Gewalt gegen Männer - Ein Tabu?

jetzt bin ich echt sprachlos. die frauen-an-den-herd-politik der nazis war frauenfreundlich? was soll denn das jetzt?

in den politischen ämtern sollten, so es gerecht zuginge, frauen und männer zahlenmässig ungefähr so präsent sein wie es der BEVÖLKERUNG entspricht, nicht den parteigängern.

dies ist immer noch eine männerwelt. frauen machen weltweit die meiste arbeit und haben das wenigste vermögen.

aber verdammt nochmal, das alles ist hier nicht das thema!!!

also: ich bin absolut dafür, das tabu-thema "gewalt gegen männer" anzugehen. ich bin absolut dagegen, wenn frauenhasser gewalt gegen männer nur dazu benutzen, wieder mal frauen schlecht zu machen. das ist unterste schublade.
 
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Elli schrieb:
Ich glaub, du hast das falsch verstanden. Ich stelle nicht den Sinn der Landesverteidigung in Frage, sondern den Sinn, dass allein Männer dafür verantwortlich sein sollen.
Oder willst du das als Männerdomäne bewahren?
Ja.

Elli schrieb:
Und in anderen Parteien?
Das darfst du einen alten Sozi nicht fragen.

Elli schrieb:
Ich hätte dafür gern Belege.
Das glaube ich dir gern. Ich hab auch nur aus dem
Gedächtnis zitiert und die einzige schnell greifbare
Quelle ist die hier:

Hinsichtlich der geschlechtlichen Zusammensetzung der Wähler unterschied sich die NSDAP
frappierend von den bundesdeutschen rechtsextremen Parteien. Bei den Nationalsozialisten
waren Wählern männlichen und weiblichen Geschlechts durchweg nahezu gleichstark vertreten,
wobei erstmals bei der Reichstagswahl 1933 mehr Frauen als Männer für Hitlers Partei stimmten.


Quelle: Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Institut für Politikwissenschaft

Mehr konnte ich leider nicht finden.

Elli schrieb:
Wie die Reaktion zeigt, hätte ich "frauenfreundlich"
doch besser quotieren sollen.

Frauen wurden natürlich entsprechend der Nazi-Ideologie
aus dem Berufsleben heraus und in eine Mutterrolle
hereingepresst. Aber das mit allerlei monetären
Schmankerln. Man kann nicht sagen, dass es den
Frauen nicht gefallen hätte - siehe Wahlergebnisse.

Elli schrieb:
Welche Ausnahme? *g*
Warst du nicht die unnachgiebige Tierschützerin?

Gruss LB
 
Mondkriegerin schrieb:
in den politischen ämtern sollten, so es gerecht zuginge, frauen und männer zahlenmässig ungefähr so präsent sein wie es der BEVÖLKERUNG entspricht, nicht den parteigängern.
Nix da.

Wer seinen A*sch nicht hochkriegt, in eine Partei
einzutreten hat auch keinen Anspruch, im Vorstand
vertreten zu werden. Wär ja noch schöner.

LB
 
LeBaron schrieb:
Nix da.

Wer seinen A*sch nicht hochkriegt, in eine Partei
einzutreten hat auch keinen Anspruch, im Vorstand
vertreten zu werden. Wär ja noch schöner.

LB

Ich habe selten so viel primitive, unsinnige Gehirnwäsche-mäßige Hasspropa-
ganda gegen die Frauen wie von Dir gelesen.
 
Zauberin schrieb:
Ich habe selten so viel primitive, unsinnige Gehirnwäsche-mäßige Hasspropa-
ganda gegen die Frauen wie von Dir gelesen.
Dein Beitrag ist ein schönes Beispiel für plumpe Verbalgewalt
von Frauen gegen Männer.

LB
 
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte eine Studie zur Gewalt gegen Männer erstellt. Hier die Kurzfassung per PDF-Datei:
http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/M_C3_A4nnerstudie-Kurzfassung-Gewalt,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf

Dann mal noch ein kleiner Auszug von :
http://www.maennerberatung.de/gewalt-gegen-maenner.htm

Männer leben nicht ungefährlich. Die Gewalt ist alltäglich. Ein falscher Blick, nachts um 23 Uhr in der Berliner S-Bahn und mann riskiert von einem alkoholisierten aggressiv geladenen Mann angegriffen zu werden. Gewalt gegen Männer wird überwiegend im öffentlichen Raum (z.B. in Verkehrsmitteln, Straße, Plätze, Fußballstadion) ausgeübt. So waren z.B. von 93 im Zeitraum von 1990 bis 2000 im öffentlichen Raum bekannt gewordenen Angriffen mit Todesfolge 72 Fälle, bei denen ausschließlich Männer die Opfer waren (Bundestagsdrucksache 14/5032 vom 27.12.2000).

Die meisten Opfer von Gewalt sind Männer. Die Gewaltformen gegen Männer sind vielfältig und reichen von persönlich ausgeübter physischer und psychischer Gewalt bis zur strukturellen Gewalt, die z.B. durch Gesetze (Diskriminierung nichtverheirateter Väter beim Sorgerecht, Wehrpflicht und Zivildienst als Zwangsdienste nur für Männer, Ausgrenzung in Behörden und Ministerien) staatlicherseits gegen Männer besteht.

