hat jemand einen beweis?

Hi Condemn,

Aber das Problem ist wirklich, das es so nicht funktioniert, was daran liegt das die gesamte Realität vollkommen anders funktioniert als Menschen die von Objektivität überzeugt sind, glauben.

Warum funktioniert die Realität anders? Eine objektive Realität ist eines der wichtigesten Grundaxiome jeglicher Naturwissenschaft.

Aber je mehr Du verstehst wie Du denkst, wie es sich anfühlt etwas zu glauben und etwas anderes nicht zu glauben, und v.a. die eigene Motivation wirklich kennen zu lernen, desto mehr Klarheit wird von selbst kommen. Und als wäre es Magie, werden dann auch von außen Antworten auftauchen. Und genau das ist natürlich wieder etwas, das schwer zu glauben ist, das ist mir klar. Aber es funktioniert schlicht und einfach gar nicht anders. Aus dem Außen kommen die Antworten erst dann, wenn eine gewisse Klärung da ist.

Die Antworten, die dann von außen auftauchen, tauchen auf, weil man sie als solche akzeptiert. Ich kenne sehr viele Antworten "von außen". Ich habe viel gelesen: Kübler-Ross, Monroe, Seth... alles beeindruckend, aber überall bleibt bei mir ein "ja, aber...", was nicht beantwortet wird. Und dieses "ja, aber" habe ich z.B. bei vielen physikalischen Fachtexten nicht, aber bei einigen... und die sind schlecht.

Die Antworten sind immer da, aber es kann entweder ein psychologischer Effekt sein, ob man sie als solche akzeptiert oder nicht, oder es kann auch sein, dass es schlicht keine wirklichen Antworten sind, weil das noch ein Fehler in den Überlegungen ist.

Du kannst Dir z.B. mal bei Dir selbst anschauen, inwiefern Du glaubst das die Antwort auf Deine Frage was den Kontakt mit Verstorbenen angeht, eher einm "Ja, es ist möglich." entspricht oder dem Gegenteil und warum.

Rein gefühlsmäßig tendiere ich zu "ja, es ist möglich", weil ich mir den Zustand des totalen tod-seins schlicht nicht vorstellen kann (das kann niemand, weil wir das Bewusstsein gewohnt sind und uns an totale Bewusstlosigkeit alleine per definitionem schon nicht erinnern können).

Und das Außen wird Dir genau dieses Gefühl wiederspiegeln.

Ja, aber nicht, weil etwas der Realität entspricht, sondern, weil man psychologisch auf diese Möglichkeit fixiert ist und alles andere ignoriert. Das gilt sowohl für viele Gläubige als auch für viele Skeptiker. Darum wird der Vorwurf des "nicht offen seins" da immer hin und her geworfen. Aber ich bin überzeugt, dass auch eine offene Grundhaltung eher skeptisch ist.

Wir sind wahrscheinlich unterschiedlicher Meinung über "objektive Realität". Aber, wenn es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, dann werden auch diejenigen Seelen weiter leben, die als Mensch nicht daran glaubten. Und wenn statistisch Signifikant ein Medium ohne jeglichen weiteren Informationskanal genaue Fakten über das Leben von Verstorbenen nennen kann, könnten auch hartgesottene GWUP-Mitglieder nicht mehr viel sagen.

Wenn Du dieses Wahrscheinlichkeits-Gefühl in die Richtung Deines Willens verschieben kannst, was ein Prozess ist aber nicht lange dauern muss, wirst Du auch sehen wie Dir auf einmal Informationen begegnen die Dir auch auf intellektueller Ebene Klarheit verschaffen.

Siehe oben; ich würde das als ein ausblenden bzw. fixieren auf gewisse Punkte bewerten. Das wäre in meinen AUgen keine Wahrheitssuche, sondern Selbstbetrug. (wobei mir natürlich bewusst ist, dass ich u.U. auch schon diesem Selbstbetrug unterliege; ich glaube, fast niemand ist wirklich "offen für alles".)

