Gefühle echt oder nicht echt?

  • Ersteller Ersteller Mrs. Jones
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Magst du das näher erklären? Wenn wir aus der Liebe kommen, finden wir dort keine Polarität??

Na guuuuuut - ich mag (es versuchen ) :D

Ich nehm mal Osho zurhand: er sagte mal, solang noch zwei Liebende da sind, ist noch keine Liebe da ....

Und ich selbst kenn das auch von mir so .... Wenn da zwei Liebende sind, sind sie nicht zur Liebe geworden, dann ist da immer noch eine Sehnsucht, ein Suchen...(und vllt auch eine Gelegenheit des Findens)
Aber wann immer ich es erlebte, dass ich und mein Gegenüber uns quasi auflösten, dann gab es eine neue Dimension, die sich wie Heimat anfühlte ....

Wenn Liebe da ist, ist man in allem, dann gibt es kein du und kein ich, kein Tag und keine Nacht, kein gestern und morgen- all das sind dann lediglich Betrachtungsweisen-dann ist da aber letztlich nur Liebe.... Und das ist unsere wahre Natur.... Liebe.

Wie kann eine Einheit Dual sein? Das schließt sich meines Erachtens nach aus ....

Aber was soll ich sonst dazu sagen? Es gab auch für mich bis dato nur flüchtige Einblicke in das, zu wenig greifbar , als dass es Zustand geworden ist und deshalb ist es für mich auch mehr Idee als Weisheit oder Wissen.

Aber ich stelle fest, dass dennoch sich etwas wandelt ... Ich mach es mal an der Art und Weise fest, wie ich Liebe erlebe .... Es ist weniger ein Wollen geworden. Weniger Begierde, weniger Sehnsucht.... Sie ist, und so wie sie ist, ist es gut und fühlt sich richtig an. Ruhiger....

Die Leidenschaft wird weniger ...
Vor ein paar Jahren hätte ich das schrecklich gefunden... Ich suchte den Kick, das Besondere, das Drama jeweils implizierte....
Was auch wieder Polarität bedeutete.... Liebesbekundung, Hasstirade,
Sehnsucht, Eifersucht,
Leidenschaft, Kälte ....

So in etwa ....
Mittlerweile entfällt das mehr und mehr... In mir füllt sich etwas und kommt nach und nach zusammen .... Die Angst, die mein ewiger Begleiter war, wird im gleichen Schritt weniger, wie die Liebe wächst ....
 
Wow, gehaltvoller Beitrag, @Damour. Danke!
Hm, also wäre dementsprechend (falls diese Entsprechung überhaupt als zulässig angesehen werden kann) nur die Freude echt, nicht mal die Trauer bliebe.
Aber ich habe hier erlebt, dass diese Entsprechnung Entsetzen auslöst, also werde ich in Zukunft darauf verzichten. Die Leute mögen wohl die Liebe mehr.
Ok ^^
 
Wow, gehaltvoller Beitrag, @Damour. Danke!
Hm, also wäre dementsprechend (falls diese Entsprechung überhaupt als zulässig angesehen werden kann) nur die Freude echt, nicht mal die Trauer bliebe.
Aber ich habe hier erlebt, dass diese Entsprechnung Entsetzen auslöst, also werde ich in Zukunft darauf verzichten. Die Leute mögen wohl die Liebe mehr.
Ok ^^
Ich weiß net- weißt, ich tue mich mit dem unecht und echt als Kategorie so schwer ....

Wir sind ja alle zerissen, entrissen, oder wie auch immer ....

Wenn ich wütend bin, bin ich wütend , wenn ich trauere, trauere ich....

Heute ist der Todestag meines Vaters.
Gerade meine Mutter und meine Schwester knabbern da ran.

Wer zur Hölle bin ich, ihnen diese Trauer als unecht absprechen zu wollen? Ich sehe es so- da klopft die Liebe an die Tür .... Die Sehnsucht ist geblieben ....
Mein Vater war wundervoll ..... Deshalb konnte ich ihn ziehen lassen, aber auch ich habe immer noch Trauergefühle, wo sich die kleine Tochter nach ihrem Vater sehnt, der ihr so ein wundervoller Mensch war.
Aber die Einheit mit ihm wiegt schwerer , selbst nach seinem Tode .... Ich kann diesen Schmerz wieder gehen lassen ...heute ist er gar nicht da .... Nur Weite ...
 
Ich weiß net- weißt, ich tue mich mit dem unecht und echt als Kategorie so schwer ....

Wir sind ja alle zerissen, entrissen, oder wie auch immer ....

Wenn ich wütend bin, bin ich wütend , wenn ich trauere, trauere ich....

Heute ist der Todestag meines Vaters.
Gerade meine Mutter und meine Schwester knabbern da ran.

Wer zur Hölle bin ich, ihnen diese Trauer als unecht absprechen zu wollen? Ich sehe es so- da klopft die Liebe an die Tür .... Die Sehnsucht ist geblieben ....
Mein Vater war wundervoll ..... Deshalb konnte ich ihn ziehen lassen, aber auch ich habe immer noch Trauergefühle, wo sich die kleine Tochter nach ihrem Vater sehnt, der ihr so ein wundervoller Mensch war.
Aber die Einheit mit ihm wiegt schwerer , selbst nach seinem Tode .... Ich kann diesen Schmerz wieder gehen lassen ...heute ist er gar nicht da .... Nur Weite ...

Dass Trauer unecht sein soll, ist ein lesefehler. Ich habe ihn lediglich nicht korrigiert.
Aber nun muss ich das einfach nochmal loswerden: Freude und Trauer sind für mich ECHT.
 
