Martin Schulz, Kanzlerkandidat

Das wäre mein Bildungsprogramm:

Ein gegliedertes Schulsystem ist vernünftig, damit sich interessierte und/oder intelligente Schüler nicht langweilen (bzw. unterfordert werden und damit "verdummt"), Schüler mit Problemen nicht von der Schwierigkeit des Unterrichtsstoff erschlagen werden, und Möchtegern-"Coole" die fleißigen Schüler nicht mobben (ja, das kommt nicht nur vor sondern es ist üblich).

Aber ich halte überhaupt nichts von Privatschulen ("Elite"schulen), die Kinder von reichen Eltern durchmogeln, und dafür sorgen, dass gesellschaftliche Gruppen voneinander isoliert bleiben.

Eine Konzentration auf sehr viele Hausaufgaben ist aus ähnlichen Gründen auch problematisch, weil da gebildete Eltern und außerschulische Nachhilfe unnötig Vorteile bringen. Besser ist wenn es mehr Unterricht gibt (aber weniger Hausaufgaben).

Außerdem muss es einfach sein bei guten Leistungen problemlos auf die "höhere" Schule zu wechseln.

Zudem würde ich es für sinnvoll halten, wenn jemand der sitzengeblieben ist, direkt nach den großen Ferien einen Nachtest schreiben kann um die Versetzung doch noch zu schaffen. Es ist ganz einfach logisch, dass es gut genug ist, wenn man vor der neuen Klassenstufe genug verstanden hat. Das kann auch noch in den großen Ferien passieren.

Ach ja, Turbo-Abi (G8) ist auch Unsinn. Erstens wird damit weniger Zeit gegeben Unterrichtsstoff zu vermitteln. Und zweitens wird das Abi in Richtung Pubertät verlegt. Es dauert etwas bevor man "normaler" und fleißiger wird.

LG PsiSnake
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:
Btw., bemühe einfach mal einen simplen Taschenrechner und rechne von den Beträgen, die nach Abzug der sozialistischen/kommunistischen Einkommenssteuern übrig bleiben, noch die anderen Abgaben ab, also Krankenversicherung, Altersvorsorge (wobei einem die Erträge von Rücklagen, wenn's den Roten nach geht, auch weggesteuert werden, und Zinsen gibt es eh keine mehr), was eben so anfällt. Für das, was übrig bleibt, hat man nicht studiert, evtl. promoviert und einen verantwortungsvollen Job angenommen. Ich hab heute morgen mit meiner Gefährtin über dieses Thema diskutiert. Die hat's auch mal überschlagen und meinte als Ergebnis nur lakonisch: "Da gibt's nur auswandern."
Wie schon mehrfach erwähnt, die 53% Spitzensteuersatz, die Die Linke fordert, gab es bis 1999, zeitweise lag er sogar bei 56%. Nicht nur das, fällig wurde er damals schon bei einem deutlich niedrigeren Einkommen als den knapp 87.000 Euro im Jahr, die jetzt zur Debatte stehen. Ob man die damalige schwarz-gelbe Regierung unter Kohl für sozialistisch/kommunistisch hält, hängt natürlich vom Standpunkt ab, von dem aus man auf das politische Spektrum blickt. Aber warum in dieser Zeit nicht reihenweise Menschen mit gutem Einkommen ausgewandert sind, müsstest du mir schon erklären. Taschenrechner gab es damals ja auch schon.

Im Übrigen finde ich, dass es ziemlich einfach ist, immer nur auf allem und jedem herumzuhacken, wenn man dabei nicht aus seiner Deckung herauskommt und zur Abwechslung selbst mal einen konkreten Vorschlag macht. Also einen der berücksichtigt, dass sich in absehbarer Zeit nicht 99% der Menschheit in Luft auflösen, und die Verbliebenen wieder als Jäger und Sammler leben werden.
 
Das war schon immer so. Mein Vater hat es mal angesprochen, nach dem die CDU abgewählt war und die SPD am regieren, war der Rententopf, der immer zweimal die anstehende Rente in Reserve hatte, auf einmal leer.
So was wissen nur die Menschen die bereits in den siebzigern sind.:cry:

Euer Familienname ist nicht zufällig Tetzlaff? Na ja, wie dem auch sei, seit vor 9000 Jahren oder so die Schrift erfunden wurde, ist man nicht mehr nur auf mündliche Überlieferungen angewiesen. Willy Brandt wurde 1969 Kanzler, bei der nächsten Bundestagswahl 1972 fuhr die SPD mit fast 46% das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein und regierte - später dann mit Helmut Schmidt - noch zehn weitere Jahre bis '82. So unzufrieden können die Leute also erst mal nicht gewesen sein, nachdem die CDU abgewählt war. Und in den Untergang haben die Sozis das Land in dieser Zeit auch nicht getrieben. Dieses inhaltslose und stellenweise wirklich dämliche Linken-Bashing ist so ermüdend.
 

Anhänge

  • adenauer.webp
    adenauer.webp
    22,6 KB · Aufrufe: 12
Zuletzt bearbeitet:
Das war schon immer so. Mein Vater hat es mal angesprochen, nach dem die CDU abgewählt war und die SPD am regieren, war der Rententopf, der immer zweimal die anstehende Rente in Reserve hatte, auf einmal leer.
So was wissen nur die Menschen die bereits in den siebzigern sind.:cry:
Man müsste ja nur mal die roten deutschen Bundesländer ansehen. Die Baden-Württemberger Schüler sind wesentlich dümmer geworden, seit Grün-Rot regiert. In NRW dilettiert Hannelore Kraft so sehr, dass es sogar der "Zeit" auffällt. Bremen ist arm und wimmelt vor Kriminellen, denen kein Richter Steine in den Weg legt - die Regierung baut derweil Arbeitsplätze bei der Polizei ab -, und Berlin ist ein marodes, stinkendes Dreckloch, in dem No-Go-Areas wuchern und nicht einmal mehr die Ämter ihre Arbeit machen, während die Regierung nichts besseres zu tun hat, als Symbolpolitik für Randgruppen zu betreiben.

Man kann über die CSU sagen, was man will, aber Bayern geht es gut - trotz Länderfinanzausgleich.
 
Werbung:
Ein gegliedertes Schulsystem ist vernünftig, damit sich interessierte und/oder intelligente Schüler nicht langweilen (bzw. unterfordert werden und damit "verdummt"), Schüler mit Problemen nicht von der Schwierigkeit des Unterrichtsstoff erschlagen werden, und Möchtegern-"Coole" die fleißigen Schüler nicht mobben (ja, das kommt nicht nur vor sondern es ist üblich).

Ich habe hier mal Ganztagsschulen angesprochen. Da brach der reine Shitstorm los.

Ach Eltern die sich nicht um ihre Kinder kümmern wollen, sind für Ganztagsschulen.

Das sind genau die, die hier jetzt jammern über Arbeiterkinder die nicht genug gefördert werden.
Aber immer nach dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern.

Da habe ich selbst erlebt, in einem Jahr wurden 12.000 ZWÖLFTAUSEND Lehrer abgebaut, dass Wort ZWÖLFTAUSEND muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Eine Nichte bekam keine Anstellung, musste dann nach Hamburg ausweichen.

Wohne in Baden-Württemberg.
 
Zurück
Oben