Freundschaft+

  • Ersteller Ersteller Moondance
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aber es dauert halt noch ein Stück, bis ich mich mental und seelisch in dieser Hinsicht abgetötet hab.

... ich will doch schwer hoffen,dass du bei dir nichts "abtötest" :)
Deine Einstellung zu Beziehungen ist absolut gesund!
Du kannst davon ausgehen, dass die meisten Menschen, die das so leben (mit Treue und Monogamie), heut zu Tage Schwierigkeiten haben einen langjährigen Partner zu finden, vor allem wenn man keine 20 mehr ist, denn dann knallen zwei reife Persönlichkeiten zusammen, die noch ganz andere Themen mitbringen.
Körperliche Einschränkungen heißt nicht, dass man keine erfüllte Sexualität haben kann. Je besser man mit dem Partner harmoniert, umso mehr Alternativen wird man finden um diverse "Defizite" durch andere schöne Erlebnisse zu ersetzen, die vielleicht noch mehr erfüllend ist. Hier muss man sich einfach von den gesellschaftl. Vorgaben trennen. Und damit meine ich, dass Sexualität als eine Art "Sport" gesehen wird, was es nicht ist.
Ganz flach gesagt, man kann auch einen Multiorgasmus bei einer Frau erzeugen ohne dass man mit ihr kopuliert. Das setzt natürlich voraus, dass man sich gut kennt ... also deine Einstellung passt ganz genau zu dir/euch.

.....umso mehr ich solche Dinge lese, desto deutlicher werden mir die Worte meines ehemaligen Meisters, der hat immer gewarnt vor jeder Art Behandlung anderer und sagte, dass man sich reinigen soll und dazu meditieren muss, wenn ein Unreiniger andere behandelt, dann verschiebt er lediglich Karma, nichts ist dadurch erlöst.....so long.....die Sommerpause ruft.

von rein und unrein zu sprechen finde ich sehr arrogant von deinem Meister.
Das war etwas, was mich in meinen Ausbildungen schon immer sehr gestört hat, dieses "über andere stellen", weil die sind "nicht rein".
Es gibt Energien die uns nützen und welche die uns eben nicht nützen. Aber das was den einem schadet, kann für den anderen eine Notwendigkeit darstellen, deshalb stimmt die Aussage deines Meisters schlicht und ergreifend nicht.
Er macht dir damit nur genau diese Angst der Kontaminierung und schneidet dir wichtige Erlebnisse und Erfahrungen, die deine Seele bereichern, ab.

"Nichts ist möglich so lange du bangst,
alles ist möglich, jenseits der Angst." ;)

LG
Waldkraut
 
Wenns nach dem geht, brauch ich mir über gar kein Beziehungs-Modell mehr Gedanken machen, das ist wahr, oder Gedanken machen, wo ich steh und was mir "gegebenen Falls" entspräche, aber es dauert halt noch ein Stück, bis ich mich mental und seelisch in dieser Hinsicht abgetötet hab. Ich arbeite dran, aber es fällt mir nicht ganz leicht.

Du sollst dich sicherlich nicht abtöten, ich habe eigentlich nur die Frage gestellt, wie du dir eine monogame Partnerschaft vorstellst, wenn schon von Anfang an klar ist, dass das Thema Sexualität schwierig werden könnte. Mich würde hier wirklich deine Vorstellung, dein inneres Bild dazu, interessieren, wie das funktionieren kann. Wobei es sicherlich Frauen gibt, die die körperliche Komponente ohnehin nicht hoch bewerten oder aus welchen Gründen auch immer eher mit Hautkontakt, Berührungen und weniger mit Sex ausleben wollen, also ich denke keineswegs, dass es unmöglich ist. :)
Aber meine Sicht interessiert mich hier eigentlich nicht, sondern tatsächlich dein inneres Bild. Also her damit. ;)
 
Dafür, wie es bei Dir rüberkommt, kann ich nichts, ich kann nur schreiben wie ich etwas meine, & es liegt nicht in meiner Hand, WIE Du es verstehst.

& wo ist da die Abwertung?


Sorry, aber ich glaube das Deine Phantasie leicht mit Dir durch geht.:ROFLMAO:

Heißt, was Du selbst nicht hinbekommst, traust Du auch anderen Menschen nicht zu?
Oder wie kommst Du dazu hier für alle Menschen zu sprechen?
Auf den Rest Deines Beitrags möchte ich garnicht erst eingehen, denn Du glaubst ja eh nur das, was Du Dir für Dich selbst vorstellen kannst.

