Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen - 25.11

Bei allem Respekt und auch den Wunsch es letztlich zu verstehen, warum eine Frau sich das unter Umständen Jahre lang "gefallen lässt", kann ich manchmal nicht nachvollziehen, warum man ganz offensichtliche Dinge eben nicht sieht. Die "tiefenpsychologischen" Faktoren sind sicher oft Realität, wenn auch höchst individuell.

ABER Statistiken zeigen weltweit ein erschreckendes Muster. Die Gewalt erreicht genau dann ihren Höhepunkt, wenn eine Frau versucht, die Kontrolle zurückzugewinnen, indem sie geht. Die allermeisten Femizide passieren nämlich in der Trennungsphase oder kurz danach.

Für Täter ist die Trennung der ultimative Kontrollverlust. Um diesen zu verhindern oder zu "bestrafen", greifen viele zu extremer, oft tödlicher Gewalt.

Es ist ziemlich oft eine strategische Überlebensleistung in einer ausweglosen Situation für eine Frau. Gerade dann, wenn gesellschaftliche Hürden, unüberwindbar sind.

Die Scham muss die Seite wechseln.....
 
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"Warum verlässt sie ihn nicht?
Immer & immer wieder frage ich mich das, wenn ich davon höre, wenn Frauen in einer Beziehung wiederholt mißhandelt werden. Ich verstehe es nicht, denn wenn jemand die Hand gegen mich erheben würde, würde ich entweder abhauen oder notgedrungen zurückschlagen.

Heute Abend gibts auf ARTE eine Sendung zu dem Thema, wo das beleuchtet wird.


Die Dokumentation habe ich noch nicht gesehen und ich war auch selbst niemals in dieser Situation.
Aber der Film "Die Ungehorsame" ist für mich der wohl beste Film, den ich zu diesem Thema gesehen habe.

Ein Mann wird brutal ermordet mit einem Tranchiermesser im Hals aufgefunden.
Die Sache sieht klar aus: die Frau hat ihn getötet.
In den Rückblenden wird dann gezeigt, wie die Beziehung entstanden ist und sich entwickelt hat.
Eine gutaussehende, selbstbewusste und selbstständige Frau wird von einem Mann umworben, der wie ein Traummann erscheint. Er sieht toll aus, ist charmant und Arzt. Kein Schlägertyp aus der Gosse. Es könnte nicht besser laufen.

Nach und nach zeigt der Film, wie er sie immer mehr manipuliert, nach und nach vollständig isoliert, mit Lügen und Manövern verunsichert. Die anderen aus dem Freundeskreis werden ebenfalls belogen, so dass sich keiner mehr wundert, dass nur noch er zu den Treffen erscheint. Am Ende hat sie alles verloren. Ihre Familie, ihre Freunde, ihre Arbeit und, was das Schlimmste ist, jedes Selbstbewusstsein.
Als die Gewalttätigkeiten anfangen und immer schlimmer werden, hat sie dem nichts mehr entgegenzusetzen. Ein Fluchtversuch scheitert, und von da an macht er ihr unmissverständlich klar, dass er sie und ihren Sohn eher umbringen würde, als sie jemals gehen zu lassen.

Ich finde den Film sehr gelungen und er schafft es in 90 Minuten das Netz gut zu zeigen, dass der Täter über sein Opfer ausspannt und aus dem es dann nicht mehr so leicht herauskommt. Die Dynamik dahinter wird gut gezeigt. Die sich natürlich ansonsten über einen längeren Zeitraum entwickelt.

 
Das hätte ich, ehrlich gesagt, nicht gedacht:

Yep, schlimmer den je:
 
wird sich aber nicht durchsetzen und wird irrelevant bleiben. 😂
Das glaube ich nicht. Der Trend ist in den USA schon länger vorhanden und wird bei uns von den Rechten Parteien unterstützt. Ausserdem glauben junge Männer, so aus ihrer Männluchkeitskrise (die es tatsächlich gibt) herauszukommen.
Tradwifes sind Influencerinnen geworden.....
 
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Naja, wenn die jungen Männer sich in der Welt nicht zurecht finden und gemeinsam die Welt ein Stück lebenswerter machen, dann müssen die Frauen natürlich auch einen Schritt zurück machen-
Weil wo kommen wir denn da hin.... :rolleyes:
 
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