Viele Grüße
Joey
 
Werbung:
Joey schrieb:
...ich will ernsthaft wissen, ob meine Wahrnehmungen echt sind odewr schlicht ein unbewusster Selbstbetrug. Auch "in mich reinhorchen" bringt da keine objektive Antwort. Auf die Frage, wie ich das objektiv unterscheiden kann, hat bisher noch niemand geantwortet.

Ich weiß nicht, ob dir das weiterhilft, aber hast du nicht manchmal das Gefühl, dass eine Arbeit (bspw. ein Bild) jetzt fertig ist, obwohl sich das objektiv nicht festmachen lässt? Da weiß man doch auch etwas ohne objektive Bestätigung.
Wenn ich irgendwo Zweifel hab, dann geh ich in der Regel davon aus, dass meine Wahrnehmung durch meine Filter zu sehr verzerrt wurde.

HamsterofDeath schrieb:
das stimmt so nicht. ich vertraue meiner wahrnehmung in den bereichen, wo sich gezeigt hat, dass sie zuverlässig ist. wenn ich sehe, dass die straße frei von autos ist, kann ich mich darauf verlassen, dass das auch stimmt. die erfahrung zeigt das.
aber wenn jemand stimmen aus dem nichts hört ist das eben nicht der fall. ich höre einfach nicht 20 mal am tag ne stimme aus dem nichts die mir etwas zuflüstert, was ich überprüfen könnte.
Super, du bist zu elementaren Überlebensstrategien fähig ohne vorherige wissenschaftliche Überprüfung ;-)!
Ansonsten hatte ich ja schon geschrieben, dass es einen wissenschaftlichen Beweis für das Göttliche nicht gibt, da müsstest du der Stimme aus dem Nichts also vertrauen, auch wenn sie dir nichts Überprüfbares sagt. (Was sagt sie denn ;-)?)

@Gawyrd:
Was ist die Seele eigentlich?
Würde mich freuen, wenn du dazu ein paar Zeilen schreiben würdest. Mir ist nämlich nicht so recht klar, was von uns eigentlich bleiben soll, wo sich doch schon im Leben alles dauernd ändert - ich kann da keinen konstanten Wesenskern entdecken, nur konstanten Wandel ;-).

Herzlich grüßt der Zugvogel
 
@Gawyrd: Was ist die Seele eigentlich? Würde mich freuen, wenn du dazu ein paar Zeilen schreiben würdest. Mir ist nämlich nicht so recht klar, was von uns eigentlich bleiben soll, wo sich doch schon im Leben alles dauernd ändert - ich kann da keinen konstanten Wesenskern entdecken, nur konstanten Wandel ;-). Herzlich grüßt der Zugvogel
Das wäre eine gute Frage zB. für das "Spiritualität-Forum". Wenn Du magst, beginn dort einen eigenen Thread damit.

Gawyrd
 
Hi Joey!



Warum funktioniert die Realität anders? Eine objektive Realität ist eines der wichtigesten Grundaxiome jeglicher Naturwissenschaft.
Ja, ich weiß. Deshalb ist auch sovieles heute wahr, was übermorgen wieder als nur relativ wahr oder unwahr eingestuft wird. Die Wissenschaft der Medizin ist da z.B. ein Bereich, wo das sehr krass deutlich wird.

