Guttenberg ist beweisbar unschuldig

Und wie verblödet oder sollte man lieber sagen, wie faschoid muß man veranlagt sein, nach Wochen des Rücktritts dieses Mannes, fast jeden Tag noch auf ihn einkloppen zu müssen? Für mich outen sich hier so manche Schreiber als kaputte Individuen.

Da sach ich mal: Lieber ein "blöder" Guddi, als ein verbissener Verfolger.;)



U.

Guttenberg ist ja leider nur die Spitze vom Eisberg. Und so lange er trotz Überführung dreist weiterlügt, wird er auch weiterhin den - wie du dich auszudrücken beliebst- *Faschismus* massiver Kritik aushalten müssen. Das ist für dich als Gutti-Fan bitter - und es wird noch bitterer. In den nächsten Tagen kommt das offizielle Statement von der Uni Bayreuth und dann gibts wieder eine "Faschismus"-Welle in der Presse.

Also sei stark und tapfer.

:)
 
Werbung:
Und wie verblödet oder sollte man lieber sagen, wie faschoid muß man veranlagt sein, nach Wochen des Rücktritts dieses Mannes, fast jeden Tag noch auf ihn einkloppen zu müssen? Für mich outen sich hier so manche Schreiber als kaputte Individuen.

Da sach ich mal: Lieber ein "blöder" Guddi, als ein verbissener Verfolger.;)



U.

Allmählich äußert peinlich, wie Du diesen Betrüger immer noch verteidigst...2.Frühling?


Sage
 
Unwissenheit wohl eher nicht. Guttenberg war ja immatrikuliert und hat während des Studiums auch die ganze Palette des Seminarscheinerwerbs und der Zwischenprüfungen durchlaufen. Bereits in den Proseminaren aller Fakultäten wird den Studenten beigebracht, wie man wissenschaftlich arbeitet, besonders, wie man korrekt zitiert. Rausreden, er hätte das nicht gewußt, wäre wohl noch ein größerer Witz als die Show, die er momentan abzieht ("Überblick über die Quellen verloren").

Nein, ich denke, es war pure Panik. Guttenberg hat sein Studium abgeschlossen, aber er war, ich habs schon mal zitiert, ein schlechter Student mit einer miesen Durchschnittsnote. Normalerweise wäre er gar nicht zur Promotion zugelassen worden, aber man machte hier seltsamerweise eine "Ausnahme", die sich wohl auf eine universitäre "ausnahmeregelung" stützte. Interessant wäre, wie diese Ausnahmeregelung im Fall Guttenberg begründet wurde, aber davon hat man nichts gelesen in den Medien.

Gutti hat also mit seiner Doktorarbeit angefangen, hat geschnallt, daß er nichts auf die Reihe kriegt, daß er keine eigenen Gedanken entwickeln kann. Aber der Trieb, sich mit diesem Titel zu schmücken, um das eigene schwache Ego aufzuwerten, war wohl zu groß. "Ich muß diesen Titel haben, ich will ihn, ich will Diktor sein", so wirds in seiner Birne rumgespukt haben. Und dieser übergroße Wunsch hat ihn dann dazu getrieben, kriminell zu werden. That`s all.

Daß er trotz handfester Beweise immer noch behauptet, er habe nicht bewußt getäuscht, schreibe ich einfach seiner zunehmenden Verblödung zu.

:D

Ich frage mich auch immer noch, wie er erstens überhaupt zu dieser Dissertation "kam". Zweitens, wieso er auf diese idiotische Weise mit dem Thema umging.

Denke auch, dass er das Ding selbst zusammenkopiert hat. Wahrscheinlich gab es für ihn kein "Aufgeben" als er bemerkte, dass eine Dissertation nicht so einfach in 2 Monaten runtergeschrieben werden kann. Und schon gar nicht von jedem... oder ihm. :D

Wieso er nicht sofort den reuigen Total-Sünder spielte und das auch nie tun wird, also volles Geständnis, schiebe ich auf das Problem das jeder kennt: Wenn ein Thema sehr stark mit dem eigenen Selbstbewusstsein verbunden ist, gibts den Weg kaum noch. Möglicherweise akzeptiert er Ratschläge in diese Richtung nicht und behauptet selbst vor seinem engeren Umfeld, dass er unabsichtlich plagiierte.
 
