Gefühle echt oder nicht echt?

  • Ersteller Ersteller Mrs. Jones
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weshalb darfst Du nicht traurig sein.?...hab ich das so unmissverständlich gesagt..traurigsein ist ein natürliches Gefühl, es gibt entartete Gefühle wie die Verlustangst, sie entsteht erst nachdem man die Traurigkeit nicht spüren wollte...
Der Mensch darf seine Gefühle leben, was sollte er sonst damit tun, es ging zu Beginn nur darum, dass Du zwei Gefühle genannt hast und ich andere, Liebe und Angst und egal welche Gefühle es gibt, meiner Meinung nach basieren sie immer auf Liebe oder Angst, das bedeutet ja nicht, dass man diese Gefühle nicht leben darf oder muss, es geht ja nur darum sich Gedanken zu machen in welche Gefühle man gerade abrutscht um sich bewusst zu werden was Gefühle sind und das wir nicht die Gefühle, Gedanken und Körper sind, sondern diese haben.

Ehm...grübel...

nochmal grübel. Was ist ein entartetes Gefühl, was man aber leben sollte, weil es ja auch eins ist?
Ich bleibe mal einfach bei meiner mir eigenen Zuordnung, da ich deinen Text vermutlich nicht verstehe. Aber da du weisst, was du meinst, soll es mich für dich einfach mal mit-freuen. Ok?! :)
 
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Dass Verlust das Fehlen von Liebe ist... wie gesagt, ich glaube es nicht länger!
Denn wenn ich nicht liebe, kann ich persönlich gar keinen Verlust empfinden.
Was mehr soll denn die Liebe noch sein?
Ich habe keine Angst, wenn ich traurig bin. Ist das nur bei mir so, wirklich??

nee, Moment, da ist eine Verschwurbelung hereingeraten!

wenn du jemanden lieb hast und den verlierst du eines Tages aus deinem Leben, dann macht dich das traurig, normal.
wäre er dir egal, dann wäre dir auch egal, ob er weiterhin da ist oder nicht. du würdest vielleicht kurz mal denken,
och, der X, der ist ja garnich mehr da, aber es würde dich nicht doll berühren.
soweit isses ja klar, diesen Unterschied kennen wir alle. jemand, den man lieb hat, verlieren, macht ein trauriges Gefühl.
die Schaukel kommt ins Schwingen, das Gemüt wird bewegt, eine Emotion ist geboren: Trauer.

und jetzt zu diesem "Verlust ist das Fehlen von Liebe" oder so. ich denk das bezieht sich auf das Verharren im Traurigsein.
normal kommt man ja wieder heraus aus der Traurigkeit. wie´s im kleinen Prinz heißt: ..und man tröstet sich immer.
eben noch hat das Baby geweint und geschrien, jetzt guckt es gebannt dem Schmetterling hinterher. es ist im Jetzt.
jetzt ist das Weinen und Schreien vorbei, jetzt ist Gucken und Staunen dran. jetzt. ein Jetzt nach dem anderen.
solange das Baby noch einigermaßen unkaputtgemacht ist, guckt es jedem Moment erwartungsvoll und freudig entgegen,
es sei denn, da drückt oder schubbert grad was im Bauch oder am Po, dann muß natürlich geschrien werden, is klar.

wenn Mensch grundsätzlich das Leben liebt, sein Leben liebt, dann findet er immer wieder zur Freude zurück, nicht?
dann ist zwar immer mal etwas so beschaffen, daß es geeignet ist ihn traurig zu machen, aber er bleibt darin nicht stecken.
und wenn dieses Gefühl vom "Vertrauen ins Leben als ihn liebevoll umgebend" sehr stark ist, kann er umso mehr
annehmend akzeptieren, was ihm auf seinem Lebensweg begegnet. dann muß er weniger häufig traurig sein, nehm ich an.

o_O hm ..
 
nee, Moment, da ist eine Verschwurbelung hereingeraten!

wenn du jemanden lieb hast und den verlierst du eines Tages aus deinem Leben, dann macht dich das traurig, normal.
wäre er dir egal, dann wäre dir auch egal, ob er weiterhin da ist oder nicht. du würdest vielleicht kurz mal denken,
och, der X, der ist ja garnich mehr da, aber es würde dich nicht doll berühren.
soweit isses ja klar, diesen Unterschied kennen wir alle. jemand, den man lieb hat, verlieren, macht ein trauriges Gefühl.
die Schaukel kommt ins Schwingen, das Gemüt wird bewegt, eine Emotion ist geboren: Trauer.

