Kind vom Jugendamt mitgenommen!

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
:umarmen:

och Mensch, Sunny... das ist schon wirklich fast filmreif, wo du durch musstest in diesem Leben.

Das Kinderheim, in dem ich in Frankfurt war war allerdings ein wirklich sehr sehr gut geführtes HEIM... ich habe mich ganz schnell dort zu Hause gefühlt (wobei das nach den Schrecken meiner frühesten Kindheit wohl eh ein leichtes war.)... Trotzdem möchte ich hier einmal Jugendämtern, Erziehern und überhaupt dem ganzen Pädagogikwesen in Deutschland danken für das, was sie da möglich machen und in Bewegung setzten für Kinder in desolaten/ungeklärten Verhältnissen. Es gibt auch einige Fälle, da ist es gut gewesen/gegangen. Mit familiären Verhältnissen hatte ich nie Glück, aber in den zwei einhalb Jahren Kinderheim konnte ich wirklich "leben" kennenlernen.

Also sorry, ich möchte da niemandem seine schlimmen Erfahrungen in Abrede stellen, - ist ggf. auch eine Frage des Zeitgeistes- aber es gibt eben auch andere Eindrücke und nicht alles was, was vom Staat und Profis kommt ist perse schlecht, häufig im Gegenteil. Trotzdem gilt meine Solidarität allen missbrauchten, geschändeten Heimkindern (eigentlich sogar erst recht!)
Ja, mein Leben gäbe in der Tat schon einen Filmstoff. :D

Es ist natürlich so, dass es diese Art von Heimen heute gsd nicht mehr gibt und ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Jugendämter und allen damit Befassten.

Meine Heimzeit fiel in die 1960er-Jahre, da waren das Aufbewahrungsstätten mit sadistischen Aufsehern, Naziüberbleibsel sozusagen. Ich kann mich erinnern, die Privaträumlichkeiten der Heimleiterin waren das reinste Hitlermuseum.....:rolleyes:

Ich habe diese ganze unerfreuliche Zeit tief vergraben, erst jetzt aufgrund des Rentenantrages musste ich mich wieder damit beschäftigen, und ich merkte, dass ich nach Jahrzehnten wochenlang geheult habe, weil wieder alles präsent war. Das hat mich selbst überrascht. Und der Thread tat jetzt sein Übriges.
Eigentlich wollte ich diesen Thread hier nicht für die alten Geschichten missbrauchen, aber das bekam irgendwie eine Eigendynamik.
 
Werbung:
Die Wunden, die durch die gewalttätige Erziehung gerissen wurden, seien tief und belasteten bis heute das Leben vieler aus der "geprügelten Generation", weiß die Autorin aus ihren Interviews mit Betroffenen: "Bei jedem Prügeln, bei jedem Niedermachen, verlor das gedemütigte Kind ein Stück seiner Würde und hatte zugleich das beschämende Gefühl, selbst schuld an den Schlägen zu sein. Ich muss ja was falsch gemacht haben, so seine Erklärung, sonst würden mich meine Eltern ja nicht verprügeln."
.



Wobei emotionaler Sadismus und Missbrauch auch nicht besser ist. Man kann Kinder verbal genauso effektiv demütigen und quälen wie mit körperlicher Gewalt.
 
Ja, mein Leben gäbe in der Tat schon einen Filmstoff. :D

Es ist natürlich so, dass es diese Art von Heimen heute gsd nicht mehr gibt und ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Jugendämter und allen damit Befassten.

Meine Heimzeit fiel in die 1960er-Jahre, da waren das Aufbewahrungsstätten mit sadistischen Aufsehern, Naziüberbleibsel sozusagen. Ich kann mich erinnern, die Privaträumlichkeiten der Heimleiterin waren das reinste Hitlermuseum.....:rolleyes:

Ich habe diese ganze unerfreuliche Zeit tief vergraben, erst jetzt aufgrund des Rentenantrages musste ich mich wieder damit beschäftigen, und ich merkte, dass ich nach Jahrzehnten wochenlang geheult habe, weil wieder alles präsent war. Das hat mich selbst überrascht. Und der Thread tat jetzt sein Übriges.
Eigentlich wollte ich diesen Thread hier nicht für die alten Geschichten missbrauchen, aber das bekam irgendwie eine Eigendynamik.

Nachvollziehbar und kein Grund zur Rechtfertigung. Wird vermutlich sehr vielen hier so gehen, dass sie sich aus der ein oder anderen Seite oder mehreren in solchen Themen empfindlich berührt wiederfinden.

Ich denke, es gibt Wunden in jedem Leben eines Einzelnen, die nie so ganz heilen werden... sie verlieren ggf. nie ganz ihre Wirkung, aber bei Zeiten dann doch ihren Schrecken und wir lernen, damit zu leben.

Habe zu Halloween mit meiner Tochter und ihrer Freundin "Es" geschaut.... da kommt "Es" im Zyklus von 30 Jahren immer wieder und ich glaube inzwischen, dass "Es" solange wieder kommt, bis "es" nur noch langweilt und wir eben möglichst sachlich erurieren, was zu tun ist und genau das auch tun. Die Emotionen, Wunden, Betroffenheit bleiben innerhalb diverser Handlungsstränge bestehen, aber genau das bildet ja auch den jeweiligen Identitätsinhalt für uns und setzt die entsprechenden Akzente, die uns in unserer Individualität ausmachen. Kein Trost.... aber ggf. immerhin sowas wie Schicksal und damit eine Lebensaufgabe. ?!

