ich finde selbstliebe sehr wichtig.
Ja, die Liebe zu sich selbst ist sogar sehr wichtig. Ich meine so eine Liebe, die vor allem notwendig und angebracht ist.
Die Notwendigkeit ergibt sich schon allein daraus, dass sich ein Mensch meistens gehen lässt, wenn ohne Liebe zu sich selbst lebt. Das ist deswegen so, weil er die Achtung gegenüber seinem Körper und seinem Sein aufgibt. Bei Suff und Drogenabhängigkeit ist das am deutlichsten. Liebt sich so ein Mensch? Nein, er liebt etwas anderes.
Nicht so schlimm aber trotzdem negativ zeigt sich die Geringschätzung des Eigenen oder die mangelhafte Selbstliebe beim Auftreten eines Menschen. Der Gang ist irgendwie schlampig, nicht elastisch. So ein Mensch kann sich schlecht präsentieren.
Und letztlich ist es so, dass die Seele wenig Kraft entwickelt, wenn sich der Mensch nicht oder zu schlampig liebt. Dann sieht der Mensch, bzw. sein Inneres, nicht seine Einzigartigkeit, er sieht nicht, wie wertvoll er ist. Das Leben wird auf Dauer eklig, mistig.
Wenig Selbstliebe ist ebenso schadhaft für die Seele wie eine überzogene, unangemessene Selbstliebe. Die wiederum stellt nur das eigene Ich in den Vordergrund.
Doch wie man sieht, hat es hier im ganzen Bereich der Mensch in der Hand, sich zu gestalten. Nein, Gott steuert das nicht. Gott als die denkbar größte Macht gibt dem Menschen lediglich den freien Willen. Ist Gott deswegen gefährlich?