Okay, anders gefragt: wie würde es bei dir ankommen, wenn dir jemand sagt, das oder jenes hätte früher ganz ähnlich gesehen/gehandhabt, jedoch wäre ihm da noch nicht dieses und jenes widerfahren, das ihn heute an einen Punkt bringt, dass er deine Position oder deine Art zu leben kritischer betrachtet und meint, da würde noch eine entscheidende Sache fehlen.

In gewisser Weise habe ich dir ja sogar deine Botschaft gespiegelt, nur eben von der anderen Seite und du hast recht schnippisch darauf reagiert, sicherlich weil du eine Art von Wertung, vielleicht sogar Abwertung entdeckt hast...ich hoffe, du verstehst worauf ich hinausmöchte.

Meine Phantasie geht ständig mit mir durch, das ist mein Dilemma. :D

Ich kann noch gar nicht behaupten, dass ich es selbst nicht hinbekomme, ich bin ja noch ziemlich frisch mit meinem Mann zusammen und verheiratet, da gibt es vorerst keine Abnützungserscheinungen, aber ich habe keine Ahnung was in 10 Jahren sein wird, darum lasse ich da soffen. Ich bezog mich auf Menschen die ich kenne, die schon viele Jahrzehnte zusammen sind, diese Erfahrung fehlt mir noch, aber diejenigen, die ich kenne, sind oft aus sehr pragmatischen Gründen zusammen, nur ein einziges Paar (die beiden sind inzwischen verstorben) war bis ins hohe Alter innig verbunden, haben viel gemeinsam unternommen, waren zärtlich und wirkten stets wie frisch Verliebte. Ich weiß also, es kann funktionieren, aber da sie eine absolute Rarität waren, erachte ich die Wahrscheinlichkeit für entsprechend gering.
Ich nehme an, so von außen betrachtet, dass diese beide tatsächlich erfüllt voneinander waren, allerdings waren sie ausschließlich aufeinander fixiert, da hat niemand sonst reingepasst in deren Welt und der Preis dafür war, dass derjenige von beiden, der dann später gestorben ist, dieses Jahr verdammt einsam verbracht hat. Aber ich denke, den Preis kann man zahlen, wenn man dafür viele Jahrzehnte Liebe erlebt und gelebt hat. :)
 
Okay, anders gefragt: wie würde es bei dir ankommen, wenn dir jemand sagt, das oder jenes hätte früher ganz ähnlich gesehen/gehandhabt, jedoch wäre ihm da noch nicht dieses und jenes widerfahren, das ihn heute an einen Punkt bringt (...)
Bis hierher kann ich Dir meine Sichtweise gern schildern.
Ich würde denken, daß dieser Mensch ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich, bis er an einem Punkt gelangt ist, wo er feststellte, daß Glück für ihn etwas anderes bedeutet, als diese Erfahrung.
Bekanntlich ist Glück ja für jeden Menschen individuell, deshalb würde ich es nicht persönlich nehmen & schon garnicht als gut/schlecht werten.

(...)dass er deine Position oder deine Art zu leben kritischer betrachtet und meint, da würde noch eine entscheidende Sache fehlen.
Hier kann ich Dir nicht antworten, denn eine kritische Beurteilung stand für mich nicht zur Debatte.
Ganz im Gegenteil, habe ich statt dessen sogar betont, daß meine Aussagen nicht wertend gemeint sind, auch wenn DU es anders verstanden hast.
In gewisser Weise habe ich dir ja sogar deine Botschaft gespiegelt, nur eben von der anderen Seite und du hast recht schnippisch darauf reagiert, sicherlich weil du eine Art von Wertung, vielleicht sogar Abwertung entdeckt hast...ich hoffe, du verstehst worauf ich hinausmöchte.
Nö.
Weder habe ich abgewertet, noch hast Du meine Aussage gespiegelt.
Du hast lediglich erklärt, wie sie BEI DIR ankam, ohne meine Aussage der Nicht-Wertung zu berücksichtigen.
Du hast mich schlicht nicht verstanden, oder mir nicht geglaubt & wirst es wahrscheinlich auch weiterhin nicht tun.
Macht aber nix.:)
 
Die Konfrontation mit der Gesellschaft = anderen Menschen ist dabei manchmal schwierig. Manche pöbeln einen gleich an, andere orakeln das Dunkelste, wieder andere (aber seltener) freuen sich mit einem mit und reichlich reagieren mit zurückhaltendem aber schon deutlich wertenden Unverständnis.