und jetzt zu diesem "Verlust ist das Fehlen von Liebe" oder so. ich denk das bezieht sich auf das Verharren im Traurigsein.
normal kommt man ja wieder heraus aus der Traurigkeit. wie´s im kleinen Prinz heißt: ..und man tröstet sich immer.
eben noch hat das Baby geweint und geschrien, jetzt guckt es gebannt dem Schmetterling hinterher. es ist im Jetzt.
jetzt ist das Weinen und Schreien vorbei, jetzt ist Gucken und Staunen dran. jetzt. ein Jetzt nach dem anderen.
solange das Baby noch einigermaßen unkaputtgemacht ist, guckt es jedem Moment erwartungsvoll und freudig entgegen,
es sei denn, da drückt oder schubbert grad was im Bauch oder am Po, dann muß natürlich geschrien werden, is klar.

wenn Mensch grundsätzlich das Leben liebt, sein Leben liebt, dann findet er immer wieder zur Freude zurück, nicht?
dann ist zwar immer mal etwas so beschaffen, daß es geeignet ist ihn traurig zu machen, aber er bleibt darin nicht stecken.
und wenn dieses Gefühl vom "Vertrauen ins Leben als ihn liebevoll umgebend" sehr stark ist, kann er umso mehr
annehmend akzeptieren, was ihm auf seinem Lebensweg begegnet. dann muß er weniger häufig traurig sein, nehm ich an.

o_O hm ..

Das sehe ich ganz genauso. Weder Freude noch Trauer sind Dauerzustände.
Bei mir gibt es überhaupt gar keinen Dauerzustand, alles wandelt sich ständig.
 
Ja aber auch cool irgendwie - deshalb danke für s eröffnen des Threads :)

Was ich vor allem glaube :
Wir sind alle unterwegs , wohin sei mal dahingestellt ... Eine Frage, viele Betrachtungsweisen..so wie mir eben gesagt wurde: ein Berg und an allen möglichen Positionen ist ein Bergsteiger ... Jeder ist auf dem gleichen Berg, aber je nachdem wo man steht, hat man einen ganz anderen Ausblick ....


Jeder Ausblick ist aber nunmal in dem Moment die Wahrheit , keiner hat den ultimativen Anspruch, dass sein Ausblick und nun der wahrhaftige ist ;)
 
Ja aber auch cool irgendwie - deshalb danke für s eröffnen des Threads :)

Was ich vor allem glaube :
Wir sind alle unterwegs , wohin sei mal dahingestellt ... Eine Frage, viele Betrachtungsweisen..so wie mir eben gesagt wurde: ein Berg und an allen möglichen Positionen ist ein Bergsteiger ... Jeder ist auf dem gleichen Berg, aber je nachdem wo man steht, hat man einen ganz anderen Ausblick ....


Jeder Ausblick ist aber nunmal in dem Moment die Wahrheit , keiner hat den ultimativen Anspruch, dass sein Ausblick und nun der wahrhaftige ist ;)


Ich weiss schon, warum Bergsteigen nix für mich ist ....


:D
Zippe
 
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Mrs.Jones
Man sollte doch aber immer wieder sich selbst hinterfragen.
Ja das sollte die Grundlage des eigenen Weltbildes sein.
Ich nehme das nicht mehr als gegeben hin, dass ich automatisch Angst zugeschrieben bekomme, nur weil ich trauere.
Auch Gefühle können hinterfragt werden und zwar nicht vom Verstand, sondern in der eigenen Gefühlswelt. Du kannst deinen Gefühlen nachfühlen und sie in auf ihrem Weg begleiten, sie zurückverfolgen und ihren Ursprung erkennen. Wobei der Auslöser für Gefühle meist nicht der Ursprung ist.

Mach das mal mit deiner Trauer, wenn du mal wieder drin bist.

Das soll ja eh bitteschön jeder tun, wie er möchte- allein, ich glaube das nicht länger!
sehr gut! die Kämpferin zeigt sich!
Erst bekommt man erzählt wie die Welt funktioniert und entweder man bleibt auf diesen Gleisen, oder man sucht sich einen neuen eigenen Weg. Und das geht nur indem man das gesagt bekommene hinterfragt, anderes ausprobiert und eigene Erfahrungen sammelt. Dazu gehört auch das lernen von Ablehnung und Distanz.