Ich kann Dir nichts sagen was wirklich und absolut wahr ist. Das ist ja das Verrückte dabei. Aber ich kann Dir versuchen zu erklären was ich glaube, und wenn wahr ist was ich glaube, dann ist auch gleichzeitig verständlich, warum alles so unsicher und paradox ist. Meiner Meinung nach existiert ein einziges grundlegendes Bewusstsein. Es ist genau dasselbe Bewusstsein das die Grundlage Deiner Wahrnehmung und Deiner Denkvorgänge ist. Und wenn man alle Wahrnehmung und alles Denken "ausschalten" würde, wäre da nur noch "Sein", jedoch mit dem Potential alles zu denken, die Aufmerksamkeit in jede Richtung zu lenken, sich alles vorzustellen. Dieses Bewusstsein könnte sich z.B. eine Welt erschaffen, könnte sich von sich selbst trennen, indem es sich teilt und die Teile das Ganze vergessen usw.
Aber was ich sagen will: Wenn die Grundlage Bewusstsein ist, ein Nichts das alles sein kann, dann gibt es nichts was man darüber sagen könnte das absolut wahr sein könnte. Jede Art Wissen wäre erst der zweite Schritt und jeder Gedanke den dieses Bewusstsein denkt, wäre genauso wahr oder unwahr wie jeder andere. Jede Art Realität, die dieses Bewusstsein erschafft und in welcher Form auch immer erfährt, wäre vollkommen subjektiv, dasselbe Prinzip wie das eines Traums. Und wenn das der Fall sein sollte, und ich bin davon überzeugt das es so ist, dann ist es sogar logisch, das man innerhalb eines Traumes keine Beweise finden kann, die mehr sind als Glaube der durch wiederholte Wahrnehmung eines Ergebnisses untermauert wird. Wenn aber die Intensität des Glaubens an etwas bestimmt, was und wie man etwas wahrnimmt, kann natürlich nicht von einer objektiven Realität sprechen. Und auch wenn das etwas ist, was viele Skeptiker die sich mit Wissenschaft beschäftigen, ungerne hören, weil sie diese Ergebnisse anders interpretieren: Das sind Rückschlüsse, die die Quantenphysik eindeutig zuläßt, meiner Meinung nach sogar überdeutlich. Und man kann ja auch mal umgekehrt denken: Gäbe es eine objektive Realität... wäre es dann nicht ziemlich verrückt das sie noch immer nicht gefunden ist? Ist es dann nicht verrückt, das selbst die größten Wissenschaftler in absolut grundlegenden Fragen keine Einigung erzielen, sondern nur interpretieren und ihre Überzeugungen formulieren?



Die Antworten, die dann von außen auftauchen, tauchen auf, weil man sie als solche akzeptiert. Ich kenne sehr viele Antworten "von außen". Ich habe viel gelesen: Kübler-Ross, Monroe, Seth... alles beeindruckend, aber überall bleibt bei mir ein "ja, aber...", was nicht beantwortet wird. Und dieses "ja, aber" habe ich z.B. bei vielen physikalischen Fachtexten nicht, aber bei einigen... und die sind schlecht.
Ja, ich kenne das. Ich habe auch sehr viel gelesen und ich bin auch jemand, der nicht so einfach irgendetwas glaubt. Ich habe z.B. am Anfang über Parapsychologie gelesen, weil ich wissen wollte, ob "Übersinnliches" existiert. Irgendwann stieß ich auf ein Seth-Buch das mir auf einmal alles erklärte... nur war ich mir absolut nicht sicher, ob der Text der Wahrheit entspricht, was mich veranlasste auf die Suche zu gehen. Ich habe in allen Richtungen gelesen und das letzte "Ja, aber..." wurde ganz lange nicht ausgeräumt. Aber mittlerweile ist es das. Ich selbst bin mir vollkommen sicher.

Die Antworten sind immer da, aber es kann entweder ein psychologischer Effekt sein, ob man sie als solche akzeptiert oder nicht, oder es kann auch sein, dass es schlicht keine wirklichen Antworten sind, weil das noch ein Fehler in den Überlegungen ist.
Die Antworten sind potentiell schon immer da. Der Unterschied liegt ja immer darin, ob etwas bewusst wird oder nicht. Das Interessante und Überzeugende ist, das die Antworten niemals nur theoretisch sind, weil schon die Art wie man zu Antworten kommt, sie stützt. Das was überprüfbar ist hat man immer dabei, nämlich das eigene Bewusstsein.



Rein gefühlsmäßig tendiere ich zu "ja, es ist möglich", weil ich mir den Zustand des totalen tod-seins schlicht nicht vorstellen kann (das kann niemand, weil wir das Bewusstsein gewohnt sind und uns an totale Bewusstlosigkeit alleine per definitionem schon nicht erinnern können).
Es gibt aber trotzdem nicht wenige Menschen, die trotzdem zu "nein" tendieren und auch dahin, das es keine Art von Existenz nach dem Sterben gibt. Aber dieses Gefühl... Das ist wirklich sehr interessant und Du kannst es Dir bei so ziemlich jeder Frage anschauen. Es ist sehr mächtig wenn man es nur unbewusst wahrnimmt, und oftmals wirst Du erkennen, das Du einerseits vollkommen sicher bist, ohne das Du intellektuell ausreichende Gründe hättest.