@Anevay und All:

Meine Haltung zu einer Dreier-Beziehung ist die, dass dies wirklich nur die drei Personen etwas angeht.
Meine Meinung ist: Wer promiskuitär leben will, weil er MUSS, dann soll´s so sein. Andere wiederum können und wollen es nicht, weil sie eine andere Auffassung von Nähe, Liebe und Sex haben.

Bei solchen Geschichten gibt es meiner Meinung nach deshalb auch kein "richtig" oder "falsch", weil hier erwachsene Menschen ureigenste Bedürfnisse ausleben, die ganz viel mit unserer Veranlagung zu tun haben, aber letztendlich auch mit Erziehung, natürlich. Aber ich meine, dass der menschliche, sexuelle Trieb so stark ist, dass unsere Erziehung nicht lange unsere inneren Triebe abtöten kann und dann doch mit fortschreitendem Alter die sexuelle Form ausgelebt wird, die dem eigenen Gusto entspricht. Hoffentlich.

Was mich anbelangt, so lebe ich schon lange in einer Partnerschaft mit einem Mann. Könnte mir aber auch gut vorstellen, alleine zu leben, ganz ohne Sex, weil ich nicht der Typ bin, der unbedingt menschliche Nähe braucht, um glücklich zu sein. (Allerdings könnte ich nie auf meinen Partner als besten Freund verzichten.)
Wir Menschen sind nun einmal verschieden. Was der eine nicht braucht, braucht der andere um sehr mehr. Ich habe z.B. eine gute Bekannte, die hasst es, wenn sie abgeurteilt wird, nur weil sie zugibt, viel Sex zu brauchen. Es ärgert sie und ich kann dass gut nachvollziehen. Warum alle Welt immer annimmt, dass jeder so leben muss, wie er selber, werde ich eh nie verstehen...........

Also: Lebt so, dass ihr glücklich seid. Mehr braucht´s nicht.;)

Liebe Grüße
Juppi
 
Ich habe z.B. eine gute Bekannte, die hasst es, wenn sie abgeurteilt wird, nur weil sie zugibt, viel Sex zu brauchen.

Hi Juppi,

könntest Du bitte einmal gaaanz kurz in dich gehen und dir überlegen, woher deine Idee kommt, wenn man mit mehr als einem Menschen eine Beziehung lebt, müsste man mehr Sex wollen? Das finde ich nämlich in Gesprächen rund um "mehr als einen Partner" sehr interessant, das ist so die Frage, die kurz hinter "Wollt ihr euch jetzt scheiden lassen?" und "Läuft etwa falsch in eurer Beziehung?" von fast allen Menschen kommt, die auf diese Weise mit dem Thema "Es gibt mehr als Monogamie" kommt. :X3:

Vermutlich wird mir kaum wer glauben, aber ich habe tatsächlich nicht häufiger Sex in der Monokiste als jetzt. Es verteilt sich nur anders, auf zwei Personen eben.

LG
Any
 
Hi Juppi,

könntest Du bitte einmal gaaanz kurz in dich gehen und dir überlegen, woher deine Idee kommt, wenn man mit mehr als einem Menschen eine Beziehung lebt, müsste man mehr Sex wollen? Das finde ich nämlich in Gesprächen rund um "mehr als einen Partner" sehr interessant, das ist so die Frage, die kurz hinter "Wollt ihr euch jetzt scheiden lassen?" und "Läuft etwa falsch in eurer Beziehung?" von fast allen Menschen kommt, die auf diese Weise mit dem Thema "Es gibt mehr als Monogamie" kommt. :X3:

Vermutlich wird mir kaum wer glauben, aber ich habe tatsächlich nicht häufiger Sex als in der Monokiste als jetzt. Es verteilt sich nur anders, auf zwei Personen eben.

