Existiert eine Seele?

Ehrlich gesagt ist es doch garnicht von Bedeutung, ob Psychonen, Quanten, oder welche Art von Teilchen man sonst noch so finden wird. Es ist auch egal, ob diese Masse besitzen.
Denn letztendlich sind alles irgendwelche Teilchen, die in Interaktion treten.
Das bringt uns doch kein bischen näher, nach der Frage der Existenz einer Seele.

MysticalLady schrieb:
Ich bin der Meinung, dass das Ich des Menschen, also sein selbstbewusster Geist, seit der Geburt in ihm angelegt ist.

Warum erst seit der Geburt? Haben ungeborene noch keine Seele?
Ab wann hat ein Mensch eine Seele? Wieviele Zellen sind dafür nötig?

Das menschliche Leben besteht doch nicht nur aus einem Leben, sondern aus Billionen von Leben. Obwohl wir das Leben einer Zelle als "primitiv" und "unbedeudent" ansehen, unterscheidet sich dieses schon von "nur Funktionalität" einer gewöhnlichen Maschine.
Das Gehirn ist nicht das einzigste Organ, welches über komplexe kybernetische Systeme aus Zellen verfügt.
Das Leben steckt nicht nur im Gehirn, sondern im Ganzen Körper.
Der Körper ist eine eigene "Welt" aus über 50 Billionen Leben. Mann muss sich mal über das Ausmaß bewusst werden.

Aber egal, ob das Bewusstsein eines Menschen nur im Gehirn, oder im ganzen Körper ist, es gehört zum Körper.
Ich wüsste nicht was dagegen spricht, dass etwas wie die Seele, oder ein Bewusstsein nicht auch ohne Körper, oder neurale Netze, z.B. als Quantenstrukturen existieren kann.
Allerdings wäre dann so ein "Körperloses" Leben (Bewusstsein) völlig anders.
Es wäre sehr unwahrscheinlich, dass die Seele eines Toten ohne Körper einfach so mit den gleichen körperlichen eigenschaften z.B. Empfindungen weiterlebt.

Wie dem auch sei, alles interagiert mit allem, egal welches Teilchen und wie. Denn egal ob nun Photon, Higgs, oder Psychon, egal wie klein etwas ist, es ist ETWAS!
Und ein Pychon allein macht noch keine Seele. Irgenwo war die Rede davon, dass jeder seine individuellen Psychonen hat, die nicht mit anderen Gehirnen interagieren. Dann gäbe es eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder es sind Formationen aus mehreren Psychonen, oder das individuelle Psychon hat selbst eine Form. Letzeres hieße nur das Psychon bestünde aus einer Formation kleinerer Teilchen.
Mann kann also nur nach körperlichen und auserkörperlichen Parallelen Strukturen, Muster, Formen z.B. im Quantenbereich nach der Seele suchen. Und diese müssen nicht unbedingt Periodisch sein. Sie können genau so gut Quasiperiodisch (z.B. wie die Struktur eines Quasikristalls) sein und würden dann eventuell als Chaos, oder nur als Wharscheinlichkeit erscheinen!

Liebe Grüße Reiner
 
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Ehrlich gesagt ist es doch garnicht von Bedeutung, ob Psychonen, Quanten, oder welche Art von Teilchen man sonst noch so finden wird. Es ist auch egal, ob diese Masse besitzen.
Denn letztendlich sind alles irgendwelche Teilchen, die in Interaktion treten.
Das bringt uns doch kein bischen näher, nach der Frage der Existenz einer Seele.

So irrelevant ist das alles nicht. Wenn Du die philosophische Position vertrittst, dass Deine Seele bzw. deren Erscheinung vollständig auf die materiellen Komponenten Deines Gehirns reduzierbar sei, so hat diese Haltung gravierende Konsequenzen für Dich und Dein Leben, zumindest, wenn Du Dir über derartige Themen Gedanken machst. Ist das Hirn Produzent Deiner Seele, vergeht diese mit dem biologischen Tode. Ist das Hirn Konstrukteur Deines Bewusstseins, wer spendet Deiner Existenz dann einen objektiven oder meinetwegen auch spirituellen Sinn?

Die Seele ist offenkundig nichts Materielles oder Energetisches im physikalischen Sinne. Denn in diesem Falle wäre sie der wissenschaftlichen Observation zugänglich, sie ließe sich demnach beobachtet oder mindestens mit technischen Messapparaturen detektieren. Das ist jedoch nicht möglich.


