Existiert eine Seele?

jDu gibst einem Menschen Medizin, kann wirken oder nicht. Du gibst ihm ein Placebo, kann wirken, oder nicht. Es liegt nicht an der Informierung des Mittels, sondern am Patienten. Kein weniger wertvoller Mensch, wenn er mit der informierten Eingabe sprich materialisierten Tablette nicht gesund wird.

Was hat das mit der Wertigkeit des Menschen zu tun?
Die Formation der Atome, oder Moleküle macht den Wirkstoff der Medizin.
Die Wirkung ist eine chemische interaktion von Wirkstoff und Mensch.
Es macht vom Prinzip der Formation keinen unterschied. Placebo ist nur ein anderer "Wirkstoff", der eben anders, oder wo anders im Körper wirkt.
Der Wirkstoff selbst hat keine Wertigkeit.
Digitalis ist kein "böser" Wirkstoff nur weil er in der Regel giftig für Menschen ist. Bei bestimmten Herzerkrankungen ist er wirkungsvolle Medizin.
Wenn jemand die "falsche" Medizin bekommt ist doch nicht der Wirkstoff schuld?
Ich verstehe hier nicht was das mit der Wertigkeit von Menschen zu tun hat?

Liebe Grüße Reiner
 
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Deine Theorie hat meines erachtens auch das Problem, dass sie letztendlich eben nur eine Funktion darstellen würde.

Ich befinde das nicht als problematisch, denn einen höheren Anspruch erhebt meine Theorie gar nicht. Ziel meines Modells ist, die wechselseitige Liaison zwischen immateriellem Bewusstsein und materiellem Gehirn auf wissenschaftlichem Niveau zu plausibilisieren. Die Frage nach dem Ursprung bzw. der Herkunft des Geistes ist kein Gegenstand meines dualistischen Konzeptes. Woher die menschliche Seele schlussendlich kommt, kann meines Erachtens nur religiös bzw. ideologisch beantwortet werden. Es gibt keine validen Erkenntnisse diesbezüglich. Identisches gilt aber auch für die Materie respektive die Energie. Niemand vermag zu erklären, auf welchem Wege deren Existenz objektive Realität wurde.

Sicherlich besteht die Option, eine Autarkie des menschlichen Geistes zu dementieren. Das entspricht der Interpretation aller Materialisten bzw. Naturalisten. Gleichzeitig müssen sie jedoch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode negieren, ebenso einen spirituellen oder religiösen Sinn der menschlichen Existenz, denken sie wirklich konsequent.

Daher halte ich es für sehr verständlich, dass viele Menschen nicht mit dem konventionellen Materialismus sympathisieren möchten. Sie spüren intuitiv, dass zwischen ihrem Selbst und dem materiellen Hirn keine Identität vorliegt. Sie empfinden, dass sie neuronale Prozesse aktiv und willentlich manipulieren können, um ihren Organismus in Teilen zu steuern. Diese alltäglichen Erfahrungen nahezu aller Menschen stehen im eklatanten Widerspruch zum neurobiologischen Reduktionismus.

Ich habe längst akzeptiert, dass eine materialistische Erklärung für die Willkürmotorik vorliegt. Auch erkenne ich an, dass bestimmte Tierspezies über vergleichsweise primitive Bewusstseinsstrukturen verfügen können. Es gibt sogar Indizien dafür, dass manche Säugetiere und sogar spezielle Rabenvögel ein Ich-Bewusstsein besitzen, das man zuvor ausschließlich dem Menschen zusprach. Vielleicht haben tatsächlich auch manche Tiere einen Geist und damit Psychonen. In meinen bisherigen Überlegungen habe ich mich allerdings einzig auf den Menschen konzentriert.
 
Zudem spricht dagegen, dass alle Eigenschaften des menschlichen Bewusstseins/der Persönlichkeit allein auf Funktionen des Nervensystems zurückgeführt werden können (nämlich dahingehend, dass man durch eine Manipulation des Nervensystems alle Aspekte von Bewusstsein/Persönlichkeit manipulieren kann).

Aufs bewusste Wollen eines Menschen kannst Du nur bedingt Einfluss nehmen. Zwar kann man mittels einer magnetischen Stimulation der jeweiligen Hirnhemisphären den Ausgang einer Entscheidung beeinflussen. Es kam jedoch auch vor, dass die Probanden entgegen der magnetischen Manipulation agierten: "Alvaro Pascual-Leone führte 1992 ein ähnliches Experiment durch, bei dem die Probanden gebeten wurden, zufällig die rechte oder die linke Hand zu bewegen. Er fand heraus, dass durch die Stimulation der verschiedenen Hirnhälften mittels magnetischer Felder die Wahl der Person stark beeinflusst werden konnte. Normalerweise wählen Rechtshänder die rechte Hand in ca. 60 % aller Fälle. Wurde jedoch die rechte Hirnhälfte stimuliert, wurde die linke Hand in 80 % aller Fälle ausgewählt. (Die rechte Hemisphäre des Hirns ist im Wesentlichen für die linke Körperhälfte zuständig und umgekehrt). Trotz dieses nachweislichen Einflusses von außen berichteten die Probanden weiterhin, dass sie der Überzeugung waren, die Wahl frei getroffen zu haben." (Quelle: Wikipedia).

