kopf hat, aber stark im Herzen ist, wird, indem er den Zugang zum HERZEN entdeckt, mit der Zeit unweigerlich auch seinen Kopf entwickeln.
Das HERZ hat eine Tendenz, alle Kräfte im Menschen harmonisch auszubalancieren. Diese Leistung vermag weder das Herz noch der Kopf zu vollbringen.