Also ist es in gewisser Weise ein normaler Vorgang, der vielleicht nicht einmal bewusst gemacht wird?!
Verschwörungen sind absolut normal. Viele Menschen wollen das nicht sehen, weil sie an Institutionen glauben. Also im Sinne von: "Ein Gericht hält sich an Recht. Das läuft wie ein Uhrwerk nach Gesetzen." oder auf höherer Ebene: "Geheimdienste unterstehen der politischen Führungen... auch die laufen nach Gesetzen"... und so weiter. Aber es gibt keine Institution die nicht von Menschen geprägt wird und Menschen haben Beziehungen zu anderen Menschen, stehen in Interessenkonflikten und haben unterschiedlich viele und gute Informationen. Denk Dir mal einen Geheimdienst-Chef bei dem alles zusammenläuft... Der kann schon durch die Art, wie er seine Informationen z.B. dem US-Präsidenten übermittelt Wirkung erzeugen. Und wie kann er das erst, wenn er manche Informationen sogar zurückhält oder verfälscht? Das alles ist Alltag. Oder denk Dir einen mächtigen Banker wie Ackermann als Berater von Merkel (er hat die Regierung oft beraten). Der Mann kennt das Geschäft wie kein anderer, er hatte auch große Macht. Merkel kennt sich im Bankwesen nicht besser aus als ein Journalist der sich seit Jahren damit befasst. Der Informationsvorsprung und die Macht die er dazu noch hatte, wurde genutzt, ganz sicher. Das ist dann noch keine Verschwörung, sondern läuft eher unter Manipulation... Aber natürlich sprechen sich jene ab, die die gleichen Interessen teilen. Wenn Rumsfeld Tamiflu fürs Pentagon bestellte wanderten Staatsgelder in seine eigene Tasche, weil er an der Firma beteiligt war. Wenn sich Konzerne im Irak etablieren gehen Millionen Milliarden auf Konten von Politikern (Cheney, Rumsfeld, Bush, Rice) die an den Konzernen beteiligt sind.
Oder Medien... die großen Medienkonzerne schicken jedes Jahr ihre Leute zum Bilderberg-Treffen und versuchen das gleichzeitig zu verschweigen. Was da besprochen wird erreicht die Zeitungen nie, obwohl sie dabei sind. Und man konnte in diesem Jahr z.B. an Syrien klar erkennen, wieviel Propaganda unsere vermeintlich freien Medien gestreut haben. Aber es gibt kaum ein Thema wo das anders ist. Euro... Griechenland... Der Bertelsmann-Verlag dreht immer mal die Richtung und damit verändern sich die Artikel der Bertelsmann-Blätter auch sofort. Da laufen jede Menge Absprachen und die Interessen neoliberaler Verlage sind nicht unbedingt die Interessen der Leser... und die werden manipuliert ohne das die meisten es merken. Die meisten glauben, sie werden aufgeklärt.
Es gibt dafür massenhaft belegte Beispiele. Extrem große Verschwörungen und viele kleine. Aber die Menschen wollen glauben, das Institutionen wie Uhrwerke funktionieren und können sich auch die Macht kaum vorstellen, die manche Menschen haben.
Ja das stimmt schon, allerdings frage ich mich ob die Amerikaner grundsätzlich weniger kritisch sind, als die Europäer. Ein Problem könnte auch sein das es "nur" zwei grosse Parteien gibt, wo das gegeneinander auspielen am leichtesten geht, aber da stellt sich mir die Frage welche Aufgabe haben die im Hintergrund und auf welche Notwendigkeit hin basiert deren Existenzberechtigung? Gerade dort müssten die Interessenskonflikte doch am grössten sein.
Ist auch so. Die USA sind insgesamt extremer als Europäer wie mir scheint. Die Medien sind gleichzeitig gesteuerter und schärfer. Hört sich wie ein Widerspruch an, ist aber keiner... weil da unterschiedliche Extreme, Interessen und Ideale (teils eher Ideologien) aufeinanderprallen. Deshalb kommt in den USA viel mehr ans Tageslicht als wir hier glauben. Das kriegt aber immer nur eine Minderheit überhaupt mit. Die Amis sind vermutlich nicht weniger kritisch.. ich glaube, dass das ein europäisches Klischee ist, aber die Extreme liegen weiter auseinander. Und natürlich ist es dort wie hier so, dass die Mehrheit sich nicht selbst informiert und damit manipulierbarer ist. Deshalb auch ein Wahlkampf voller Lügen und Dreck...