Und wie verblödet oder sollte man lieber sagen, wie faschoid muß man veranlagt sein, nach Wochen des Rücktritts dieses Mannes, fast jeden Tag noch auf ihn einkloppen zu müssen? Für mich outen sich hier so manche Schreiber als kaputte Individuen.

Da sach ich mal: Lieber ein "blöder" Guddi, als ein verbissener Verfolger.;)



U.

Harte Vorwürfe...

Man kann viele Themen sehr gut zur Analyse anderer benutzen, aber es bleibt ein "Restrisiko" das man falsch liegt. Nutzt man es zur Eigen-Analyse bringt das sicherlich aufschlussreichere Schlussfolgerungen. Ein Anfang wäre etwa, sich zu fragen, warum man auf ein Thema oder einen Beitrag emotional reagiert.
 
Harte Vorwürfe...

Man kann viele Themen sehr gut zur Analyse anderer benutzen, aber es bleibt ein "Restrisiko" das man falsch liegt. Nutzt man es zur Eigen-Analyse bringt das sicherlich aufschlussreichere Schlussfolgerungen. Ein Anfang wäre etwa, sich zu fragen, warum man auf ein Thema oder einen Beitrag emotional reagiert.

hatte mich ja in der heissen phase, auch darüber aufgeregt ,wie hier über ihn geschrieben wurde.mittlerweile ist es mir egal und ich denke , ihn würde das auch nicht interessieren.politiker sind ja diesen rohen umgang untereinander ,sarkasmus und schlagzeilen jeglicher art , gewöhnt.....die schattenseiten der politiker ......:zauberer1
 
Eine gute Zusammenfassung und fast eine Art "Abschluss-Bericht" zum Thema Guttenberg:

Das endgültige Aus für den Politiker Guttenberg



Nach der schallenden Ohrfeige der Uni Bayreuth kann der Ex-Minister nicht in die Politik zurückkehren. Weil er nicht nur sich selbst demontiert hat, sondern auch alle, die zu ihm gehalten haben.

Schallender konnte die Ohrfeige kaum ausfallen: „Nach eingehender Würdigung der gegen seine Dissertationsschrift erhobenen Vorwürfe stellt die Kommission fest, dass Herr Freiherr zu Guttenberg die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht hat.“ Mit diesem Votum der Universität Bayreuth ist das Aus des Politikers zu Guttenberg endgültig besiegelt. Wer in der Anhängerschar des einstigen CSU-Stars noch immer auf ein Comeback gebaut hatte, muss seine Hoffnung nun begraben. Mit diesem Makel ist eine Rückkehr in politische Ämter nicht denkbar.

Was schätzte das politisch interessierte Publikum denn so sehr an diesem Mann? Es waren seine selbstverständlich wirkende Gelassenheit, seine scheinbare Distanz zu allem angestrengten Karrierestreben, seine demonstrative Geradlinigkeit und eine ordentliche Portion Mut, es mit Autoritäten aufzunehmen. Von all dem ist nichts übrig geblieben.

Wer sich nachsagen lassen muss, das Ethos der Wissenschaft derart grob verletzt zu haben, ist weit entfernt von den positiven Eigenschaften, die man ihm bereitwillig zurechnete. Mit dem Wissen von heute stellt sich Guttenberg als ein Getriebener dar. Als einer, der den Doktortitel um jeden Preis wollte. Vielleicht lastete auf ihm eine hohe Erwartungshaltung der Familie. Vielleicht wollte er auch bloß den Makel überdecken, dass er es nicht zum Volljuristen gebracht hatte. Von innerer Entspanntheit, beruflicher Unabhängigkeit und gar Aufrichtigkeit jedenfalls zeugt dies alles nicht.

