Gewalt an Schulen

ich verstehe das gejammere der Leute dann nicht, wenn Gewalt an Schulen herrscht.Erziehung setzt aber im Elternhaus an.Punkt.

Warum begreifen das so viele nicht?Dann wundern sie sich,wenn Lehrer aufgeben.Etwas Di
 
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Hi tetra,

ich las in meiner Kindheit mal eine kurze Geschichte von einer Familie, in der wohnten Kinder, Eltern und Großeltern zusammen.

Der Großvater hatte von den Eltern anstatt eines normalen Tellers aus Porzellan, immer einen Holzteller zum Essen bekommen, weil man aufgrund seiner Zittrigkeit sichergehen wollte, dass ihm keine Porzellan runterfallen würde. Auch musste er immer abgesondert essen, dass niemand von seinem Sabbern während des Essens gestört wurde. Als der Enkel anfing, Holztellerchen für seine Eltern zu schnitzen, die er ihnen geben wollte, wenn sie älter würden, haben die Eltern in meiner Geschichte daraus gelernt, nachdem sie geweint hatten...

Im Moment sind wir immer noch in der Position, in der wir etwas ändern können. Auch haben nur wir im Moment die Möglichkeit zu solchen Dingen wie Gnade und Toleranz. Kinder und Jugendliche können es noch nicht, außer sie haben es irgendwie mit der Muttermilch aufgenommen, oder es ist ihnen bereits angeboren.

Jene, denen die Liebe fehlt schreien am lautesten nach Gesetzen, Recht, Disziplin und Ordnung – kann man übrigens auch recht gut in „M. Kampf“ nachlesen, wenn man den Focus ändert...

Ein Grundproblem der meisten Menschen besteht auch darin, dass sie nach einem weitverbreiteten Standartmuster handeln:

Viele, auch die meisten Christen handeln nicht nach den Worten ihres Meisters und halten die andere Wange hin...

Die, die verletzt werden, rüsten nach einer Verletzung selbst auf und werden selbst zu Tätern, vor allem um den Schmerz der Verletzung nicht mehr spüren zu müssen. Sie wiederholen dann fast immer die Taten, die an ihnen vollzogen wurden. Dies verselbständigt sich dann in der Art, dass sie anfangen dieses Prinzip zu rechtfertigen und logisch zu untermauern. Ab dem Moment braucht es immer mehr Regeln und Gesetze. Diese Spirale läuft seit Jahrtausenden – mit dem Entstehen der Konsumgesellschaft kann man sich dann mit noch mit billigeren Argumenten von seiner Herzens- und Gewissensverantwortung entbinden.

Die Angelegenheiten des Herzens sind größtenteils bezahlbar geworden.

Lieber Tetra, ich gehe davon aus, dass da noch einige Rekorde drin sein werden und wie das werden wird kann ich mir sehr gut an Hand dessen ausmalen, was ich z. B. zum Thema Gewalt an Schulen sehe.

Ich finde, es ist richtig von Deiner Mutter, die Bequemlichkeit derer, die noch nicht im Sterben liegen etwas abstürzen zu lassen - vielleicht lernt dann auch der eine oder anderen etwas dabei.

Liebe Grüße, Johann
 
Mir ist gerade im Zusammenhang mit der Gewalt an Schulen das Wort "Schnupperknast" über den Weg gelaufen. Es ist offenbar vom bayrischen Innenminister ins Gespräch gebracht worden.

Und ich muss sagen, es findet bei mir einen gewissen Anklang. Wenn Schüler z.B. wiederholt Gewalt gegen Mitschüler ausgeübt haben und alle erzieherischen Massnahmen nichts bewirken, sollte man wirklich einmal darüber nachdenken, ob nicht Anti-Aggressions-Kurse angebracht sind.

Dazu müssen natürlich entsprechende Gelder bewilligt werden. Sollte selbst ein wiederholter Besuch solcher Kurse keinen Erfolg haben, würde ich selbst einen Schnupperknast befürworten, bevor der Schüler andere so schwer verletzt, dass er jahrelang in den Jugendknast kommt.
 
auch die verkürzung von 13 auf 12 schuljahre halte ich für einen fehler.

Wobei man auch nicht vergessen sollte, dass das ganze Niveau um eine ganze Stufe abgesunken ist..

Was wir heute als " Hauptschule " deklarieren, war früher Sonderschulniveau, die heutige Realschule entspricht dem früheren Volksschulenbereich und so weiter..

Oder, wie Sokrates schon sagte > unsere Jugend verdummt!!

Gruß von Rita
 
JohannW schrieb:
Die, die verletzt werden, rüsten nach einer Verletzung selbst auf und werden selbst zu Tätern, vor allem um den Schmerz der Verletzung nicht mehr spüren zu müssen. Sie wiederholen dann fast immer die Taten, die an ihnen vollzogen wurden. Dies verselbständigt sich dann in der Art, dass sie anfangen dieses Prinzip zu rechtfertigen und logisch zu untermauern. Ab dem Moment braucht es immer mehr Regeln und Gesetze. Diese Spirale läuft seit Jahrtausenden – mit dem Entstehen der Konsumgesellschaft kann man sich dann mit noch mit billigeren Argumenten von seiner Herzens- und Gewissensverantwortung entbinden.

Sehr schön formuliert, ganz so sehe ich es auch...