Weint ein Baby vor Hunger und die Mutter kommt nicht gleich, vermute ich, ist es zunächst einmal traurig. Es weint weiter. Kommt die Mutter dann immer noch nicht, wird es wohl irgendwann Angst bekommen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es sooofort Angst hat.
Wenn ein Baby Hunger hat, wird es schreien. Es schreit, weil der Bauch wehtut, oder weil der Hintern weh tut, oder weil sonstwas ist, was er spürt und was unangenehm ist. Da ist einfach nur Schmerz. Das hat weder mit Trauer noch mit Angst zu tun.

Aber nun mal mit dem Verstand hinterfragt - wie entsteht denn dieser Schmerz? Da wirkt etwas auf das Baby ein, das Baby ist Situationen ausgesetzt, die es vorher im Bauch der Mutter nicht kannte. Im Bauch der Mutter war für alles gesorgt, es musste keine eigenen Aktivitäten entfalten, um Bedürfnisse befriedigt zu bekommen. Es gab keinen Hunger, da die Nahrung per Nabelschnur ankam. Das Baby war ein Teil des mütterlichen Organismus. Erst als es da drinnen zu eng wurde, begannen die ersten Unannehmlichkeiten, die das Baby heraustrieben. Aber es gab keine Erleichterung, es wurde nur noch schlimmer, angefangen mit der Luft, die in die Lungen strömte und wie Feuer brannte. Und nun musste sich das Baby selber kümmern wenn es Hunger hatte, sehr schnell lernt es nun, dass Schreien immer hilft.

So das war eine kleine Exkursion in die Welt des Babys, aber wir sind nicht auf Trauer gestossen. Lediglich haben wir gesehen, wie das Baby aus einer Einheit mit der Mutter auf eigene Füsse gestellt wurde (wobei auch das erst noch gelernt werden muss). Also - dies ist eine Trennung, aus eins wird zwei - aus einer Vollversorgung wird Verantwortung für eigene Bedürfnisse (oder zumindest dafür zu sorgen, dass Bedürfnisse befriedigt werden) zu sorgen.

Dieser Ausstieg aus der Einheit mit der Mutter ist eine Trennung, ist eine Vertreibung. Es ist der Verlust der Einheit, der Geborgenheit. Diese Suche nach Einheit und Geborgenheit wird zu einem Grundmuster im Menschen. Aber auch die Erlangung von Freiheit und Selbständigkeit ist ein Grundmuster des Menschen, dieses ins Leben geworfen werden, in die Trennung, in die Dualität. In uns wirken diese zwei Kräfte - das Heimweh und das Fernweh - zentripedale und zentrifugale Kräfte, die uns in Stücke reissen wollen, die wir aber zähmen können.

Osho sagte, mag zwar allgemein anerkannt sein, ist aber nicht länger meins.
Osho war es wichtig, dass du deinen eigenen Weg findest. Er hat nur Hilfen dazu gegeben. Und selbst das Annehmen der Mala, die Schülerschaft, diente nicht dazu in Abhängigkeit zu kommen, sondern war Hilfe dazu Hingabe zu lernen und zu lernen etwas loszulassen.

Was, wenn er in Wahrheit ein Angsthase war und deshalb seine Angsttheorie in all den vielen Köpfen verankert hat?
:)
Hast du Angst vor der Angst?

Viele sagen z.B., wenn ihnen etwas quer geht, sie können nun mal nicht alles und jeden lieben. Ich gehöre dazu.
Wenn du die zwischenmenschliche Liebe meinst gebe ich dir Recht - ja so ist das. Ich entscheide wer mein Feind und wer mein Freund ist. Ich entscheide ob ich eine Beziehung eingehe oder nicht.

Wenn mich etwas traurig machte (bisher), dann sagte ich mir stets, ich müsse bestimmt noch an mir arbeiten (und suchte nach Angst)...
Es geht nicht darum nach Angst zu suchen, sondern Erkenntnisse zu erlangen. Gehe wie ich oben schrieb in deine Trauer hinein, und zwar ohne etwas bestimmtes zu suchen - schau dich in deiner Trauer um - fühle dich hinein - erfasse ihre Weite und Tiefe, ihre Schwingungen und folge ihren Wegen, so erlangst du Erkenntnisse.

LGInti
 
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