Gewalt und Mitgefühl

Ich finde schon, dass der Körper oft unberechtigt und noch dazu schneller als der Verstand regiert. Zbsp bei Ängsten, die schon lange nicht mehr Gefahr bedeuten.
Genau genommen ist das kein Thema für mich -
habe mich etwas genauer eingelesen -
also ein Thema, wo nur Distanz für mich möglich ist!
Somit bin ich da raus 😉....
 
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Ich habe den Beitrag nur flüchtig überflogen -
aber:
Der Körper hat
- solange er einigermaßen normal funktioniert und nicht irgendwie " verkorkst" ist
(Substanzen, Krankheiten) meist recht!

Einen Verstand kann man beliebig beeinflussen!

...aber nur meine 2 Cent...😁

Der Körper reagiert halt schnell aufgrund von Erfahrungen. Einmal eine bestimmte Erfahrung gemacht und er reagiert dann immer gleich darauf. Zumindest bis zur nächsten Erfahrung.

Differenzieren kann der Verstand. Dauert halt ein bisschen länger, ist dann aber auch verlässlicher.
 
Hallo 😊

Das mit der Simulation und dem Körperbudget leuchtet mir theoretisch voll ein. Eine Sache wäre da:
Was mache ich, wenn mein Verstand die Situation längst geklärt hat, aber mein Körper absolut nicht mitzieht?
Also so: Mein Kopf weiß, dass alles okay ist, aber mein Körper regiert trotzdem mit zbsp Herzrasen, Engegefühl usw. Wie bringt man Verstand und System auf einen Nenner?
Hallo 😊

Das, was du beschreibst, ist total nachvollziehbar und passt sehr gut zu dem, was im Text gemeint ist. Verstand und Körper arbeiten nämlich nicht auf derselben Ebene und auch nicht mit derselben Geschwindigkeit.

Der Verstand kann relativ schnell zu dem Schluss kommen: „Alles ist okay.“
Der Körper hingegen läuft zu großen Teilen über Vorhersagen, Gewohnheiten und frühere Erfahrungen. Wenn er einmal auf Aktivierung gegangen ist, also Herzrasen, Enge, Anspannung, dann ist das erst einmal ein laufender Zustand im System. Das Gehirn hat Energie bereitgestellt und den Kreislauf hochgefahren, vielleicht sogar Stresshormone ausgeschüttet. Und dieser Zustand reguliert sich nicht sofort zurück, nur weil man gedanklich verstanden hat, dass keine Gefahr besteht.

In solchen Momenten hilft es oft, überhaupt nicht gegen den Zustand anzudenken. Der Versuch, ihn wegzudrücken erzeugt häufig eher zusätzlichen Druck.

Weil der Zustand körperlich ist, funktioniert auch die Regulation am besten über den Körper. Was dabei hilft, ist aber von Person zu Person unterschiedlich und individuell. Ich merke zum Beispiel, dass mir eher intensive Bewegung hilft. Mich richtig auspowern, einen Berg hochjoggen oder mit dem Fahrrad Vollgas geben. Danach kommt mein System deutlich leichter wieder runter.

Andere kommen eher über ruhigere Wege wie Atmung, Entspannung oder Meditation dahin. Am Ende muss das jeder für sich selbst herausfinden. Entscheidend ist, etwas zu finden, das dem eigenen System wirklich das Signal gibt: Es ist gerade in Ordnung, du kannst runterfahren.​
 
Hallo 😊

Das, was du beschreibst, ist total nachvollziehbar und passt sehr gut zu dem, was im Text gemeint ist. Verstand und Körper arbeiten nämlich nicht auf derselben Ebene und auch nicht mit derselben Geschwindigkeit.

Der Verstand kann relativ schnell zu dem Schluss kommen: „Alles ist okay.“
Der Körper hingegen läuft zu großen Teilen über Vorhersagen, Gewohnheiten und frühere Erfahrungen. Wenn er einmal auf Aktivierung gegangen ist, also Herzrasen, Enge, Anspannung, dann ist das erst einmal ein laufender Zustand im System. Das Gehirn hat Energie bereitgestellt und den Kreislauf hochgefahren, vielleicht sogar Stresshormone ausgeschüttet. Und dieser Zustand reguliert sich nicht sofort zurück, nur weil man gedanklich verstanden hat, dass keine Gefahr besteht.