Mir jedenfalls gehts oft so, dass ich je älter ich werde, mich öfter frage: Ja, ähm.... wie....? Wieso denn jetzt das Ganze, wofür??? Was sollte das alles denn jetzt? Worum gings denn? Was soll das alles überhaupt in Bezug auf mich, über mich sagen??? Oder über die Welt und sonst wen???


Und es gibt einfach überhaupt keinen Sinn. Keine sinnvolle Antwort. Ausser eben die raltiv unbefriedigende Möglichkeit, dass der Sinn nur in dem besteht, was sich exakt so zutrug wie es tat, damit sich hoffnungsvoller Weise irgendwem sonst irgenwann einmal der Sinn erschliesst. Und am Besten ist man dieser irgendwer irgendwann einmal selbst, aber das dürfte wohl einem sechser im Lotto gleichen :dontknow:
 
Wobei emotionaler Sadismus und Missbrauch auch nicht besser ist. Man kann Kinder verbal genauso effektiv demütigen und quälen wie mit körperlicher Gewalt.

Meistens gehts eh Hand in Hand, wobei man aber fast schon sagen muss, dass Kinder, denen man ansieht, dass sie misshandelt werden es nochmals besser haben als die, denen man das nicht ansehen kann. :/
 
Ich habe diese ganze unerfreuliche Zeit tief vergraben, erst jetzt aufgrund des Rentenantrages musste ich mich wieder damit beschäftigen, und ich merkte, dass ich nach Jahrzehnten wochenlang geheult habe, weil wieder alles präsent war.

Ja, man denkt, man hat das alles irgendwie vergessen oder effektiv vergraben, aber die Schicht darüber ist sehr dünn. Ich bin öfter in meinen Träumen wieder in der alten Umgebung und ALLES ist wieder da, auch meine Gefühle. Ich habe alles verarbeitet und bin mit allem und allen im Reinen, aber die Wunden und die Traurigkeit melden sich von Zeit zu Zeit. Das lässt sich offenbar nicht heilen. Ich denke, dieses Wissen um die Wunden der Mädchen, die sie für ihr ganzes Leben prägen werden, erschüttert uns alle hier. Drücken wir die Daumen, dass sie genauso taff da rauskommen wie wir.
 
Mit solchen Urteilen kann man viel Schaden anrichten. So ein Urteil steht niemandem zu und erst recht nicht Leuten, die die Person nicht kennen. Es wurde hier schon lang und breit erklärt, dass sie nicht allein finanziell abhängig von ihrem Mann ist, sondern ihre ganze Familie, die noch in Thailand lebt.

@chili1
Das Ereignis war traumatisch für alle Beteiligten (außer dem Vater, vermute ich). Erst mal warten, bis sich die Wogen geglättet haben. Bekommt sie denn psychotherapeutische Unterstützung?
Sie bekommt einiges an Hilfe in der Klinik Psychiatrie das Sie aber erstmal verarbeiten muss und das wird eine Zeit lang dauern.
 
Meistens gehts eh Hand in Hand, wobei man aber fast schon sagen muss, dass Kinder, denen man ansieht, dass sie misshandelt werden es nochmals besser haben als die, denen man das nicht ansehen kann. :/


Aber auch nur wenn dann auch tatsächlich jemand was unternimmt wegen den sichtbaren Folgen und das Kind da rauskommt.
 
So sollte das Kind auf keine Fall zurück da hast Du recht,da müsste sich gewaltig was verändern und ich glaube nicht das sich da was ändert.Das andere Kind ist zur Zeit bei einer Verwandten in der gleichen Stadt, die gehen zusammen in die Schule von daher ist es so zur Zeit eigentlich gut aufgehoben.Die Kinder sollten aber zusammen bleiben wie das weiter gehen soll bin ich gespant, den das Jugendamt geht weiterhin auch zu der Familie wo die Kleine ist um zu sehen wie es Ihr geht.Das beste wäre Sie die Mutter wenn es Ihr wieder besser geht ,zusammen mit den Kindern in ein Frauenhaus zu gehen als Übergangslösung bis Sie eine eigene Wohnung bekommt.


Klar wäre das das besste. Und wenn sie erst mal eine Existenz ohne den Mann aufgebaut hat und emotional stabiler ist ist es ja auch überhaupt kein Thema dass sie die Kinder wieder bekommt.

Von daher verstehe ich ihre Hysterie jetzt in der Klinik nicht. Es ist ja nicht so dass das Jugendamt IHR die Kinder weggenommen hat weil sie sie misshandelt hätte, das Jugendamt hat mir ihr als Mutter doch garkein Problem.
 
Natürlich bleibt Sie bei Ihm noch zur Zeit wegen des Geldes.


Das ist in einem Land wie Deutschland oder Österreich überhaupt keine Ausrede, da es Sozialleistungen gibt, die zwar nicht üppig aber doch zum Überleben ausreichend sind.

Wer natürlich MEHR Kohle will als das und sich von einem Gewalttäter finanziell aushalten und einen Lebensstandard sichern lässt, das ist ein Deal den ein erwachsener Mensch natürlich machen darf, aber eben auch NUR der Erwachsene, Kinder da mit reinziehen geht NICHT.
 
Werbung:
Von daher verstehe ich ihre Hysterie jetzt in der Klinik nicht. Es ist ja nicht so dass das Jugendamt IHR die Kinder weggenommen hat weil sie sie misshandelt hätte, das Jugendamt hat mir ihr als Mutter doch garkein Problem.

woher weißt du was das Jugendamt bemängelt hat?
Ich mein, sie ist in der Klinik, und das kleine Mädchen (6) ist jetzt allein beim Vater.

Also nur der Vater kann es dann wohl nicht sein, da lässt man dann kein Kind, oder irre ich mich?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben