Fragewurm
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Katholische Kirche – kritisch betrachtet
Der Jude Jesus Christus hat keine Kirche gegründet. Die letzten drei Jahre seines Lebens wirkte er als charismatischer Wanderprediger und Reformer der eigenen Religion. Er ging durch die historische Entwicklung der Kirche unvergesslich in die Geschichte der Menschheit ein und legte, ohne es zu wollen, den Grundstein der größten Weltreligion.
Für die Anhänger des katholischen Glaubens war der 27. Februar 380 n.Chr. von besonderer Bedeutung. An diesem Tag unterzeichnete der oströmische Kaiser Theodosius I. (347 – 395) in Thessaloniki in Gegenwart des weströmischen Kaiser Valentinian II. und dessen mitregierenden Halbbruder Gratian ein Dekret, mit dem das Christentum zur Staatsreligion erklärt und die Ausübung heidnischer Kulte unter Strafe gestellt wurden. Der Wortlaut des Dekrets "Cunctos populos", bezeichnet als sogenanntes Dreikaiseredikt, beinhaltete nicht nur die Sonderstellung der Katholischen Kirche, sondern bedauerlicherweise auch das Recht auf Verfolgung der Andersgläubigen:
Später übernahm der Bischof von Rom, genannt Papst, den Titel „Pontifex Maximus“, dessen er sich heute noch bedient.
Zitiert aus „Grundriss der katholischen Dogmatik“ von Ludwig Ott, Lehrbuch der katholischen Theologie.
„Die Theologie überragt alle übrigen Wissenschaften durch die höchste Gewissheit ihrer Erkenntnis, die sich auf das unfehlbare Wissen Gottes gründet“.
Ein Dogma beinhaltet göttliche Wahrheit, die unumstößlich und unveränderbar ist.
Von den 245 Dogmen sechs ausgewählt.
Gott ist unendlich gerecht. Gott ist unendlich barmherzig. Gott ist die absolute wohlwollende Güte.
Die Seelen derer, die im Zustand der schweren Sünde sterben, gehen in die Hölle ein. Die Höllenstrafe dauert in alle Ewigkeit. Der Tod ist die Straffolge der Sünde.
Ein beachtlicher Anteil ihre 245 Dogmen und rund 900 Glaubenssätze stehen im Widerspruch zu Vernunft und Gerechtigkeit. Diese Art von Religion sollte keinen Rechtsanspruch haben auf einer öffentlichen Universität gelehrt zu werden! Staatlich garantierte „Narrenfreiheit für Theologie“ ist weder mit Wissenschaft, geschweige Vernunft und Logik vereinbar! Das ist schlicht als Bürgerbetrug zu deklarieren!
Persönliche Definition des Kriteriums Theologie
Im Fall Theologie von Wissenschaft zu sprechen ist sehr bedenklich. Sie ist keine „freie“ sondern eine „befohlene“, somit keine „wahre“ Wissenschaft. Wenn also die katholische Kirche „die Lehre über Gott“ zur nicht hinterfragbaren Größe macht, sollte sie die Unverträglichkeit mit Wissenschaft und Forschung nicht ignorieren.
Analytisches Ergebnis
T euflischer
H errschaftswahn
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O rder durch Dogmen
L egenden und
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I m kapitalistischen
E igeninteresse
Unser Geist bzw. Bewusstsein ist unabhängig von Materie, dem menschlichen Körper. Von diesem verabschiedet er sich durch den Akt des Sterbens. In diversen historischen Überlieferungen wird bezüglich Jenseits von geistigen Ebenen unterschiedlicher Qualität berichtet. Vorstellbares höchstes Ziel ist das Eins werden mit dem göttlichen Geist.
Katholischer Herrschaftswahn
Ein strategisch kluger Papst hat ausgezeichnete Vorarbeit geleistet für die Verkündigung seiner eigenen Unfehlbarkeit. Die Definition der Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen, verkündet am 18. Juli 1870 von Papst Pius IX., lautet:
Wenn der römische Papst in höchster Lehrgewalt (=ex cathedra) spricht, das heißt: wenn er seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er auf Grund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich
Beachtenswert ist dafür das Zitieren von Paulus (Röm 3,21-25 und Gal 3,13-14). Seine Überzeugung „Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus“ verbirgt einen explosiven Inhalt.