Chuzpe oder Realitätsverweigerung?
Geradezu staunend blickt man heute auch auf die Wochen vor dem Rücktritt des Verteidigungsministers. Zuerst nannte er die Vorwürfe abstrus. Dann räumte er Fehler ein. Doch immer betonte er, nicht vorsätzlich getäuscht zu haben. Dies war stets schwer zu glauben, wollte man nicht die intellektuellen Fähigkeiten des Mannes in Zweifel ziehen. Mit dem Votum der Universität stellt sich allerdings zusätzlich die Frage, ob die von zu Guttenberg intonierte Begleitmusik zu seinem Abgang als Chuzpe zu werten ist oder als Realitätsverweigerung. Wie dem auch sei: Ein Mann, der meint, eine ganze Nation an der Nase herumführen zu können, taugt für politische Ämter ebenso wenig wie einer, der sein eigenes Handeln nicht richtig einzuschätzen vermag.

Karl-Theodor zu Guttenberg hinterlässt viele Verletzte. Im Bereich der Wissenschaft hat er all denen Schaden zugefügt, die in mühevoller und langwieriger Arbeit ehrlich ihren Doktortitel erkämpft haben. Die Promotion hat an Anerkennung eingebüßt. Beschädigt ist auch die Universität Bayreuth, die auf lange Zeit mit dieser Affäre verbunden wird. Gesamtgesellschaftlich gesehen ist der Freiherr eine Enttäuschung für all diejenigen, die meinten, mit ihm wieder Vertrauen in die politische Klasse fassen zu können. Es wäre ohnehin schwierig gewesen, die daraus erwachsenen Erwartungen zu erfüllen. Dass sie aber derart enttäuscht wurden, vergrößert letztlich die Distanz zwischen Politik und Bürger.

Der Irrtum vom Hoffnungsträger
Zuletzt sind da die vielen persönlichen Brüskierungen. Hatte Guttenberg nicht die Kanzlerin regelrecht zu Solidarität verpflichtet, weil er ihr versicherte, er habe nicht vorsätzlich abgeschrieben? Hatte er aus demselben Grund nicht den CSU-Vorsitzenden und seine Partei an seine Seite gezwungen? Hatte er nicht provoziert, dass sich Abgeordnete aus den Reihen der Koalition schützend vor ihn und gegen die Opposition stellten – und sich nun getäuscht und blamiert fühlen müssen? Guttenberg hat sie alle instrumentalisiert, für sein Amt zu kämpfen. Und sie alle machten mit in der irrigen Annahme, es gelte, einen wirklichen Hoffnungsträger zu schützen.

Als dieser schließlich zurückgetreten war, wurde die Enttäuschung sehr schnell von Ernüchterung überlagert. In seinem Ressort, dem Verteidigungsministerium, hinterließ Guttenberg nicht viel mehr als schöne Fotos. Inhaltliche Substanz, etwa zur Bundeswehrreform? Fehlanzeige. Auch das wird dazu führen, dass der Franke sich dauerhaft ein Betätigungsfeld außerhalb der Politik wird suchen müssen. Innerlich werden wohl viele jetzt Jürgen Trittin Recht geben, der zu Guttenberg im Bundestag mit Felix Krull verglichen hatte.
 
Sieht die CSU anders:

Obwohl die Universität Bayreuth dem früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nun auch offiziell "vorsätzliche Täuschung" in seiner Doktorarbeit unterstellt, hält seine Partei weiter an dem ehemals populärsten deutschen Politiker fest. "Karl-Theodor zu Guttenberg hat Fehler eingestanden und die stärkste Konsequenz daraus gezogen", sagte ein Mitglied der CSU-Führung der Berliner Morgenpost. Die Stellungnahme der Universität ändere nichts am Verhältnis der Partei zu Guttenberg. "Wenn er zurückkehren will, kann er das."

http://www.morgenpost.de/politik/article1632148/CSU-haelt-weiter-an-Guttenbergs-Rueckkehr-fest.html

Lügen und betrügen ist also kein Hindernis, um in der Politik mitzumischen, vielleicht sogar ein Qualifikationsnachweis, wenn man der CSU-Sichtweise folgt.
 
Werbung:
Zurück
Oben