Warum erst seit der Geburt? Haben ungeborene noch keine Seele?

Meinen letzten Beitrag zu diesem Thema habe ich heute Morgen unmittelbar nach dem Aufstehen und vor der Schule verfasst. Korrekt ist aus meiner Sicht, dass das Bewusstsein des Menschen seit der Zeugung angelegt ist, verzeih.


Das menschliche Leben besteht doch nicht nur aus einem Leben, sondern aus Billionen von Leben.

Wahrscheinlich hast Du Dich nicht darauf bezogen, aber an dieser Stelle möchte ich einmal am Rande erwähnen: Ohne die Hypothese eines Substanzdualismus ist auch eine Reinkarnation ausgeschlossen. Das scheint so manchem nicht ganz klar zu sein. Gibt es keine autonome Seele, kann auch nichts den toten Organismus verlassen, um in einem neuen eine Wiedergeburt zu erfahren. Auch die christliche und muslimische Fantasie vom Inferno und dem Paradies lässt sich nur aufrechterhalten, postuliert man einen Dualismus von Gehirn und Geist. Du erkennst erneut: Die Folgen des philosophischen Standpunktes sind kolossal und vielschichtig.

Und ein Pychon allein macht noch keine Seele.

Nein, das Ensemble aller Psychonen eines Menschen (ca. 40 Millionen pro Individuum) bilden das Bewusstsein, das Ich. Die Initiation der Psychonen ist sinnvoll, weil sie eben eine Beschreibung der substanzdualistischen Interaktion von Gehirn und Bewusstsein erlaubt. Photonen dienen der physikalischen Beschreibung elektromagnetischer Wechselwirkungen, mit Hilfe von Gluonen beschreibt man die starke Kernkraft, die zwischen den Quarks der Nukleonen übertragen wird usw. usf. Es dient dem Verständnis der Welt, einer vagen Annäherung an die echte Realität.
 
Diese Teilchen haben gegenüber den Psychonen diverse Vorteile: Ihre Eigenschaften sind klar umrissen.

Den Psychonen liegen ebenfalls präzise Definitionen zugrunde, die ihnen spezifische Eigenschaften zuschreiben. Unter anderem sind sie frei von Masse, Energie und Ladung und imstande, eine Einflussnahme auf Wahrscheinlichkeitsfelder auszuüben. Ich habe Dir bereits mitgeteilt, dass ich mich selbst noch einmal intensiver mit dem exakten Mechanismus der Interaktion zwischen Psychonen und Wahrscheinlichkeitsfeldern auseinandersetzen müsse. Das wird folgen, sobald ich mehr Zeit habe. Die Thematik entbehrt auch nicht gerade eines gewissen Maßes an Komplexität, wenn ich dies noch ergänzend anfügen darf...

Für die moderne Physik ist es im Übrigen nicht atypisch, dass sie Teilchen postuliert, die kaum physikalische Eigenschaften besitzen. Als Beispiel mag ich die mysteriösen Neutrinos anführen, die ebenfalls ladungsneutral sind und nur minimal mit der Materie wechselwirken.
 
Ich bin mal so frei und schreibe auch etwas zu Punkten, die nicht direkt an mich gerichtet waren.

(...) Ist das Hirn Produzent Deiner Seele, vergeht diese mit dem biologischen Tode. Ist das Hirn Konstrukteur Deines Bewusstseins, wer spendet Deiner Existenz dann einen objektiven oder meinetwegen auch spirituellen Sinn?

Niemand. Du kannst Dir den Sinn Deines Lebens selbst aussuchen.

Die Seele ist offenkundig nichts Materielles oder Energetisches im physikalischen Sinne. Denn in diesem Falle wäre sie der wissenschaftlichen Observation zugänglich, sie ließe sich demnach beobachtet oder mindestens mit technischen Messapparaturen detektieren. Das ist jedoch nicht möglich.

Hier widersprichst Du Dir ein wenig selbst. Wenn die Seele in der Lage ist, Reaktionswahrscheinlichkeiten zu modifizieren - was auch eine WW mit der Materie ist - dann sollte sie auch mit einem Gerät nachweisbar asin.

