Bis vor zwei Jahren dachte ich, dass nach diesem Leben einfach das Licht ausgeht und das war's. Kein Licht, kein Himmel, keine Hölle und kein Gott. Damit konnte ich gut leben. Dann traf ich jemanden, der mir seine Ansichten vermittelte, die teilweise sehr glaubhaft waren. Es war wirklich viel, nicht nur in Glaubensfragen, sondern auch in Bezug auf die Umstände hier auf der Erde, die ich eigentlich wieder vergessen möchte. Ich möchte jetzt nicht weiter darauf eingehen. Fakt ist, seitdem ist alles anders. Ich glaube nicht wirklich, aber ich schließe auch nichts aus. Ich schließe auch die Hölle nicht mehr aus (manchmal denke ich, wir sind in der Hölle). Ebenso wenig schließe ich die Möglichkeit aus, wiedergeboren zu werden oder als unsterbliches Bewusstsein weiter zu existieren.
Auch dem Glauben an Gott habe ich eine Chance gegeben, mehrmals, und jedes Mal kam ich vom Regen in die Traufe. Das ist nicht nur so daher gesagt. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass mir ein Glaube nicht vergönnt ist und Gott mich ablehnt. Dann frage ich mich automatisch, ob ich schon einmal gelebt habe und ein böser Mensch war?
Okay. Bezogen auf das erste Fettgedruckte:
Hat dir jemand Angst gemacht, dass du jetzt denkst, du müsstest an etwas glauben?
Und weiter, dass du nicht glauben kannst hat nichts mit der Frage zu tun, ob Gott dich ablehnt. Was ja eigentlich bedeutet,
du glaubst, dass er da ist, aber er lässt dich nicht glauben sozusagen.
Das würde bedeuten, dass er alle nicht ablehnt, die an ihn glauben- was wiederum nicht sein kann, weil es dabei
jede Menge richtiger A****löcher gibt, wie wir ja alle wissen.
Ich denke, man kommt über Nachdenken an diesen Punkten nicht weiter.
Man muss m.E. eine Erfahrung machen, und das ist gar nicht so schwer.
Musik, Natur, überall lauert das Wunderbare, Göttliche
Schöne, und darin, das zu erleben, findet man ein Gefühl.
Und das ist die Fährte. Dann meditiert man vielleicht mal ein bisschen auf einen Sonnenaufgang oder eine Blume, oder an einem See und dann fühlt man vllt noch mehr, usw.
Einfach über das bewusste Betrachten der immensen Schönheit der Natur.
Damit kann man das Leid der Welt nicht erklären, vllt wirst du da nie eine befriedigende Erklärung finden,
aber vllt geht es darum auch erstmal nicht.
Vllt geht es einfach nur erstmal um das wirkliche Wahrnehmen von dem, was einen umgibt.
Es geht um das Spüren, denn dem kann man nämlich vertrauen - dem Wissen in solchen Fragen nicht...