Ja, aber nicht, weil etwas der Realität entspricht, sondern, weil man psychologisch auf diese Möglichkeit fixiert ist und alles andere ignoriert.
Vielleicht steckt aber doch auch Wahrheit dahinter. Und zwar die, dass das was man wahrnimmt eben wahr ist, das was man ausschließt aber deshalb nicht unwahr sein muss.

Das gilt sowohl für viele Gläubige als auch für viele Skeptiker. Darum wird der Vorwurf des "nicht offen seins" da immer hin und her geworfen. Aber ich bin überzeugt, dass auch eine offene Grundhaltung eher skeptisch ist.
Der Unterschied liegt eher darin, inwiefern man sich der psychologischen Vorgänge in sich selbst bewusst ist. Gerade das macht einerseits skeptisch, aber an der richtigen Stelle. Es geht bei diesem Thema letztlich nicht darum mehr zu glauben, sondern darum weniger zu glauben.

Wir sind wahrscheinlich unterschiedlicher Meinung über "objektive Realität". Aber, wenn es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, dann werden auch diejenigen Seelen weiter leben, die als Mensch nicht daran glaubten. Und wenn statistisch Signifikant ein Medium ohne jeglichen weiteren Informationskanal genaue Fakten über das Leben von Verstorbenen nennen kann, könnten auch hartgesottene GWUP-Mitglieder nicht mehr viel sagen.
Du würdest Dich wundern... Frag Dich doch mal selbst ab wann Du wirklich keinen Zweifel mehr haben würdest. Würde ein irgendeine Publikation reichen, in der ein Experiment aufgeführt ist? Du müsstest Vertrauen haben... Oder müsstest Du selbst dabei sein um wirklich keinen Zweifel mehr zu haben. Wenn Du das nicht bist, wirst Du rein intellektuell immer einen Zweifel haben können, weil es einen Punkt gibt wo Du vertrauen muss, das Du nicht angelogen wirst. Und genau dieser Punkt ist so gut wie immer vorhanden. Glaub mir, es ist absolut leicht auf diese Art skeptisch zu sein. Es wird niemals ein Experiment geben, das vollkommen sicher ist, so das nicht jemand der es nicht wahrhaben möchte nicht auch Möglichkeiten findet, es anzuzweifeln und letztlich kann man immer noch anzweifeln, ob es überhaupt so stattgefunden hat, oder ob da ein Betrug läuft wenn man nicht selbst dabei ist. Das ist ja das Interessante... Wenn Du Dich mal mit der Frage beschäftigst, warum vermeintlich rationale Menschen etwas akzeptieren oder auch nicht, dann wirst Du feststellen dass das mit Objektivität nicht viel zu tun hat. Sie akzeptieren das was in ihre Glaubensvorstellungen passt und lehnen ab, was nicht hineinpasst. Wo auch immer Du hinkommst hast Du es mit Gläubigen zu tun und wenn Du Dein Wissen untersuchst wirst Du feststellen das auch das wovon Du vollkommen überzeugt bist an irgendeiner Stelle Vertrauen von Dir verlangt, weil Du irgendjemandem oder einem Buch glaubst. Und wenn Du etwas selbst überprüfst, musst Du immer noch Vertrauen in Deine eigene Wahrnehmung haben. Wie Du eine Wahrnehmung wiederum interpretierst beruht dann schon wieder auf Glauben. Wirklich... der Unterschied zwischen Menschen die Du für rational hältst und denjenigen die es Deiner Meinung nach nicht unbedingt sind, weil sie etwa an Pendeln oder Heilsteine oder was auch immer glauben ist nicht so groß. Sie glauben nur an etwas anderes. Der Unterschied liegt nicht darin, was sie glauben. Der Unterschied liegt darin, wie bewusst sie sind, wie genau sie sich selbst und das was in ihrem Bewusstsein abläuft, kennen.