Leider sind sich die Wenigsten bewusst dass sie somit (schleichend) zu dem werden, was sie zuvor selbst angeprangert haben...
 
JohannW schrieb:
Ich finde, es ist richtig von Deiner Mutter, die Bequemlichkeit derer, die noch nicht im Sterben liegen etwas abstürzen zu lassen - vielleicht lernt dann auch der eine oder anderen etwas dabei.

Der eine oder andere gewiss, die grosse Masse wird jedoch wohl eher die von dir bereits erwähnten Verteidigungsmuster anwenden, ist ja um so viel einfacher als echte Reflexion. Da wird die Einsicht dann wohl erst kommen wenn das eigene Kind beginnt Holzteller für einen selbst zu schnitzen...

Liebe Grüsse

Tetra
 
RitaMaria schrieb:
Wobei man auch nicht vergessen sollte, dass das ganze Niveau um eine ganze Stufe abgesunken ist..

Was wir heute als " Hauptschule " deklarieren, war früher Sonderschulniveau, die heutige Realschule entspricht dem früheren Volksschulenbereich und so weiter..

Oder, wie Sokrates schon sagte > unsere Jugend verdummt!!

Gruß von Rita

Dem kann ich nicht zustimmen. Es mag sein, dass dein Vergleich vielleicht auf die letzten 10 Jahre zutrifft. Das kann ich aber nicht so genau beurteilen. Im Gegensatz zu den früheren Jahrzehnten ist heutzutage der Lernstoff viel umfangreicher, die Schüler werden viel mehr gefordet und mit viel mehr Wissen vollgestopft. Ob das allerdings sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Ich halte es nicht unbedingt für sinnvoll, sondern ich würde lieber andere Schwerpunkte setzen, wie z.B. das Lernen des sozialen Miteinanders.

Und außerdem meine ich, gehören meditative Entspannungstechniken (Yoga, Meditation, Autogenes Training) unbedingt mit auf den Lehrplan. Am wichtigsten ist das Erwecken der Neugier und der Lust, sich selber das Wissen anzueignen. Ist das geschehen, dann kann man die Lehrer schon fast nach Hause schicken.
 
Im Gegensatz zu den früheren Jahrzehnten ist heutzutage der Lernstoff viel umfangreicher, die Schüler werden viel mehr gefordet und mit viel mehr Wissen vollgestopft.

No, Sir!
Das geht ja gar nicht erst rein.... hauptschulmäßig.

Was am heutigen Tag scheinbar aufgenommen wurde, ist morgen weg wie nie gewesen.

Wer was lernt, ist ein Streber ( seit wann ist es eigentlich schlimm, nach was zu streben? ) und was zu wissen, ist absolut uncool...

Da ist dann Pythagoras eine Käsesorte und London, das ist doch der Typ aus den Fernsehsendungen???
Eine Fläche berechnen - so´n Mist! Groß- und Kleinschreibung wird prinzipiell bestenfalls ausgewürfelt und nix wissen macht ja eh nix..

Macht doch was. Macht lächerlich...

Gruß von Rita
 
Hallo RitaMaria

Deine Aussage ist mir nicht nur ein bisschen zu pessimistisch. Wenn ich meine, dass die Forderungen an die Schüler heute viel höher sind, als in den letzten Jahrzehnten, dann spreche ich natürlich von den Lehrplänen. Wie weit man die allerdings umsetzen kann, ist eine zweite Frage. Da stimme ich dir zu.
 
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Hallo,

und WIE BITTE??? Eine 6j. soll einen fremden mann als Alter bezeichnen dürfen? Eine Frechheit!!!
Ob der mann raucht oder nicht, geht diese Göre überhaupt nichts an. Dieser mann zahlt Steuern, er bezahlt mit seinen Krankenkassenbeiträgen auch für die Versorgung dieses Kindes.
Der größte Fehler, der gemacht wurde und och heute gemacht wird, ist die antiautoritäre Erziehung. Kinder werden heute hochgejubelt, alles wird ihnen abgenommen.
Im Bus aufstehen für einen älterenMenschen. Bloß nicht, die armen kleinen 2Zentner Monster sind doch viel zu müde und schwach dafür.Zuhause wird die Musik aufgedreht, auf Kosten der Eltern stundenlang telephoniert, jedes Kid muß? ein Handy haben, zum Nikolaus gibts die Blähstäschen usw.
Und wehe dem Erziehungsberechtigten, der es wagt, seiner Brut einen Klaps zu geben.Da ist dann sofort der kinderschmutzbund auf der Matte. Da wo´s nötig wäre, bei wirklich gewalttätigen Eltern kommen sie natürlich nicht.
Die "Zukunft dr Nation" muß wieder auf den Boden zurückgeholt werden. D.h. sie müssen wieder mehr Bescheidenheit lernen, müssen sich ihre Rechte verdienen, durch Leistung und gutes Benehmen, und das fängt im Elternhaus an.Bei manchen Eltern hat man eh den Eindruck, daß sie sich Kinder anschaffen, um Kindergeld und Steuerermäßigungen zu kassieren.
Auch in den Schulen muß der Allgemeinbildung mehr Raum gegeben werden.Und die Lehrer müssen das Recht haben, notfalls zurückschlagen zu dürfen.
Leider geht´s heute nicht mehr anders.


Alles Gute


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