LG
Any

Um etwas zu klären: die Bekannte, auf die ich mich bezog, hat wechselnde Sexualpartner, die eben nur Sexualpartner sind, also sie ist nicht so wie du, emotional an zwei Männer gebunden, ja, dies lehnt sie ab, weil hinderlich. Ihr liegt nur an gutem Sex. Bei dir liegt die Sache sicher anders. Es ist halt eine Partnerschaft zwischen zwei Männern und einer Frau und - wie ich annehme - mit viel Verantwortung füreinander verbunden. Sehe ich das richtig?

Liebe Grüße
 
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Du sollst dich sicherlich nicht abtöten, ich habe eigentlich nur die Frage gestellt, wie du dir eine monogame Partnerschaft vorstellst, wenn schon von Anfang an klar ist, dass das Thema Sexualität schwierig werden könnte. Mich würde hier wirklich deine Vorstellung, dein inneres Bild dazu, interessieren, wie das funktionieren kann. Wobei es sicherlich Frauen gibt, die die körperliche Komponente ohnehin nicht hoch bewerten oder aus welchen Gründen auch immer eher mit Hautkontakt, Berührungen und weniger mit Sex ausleben wollen, also ich denke keineswegs, dass es unmöglich ist. :)
Aber meine Sicht interessiert mich hier eigentlich nicht, sondern tatsächlich dein inneres Bild. Also her damit. ;)

Bin heut nicht in der Lage, zu müde, um viel dazu zu schreiben aber womöglich komm ich drauf zurück und fass meine Gedanken dazu mal in einem Blog zusammen. Bis es soweit ist, versteck ich mich hinter der Beschreibung von @Waldkraut, die sich im Großen und Ganzen mit meiner Vorstellung deckt.

... ich will doch schwer hoffen,dass du bei dir nichts "abtötest" :)
Deine Einstellung zu Beziehungen ist absolut gesund!
Du kannst davon ausgehen, dass die meisten Menschen, die das so leben (mit Treue und Monogamie), heut zu Tage Schwierigkeiten haben einen langjährigen Partner zu finden, vor allem wenn man keine 20 mehr ist, denn dann knallen zwei reife Persönlichkeiten zusammen, die noch ganz andere Themen mitbringen.
Körperliche Einschränkungen heißt nicht, dass man keine erfüllte Sexualität haben kann. Je besser man mit dem Partner harmoniert, umso mehr Alternativen wird man finden um diverse "Defizite" durch andere schöne Erlebnisse zu ersetzen, die vielleicht noch mehr erfüllend ist. Hier muss man sich einfach von den gesellschaftl. Vorgaben trennen. Und damit meine ich, dass Sexualität als eine Art "Sport" gesehen wird, was es nicht ist.
Ganz flach gesagt, man kann auch einen Multiorgasmus bei einer Frau erzeugen ohne dass man mit ihr kopuliert. Das setzt natürlich voraus, dass man sich gut kennt ... also deine Einstellung passt ganz genau zu dir/euch.

Die zwei richtigen Menschen müssen sich treffen, die ein ähnliches Verständnis von Beziehung und Intimität haben, eine ähnliche Vorstellung von Sexualität und natürlich nicht zuletzt von der Liebe ganz gurndsätzlich. Das ist es ja, was mich so krank im Kopf macht, weil soviel von Sex geredet wird, als gäbe es nur eine Art und Weise, diesen zu praktizieren. Sex eben. Sex gehört dazu. Sex Sex Sex. Sich einig zu werden, in welcher Weise und Spielform man Sexualität lebt, so dass beide glücklich und zufrieden werden, ist oft für körperlich und urologisch völlig Gesunde Leute nicht ganz einfach, jetzt stell dir das mal vor mit Einschränkungen oder noch dazu - mit Einschränkungen erst mal jemanden kennen zu lernen, mit dem das überhaupt anzudenken wäre.

Im Unterschied zu Waldkraut würde ich vielleicht noch sagen: Von mir aus darf man Sex auch gern als Sport sehen oder betreiben, oder konsumieren, wie ein Säckchen Chips, wenn man vor einem guten Film abhängt, is jedem sein Ding, wie er das gerne mag. Nur mit mir geht beides nicht. Für mich ist Sex im Idealfall kommunizierte Liebe, im schlechtesten Fall zumindest der Versuch, nicht aber Sportart und auch nicht Genußmittel oder Konsumware. Das war aber auch vor meiner OP schon so, da hat sich nichts geändert.
 
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