Nach dieser Auslegung hat der kirchliche Begriff „gerecht“ nichts mit gerechtem Verhalten zu tun. Nicht das Handeln der Person ist wichtig, sondern der Glaube. Durch die Mitgliedschaft bei der katholischen Kirche, wird einem die unverdiente Gnade Gottes zuteil und der Eintritt in den Himmel garantiert.
Die Sündenvergabe ist durch Dogmen und Glaubenssätze festgelegt, vergleichbar mit Gesetzen eines Staates. Zitiert aus dem offiziellen Lehrbuch von Neuner-Roos „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“. .
Die Glaubenssätze sind nach Randnummer (RN) geordnet.
RN 660: Wer sagt in der katholischen Kirche sei die Buße nicht wirklich und eigentlich ein von Christus, unserem Herrn, eingesetztes Sakrament, um die Gläubigen, sooft sie nach der Taufe in Sünde fallen, mit Gott zu versöhnen, der sei ausgeschlossen (früher = ist verdammt).
RN 661: Wer das Sakrament vermengt und sagt, die Taufe selber sei das Sakrament der Buße, als seien diese Sakramente nicht verschieden, und deshalb könne man die Buße nicht mit Recht die zweite Rettungsplanke nach dem Schiffbruch nennen, der sei ausgeschlossen.
Die Randnummern der Glaubenssätze, die sich auf das Sakrament der Buße beziehen, gehen von 660 bis 674. Davon genügen zwei, um den Betrug der Gläubigen zu erkennen.
Würde Jesus Christus heute unter uns weilen, er wäre schockiert über das Handeln der katholischen Kirche. Er hat keine Sakramente eingeführt oder anders formuliert, erfunden. Wer die kirchliche Sündenvergabe in Frage stellt, wird von ihr gemäß der Glaubensätze ausgeschlossen. Der Priester darf keine Zweifel an seiner Berechtigung haben, Sünden zu vergeben. Diese Tätigkeit gehört zu den wichtigsten seiner beruflichen Pflichten zum Nutzen der katholischen Kirche.
Kardinäle und Bischöfe vergeben die Lizenz zum Lügen und Betrügen unter dem Titel „Priesterweihe“. Ihre Lehre ist unvereinbar mit Gerechtigkeit, Humanität und Vernunft.
Fakten die nach Klärung rufen
Die katholische Kirche täuscht Jesus Christus als ihren Gründer vor.
Dogmen und Glaubenssätze widersprechen Vernunft und Gerechtigkeit.
Mitgliedschaft durch Kindestaufe steht im Widerspruch zu Menschenrechten.
Die Sündenvergabe ist ein Akt des Betruges und der gezielten Bereicherung.
Ihre Paradieslegende ist ein Verbrechen den Frauen gegenüber.
Die Kirche ignoriert die Gleichberechtigung von Frau und Mann..
Die Unauflösbarkeit der Ehe bedeutet Absicherung einer Fehlentscheidung.
Angeordnete Enthaltsamkeit statt Empfängnisverhütung fördert Elend und Not.
Religionen missachten Menschenrechte. Regierungen schauen untätig zu.
Ihr zu Unrecht erworbenes Vermögen ist mit einem hohen Steuersatz zu versehen.
Die Zulassung von Religionen sind einer strengen Prüfung zu unterziehen.
Existenz nach dem Leben?
Die Wissenschaft ist aufgefordert sich den aktuellen Erkenntnissen des Bereiches „empirischer Jenseitsforschung“ anzunehmen. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, dass der Jenseitsbereich unabhängig von einer Religion wahrgenommen wird. Mediale Mitteilungen aus der „jenseitigen Welt“ sind ein altbekanntes Phänomen. Es gibt verschiedene Varianten von Wahrnehmungen und Kontakte. Medial begabte Personen sind mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet. Diese gehen von verbalen Antworten und Aussagen bis zum Tieftrancemedium, dessen Körper für jenseitige Mitteilungen benutzt wird, ohne von der benutzten Person selbst wahrgenommen zu werden.
