Horoskopdeutung für Anfänger - Teil 2: Anfängerfragen

Laguz

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wo sich Fuchs und Hase eine gute Nacht wünschen
Hallo zusammen ... :)

da es sie doch immer mal wieder gibt, die Anfängerfragen, möchte ich einen Thread eröffnen, wo man sie auch stellen kann.
Womöglich ist dieser dann auch speziell für @Markus????? interessant? 😉

Ich nenne diesen "Teil 2", weil ich vor ein paar Jahren hier einen Anfänger-Thread "Teil 1 - der erste Blick auf ein Horoskop" nannte.

Es gab in den letzten Jahren hier auch vereinzelt andere Einführungsthreads zum Thema "Horoskopdeutung", aber die gehen natürlich alle mit der Zeit schnell wieder unter.
Daher poste ich ein paar dieser Einführungsthreads einfach nochmal hier mit rein:

Das scheint der älteste zu sein, doch leider sind einige der dort genannten Links nicht mehr abrufbar, weil zu alt:
Aber Arnold (leider inzw. verstorben :unsure:) hat damals noch tolle Erklärungen aus der Huber-Schule hinterlassen ...


Neuere Threads sind diese:







Wen die Häuserbedeutungen in der klassischen Astrologie interessieren:



Wenn wir ein Horoskop deuten, dann gilt im Prinzip Folgendes:
Die Planeten verkörpern als Schauspieler unsere seelischen Anteile,
die Zeichen, in denen sie stehen, stellen die Rolle dar, die die jeweiligen Planeten spielen,
die Häuser stellen das jeweilige Umfeld, ihre Bühne, dar, in dem die Planeten ihre Rolle spielen,
und die Aspekte zeigen auf, wie gut den Planeten die Umsetzung ihrer Rolle gelingt,
von wo aus es Unterstützung gibt und wo wir eher Hindernisse erleben.



Wer Grundlagen-Fragen zur Astrologie hat, kann sie hier gerne stellen ...
Ich denke und hoffe, die Astrologiekundigen hier können und möchten sie dann hier auch beantworten. 😊


Liebe Grüße von Laguz
 
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Hallo Laguz,

ich habe ein paar Fragen, hoffe, sie passen in diesen Thread ;).

Frage 1) Dekanate: im Astro.com kann man die Darstellung einer Radix so einstellen, dass die jeweiligen Zeichen in 3 Dekanate unterteilt/angezeigt werden können. Welche Art von Dekanaten wählt man hier? Trad. Dekanate, Chaldäische Dekanate oder Manilius-Dekanate und worin unterscheiden sie sich? Welche ist die "richtige"? Bei allen drei kommt immer eine andere Anordnung von Planeten raus (sehr verwirrend).

Frage 2) Grenzen: man kann auch zwischen Ägyptische Grenzen, Chaldäische Grenzen, Ptolemäische Grenzen (Lilly) und Ptolemäische Grenzen (Houlding) wählen. Was sagen diese aus? Welche wählt man da?

Frage 3) Was bedeutet bei einem Geburtshoroskop, dass man (ich z.B.) zu einer Jupiter Stunde und einem Mars Tag geboren wurde?

Fragen über Fragen die mich derzeit beschäftigen :move1:!

Liebe Grüße, Sonnenschützin :flower2:

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Frage 3) Was bedeutet bei einem Geburtshoroskop, dass man (ich z.B.) zu einer Jupiter Stunde und einem Mars Tag geboren wurde?
Ich sehe das immer als so eine Art Hintergrundmusik zum Leben, die leise aber deutlich spielt....
Ich kann nicht so richtig sagen, woran sich das konkret festmacht, aber das Leben derjenigen hat diese Schwingungen deutlich und sie selbst auch.
Ich bin z.B. in einem Mondjahr, an einem Mond-Tag zu einer Mond-Stunde geboren:rolleyes: das ist in vielerlei Hinsicht schon sehr spürbar. Mein Innen- und Außenleben hat immer weniger mit Aktion als vielmehr mit Veränderungen, Bewegungen und den Reaktionen darauf und Verarbeitung davon zu tun gehabt.
Überbewerten sollte man das aber nicht, meine ich.