Siehe oben; ich würde das als ein ausblenden bzw. fixieren auf gewisse Punkte bewerten. Das wäre in meinen AUgen keine Wahrheitssuche, sondern Selbstbetrug. (wobei mir natürlich bewusst ist, dass ich u.U. auch schon diesem Selbstbetrug unterliege; ich glaube, fast niemand ist wirklich "offen für alles".)
Ja... Der Witz ist aber doch, das Du hier eine Motivation siehst um etwas abzulehnen bzw. Dich lieber nicht damit zu beschäftigen, siehst... Nämlich die das Du Dich vielleicht täuschen läßt. Das Du auf eine Theorie einsteigst und irgendwann Deine Skepsis vergißt und ein Gläubiger wirst. Wären die Menschen offener, würden sie sagen das sie eine Annahme nur zum Spaß einfach mal als wahr akzeptieren und dann überprüfen. Das fällt aber dann weg, wenn da Angst ist das man vielleicht etwas glauben könnte was letztlich doch falsch sein könnte oder das was man bisher glaubt vollkommen ad absurdum geführt wird... Und genau das ist ein Punkt der viele selbsternannte Skeptiker betrifft. Sie sind einfach von "weitem" skeptisch und auf einer Basis die auch nur Annahmen und Glauben sind, gleichzeitig mit der Angst davor das ihr Glaubensgerüst ins Wanken kommen könnte. Und genau das würde auch geschehen. Wenn Du Dich tief genug mit dem Thema "Ich" und "Realität" beschäftigst und zwar durchaus auch auf wissenschaftlicher Ebene, bleibt kein Stein auf dem anderen.

"Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden." Bohr, Niels

VG,
C.
 
Ja, ich weiß. Deshalb ist auch sovieles heute wahr, was übermorgen wieder als nur relativ wahr oder unwahr eingestuft wird. Die Wissenschaft der Medizin ist da z.B. ein Bereich, wo das sehr krass deutlich wird.

Ja, und? Soll das beweisen, dass es keine objektive Realität gibt? Nein, tut es nicht. Es zeigt nur, dass unsere Beschreibung der Realität noch alles andere als vollständig ist.

(...) Und auch wenn das etwas ist, was viele Skeptiker die sich mit Wissenschaft beschäftigen, ungerne hören, weil sie diese Ergebnisse anders interpretieren: Das sind Rückschlüsse, die die Quantenphysik eindeutig zuläßt, meiner Meinung nach sogar überdeutlich.

Nein, die QM lässt diese Rückschlüsse nicht zu. Du beziehst Dich da auf die Kopenhagener Deutung, in der ein Beobachter Wellenfunktionen zum kollabieren bringt. Das Problem dabei ist, dass der Beobachter dabei kein Bewusstsein besitzen muss; es reicht eine bloße Wechselwirkung mit der Umgebung. Diese Kopenhagener Deutung ist auch nicht die einzige zulässige Deutung; und sie hat auch noch Schwächen.

Ich bin da eher ein Anhänger der Ensemble-Deutung. Sie ist bisher die einzige, die zugibt, dass wir nicht wirklich wissen, was da los ist. Sie zeigt uns aber deutlich, was wir mit der QM berechnen können (und die QM ist in erster Linie Mathematik). Das hat zwar ein wenig etwas wie "Don't ask and calculate!"; es ist aber nicht verboten, eine gute Deutung zu finden. Daran versuchen sich gerade die Leute um Anton Zeilinger.

Und man kann ja auch mal umgekehrt denken: Gäbe es eine objektive Realität... wäre es dann nicht ziemlich verrückt das sie noch immer nicht gefunden ist? Ist es dann nicht verrückt, das selbst die größten Wissenschaftler in absolut grundlegenden Fragen keine Einigung erzielen, sondern nur interpretieren und ihre Überzeugungen formulieren?

Die Aufgabe der Naturwissenschaften ist es, eine allumfassende Beschreibung der Realität zu liefern. Ich finde es nicht verrückt, dass das noch nicht gelungen ist; wir fangen gerade erst an damit.

Irgendwann stieß ich auf ein Seth-Buch das mir auf einmal alles erklärte... nur war ich mir absolut nicht sicher, ob der Text der Wahrheit entspricht, was mich veranlasste auf die Suche zu gehen. (...)

