Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte eine Studie zur Gewalt gegen Männer erstellt. Hier die Kurzfassung per PDF-Datei:
http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/M_C3_A4nnerstudie-Kurzfassung-Gewalt,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf
Dann mal noch ein kleiner Auszug von :
http://www.maennerberatung.de/gewalt-gegen-maenner.htm
Männer leben nicht ungefährlich. Die Gewalt ist alltäglich. Ein falscher Blick, nachts um 23 Uhr in der Berliner S-Bahn und mann riskiert von einem alkoholisierten aggressiv geladenen Mann angegriffen zu werden. Gewalt gegen Männer wird überwiegend im öffentlichen Raum (z.B. in Verkehrsmitteln, Straße, Plätze, Fußballstadion) ausgeübt. So waren z.B. von 93 im Zeitraum von 1990 bis 2000 im öffentlichen Raum bekannt gewordenen Angriffen mit Todesfolge 72 Fälle, bei denen ausschließlich Männer die Opfer waren (Bundestagsdrucksache 14/5032 vom 27.12.2000).
Die meisten Opfer von Gewalt sind Männer. Die Gewaltformen gegen Männer sind vielfältig und reichen von persönlich ausgeübter physischer und psychischer Gewalt bis zur strukturellen Gewalt, die z.B. durch Gesetze (Diskriminierung nichtverheirateter Väter beim Sorgerecht, Wehrpflicht und Zivildienst als Zwangsdienste nur für Männer, Ausgrenzung in Behörden und Ministerien) staatlicherseits gegen Männer besteht.
Gewalt gegen Männer wird überwiegend von Männern ausgeübt. Im öffentlichen Raum sind weibliche Täterinnen mit männlichen Opfern vergleichsweise selten. Gewalt von Frauen gegen Männer findet man überwiegend im privaten Raum (häuslicher und familiärer Bereich, heterosexuelle Beziehungen). Die Gewaltausübung im privaten Raum darf man sich jedoch nicht so vorstellen, dass dort dauernd geprügelt wird, wie uns das z.B. in der Diskussion um Männergewalt gegen Frauen als Normalzustand verkauft wird. Solche schweren und andauernden Gewaltausübungen gibt es, es sind bundesweit mehrere Tausend Fälle pro Jahr, sie sind aber im Vergleich zu den überwiegend in Beziehungen stattfindenden leichten und mittleren Gewalttätigkeiten sehr selten und daher allein nicht geeignet, häusliche Gewalt in ihrer Ganzheit widerzuspiegeln.
Hinzu kommen Fälle, in denen Frauen Gewalt gegen ihren Partner oder Ex-Partner an andere Männer, z.B. den neuen Frauen delegieren. dies muss nicht in Form eines direkten Auftrages erfolgen. Solche Frauen dürften hier eine Sprache finden, die der "beauftragte" Mann, als Aufforderung zur Gewalt deuten kann. In der Statistik tauchen dann diese Fälle als Männergewalt auf und die auftraggebende Frau bleibt häufig unerkannt.
Seit den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es glücklicherweise ein langsames gesellschaftliches Umdenken, was die Problematik Gewalt gegen Männer betrifft. Im Auftrag der Bundesregierung ist inzwischen eine erste Pilotstudie zu diesem Thema fertiggestellt worden.