Über die Fragen 1 und 2 kann man nur sagen, die einen machen es so, die anderen so. Das ist Entscheidungssache, es gibt kein richtig und falsch, nur verschiedene Systeme. Was es nicht einfacher macht.
Ich nehme die einfachen Dekanate (dasselbe Element, der Reihe nach), wenn überhaupt, weil ich moderne Astrologie mache, und die auch nur per Seitenblick, so wichtig finde ich die nicht.
 
Hallo, liebe Sonnenschützin ... :)

@FreeStar hat Dir ja schon ein paar gute Antworten geliefert.
Ich versuche da noch ein bisschen zu ergänzen bzw. meine Vorgehensweise zu beschreiben.

ich habe ein paar Fragen, hoffe, sie passen in diesen Thread ;).
Ich denke, ja, das tun sie. (y)


Doch bevor ich auf Deine Fragen eingehe, noch ein paar Infos vorneweg, die einem klarmachen, weshalb es so viele unterschiedliche Richtungen gibt ...

Das Interesse der Menschen an den Gestirnen und an ihrem Verlauf am Himmel hat sich ja im Laufe von mehreren tausend Jahren entwickelt. In ihnen sah man Gottheiten, die für das Schicksal auf der Erde verantwortlich waren.
In dieser Zeitspanne entstanden bereits verschiedene Arten von Astrologie-Lehren an verschiedenen Orten und die älteren Lehren wurden von Jahrhundert zu Jahrhundert verändert und weiterentwickelt.
Es gab also schon von Anfang an verschiedene Astrologie-Richtungen, denen bestimmte Gelehrte (im Normalfall Astronomen) eine besondere Bedeutung beimaßen.
Wenn Du also fragst:
Frage 1) Dekanate: im Astro.com kann man die Darstellung einer Radix so einstellen, dass die jeweiligen Zeichen in 3 Dekanate unterteilt/angezeigt werden können. Welche Art von Dekanaten wählt man hier? Trad. Dekanate, Chaldäische Dekanate oder Manilius-Dekanate und worin unterscheiden sie sich? Welche ist die "richtige"? Bei allen drei kommt immer eine andere Anordnung von Planeten raus (sehr verwirrend).
... dann kann man nicht eindeutig beantworten, welche die "richtige" Art der Dekanaten-Lehre ist.
Jede wurde von einem Astrologen entwickelt, der einer eigenen Logik folgte.

Doch muss ich sagen ...
... mir persönlich kommt die von Manilius am wenigsten logisch vor, weil er einfach die Tierkreiszeichen in ihrer festgelegten Reihenfolge - beginnend ab 0° Widder (drei Mal nacheinander) - über die 36 Dekanate legt.
Also werden im Zeichen Widder die ersten 10° Widder zugeordnet, den zweiten 10° der Stier und den dritten 10° die Zwillinge. Im Stier geht es dann mit Krebs, Löwe und Jungfrau weiter, usw.
Ich finde, dabei berücksichtigt man nicht die Qualitäten und Elemente der Tierkreiszeichen. Das zweite Dekanat in den Fischen z.B. ordnet Manilius dem Wassermann zu. Ehrlich gesagt, wenn ich das lese, dann schüttelt's mich, weil ich ein Wassermann-Dekanat (fixes Luftzeichen) in den Fischen (bewegliches Wasserzeichen) für völlig deplatziert halte.
Aber gut ... er wird wohl sein Gründe gehabt haben und ich muss ja nicht richtig liegen ... :D

Am stimmigsten fühlt sich für mich die Zuordnung nach den Triplizitäten-Herrschern an, weil diese alle im selben Element herrschen. Im Feuerzeichen Widder findet man daher Mars, Sonne und Jupiter, die alle drei über Feuerzeichen herrschen, im Erdzeichen Stier sind es Venus, Merkur und Saturn, die alle drei über Erdzeichen herrschen, usw.

Mit den Dekanaten nach der Chaldäischen Reihe probiere ich derzeit immer noch herum.
Diese Zuordnung kommt mir aber auch etwas zu gewollt vor, weil die Chaldäische Reihe auch einer gänzlich festgelegten Reihenfolge der Planeten folgt, die die Qualitäten und Elemente der Tierkreiszeichen, in denen sie vorkommen, letztlich ignoriert.

