Ok Weisnicht hat mich gebeten bissel zuerzählen, wusste nur nicht was. Aber sie hat einige Fragen per PN gestellt, damit kann ich was anfangen!
Das Wetter war miss, jeden Tag Regen, teilweise den ganzen Tag Nieselregen. Es war kalt, teilweise Frost. Bei Leon Morgen und Nachtfrost, auf Cruz de Ferro hat es geschneit. Zwischendurch schien die Sonne. Komischerweise das Wetter machte mir nichts, ich wurde schnell innerlich frei, so das ich wirklich ruhig den Weg ging, ohne zu schimpfen was für ein Wetter es war. Das Wetter war Nebensache, nicht wichtig, ich nahm es hin, zog mich dem entsprechen aus, an, wieder aus, und nochmal an, egal.
Die Herbergen waren sauber, bis auf eine. Sie waren warm, bis auf eine. Ich war die schnellere Läuferin ( wenn man das schnell nennt, 5 km die Stunde) Ich machte keine Pausen, ging also von Morgens Start bis Mittags Etappenziel durch, trank mal einen Milchkaffee, essen ( wenig, mal Obst) trinken während dem Gehen. Ich brauchte keine Pause, ich wollte weiter, aber ruhig. So war ich immer alleine, weil jeder sage, ich sei zu schnell für ihn ( war aber mein Wunsch) Ich wollte nicht reden, möchte ich auch im Lauftraining nicht, ich brauche meine Konzentration, und Luft. Denken strengt mich dann an. Es gab Leute die wollten auch abladen, brauchte ich nicht, wollte ich nicht. Ich war als Pia da, nicht als Mülleimer oder spirituelle Beraterin (keiner wusste was ich war, oder auch kein Beruf zählte dort) Ich merkte schnell das der Weg für mich die Ruhe, Einsamkeit gewählt und vorgesehen hat. Im Grunde genau das Gegenteil von mir.
So war mein Rucksack der erste der manchmal um 13 Uhr ( wenn es so 30km waren und ich gut laufen konnte mit den Blasen!
Ich brauchte keine Erbsen, ich hatte Blasen und mehr als nur diese!
Wenn die Etappe länger war, so 35km bis 40km war ich bis 14.30 Uhr oder 15.30km durfte ich mir wieder mein Bett aussuchen. Betten gab es genug, sviel Betrieb wie erwartet, war nicht. ( wohl durch das Wetter nicht. )
Es waren 545 km in 17 Tagen, am 18 Tag ( lief ich die letzten 12km) bekam ich meine Compostella und die Messe ( nahm ich an zwei Tagen teil, weil ich sie noch einmal sehen wollte) Das große Weihrauchfass wurde geschwenkt, klasse. ( die erste Messe war bei mir um 18 Uhr, sie war für mich sehr ergreifend, (Rotz und Wasser geheult) wenig Leute, ruhig, andächtig.
Am anderen Tag die Messen nicht, Schaulustige Störenfriede, laute Spanier machten viel kaput.
Bilder bekomme ich fast nicht hochgeladen, tut mir leid. Wer will dann per Email.
lg Pia