Wahrscheinlich hast Du Dich nicht darauf bezogen, aber an dieser Stelle möchte ich einmal am Rande erwähnen: Ohne die Hypothese eines Substanzdualismus ist auch eine Reinkarnation ausgeschlossen. Das scheint so manchem nicht ganz klar zu sein. Gibt es keine autonome Seele, kann auch nichts den toten Organismus verlassen, um in einem neuen eine Wiedergeburt zu erfahren. Auch die christliche und muslimische Fantasie vom Inferno und dem Paradies lässt sich nur aufrechterhalten, postuliert man einen Dualismus von Gehirn und Geist. Du erkennst erneut: Die Folgen des philosophischen Standpunktes sind kolossal und vielschichtig.

Damit habe ich keine Probleme - und wie ich das verstehe auch niemand, der nicht an eine Seele glaubt.

Da würde mich aber jetzt interessieren: weiter oben schreibst Du, das Bewusstsein des Menschen wäre mit der Geburt angelegt. Das passt auch nicht unbedingt zur Reinkarnation. Wie sieht Deine Ansicht da genau aus?

Für die moderne Physik ist es im Übrigen nicht atypisch, dass sie Teilchen postuliert, die kaum physikalische Eigenschaften besitzen. Als Beispiel mag ich die mysteriösen Neutrinos anführen, die ebenfalls ladungsneutral sind und nur minimal mit der Materie wechselwirken.

Die Neutrinos waren mysteriös als Pauli sie damals postuliert hat. Mittlerweile sind sie ja erfolgreich nachgewiesen worden.

Vergleichen wir man die Postulate von Neutrinos und Psychonen.

Neutrinos: Das Problem war, dass beim radioaktiven Beta-Zerfall das Spektrum - die Energieverteilung der emitierten Elektronen - ein kontinuum bildete und nicht, wie eigentlich bei so einem 2-Körper-Problem erwartet, nur eine einzige Energie vorkommt. Für so einen 2-Körperprozess (zerfallener Kern und emitiertes Elektron) widerspricht das dem Energie- und dem Impuls-Erhaltungssatz. Das ist bei 3-Körper-Prozessen allerdings vollkommen normal. Wieso sollte ausgerechnet bei diesem Prozess diese fundamentalen Erhaltungssätze verletzt sein, wenn bei keinem anderem Prozess vorher eine Verletzung beobachtet wurde? Also war der Gedanke von Pauli: Da muss ein drittes Teilchen sein, welches sich allerdings nicht so leicht messen lässt. Er hat also wieder etwas bekanntes Phänomen gegriffen und das auf ein ungelöstes Problem raufpostuliert.

Psychonen: Das Problem ist, dass wir nicht wissen, wie das Bewusstsein im Gehirn genau entsteht. Es gibt (noch?) keine empirischen Belege dafür. Es widerspricht aber auch keinem bisher gefundenen fundamentalen Naturgesetz anzunehmen, dass das Gehirn der Produzent des Bewusstseins ist. Also wird hier dann eine Seele als Träger des Bewusstseins postuliert, die mit dem Gehirn über Psychonen wechselwirkt, die Reaktionswahrscheinlichkeiten irgendwie modifizieren kann (aber scheinbar sonst nicht weiter mit Materie interagieren). Wie die Seele nun das Bewusstsein produziert, wird hierbei aber nicht beantwortet; das Problem wird daher nur verlagert... bzw. die Seele als Bewusstseinsträger als Axiom dazugenommen. Hinzu kommt immernoch, dass es eigentlich kein wirkliches Problem mit dem materialistischen Weltbild gibt. Kein bekanntes Naturgesetz wird gebrochen. Da ist das Postulat schon ein sehr starkes.
 
Da würde mich aber jetzt interessieren: weiter oben schreibst Du, das Bewusstsein des Menschen wäre mit der Geburt angelegt. Das passt auch nicht unbedingt zur Reinkarnation. Wie sieht Deine Ansicht da genau aus?

http://www.jenseits-der-thesen.de/board/viewtopic.php?f=3&t=3
Medium: Nun wenn das Energiefeld der TS erschaffen wurde (Emotionalkörper / Mentalkörper, Äther, etc.) sendet die VS Energie um diese zu "beseelen"..
RL: Kommt dann der materielle Körper ins Spiel?

Medium: Der materielle Körper entsteht mehr aus dem Zusammenspiel der emotionalen und mentalen etc. Körper
RL: kannst du das bitte näher erläutern?
Medium: Alle wie ihr so schön sagt feinstofflichen Körper sind für die reine Seelenessenz immer noch "grobstofflich"... diese Körper sind bereits "gesenkt" und "langsamer" schwingend als die Lichtkörper. In diesen Körpern sind bereits "Filter" eingebaut
Daher ist der Kontakt nach einer gewissen Senkung und Filterprogrammierung zur Teilseele bereits "begrenzt".Sie Filtern bereits vor Geburt die Wahrnehmung. Diese astralen Körper haben durch diese Filter bereits einen "Code",den sie auch an den materiellen Körper weitergeben. Demgemäss entwickelt sich das Embryo.
 