In solchen Momenten hilft es oft, überhaupt nicht gegen den Zustand anzudenken. Der Versuch, ihn wegzudrücken erzeugt häufig eher zusätzlichen Druck.

Weil der Zustand körperlich ist, funktioniert auch die Regulation am besten über den Körper. Was dabei hilft, ist aber von Person zu Person unterschiedlich und individuell. Ich merke zum Beispiel, dass mir eher intensive Bewegung hilft. Mich richtig auspowern, einen Berg hochjoggen oder mit dem Fahrrad Vollgas geben. Danach kommt mein System deutlich leichter wieder runter.

Andere kommen eher über ruhigere Wege wie Atmung, Entspannung oder Meditation dahin. Am Ende muss das jeder für sich selbst herausfinden. Entscheidend ist, etwas zu finden, das dem eigenen System wirklich das Signal gibt: Es ist gerade in Ordnung, du kannst runterfahren.​
Stimmt :). Bei mir ist das auch ähnlich. Widerstand macht es meistens nur noch schlimmer. Ich mach mir (wenn es mir in den Momenten gelingt) klar, dass letztendlich alles „nur“ eine Art Aufregung ist. Is ja körperlich kaum unterscheidbar von positiven Auslösern, finde ich. Nur das halt der Atmen fehlt bei Angst zbsp. Meditation und diese Stille find ich jetzt nicht unbedingt hilfreich. Aber bei Sport und Bewegung stimme ich dir zu. Und laute Musik kann ich auch empfehlen 🎸😁
 
Stimmt :). Bei mir ist das auch ähnlich. Widerstand macht es meistens nur noch schlimmer. Ich mach mir (wenn es mir in den Momenten gelingt) klar, dass letztendlich alles „nur“ eine Art Aufregung ist.
👍 Genau.

Is ja körperlich kaum unterscheidbar von positiven Auslösern, finde ich. Nur das halt der Atmen fehlt bei Angst zbsp. Meditation und diese Stille find ich jetzt nicht unbedingt hilfreich. Aber bei Sport und Bewegung stimme ich dir zu. Und laute Musik kann ich auch empfehlen 🎸😁
Bewegung und Abbau von Stress auf diesem Weg ist meist zielführend und birgt noch weitere Vorzüge. Allerdings lässt sich mit dem Atem, je nach Technik und Atemvariante, auch einiges erreichen.
 
Is ja körperlich kaum unterscheidbar von positiven Auslösern, finde ich.

Das stimmt. Nicht selten kommen auch Menschen mit einer Panikattacke ins Krankenhaus, weil die Symptome der einer schweren Krankheit sehr ähnlich sein können. Und da ist es natürlich auch wichtig, dass eine solche ausgeschlossen wird.
 
Bewegung und Abbau von Stress auf diesem Weg ist meist zielführend und birgt noch weitere Vorzüge. Allerdings lässt sich mit dem Atem, je nach Technik und Atemvariante, auch einiges erreichen.
Ja. Nur in den Momenten, wo man diese Dinge einsetzen könnte, klappt es oft leider nicht. Weil da das logische Denken irgendwie aussetzt, finde ich. Vor allem, wenn man nicht für sich ist. Zbsp in der Öffentlichkeit.
 
Das stimmt. Nicht selten kommen auch Menschen mit einer Panikattacke ins Krankenhaus, weil die Symptome der einer schweren Krankheit sehr ähnlich sein können. Und da ist es natürlich auch wichtig, dass eine solche ausgeschlossen wird.
Ich finde, Krankheiten sollte man von vornherein direkt ausschließen lassen, wenn man sich da unsicher ist.
 
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Ja. Nur in den Momenten, wo man diese Dinge einsetzen könnte, klappt es oft leider nicht. Weil da das logische Denken irgendwie aussetzt, finde ich. Vor allem, wenn man nicht für sich ist. Zbsp in der Öffentlichkeit.
Deswegen macht es Sinn, regelmäßig damit zu arbeiten, nicht nur im Bedarfsfall. Es wird damit im besten Fall ein Automatismus.
 
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