Magische energie und der angstdämon

Ja... sicherlich ist es abstrahiert. Aber es ist deshalb nicht nicht-erfahrbar. Die Erfahrung dieses "Zustands" wird bei uns allerdings in aller Regel sehr schnell unterbrochen, trotzdem kennt ihn jeder... Die Momente in denen tatsächlich kein Funke Ablehnung besteht. Wenn Du Mutter bist dann denk an Dein/e Kind/er... meistens ist die Eltern-Kind-Liebe dem am nächsten.

So ist es:)
 
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Ich stimme dir zu:)

Für mich sind die beiden themen so eng miteinander verknüpft, dass für
mich klar war, dass es auf diese diskussion hinauslaufen würde.
Angst führt zu sorge und diese ist ausdruck der liebe - ja.

Gegenspieler ist wohl das falsche wort.
Liebe und angst - kehrseiten der gleichen
medaille.:)

Verlustangst ist nicht unbedingt Liebe, sondern eher "brauchen", Objektbezogene Liebe... Liebe bedeutet in dem Zusammenhang in keiner Situation Widerstand zu empfinden, einschließlich der Situation eines Verlustes.

M.A.n. wird bei der Unterscheidung von Liebe und Angst zu oft die Zeit übersehen, die großen Schwankungen innerhalb eines kurzen Zeitabschnitts. Denn Objektbezogen bedeutet auch innerhalb der Zeit unterteilt. Wenn man sich eine Situation als viele kleine Einzelwahrnehmungen vorstellt (das kommt der Realität sogar sehr nahe), dann springt man schon innerhalb einer kurzen Situation mehrmals zwischen Ablehnung und Annahme hin und her.

Wenn Du jetzt Dein Kind anschaust ist da Annahme/Liebe. Der nächste Gedanke an eine gefährliche Situation für Dein Kind kann starken Widerstand erzeugen... Ablehnung/Angst. Aber beides ist immer total... Sicher kann man sagen: Die Angst um Dein Kind ist eine Folge der Liebe für Dein Kind... Aber Angst ist in keinem Fall ein Schritt zur Liebe hin. Viele denken, Angst sei letztlich positiv, erfülle einen Zweck.. Sie erfüllt den Zweck Leid erfahrbar zu machen und den Zweck überwunden zu werden. Aber aus unserer Perspektive hat Angst nichts Positives. Und sie ist ja auch tatsächlich ein Automatismus... funktioniert oft nicht rational und ist für Vernunft nicht zugänglich.
 
Liebe Maria,

Maria45 schrieb:
Nebel, kalt und aus dem Wasser ziehen und lebendig begraben sein: Deutungssynthese wäre z.b. ertrunken sein
Rühren sich da Erinnerungen?

Es rühren sich Tränen, aber keine Bilder, keine Geschichten. Es rührt sich ein Schmerz in meinem Nacken.


Rosmarin: Es soll aussehen wie ein Buch - mit wunderschönen, klaren und einfachen Worten. Die ich verstehe, die ich begreife und die mich berühren.
ok, verstehe genauer: "be-rühren sich da Erinnerungen?"
Es rühren sicht Wut und Zorn und Ungeduld, dass ich nicht dahinter komme. Dass ich nicht weiß, was das alles bedeutet.

ok, fishing for complements...

nicht Komplimente, sondern "Komplemente" sind in diesem Fall gemeint.
Komplement ist das Fehlende, das noch-nicht-bewusste, das schmerzlich-vermisste..., die ergänzende Seite des Puzzles.

Ja, es fehlt mir was. Wie, wenn ich nicht vollständig auf der Welt wäre. Ich bin noch nicht dahinter gekommen, was.


Rosmarin: Wau Maria, da rührt sich einiges in mir. Ich danke dir für deine Worte.
wau ist gut, das ist der Wauwau-Hund. Fühlt sich so an, als wenn du ihn schon fast ergreifen kannst... der hechelt schon mit warmem Atem...

"Wau" sage ich eigentlich immer, wenn ich erstaunt bin, wenn mich was verblüfft.

find ich anrührend, was da gerade geschieht. danke

Geht mir auch so Maria. Danke.

Herzlichst
Judith
 
Hallo Judith und Maria,

find ich toll, wie ihr miteinander schreibt; kann mich auch teilweise selber drin finden. Ich werde weiterhin mitlesen. :morgen:

LG :zauberer1
 
Kleiner Paradigmenwechsel gefällig? Okay.

Stichwort "nichtreaktives Verhalten".