Hier widersprichst Du Dir ein wenig selbst. Wenn die Seele in der Lage ist, Reaktionswahrscheinlichkeiten zu modifizieren - was auch eine WW mit der Materie ist - dann sollte sie auch mit einem Gerät nachweisbar asin.

Das ist das Grandiose und Vorteilhafte an der von mir hier präsentierten Theorie: Sie ist in der Lage, eine Interaktion zwischen materiellem Hirn und immateriellem Bewusstsein quantentheoretisch zu beschreiben, ohne dass hierbei der Energieerhaltungssatz verletzt wird. Denn die Ursache der Exozytose bleibt ja materieller Natur (Aktionspotenzial). Die synaptischen Strukturen der oberen zwei bis drei Millimeter des Neocortex sind jedoch funktionell so konzipiert, dass eine Vesikelöffnung nicht mit 100%iger Wahrscheinlichkeit erfolgt, sondern nur mit einer 25%igen. Das bedeutet: Das Bewusstsein modifizert eben über das bewusste Wollen lediglich die Wahrscheinlichkeit, mit der die materielle Ursache (elektrophysiologischer Nervenimpuls) einen materiellen Effekt (Emission der Neurotransmittersubstanzen) evoziert. Ich verstehe nicht, weshalb das so einige nicht nachvollziehen können... Das im ankoppelnden Neuron axonal einlaufende Aktionspotenzial ist materiellen Ursprungs und materieller Natur. Es wurde also zu keinem Zeitpunkt Energie vom Bewusstsein aufs Hirn übertragen - in keiner Weise! Dem Bewusstsein ist nämlich keine physikalische Energie(form) inhärent, die es jemals auf die präsynaptischen Strukturen von Axonen übertragen könnte.

Damit habe ich keine Probleme - und wie ich das verstehe auch niemand, der nicht an eine Seele glaubt.

Wenn Du nicht an eine Seele glaubst, dementierst Du dann gleichzeitig die reale Existenz paranormaler Phänomene (Telekinese, Telepathie, Präkognition, Hellsehen, Teleempathie usw.)?

Da würde mich aber jetzt interessieren: weiter oben schreibst Du, das Bewusstsein des Menschen wäre mit der Geburt angelegt. Das passt auch nicht unbedingt zur Reinkarnation. Wie sieht Deine Ansicht da genau aus?

Das Bewusstsein eines Menschen ist seit seiner Zeugung in ihm angelegt. Reinkarnation ist mit dem interaktionistischen Dualismus prinzipiell vereinbar: Nach dem Tod eines biologischen Organismus entweicht das Bewusstsein - die Seele - dem Körper, um im Anschluss in einen neu gezeugten Organismus zu fahren und damit als neues Wesen zu reinkarnieren. Möglich ist aber alternativ, dass das menschliche Bewusstsein nach dem Sterben in eine metaphysikalische Sphäre entrückt wird, in welcher der Geist nicht mehr auf sensorielle Organe (Haut, Ohren, Augen, Nase, Zunge) und Zentralnervensystem angewiesen ist, um etwas wahrzunehmen (Inferno, Paradies etc.).

Wie die Seele nun das Bewusstsein produziert, wird hierbei aber nicht beantwortet;

Nach meiner Definition generiert die Seele kein Bewusstsein, sondern ist weitgehend synonym mit selbigem. Ebenso die Begriffe Geist, Ich und Selbst. Die Seele respektive das Bewusstsein setze ich einfach als autark existierend voraus, so wie die Materialisten die reale Existenz von Materie postulieren, ohne weitere Aussagen über deren Herkunft zu machen (Thesen über die die "Zeit" vor dem Urknall entzögen sich ohnehin jeder prinzipiellen Falsifizierbarkeit und wären demnach mit haltlosen Spekulationen äquivalent).
Materie ist. Bewusstsein ist. Nun kann man differente Konzepte zur Beschreibung des Bewusstseins konstruieren. Der Materialist wird dazu tendieren, das Bewusstsein auf materiell-energetische Kategorien zurückzuführen (Hirnprodukt oder -funktion), während der Dualist das Bewusstsein, das zweifelsohne real vorhanden ist, als etwas Autonomes und damit grundsätzlich von den neurobiologischen Strukturen des Gehirns Verschiedenes definiert.

