Wenn es meine Gedanken sind, betrüge ich mich selber.
Aber es tut doch gut. Wo wäre das Problem? Du schadest keinem und auch nicht dir selber, denn du könntest dich gut dabei fühlen. Es ist nicht verwerflich, sich zu trösten.
Wenn sie noch da sind, würde die Sicherheit, der ganzen Sache eine Menge Tragik nehmen. Dann würde ich in der Gewissheit leben, dass ich sie eines Tages wieder sehe (in hoffentlich ferner Zukunft - ich lebe nämlich sehr gerne). So muss ich mit dem Gedanken leben, dass sie einfach nicht mehr da sind. Offene Fragen bleiben auf ewig unbeantwortet. Ich würde nie wieder mit diesen Menschen irgendeinen Kontakt haben... eine sehr traurige Vorstellung - aber eben eine Möglichkeit.
Möglich ist vieles. Wir werden endgültige Gewißheit haben wenn wir folgen.
Welcher Zauber ginge denn verloren, wenn herauskommen würde, dass Emotionen etc. "nur" Hirnfunktionen wären? Die Emotionen blieben die gleichen, egal woher sie kommen.
Das stimmt. Hast recht. Frauengequatsche halt.
Es ist sehr leicht zu glauben. Aber es geht nicht ums Göauben sondern ums Wissen. Und ich will nicht nur glauben, ich will es wissen.
Ich will garnicht alles wissen. Das kann nach hinten losgehen.
Wenn es nur meine Gedanken sind, dann finde ich das nicht ein wunderschönes Geschenk, sondern schlicht einen unbewussten Selbstbetrug.
Siehe oben.
Warum kann ein Medium, was behauptet mit Toten Kontakt aufzunehmen, nicht einfach Namen etc. übermitteln? Da wird immer seitenlang erklärt, warum Beweisfragen nicht richtig beantwortet werden oder gar, warum man keine stellen sollte... aber die Argumente da sind nicht überzeugend. Es geht dann z.B. um "mit Liebe rangehen" (wenn ich sie nicht lieben würde, würde mich Ihr jetziger Zustand nicht interessieren). Oder um "Medien sind keine Maschienen." (Warum ist es weniger anstrengend Allgemeinheiten zu sagen, als einmal z.B. ein typisches Musikinstrument? Wenn sie sie hören und sehen (wie behauptet wird)... warum kann dann nicht ein Wort wie z.B. "Geburtsdatum: 12.09.1977" übermittelt werden? Warum ist das sooooo schwer?)
Ich habe dir schon in einem anderen Frätt dazu etwas geschrieben. Ich habe es erlebt, das mir Fakten genannt werden konnten nur aufgrund eines Namens, z.B. der betreffende Mensch war schwul. Das du nicht genug Liebe aufbringen würdest, ist Quatsch und Scheiß. Das jemandem zu sagen, der leidet, ist unverschämt. Aber weißt du, es heißt, wenn man stirbt, löst man sich auch vom Irdischen...und viele Sachen sind für die Seele schlicht uninteressant. Entweder man gerät an einen geldgeilen Stümper oder der Tote ist nicht in Plauderlaune bzw. ihre früher geliebte Geige ist ihnen nun wurscht und wird nicht erwähnt. Oder man hat Glück und gerät an jemanden, der es drauf hat. Leider ist er selbst tot. Sonst würde ich dir da gerne weiterhelfen.
Meine Liebe fühle ich ja; und in diesem Fall ist der Fühlende und der Beobachtende ja Identisch... also ist das Gefühl schon der Beweis. Die Liebe anderer Menschen fühle ich aufgrund ihrer Taten.
Ja, dein Gefühl ist für DICH der Beweis. Aber für die anderen nicht beweisbar, da nicht abbildbar. Und selbst dein Handeln könnte täuschen indem du lügst bzw. schauspielerst. Du erlebst sie, deshalb ist sie für sich Realität. Für dein Gegenüber aber nur eine Sache des Glaubens. Und du mußt deinem Gegenüber glauben. Ein Restrisiko bleibt immer. Du wirst Liebe vermutlich nie völlig operationalisieren können. Aber sie ist da.
Ist es ein Geschenk oder ist es Selbstbetrug? Das ist die Frage? Es ist ja schon mittlerweile 3 Jahre her, dass sie gestorben sind; mittlerweile hardere ich nicht mehr. Aber ich finde es schlicht unfair und unsensibel, wenn man die Beweissuche einem Trauernden, der gleichzeitig aber auch noch halbwegs rational denken will, regelrecht "vorwirft".