Spontan ist jemand, der in kreativer Weise auf jedes Ereignis reagieren oder es auch mal ganz bleiben lassen kann. Derjenige jedoch, der seine verschmähten Emotionen und deren Ausdruck nicht mehr unter Kontrolle hat, reagiert roboterhaft. Der Knopf wird gedrückt, die Re-Aktion folgt instantan. Man ist somit im eigenen Drama seiner unbewussten Emotionen verloren = unbewusste Emotionalität.

Lösung: Gefühle und Situationen direkt erfahren, was bedeutet solange dabei zu bleiben, daß eine Bereinigung stattfinden kann. Selbstablehnung verhindert dies allerdings, da ja sofort impulsiv und im Affekt gegengesteuert wird, das "Suhlen" beginnt. *gg

Kannste hier im Forum auch sehr gut beobachten, mache ich persönlich immer an der Schnelligkeit der Reaktionen auf meine oder auch andere Posts fest. Je schneller auf ein (provokatives oder triggerndes) Post reagiert wird, umso fixer ist der Roboter bei der Arbeit.

:D

*somitHolzaugeseiwachsam
 
Verlustangst ist nicht unbedingt Liebe, sondern eher "brauchen", Objektbezogene Liebe... Liebe bedeutet in dem Zusammenhang in keiner Situation Widerstand zu empfinden, einschließlich der Situation eines Verlustes.

M.A.n. wird bei der Unterscheidung von Liebe und Angst zu oft die Zeit übersehen, die großen Schwankungen innerhalb eines kurzen Zeitabschnitts. Denn Objektbezogen bedeutet auch innerhalb der Zeit unterteilt. Wenn man sich eine Situation als viele kleine Einzelwahrnehmungen vorstellt (das kommt der Realität sogar sehr nahe), dann springt man schon innerhalb einer kurzen Situation mehrmals zwischen Ablehnung und Annahme hin und her.

Wenn Du jetzt Dein Kind anschaust ist da Annahme/Liebe. Der nächste Gedanke an eine gefährliche Situation für Dein Kind kann starken Widerstand erzeugen... Ablehnung/Angst. Aber beides ist immer total... Sicher kann man sagen: Die Angst um Dein Kind ist eine Folge der Liebe für Dein Kind... Aber Angst ist in keinem Fall ein Schritt zur Liebe hin. Viele denken, Angst sei letztlich positiv, erfülle einen Zweck.. Sie erfüllt den Zweck Leid erfahrbar zu machen und den Zweck überwunden zu werden. Aber aus unserer Perspektive hat Angst nichts Positives. Und sie ist ja auch tatsächlich ein Automatismus... funktioniert oft nicht rational und ist für Vernunft nicht zugänglich.

Ich verstehe, was du sagen willst.
Du gliederst die begriffe klar auf, sodass man sie mal ganz isoliert ansehen kann. Ich habe in meiner chaotischen denk - und handlungsweise die tendenz, immer alles miteinander zu vermischen:rolleyes:.

"Brauchen" im sinne von: Da wäre bei verlust keiner mehr den ich lieben kann oder der mich liebt? Es ist eigentlich die angst vor dem verlust der starken gefühle, die man beim "lieben" empfindet. Es wäre auch angst vor dem verlust der proijektionen, die die liebe ständig nähren oder unser bild von ihr bunt machen.

In keiner situation widerstand zu empfinden, inschliesslich bei verlust, wäre liebe: Zeigt, dass die selbstlose (doofes wort) und proijektionslose liebe zentral ist, in erster linie die selbstliebe?

Das mit dem übersehen der zeit verstehe ich auch. Angst und liebe wechseln sich ja sogar innerhalb eines bestimmten kontextes ständig ab und man produziert ständig ablehnung und annahme.
Deine letzten beiden sätze sind stimmig. Ich pers. sehe schon grosse vorteile in der angst, obwohl sie sehr unangenehm sein kann. Sie hilft mir mit, hinter meine eigene fassade zu sehen.

:)
 
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Lösung: Gefühle und Situationen direkt erfahren, was bedeutet solange dabei zu bleiben, daß eine Bereinigung stattfinden kann. Selbstablehnung verhindert dies allerdings, da ja sofort impulsiv und im Affekt gegengesteuert wird, das "Suhlen" beginnt. *gg



Also ehrlich sein, nicht ausweichen, die maske fallen lassen, bei sich bleiben.
Ja, angst/selbstablehnung verhindert dies. Wir werden uns bewusst, dass wir plötzlich nackt dastehen.
Das kann sehr ungemütlich sein, denn wer steht schon gerne so schutzlos in der gegend rum?

Allerdings klappts, wenn man schon ein hohes mass an gelassenheit entwickelt hat - und eben -
an selbstliebe und vertrauen.:D

:)
 
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