Gewalt gegen Männer wird überwiegend von Männern ausgeübt. Im öffentlichen Raum sind weibliche Täterinnen mit männlichen Opfern vergleichsweise selten. Gewalt von Frauen gegen Männer findet man überwiegend im privaten Raum (häuslicher und familiärer Bereich, heterosexuelle Beziehungen). Die Gewaltausübung im privaten Raum darf man sich jedoch nicht so vorstellen, dass dort dauernd geprügelt wird, wie uns das z.B. in der Diskussion um Männergewalt gegen Frauen als Normalzustand verkauft wird. Solche schweren und andauernden Gewaltausübungen gibt es, es sind bundesweit mehrere Tausend Fälle pro Jahr, sie sind aber im Vergleich zu den überwiegend in Beziehungen stattfindenden leichten und mittleren Gewalttätigkeiten sehr selten und daher allein nicht geeignet, häusliche Gewalt in ihrer Ganzheit widerzuspiegeln.

Hinzu kommen Fälle, in denen Frauen Gewalt gegen ihren Partner oder Ex-Partner an andere Männer, z.B. den neuen Frauen delegieren. dies muss nicht in Form eines direkten Auftrages erfolgen. Solche Frauen dürften hier eine Sprache finden, die der "beauftragte" Mann, als Aufforderung zur Gewalt deuten kann. In der Statistik tauchen dann diese Fälle als Männergewalt auf und die auftraggebende Frau bleibt häufig unerkannt.
Seit den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es glücklicherweise ein langsames gesellschaftliches Umdenken, was die Problematik Gewalt gegen Männer betrifft. Im Auftrag der Bundesregierung ist inzwischen eine erste Pilotstudie zu diesem Thema fertiggestellt worden.
 
JimmyVoice schrieb:
Sehr guter Beitrag!

Ich möchte von derselben Website noch gern diesen
Text zitieren - aus aktuellem Anlass und um zu verdeutlichen,
was "Krieg" für Männer bedeutet:

Bei dem Massaker von Srebrenica wurden ca. 8.000 Männer und männliche Jugendliche niedergemetzelt. Frauen und Kinder (Jungen und Mädchen) wurden dagegen "großzügig" geschont.

Die Tragödie in der Bergarbeiterstadt Srebrenica in einem engen Tal im Osten des Landes ist zum Synonym für das schlimmste Kriegsverbrechen auf europäischem Boden seit Ende des Zweiten Weltkriegs geworden. Bis heute ist nicht vollständig aufgeklärt, wie es in den heißen Julitagen 1995 zu dem Massaker kommen konnte.

In Srebrenica, eine der muslimischen Enklaven im serbischen Herrschaftsgebiet in Bosnien, lebten während der serbischen Eroberungen über 42.000 Menschen, darunter mehr als 20.000 Flüchtlinge. Die Stadt lag unter ständigem Beschuss, Lebensmittel waren knapp. Mit der UN-Resolution 819 war Srebrenica 1993 zur UN-Schutzzone erklärt und ein leicht bewaffnetes Blauhelm-Bataillon stationiert worden.

Zuerst überwachten Kanadier, dann Niederländer neben ihrer Schutzfunktion auch die Entwaffnung der muslimischen Einheiten in der Enklave. Die Entwaffnung jedoch unterblieb, und die Serben akzeptierten die UN-Resolution nicht. Durch tagelangen Granaten-Beschuss wurde Srebrenica im Sommer 1995 sturmreif geschossen. 15.000 Menschen versuchten einen Ausbruch in die Wälder, andere flüchteten zum Teil bewaffnet ins Camp der Blauhelme in Potocari. Am 11. Juli ließen dann die Serben Busse und Lastwagen vorfahren, verluden Frauen und Kinder und setzten sie zwischen den Fronten nahe der Stadt Tuzla aus. Auch die wehrpflichtigen Männer wurden abtransportiert. Seit dem Ende des Bosnien-Krieges wird nach ihren Spuren gesucht. Bosnisch-serbische Streitkräfte hatten 8.000 Männer von ihren Frauen und Kindern getrennt und erschossen, erstochen oder zu Tode gefoltert.


LB
 
Zauberin schrieb:
Ich habe selten so viel primitive, unsinnige Gehirnwäsche-mäßige Hasspropa-
ganda gegen die Frauen wie von Dir gelesen.
wenn man deine Zeilen so liest.. sie sind auch nicht gerade von Liebe und Barmherzigkeit durchtränkt.
 
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Hallo-findet ihr nicht,daß Gewalt (geg. wen auch immer) millieubedingt ist ?
Leider ist es so,daß vorallem junge Männer beweisen "müssen",wie gut/stark sie sind,besonders in der Gruppe,um "männlich" zu wirken.
Dieses Gruppenverhalten findet sich nat. auch in Mädchengangs-es geht in diesen Gruppen doch vorwiegend darum etwas beweisen zu "müssen"- man/frau wird dann eher ernst genommen !?
Meiner Meinung nach liegt es wohl am sozialen Umfeld/Millieu in dem man/frau aufgewachsen ist (Vorbildwirkung)-vermutl. aber auch eine Frage des Intellekts.
Aus jedem Kampf gehen zwei Verlierer hervor (wurde uns beim Training oft und oft gesagt) .
Fazit:es geht wohl nicht so sehr um Gewalt geg. Fauen/Männer,sondern eher
um Gewalt allgemein (häusliche Gewalt/Mobbing etc.).
Warum besuchen viele Führungskräfte wohl Machiavelliseminare ?
Es geht auch hier wie sonst überall um Macht (+ Geld).
Warum gelingt ein harmonisches Miteinander nicht (hat glaube ich noch nie funktioniert) .
Paradigmenwechsel !!! WÄRE HÖCHSTE ZEIT !

L.G.
 
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