Gerade "Gespräche mit Seth" benutzt viele Suggestions-Formulierungen. Wenn da z.B. geschrieben steht, dass ja kein Zweifel mehr bestehen könne, dass er ein unabhängiges Wesen wäre... warum sollte daran keinerlei Zweifel bestehen? Das wird nirgends weiter begründet.

Es gibt aber trotzdem nicht wenige Menschen, die trotzdem zu "nein" tendieren und auch dahin, das es keine Art von Existenz nach dem Sterben gibt. Aber dieses Gefühl... Das ist wirklich sehr interessant und Du kannst es Dir bei so ziemlich jeder Frage anschauen. Es ist sehr mächtig wenn man es nur unbewusst wahrnimmt, und oftmals wirst Du erkennen, das Du einerseits vollkommen sicher bist, ohne das Du intellektuell ausreichende Gründe hättest.

Das Problem ist, dass ich weiß, dass Gefühle sehr leicht täuschen können. Ich vertraue da meinem Gefühl nicht, weil ich weiß, wie es zustande kommen könnte.

Du würdest Dich wundern... Frag Dich doch mal selbst ab wann Du wirklich keinen Zweifel mehr haben würdest. Würde ein irgendeine Publikation reichen, in der ein Experiment aufgeführt ist? Du müsstest Vertrauen haben... Oder müsstest Du selbst dabei sein um wirklich keinen Zweifel mehr zu haben. Wenn Du das nicht bist, wirst Du rein intellektuell immer einen Zweifel haben können, weil es einen Punkt gibt wo Du vertrauen muss, das Du nicht angelogen wirst.

Oh, da gibt es viele Möglichkeiten. Wenn mir eines der Medien, die ich konsultiert hätte wirklich detailierte Beschreibungen gegeben hätte (und vor allem mir nicht vorgeworfen hätte, dass ich ja nur einen Beweis wollte). In England gab es ein Experiment, bei dem in Krankenhäusern Bildschirme nach oben angebracht wurden. Wenn NTE-Patienten den Bildschirminhalt korrekt wiedergegeben können, wäre ein Beweis für ihre Sicht außerhalb des Körpers gegeben... das Ergebnis dieses Experiments kenne ich aber nicht... daher glaube ich, dass es negativ ausgegangen ist. Es gibe da durchaus Möglichkeiten, die die Zweifel in mir zum verstummen bringen könnten.

Und genau dieser Punkt ist so gut wie immer vorhanden. Glaub mir, es ist absolut leicht auf diese Art skeptisch zu sein. Es wird niemals ein Experiment geben, das vollkommen sicher ist, so das nicht jemand der es nicht wahrhaben möchte nicht auch Möglichkeiten findet, es anzuzweifeln und letztlich kann man immer noch anzweifeln, ob es überhaupt so stattgefunden hat, oder ob da ein Betrug läuft wenn man nicht selbst dabei ist. Das ist ja das Interessante...

Dafür müssen Experimente ja reproduzierbar sein etc. Dafür gibt es eine festgelegte und strenge wissenschaftliche Methodik. Paradigmenwechsel sind zwar schwierig und laufen, wenn überhaupt, nur zäh ab... aber auch die müssen dieser Methodik standhalten.

Wenn Du Dich mal mit der Frage beschäftigst, warum vermeintlich rationale Menschen etwas akzeptieren oder auch nicht, dann wirst Du feststellen dass das mit Objektivität nicht viel zu tun hat. Sie akzeptieren das was in ihre Glaubensvorstellungen passt und lehnen ab, was nicht hineinpasst. Wo auch immer Du hinkommst hast Du es mit Gläubigen zu tun und wenn Du Dein Wissen untersuchst wirst Du feststellen das auch das wovon Du vollkommen überzeugt bist an irgendeiner Stelle Vertrauen von Dir verlangt, weil Du irgendjemandem oder einem Buch glaubst. Und wenn Du etwas selbst überprüfst, musst Du immer noch Vertrauen in Deine eigene Wahrnehmung haben. Wie Du eine Wahrnehmung wiederum interpretierst beruht dann schon wieder auf Glauben. Wirklich... der Unterschied zwischen Menschen die Du für rational hältst und denjenigen die es Deiner Meinung nach nicht unbedingt sind, weil sie etwa an Pendeln oder Heilsteine oder was auch immer glauben ist nicht so groß. Sie glauben nur an etwas anderes. Der Unterschied liegt nicht darin, was sie glauben. Der Unterschied liegt darin, wie bewusst sie sind, wie genau sie sich selbst und das was in ihrem Bewusstsein abläuft, kennen.