In den letzten Jahrzehnten haben außerkörperliche Wahrnehmungen, sogenannte Nahtoderfahrungen (NTE) stark zugenommen. Dies ist darauf zurück zu führen, weil früher Menschen sich nicht wagten darüber zu sprechen. Die Gefahr für verrückt gehalten zu werden, war bedauerlicherweise sehr groß. Die Anzahl Personen mit diesen Erfahrungen liegt in der BRD im Millionenbereich. Klinische Studien ergeben wertvolle Hinweise auf die Besonderheiten dieser Ereignisse. Heute gibt es über dieses Thema eine große Anzahl von Fachbüchern und Videos.
Das bedeutet – der Mensch hat ein nicht lokales Bewusstsein, unabhängig von seinem Körper. Er legt damit das Fundament einer neuen Betrachtungsweise, die von besonderer Wichtigkeit ist. Eine Erkenntnis, die die Nacht zum Tag macht. (Pim van Lommel).
Das Bewusstsein in der anderen Dimension wird sein, wie wir es selbst geschaffen haben. In diversen historischen Überlieferungen wird von sieben geistigen Ebenen berichtet. Vorstellbares höchstes Ziel ist das Eins werden mit dem göttlichen Bewusstsein. Diese Hoffnung schließt eine Existenz „Gottes oder universellen Geist“ mit ein. Der Aufbruch in eine höhere Ebene ist ein geistiger Qualitätssprung.. Damit verbunden ist die Achtung des Selbst und des Nächsten, so wie der gesamten Schöpfung. Nicht Genuss und materielle Verschwendung, sondern Bescheidenheit und Achtsamkeit sind dienlich eine höhere Sphäre oder Dimension zu erreichen.
Der Mensch halte sich fern einen eigenen „Gott“ zu schaffen. Das bedeutet aber nicht Jesus Christus als Vorbild auszuschließen. Er hat den Versuch unternommen, die jüdische Religion zu reformieren. Eine eigene Religion hat er nie gegründet. Diese wurde von den Menschen nach ihm konstruiert. Er wäre mit Sicherheit entsetzt, was die katholische Kirche aus seinen Reformbemühungen gemacht hat. „Göttliche Wahrheit“ ist das von der katholischen Kirche am stärksten missbrauchte Kriterium zu ihrem Nutzen.
Eine endgültige Definition von „ göttlicher Weisheit oder Geist Gottes“ wird uns solange wir leben vorenthalten bleiben. Wir befinden uns auf der Ebene des Suchens und Findens. Solange wir Bewohner der Erde sind, dürfen wir uns nicht anmaßen die universelle Gesamtheit zu erkennen und zu verstehen. Erst in der anderen Dimension werden wir uns im Stufenprinzip einer höheren Ebene des Wahrnehmens und Erkennens nähern. Das Erdenleben dient der Qualität unserer geistigen Fortexistenz.
Grundsätze
Das Handeln einer Person, Personengruppe oder Weltmacht unterliegt der ethischen Pflicht Humanität, Gerechtigkeit und Verantwortung Vorrang zu geben.
Du bist verantwortlich für dein Denken, Reden, Schreiben und Handeln gegenüber dir, dem Nächsten, der Gesellschaft und der Umwelt.
Befindet sich Unrecht, Bedenkliches und Leid in deinem Einflussbereich, schau nicht weg, sondern werde aktiv.
Alfred Pirker
Das Handeln einer Person, Personengruppe oder Weltmacht unterliegt der ethischen Pflicht Humanität, Gerechtigkeit und Verantwortung Vorrang zu geben.
Du bist verantwortlich für dein Denken, Reden, Schreiben und Handeln gegenüber dir, dem Nächsten, der Gesellschaft und der Umwelt.
Befindet sich Unrecht, Bedenkliches und Leid in deinem Einflussbereich, schau nicht weg, sondern werde aktiv.
Alfred Pirker
Er ist Autor von mehreren religionskritischen Büchern, die drei letzten: 2020 „Ethik anstatt Religion“. 2021 „Turbokapitalismus & Religionsdiktatur kontra Humanität & Gerechtigkeit“. 2022 „Christen wacht auf!“.