Du siehst also, es ist gar nicht so einfach, sich für eine bestimmte Vorgehensweise zu entscheiden. :)

Frage 2) Grenzen: man kann auch zwischen Ägyptische Grenzen, Chaldäische Grenzen, Ptolemäische Grenzen (Lilly) und Ptolemäische Grenzen (Houlding) wählen. Was sagen diese aus? Welche wählt man da?
Auch hier probiere ich - speziell bei Stundenfragen - noch herum, wobei ich die ägyptischen und ptolemäischen Grenzen bevorzuge.

Frage 3) Was bedeutet bei einem Geburtshoroskop, dass man (ich z.B.) zu einer Jupiter Stunde und einem Mars Tag geboren wurde?
Hierbei schreibt man einem Menschen den Charakter des jeweiligen Tages- und Stunden-Planeten zu.
Du besitzt also Jupiter- und Mars-Qualitäten.
Aber das sind ja letztlich auch nur zwei kleine Facetten von vielen anderen Deines Geburtshoroskops. 😉

Fragen über Fragen die mich derzeit beschäftigen :move1:!
Kein Problem!
Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen. ☺️

LG Laguz
 
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Ach ja, liebe @Sonnenschützin ...
ich hab völlig vergessen, einen Link zum Thema "Grenze" ins AstroWiki zu setzen,
damit Du dort auch noch ein bisschen schmökern kannst.

Bitteschöööön:


____________________________

Und zu Manilius' Dekanaten-Tabelle auch noch ein direkter Link inkl. Erläuterungen:

 
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Die chaldäische Reihe in Bezug auf die Wochentage ist finde ich sehr stimmig.
Ich habe mal festgestellt, dass fast alle Tanzgruppen, Meditationsgruppen, Qi Gong und was weiß ich noch alles sehr gerne am Donnerstag stattfinden, dem Jupiter-Tag. Und dass ich, wenn viel Schreibkram zu erledigen ist, das meistens am Mittwoch mache, den ich etwas dröge finde, wenn auch angenehm neutral, dass Montage etwas latschig sind (klar, kann man weltlich erklären, Arbeitsbeginn, aber ich empfinde das dennoch so) usw.
Einzig der Samstag als traditioneller Ausgehtag passt da nicht so richtig rein, aber vllt war das ja auch früher nicht so, dass man da ausging, sondern man voll an der Belastungsgrenze (Saturn) vor dem freien Sonn(en)tag war...

Aber übertragen auf die Dekanate haut das für mich nicht wirklich hin.
 
Einzig der Samstag als traditioneller Ausgehtag passt da nicht so richtig rein, aber vllt war das ja auch früher nicht so, dass man da ausging, sondern man voll an der Belastungsgrenze (Saturn) vor dem freien Sonn(en)tag war...
Möglicherweise hängt das aber auch mit den sogenannten "Saturnalien" zusammen.
Das ist ja ein Fest, das zu Ehren Saturns begangen wurde. :)

Siehe:

Auszug aus dem AstroWiki:
Den beschaulichen, friedlichen Eigenschaften des Kronos entspricht Saturnus, ursprünglich der Gott des Ackerbaus im alten Italien. Er war zudem ein weiser Lehrer, denn er brachte den Menschen die Landwirtschaft und die Errungenschaften der Zivilisation. In Erinnerung an ihn feierten die Römer alljährlich am 17. Dezember die ausgelassenen Saturnalien, Feste, bei denen man einander beschenkte und wie beim heutigen Fasching die Konventionen auf den Kopf gestellt wurden.[5]


____________________________________
Edit:

Die Chaldäische Reihe beginnt übrigens mit Saturn!
Und bei den Römern war der Samstag der erste Tag in der Woche.

Siehe:

Auszug:
Im römischen Kalender repräsentierte der Samstag als „Tag des Saturn“ den ersten Tag der Woche, da Saturn unter den Planeten den obersten Rang der sieben Wochentagsnamen in der abwärts ausgerichteten siderischen Rangfolge einnimmt. Cassius Dio verwies auf den ersten direkten Beleg als erster Wochentag im Zusammenhang mit der Stadt Pompeji, die am „vierten Wochentag“ (24. August 79 n. Chr.) durch den Ausbruch des Vesuv zerstört wurde. Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Samstag nach christlicher Zählung vom ersten auf den letzten Tag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach so ja, dann in Bezug auf die Wochentage, Samstag die Belohnung/der sichtbare Erfolg der Arbeit der Woche.
Ja, die Seite von Saturn, Herrscher des Goldenen Zeitalters, vergisst man immer....
 
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