Dann mal an Dich die Frage: Warum hat noch niemand den James Randi Test bestanden? Wenn jemand gekonnt hätte, was er/sie behauptet hat, müsste es doch möglich gewesen sein, oder? Und warum sind die wirklich detailierten Readings bei Medien so selten? Warum halten es Medien für notwendig ofrmals sogar extra drauf aufmerksam zu machen, dass Beweisfragen "verpönt" sind? Es wäre so einfach... Geburtsdaten, Musikinstrumente, Kosenamen, Haustiere, Haarfarben, Lieblingsgetränk... aber dann will man ja "nur einen Beweis".

Ich habe mich auch schon mit Hardcore-Skeptikern unterhalten (zu denen ich mich nicht zähle). Bei einigen gebe ich Dir recht; sie glauben und lehnen ab... selbst, wenn jemand den Randi-Test bestehen würde, würden sie nicht glauben. Aber viele sind da durchaus offen gegenüber allem, solange es halt guter wissenschaftlicher Methodik gehorcht (und im Bereicht der Esoterik geschieht das leider seehr selten).

"Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden." Bohr, Niels

Bedenke, dass Niels Bohr die QM mit begründet hat; mittlerweile ist man da ein wenig klüger. Bohr kannte auch nur die Kopenhagener Deutung. Abgesehen davon bin ich überzeugt davon, dass noch niemand die QM wirklich verstanden hat.

Viele Grüße
Joey
 
So, da ich diese Diskussion sehr sehr spannend finde, gebe ich auch mal meinen Senf dazu ab.

Ich praktiziere Magie schon seit ungefähr 8 Jahren. Deshalb könnt ihr davon ausgehen, dass ich an die Existenz von Magie fest glaube, ja sogar überzeugt bin. Aber 100% wissen, tue ich das nicht. Ich weiß weder was Magie ist, wie man sie genau definieren kann, noch warum sie überhaupt existiert und wie sie im Zusammenhang mit der gesamten Existenz steht.

Ich weiß es einfach nicht. Ich habe aber Theorien.

Die Meisten sehen diese Theorien aber als ihre ultimative Wahrheit an und wollen sie zur Selbstbestätigung in die Foren tragen und somit sind wir in der heutigen Esoterik angelangt.

Und hier fängt das Problem an. Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass KEINER hier von sich behaupten kann, dass er die obenliegenden Fragen beantworten kann. Magie funktioniert, aber wie, dass versteht hier mit ziemlicher Sicherheit keiner. Und genau deshalb kann man den ganzen Scheiß auch nicht beweisen. Nur wenn man die Funktionsweise vor Augen hat, kann man etwas gezielt hervorrufen, ansonsten sind alle Momente so ne Art unikat.

Es ist wie in der Mathematik. Man kann Vorgänge auswendig lernen um sie prozedural verinnerlicht zu haben, semantisch wird man sie aber trotzdem nicht verstehen. Ich kann dann zwar rechnen, aber wenn es ums herleiten der Formel oder allgemein um Beweisführung geht, sitze ich auf dem trockenen.

Oh, da gibt es viele Möglichkeiten. Wenn mir eines der Medien, die ich konsultiert hätte wirklich detailierte Beschreibungen gegeben hätte (und vor allem mir nicht vorgeworfen hätte, dass ich ja nur einen Beweis wollte). In England gab es ein Experiment, bei dem in Krankenhäusern Bildschirme nach oben angebracht wurden. Wenn NTE-Patienten den Bildschirminhalt korrekt wiedergegeben können, wäre ein Beweis für ihre Sicht außerhalb des Körpers gegeben... das Ergebnis dieses Experiments kenne ich aber nicht... daher glaube ich, dass es negativ ausgegangen ist. Es gibe da durchaus Möglichkeiten, die die Zweifel in mir zum verstummen bringen könnten.