Kein bekanntes Naturgesetz wird gebrochen. Da ist das Postulat schon ein sehr starkes.

Der interaktionistische Substanzdualismus gerät ebenso wenig in einen Konflikt mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und/oder Naturgesetzen. Die Behauptung, dass die reziproke Interaktion von Hirn und Bewusstsein dem 1. thermodynamischen Hauptsatz widerspreche, habe ich bereits mehrfach widerlegt.

Abschließend zu den Neutrinos: Ich habe mich auf diese Partikel bezogen, um zu signalisieren, dass in der Physik Teilchen mit nur wenig physikalischen Eigenschaften nichts Unbekanntes sind. Sogar masselose Teilchen wie Photonen, Gluonen und Gravitonen werden angenommen, um gewisse Phänomene der Natur zu erklären.
 
Das ist das Grandiose und Vorteilhafte an der von mir hier präsentierten Theorie: Sie ist in der Lage, eine Interaktion zwischen materiellem Hirn und immateriellem Bewusstsein quantentheoretisch zu beschreiben, ohne dass hierbei der Energieerhaltungssatz verletzt wird. Denn die Ursache der Exozytose bleibt ja materieller Natur (Aktionspotenzial). Die synaptischen Strukturen der oberen zwei bis drei Millimeter des Neocortex sind jedoch funktionell so konzipiert, dass eine Vesikelöffnung nicht mit 100%iger Wahrscheinlichkeit erfolgt, sondern nur mit einer 25%igen. Das bedeutet: Das Bewusstsein modifizert eben über das bewusste Wollen lediglich die Wahrscheinlichkeit, mit der die materielle Ursache (elektrophysiologischer Nervenimpuls) einen materiellen Effekt (Emission der Neurotransmittersubstanzen) evoziert. Ich verstehe nicht, weshalb das so einige nicht nachvollziehen können... Das im ankoppelnden Neuron axonal einlaufende Aktionspotenzial ist materiellen Ursprungs und materieller Natur. Es wurde also zu keinem Zeitpunkt Energie vom Bewusstsein aufs Hirn übertragen - in keiner Weise! Dem Bewusstsein ist nämlich keine physikalische Energie(form) inhärent, die es jemals auf die präsynaptischen Strukturen von Axonen übertragen könnte.

Das ist schon klar. Aber Du übersiehst hier folgendes: Auch die Änderung einer Reaktionswahrscheinlichkeit ist ein nachweisbarer Effekt - d.h. über ein entsprechendes Messgerät messbar.

Die Übergangs- oder Reaktionswahrscheinlichkeit wird in der QM mit dem sog Matrixelement der Wechselwirkung bestimmt. Dabei spielt der WW-Operator sowie der Überlapp der Wellenfunktionen von Anfangs- und möglichem Endzustand eine Rolle, sowie die Potentialdifferenz der beiden Zustände. Einer dieser Dinge muss von den Psychonen über eine WW modifiziert werden, wenn Du dem Anspruch gerecht werden willst, eine quantenmechanische Beschreibung zu besitzen.

Wenn Du nicht an eine Seele glaubst, dementierst Du dann gleichzeitig die reale Existenz paranormaler Phänomene (Telekinese, Telepathie, Präkognition, Hellsehen, Teleempathie usw.)?

Ja, auch an all sowas würde ich erst glauben, wenn es mit wirklich hervorragend guter wissenschaftlicher Methodik - doppelblind, randomisiert, mehrfach erfolgreich reproduziert etc. - belegt wurde. Das ist bisher icht geschehen. Ich halte es da mit Carl Sagan: Ungewöhnliche Behauptungen benötigen wirklich gute Belege.

Nach meiner Definition generiert die Seele kein Bewusstsein, sondern ist weitgehend synonym mit selbigem. Ebenso die Begriffe Geist, Ich und Selbst. Die Seele respektive das Bewusstsein setze ich einfach als autark existierend voraus, so wie die Materialisten die reale Existenz von Materie postulieren,(...)

Ok, Du führst also das Bewusstsein als weiteres Axiom ein. Anstelle zu schauen, ob es nicht doch das Gehirn hinbekommen könnte, ruhst Du Dich darauf aus, dass es irgendwie daneben existiert. Eine Verlagerung des Problems; keine Lösung.