Tja, und wie ist das nun mit Liebe und Angst als Paar? Sagt man dann, man hat Angst, nur weil man trauert?
Darüber bin ich gestolpert und deshalb habe ich das Ganze kurzerhand ausgetauscht. Frech? Möglicherweise.
Aber selbst Elefanten trauern, die haben doch keine Angst, nur weil einer von ihnen gestorben ist. Sie trauern!
 
Mrs. Jones
Berechtigte Frage! Gibt es überhaupt so etwas wie echte und unechte Gefühle? Wenn ich Hass fühle, dann ist der Hass doch echt... und doch, ich kann ihn auflösen.
Kann ich die Freude auflösen und die Trauer? Ich denke, nein.
Danke für diese Erklärung, die macht es sinnvoll. Ich hab es so gelernt, dass es primäre und sekundäre Gefühle gibt. Freude und Trauer wären dann in dieser Erklärung solche primären Gefühle.

Wobei auch bei der Trauer doch Verlust die Ursache ist und sie somit auf die Einsamkeit "Angst vor dem Alleinsein" zurückgeführt werden kann? Angst widerum ist aber nur die Abwesenheit von Geborgenheit, Sicherheit etc. - wenn ich aber in der Liebe bin, in diesem All-ein(s)-sein, dann bleibt nur noch die Liebe als Alleiniges Sein und ist somit das primärste Urgefühl, oder in deinen Worten das echteste der möglichen Gefühle.

so wie Damour es sagt: Liebe und Angst sind ja schon zwei, wenn wir aber aus dem Einem kommen, wird dort keine Polarität zu finden sein.....

LGInti
 
Zuletzt bearbeitet:
Damour
Sehr schön wie du das beschreibst
Aber ich stelle fest, dass dennoch sich etwas wandelt ... Ich mach es mal an der Art und Weise fest, wie ich Liebe erlebe .... Es ist weniger ein Wollen geworden. Weniger Begierde, weniger Sehnsucht.... Sie ist, und so wie sie ist, ist es gut und fühlt sich richtig an. Ruhiger....
Ja es ist das betrachten der Wolken die über den Himmel des Lebens ziehen, mal sind es Schäfchenwolken, mal sind es Gewitterwolken. Sie werfen Schatten, die auch über mich hinwegziehen, mal grollt es mal zucken Blitze, dann wärmt und lacht wieder die Sonne. All das ist echt und doch ist alles Theater und ich darf in dem Stück mitspielen, was kann es schöneres geben.

LGInti
 
Wobei auch bei der Trauer doch Verlust die Ursache ist und sie somit auf die Einsamkeit "Angst vor dem Alleinsein" zurückgeführt werden kann? Angst widerum ist aber nur die Abwesenheit von Geborgenheit, Sicherheit etc. - wenn ich aber in der Liebe bin, in diesem All-ein(s)-sein, dann bleibt nur noch die Liebe als Alleiniges Sein und ist somit das primärste Urgefühl, oder in deinen Worten das echteste der möglichen Gefühle.

so wie Damour es sagt: Liebe und Angst sind ja schon zwei, wenn wir aber aus dem Einem kommen, wird dort keine Polarität zu finden sein.....

LGInti

Ja, Liebe und Angst sind 2. Und ja, das hast nicht nur du so gelernt. Man sollte doch aber immer wieder sich selbst hinterfragen.
Ich nehme das nicht mehr als gegeben hin, dass ich automatisch Angst zugeschrieben bekomme, nur weil ich trauere. Das soll ja eh bitteschön jeder tun, wie er möchte- allein, ich glaube das nicht länger!
Weint ein Baby vor Hunger und die Mutter kommt nicht gleich, vermute ich, ist es zunächst einmal traurig. Es weint weiter. Kommt die Mutter dann immer noch nicht, wird es wohl irgendwann Angst bekommen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es sooofort Angst hat. Es hat Hunger und macht auf sich aufmerksam, mehr wissen im Prinzip weder du noch ich.
Ich weiss nicht recht, wieso *uns* immer die Angst zugeschrieben wird???
Anderes Bsp., hier im Forum. Manche Beiträge erfreuen mich, andere machen mich aber sogar traurig. Wenn ich bspw. nicht richtig verstanden werde oder beschimpft werde, kann ich aber beim besten Willen nicht behaupten, das macht mir Angst.
Deshalb sind für mich Freude und Trauer die beiden Seiten einer Medaille, die beide der Liebe zugehörig sind. Das fühlt sich stimmig an und das, was bspw. Osho sagte, mag zwar allgemein anerkannt sein, ist aber nicht länger meins. Was, wenn er in Wahrheit ein Angsthase war und deshalb seine Angsttheorie in all den vielen Köpfen verankert hat?
Viele sagen z.B., wenn ihnen etwas quer geht, sie können nun mal nicht alles und jeden lieben. Ich gehöre dazu. Wenn mich etwas traurig machte (bisher), dann sagte ich mir stets, ich müsse bestimmt noch an mir arbeiten (und suchte nach Angst)... mittlerweile sage ich mir, dass es ok ist und auch so bleiben darf, quasi als fester Bestandteil der Liebe.
 
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Aaaaber ich sage auch ganz klar, dass ich euch hier nicht weiter damit belasten werde. Ihr dürft weiterhin gern glauben, ihr seit in der Angst oder in der Liebe und selbstverständlich auch, dass Freude und Trauer niedere Emotionen sind.
Für mich sind und bleiben Freude und Trauer hohe, reine, unverfälschte Gefühle, die beide der Liebe angehören und damit
verabschiede ich mich freundlich und mit lieben Grüssen!
 
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