Ich kenne den Ausgang der Studie auch nicht, ich weiß aber von anderen Studien, die sich mit ähnlichem beschäftigten, dass auch Erfolge zu verzeichnen waren. Allerdings sind Studien generell eher anzuzweifeln, da die Aussagekraft und die Glaubwürdigkeit nicht wirklich gegeben ist, unabhängig vom Ausgang.

Dann mal an Dich die Frage: Warum hat noch niemand den James Randi Test bestanden? Wenn jemand gekonnt hätte, was er/sie behauptet hat, müsste es doch möglich gewesen sein, oder? Und warum sind die wirklich detailierten Readings bei Medien so selten? Warum halten es Medien für notwendig ofrmals sogar extra drauf aufmerksam zu machen, dass Beweisfragen "verpönt" sind? Es wäre so einfach... Geburtsdaten, Musikinstrumente, Kosenamen, Haustiere, Haarfarben, Lieblingsgetränk... aber dann will man ja "nur einen Beweis".

Das noch niemand den James Randi Test bestanden hat, hat meiner Meinung nach mehrere Gründe.

Zum einen ist Randi ein überzeugter Kritiker dieser Szene, er würde lieber sterben als einen Beweis anzuerkennen.
Zum anderen werden viele vielversprechende Kandidaten gar nicht erst zum Test zugelassen, da man erst mal einen Vortest absolvieren muss (bei einem bestimmten Institut). Die Sache ist nicht ganz so seriös wie man vll glauben mag, deshalb sollte man Randi nicht als Argument anführen.

Ein weiterer Grund wäre, das es meiner Meinung nach kaum oder nicht möglich ist, Telekinese zu wirken. Kleinere Effekte lassen sich damit durchaus erzielen, aber das ist nichts, was man nicht auch auf ganz "rationale" Weise erklären könnte. Ich denke das die wirklich großen Phänomene nur diejenigen Können, die am Wenigsten davon zeigen, die guten alten Meditierenden^^ Wenn man das ein Leben lang macht, kann gut sein dass man dann außergewöhnliche Kräfte entwickelt.

Um zu deinem speziellen Fall zu kommen, von wegen Jenseitsbefragungen. Ich halte die persönlich alle für Scharlatane. Nach meinem bisherigen Kentnissstand, der durchaus komplett falsch sein könnte, ist es nicht möglich, dass man gezielten Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen kann. Ich habe auch schon geliebte Menschen verloren und würde alles, wirklich alles dafür tun sie wiederzusehen. In den 8 Jahren meiner Praxis habe ich wirklich ständig darum gekämpft es zu schaffen, aber man kann einfach keine Verbindung zum früheren Leben herstellen. Soll heißen dass diejenigen die Tod sind, von dir einfach nichts mehr wissen wollen, dich eventuell sogar vergessen haben. Ich weiß es nicht genau woran es liegt, aber ich glaube es geht in diese Richtung.

LG
Lloyd
 
Hmm...

Es gibt aber Hinweise auf scheinbar* Übernatürliches wie diesen Belgier, der sich Dolche in den Körper rammte ohne zu bluten (der ist auch auf youtube zu sehen, hab leider den Namen vergessen) oder Berichte von Nahtoderlebnissen.

(* scheinbar, da ja eigentlich nichts Übernatürlich sein kann, sondern nur von uns so genannt wird)

http://www.youtube.com/watch?v=QtQ0wOllKEY

Das war Mirin Dajo :)

Übrigens, er war KEIN Zauberkünstler sondern wollte auf die höhere Dimension hinter allem hinweisen. Die Tatsache, das 60 Jahre später kein Wort darüber mehr präsent ist, aber seine haarsträubende Vorführung bei Youtube gelandet ist, zeigt auf, was passiert, wenn...

Bis es "bewiesen" ist, dürfte eine solche Vorführung dutzende Male verlangt werden, weil da jeder Wissenschaftler wieder etwas anderes messen möchte und - ausser es sei ein Trick- doch nicht weiterkommt. Was nützt der Beweis, das es Unerklärliches gibt?!
 
Werbung:
Zurück
Oben