Kein 10jähriges Kind denkt, dass man in einer Pflegefamilie "Urlaub" machen kann.
Damit Kinder in dem Alter freiwillig aus der Familie gehen, muß schon sehr sehr Schlimmes passiert sein.
Ich finde es befremdlich, dass du das so schreibst und hoffe, dass die Mutter nicht so denkt.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat sie - jetzt ganz krass formliert - das Kind für Geld verhauen lassen?
D.h. damit der Vater sie und ihre Familie in Thailand finanziell unterstützt, mußte das Kind diese Schläge vom Vater ertragen und zusehen, wie der Vater auch die Mutter schlägt.
Oder ist das nicht so?
Doch, genau so ist es!
Und das Kind denkt jetzt, dass es Urlaub da machen kann....
So bescheuert und irreal sich das anhört...
Aber auch DAS ist exakt so.
Dem Kind musste durch "Gehirnwäsche" klargemacht werden, dass es hier um "es selbst und SEINE Rechte" geht. Da zieht auch ein Argument wie: In einer Pflegefamilie ist es wie Urlaub für deine Seele... DU bist nicht die MUTTER deiner kleinen Schwester, dein Vater darf dich SO nicht behandeln, DEINE Mutter muss für DICH sorgen und deine Schwester, nicht du für sie beide... usw....
(SO ähnlich habe ich damals versucht, meine kleine Schwester dazu zubewegen in eine Pflegefamilie zu gehen)... Ich habe versucht, es ihr schmackhaft zu machen... ) Bei mir wurde das selbe getan,... ich war zwar in einem Heim, aber man versuchte mir die "Pflegefamilie" schmackhaft zu machen.
HEUTE rede ich mir selbst so zu...
@chili1
ob du nun selbst die Mutter bist (nach diesem deinem Post könnte man das fast meinen, oder ob du tatsächlich die Freundin der Mutter bist.... finde bitte endlich aus dieser Rolle raus in welcher du den Handlanger für eine ohnehin handlungsunfähige Mutter bist.
Du bist selbst Thailänderin nach deinen Angaben und kannst mit Sicherheit noch einmal doppelt und dreifach nachvollziehen, wieso die Mutter sich so windet und letztlich in Lethargie verfällt. Aber du bist auch hier aufgewachsen, .... zumindest kannst du nachvollziehen, inwieweit Bedrohungen des Vaters zB. Relevanz hätten. Hier gibt es nicht die Möglichkeit, dass ein Elternteil das Kind zur Adoption freigibt. Es ist befremdlich, dieses "Argument" aus deiner Feder lesen zu müssen, immer wieder, als könnte er die Mutter damit unter Druck setzten. Ich frage mich dann der Logik nach, ob du selbst diese "unwissende Mutter" bist... oder was möchtest du uns damit sagen?
Diese Adoptionsdrohung hat soviel Realitätsgehalt, als wenn er der Mutter drohen würde, sie in eine Maus zu verwandeln, wenn sie nicht parierte. Nämlich schlicht gar keinen. Im Gegenteil zeigt es nur einmal mehr seine Unzurechnungsfähigkeit- bishin zur Schizophrenie- wie sie übrigens gerade für Alkoholiker gar nicht so untypisch ist. Profis sehen sich mit solch einer abstrusen Drohung vor einem satten Realtitätsverlust seitens des Vaters gestellt - mal ganz abgesehen von dem psychologsichen Kapitalverbrechen der Tochter gegenüber, der allein genug Grund wäre, die Tochter vor ihm in Sicherheit zubringen. Aber keiner fängt nun an zu "hüpfen", weil er etwa das Kind zur Adoption frei geben könnte. Wenn überhaupt wäre es denkbar, wenn die Kindsmutter nicht die Leibliche wäre, ABER nicht mal dann wäre es ein Leichtes: Sobald das Kind "mitreden, mitgestalten" kann... wird das in aller aller erster Instanz berücksichtigt. Es haben schon Stiefväter und- mütter das Sorgerecht zugesprochen bekommen, nur weil Kinder lieber mit und bei ihnen bleiben wollten statt bei den leiblichen Eltern.
Also, dieser Stohmann seitens des Vaters als Druckmittel entfällt hier völlig. Was bleibt denn dann noch? Doch wohl "nur", dass er die Familie in Thailand ernährt.
Und da wären wir eben bei der Frage, "verkauft" die Mutter ihre eigenen Kinder für das "Wohl der Familie" in Thailand.
Und ich komme nicht aus Thailand, kenne aber genau diese selben Gewissensfragen.... es ist von meiner Seite also kein Vorwurf, sondern eher ein Faktencheck... und ich war bei einer ähnlichen Herausforderung- wenn auch anders gelagert, genau so "überfordert" wie du dich ggf. gerade fühlst.
Heute würde ich alles/vieles noch einmal anders machen. tja, aber das ist nun einmal ein Prozess.
Hm, vielleicht ist das ja eine Hilfe:
Du nimmst an einem "Spiel" teil, IN DEM ALLES WAS DU MACHST FALSCH SEIN WIRD (gefühlt!), ... also mach das, was von dem vermeintlich Falschen am wenigsten Falsch ist? Für wen? Am besten für die Kinder?!