Materie ist. Bewusstsein ist. Nun kann man differente Konzepte zur Beschreibung des Bewusstseins konstruieren. Der Materialist wird dazu tendieren, das Bewusstsein auf materiell-energetische Kategorien zurückzuführen (Hirnprodukt oder -funktion), während der Dualist das Bewusstsein, das zweifelsohne real vorhanden ist, als etwas Autonomes und damit grundsätzlich von den neurobiologischen Strukturen des Gehirns Verschiedenes definiert.

Und warum sollte man das tun? Ein Postulat/Axiom ist nach Ockhams Rasiermesser besser als zwei.

Abschließend zu den Neutrinos: Ich habe mich auf diese Partikel bezogen, um zu signalisieren, dass in der Physik Teilchen mit nur wenig physikalischen Eigenschaften nichts Unbekanntes sind. Sogar masselose Teilchen wie Photonen, Gluonen und Gravitoen werden angenommen, um gewisse Phänomene der Natur zu erklären.

Das ist - wie ich auch schon zu beschreiben versuchte - nicht mein Problem mit dem Postulat der Psychonen. Sondern:
  • Das Konzept ist nicht notwendig, weil durch den materialistischen Ansatz kein Naturgesetz verletzt wird
  • Während bei Gravitonen, Neutrinos etc. zur Lösung auf wohl bekannte Phänomene (Austauschteilchen für WW, 3- anstelle 2-Körperzerfall tc.) zurückgegriffen wird, wird hier ein neues Konzept inklusive einem neuen Axiom eingeführt.
  • Mag sein, dass ich Dir hier Unrecht tue, aber Du scheinst Dich mit dem Konzept in Widersprüche zu verstricken zwischen: Mal wechselwirken die Psychonen mit Materie - nämlich mit dem Gehirn, indem sie gewisse Reaktionswahrscheinlichkeiten modifizieren (wie auch immer sie das auch tun) - aber messbar sollen sie nicht sein...
 
http://www.jenseits-der-thesen.de/board/viewtopic.php?f=3&t=3
Medium: Nun wenn das Energiefeld der TS erschaffen wurde (Emotionalkörper / Mentalkörper, Äther, etc.) sendet die VS Energie um diese zu "beseelen"..
RL: Kommt dann der materielle Körper ins Spiel?

Medium: Der materielle Körper entsteht mehr aus dem Zusammenspiel der emotionalen und mentalen etc. Körper
RL: kannst du das bitte näher erläutern?
Medium: Alle wie ihr so schön sagt feinstofflichen Körper sind für die reine Seelenessenz immer noch "grobstofflich"... diese Körper sind bereits "gesenkt" und "langsamer" schwingend als die Lichtkörper. In diesen Körpern sind bereits "Filter" eingebaut
Daher ist der Kontakt nach einer gewissen Senkung und Filterprogrammierung zur Teilseele bereits "begrenzt".Sie Filtern bereits vor Geburt die Wahrnehmung. Diese astralen Körper haben durch diese Filter bereits einen "Code",den sie auch an den materiellen Körper weitergeben. Demgemäss entwickelt sich das Embryo.

Das wird ja immer netter: Da werden jetzt auch noch Konzepte dazu genommen wie Teil- und Vollseele, emotionaler Körper sowie alle möglichen weiteren Körper, verschiedene Schwingungen etc. Und das einzige, worauf sich die Leute, die dran glauben, hier verlassen, ist die Aussage von Medien. Nichts mit Emprier etc... einfach ein weit ausuferndes Erklärungsmodell nehmen und sich drauf ausruhen...
 
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Hallo

Joey schrieb:
Mal wechselwirken die Psychonen mit Materie - nämlich mit dem Gehirn...

Nicht einfach mit dem Gehirn, sogar nur mit dem menschlichen Gehirn! Deshalb hatte ich (schon mehrfach, aber immer erfolglos) die Frage gestellt, wie diese hochkomplexen, offenbar auf einzigartige Weise perfekt auf Psychonen abgestimmten Vesikel entstehen konnten. Bevor es sie gab, konnte die immaterielle Welt schließlich keinen Kontakt zur materiellen aufnehmen.


''MysticalLady'' schrieb:
Ich verstehe nicht, weshalb das so einige nicht nachvollziehen können...

Das liest sich fast so, als seien die, die deiner Psychonen-These nicht viel abgewinnen können, schlicht nicht in der Lage, sie nachvollziehen zu können.


Gruß
McCoy
 
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