Wenn bewusste Willensakte ausschließlich aus der Aktivität materieller Komponenten des Gehirns hervorgehen, weshalb folgten die Probanden dann nicht ausschließlich der magnetischen Stimulation? Ich vertrete eher die Auffassung, dass der Ursprung bewusster Willenskommandos nicht in der Neurobiologie eines Menschen liegt. Vermutlich schloss sich das Wollen der magnetischen Einflussnahme in vielen Fällen an, weil es sich ohnehin um sinnfreie Aktionen handelte (zufälliges und damit irrelevantes Bewegen von Händen). Womöglich ist dies einfacher, als sich gegen eine bereits eingeleitete Stimulation zu erheben, was trotz allem in manchen Fällen geschah.
 
Sicherlich besteht die Option, eine Autarkie des menschlichen Geistes zu dementieren. Das entspricht der Interpretation aller Materialisten bzw. Naturalisten. Gleichzeitig müssen sie jedoch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode negieren, ebenso einen spirituellen oder religiösen Sinn der menschlichen Existenz, denken sie wirklich konsequent.

Ja, genau. Und das ist kein sonderlich schöner Gedanke. Aber die Realität schert sich nicht darum, was ich mir wünsche oder vielleicht sogar noch still für mich hoffe. Der Wunsch nach einem Weiterleben nach dem Tod macht es nicht real - auch, wenn man Theorien entwickelt, wie es vonstatten gehen könnte. Und sollte es doch existieren (was man wegen der nicht-falsifizierbarkeit eben nicht widerlegen kann) würde es durch Zweifel oder besagte Negation nicht irreal werden. Es ist wie es ist; weder Wünsche noch Zweifel ändern es.

Daher halte ich es für sehr verständlich, dass viele Menschen nicht mit dem konventionellen Materialismus sympathisieren möchten. Sie spüren intuitiv, dass zwischen ihrem Selbst und dem materiellen Hirn keine Identität vorliegt. Sie empfinden, dass sie neuronale Prozesse aktiv und willentlich manipulieren können, um ihren Organismus in Teilen zu steuern. Diese alltäglichen Erfahrungen nahezu aller Menschen stehen im eklatanten Widerspruch zum neurobiologischen Reduktionismus.

Ja, dass man nicht unbedingt gerne damit sympathisiert, kann ich auch verstehen. Allerdings sprechen Erfahrungen etc. nicht gegen den "neurobiologischen Reduktionismus". Du vergisst dabei, dass herzlich viele wissenschaftlich anerkannte Theorien extrem kontra-intuitiv sind und scheinbar gegen unsere Erfahrungen sprechen - und dennoch sind sie wahr bzw. widerprechen ihnen gut geführte Experimente nicht. Die Quantenmechanik, die Du hier ja auch bemühst, gehört auch dazu. Erfahrung und Intuition sind da kein sonderlich gutes Qualitätsmerkmal.
 
Was hat das mit der Wertigkeit des Menschen zu tun?
Die Formation der Atome, oder Moleküle macht den Wirkstoff der Medizin.
Die Wirkung ist eine chemische interaktion von Wirkstoff und Mensch.
Es macht vom Prinzip der Formation keinen unterschied. Placebo ist nur ein anderer "Wirkstoff", der eben anders, oder wo anders im Körper wirkt.
Der Wirkstoff selbst hat keine Wertigkeit.
Digitalis ist kein "böser" Wirkstoff nur weil er in der Regel giftig für Menschen ist. Bei bestimmten Herzerkrankungen ist er wirkungsvolle Medizin.
Wenn jemand die "falsche" Medizin bekommt ist doch nicht der Wirkstoff schuld?
Ich verstehe hier nicht was das mit der Wertigkeit von Menschen zu tun hat?

Liebe Grüße Reiner


Was dem Druiden sein Steinkreis, ist dem Patienten sein Placebo,dem Zweifler seine Theorie, eben das Funktionierenden in einem Bezugssystem. Ich halts da mit Einstein, der meinte, dass das Design so intelligent sei, man sich dem nur relativ bescheiden und peripher annähern könne, dass das Staunen proportional zum Wissen zunimmt. Ich glaube nicht, dass es ihm jemals in den Sinn kam die Seele beweisen zu können, ganz im Gegenteil, das nicht verifizieren können , stärkte seinen Glauben.
 
Was dem Druiden sein Steinkreis, ist dem Patienten sein Placebo,

Nun was spricht dagegen Medizin und Placebo und den Steinkreis zusammen (in Synergie) im Rahmen seiner Möglichkeiten einzusetzen?

dem Zweifler seine Theorie, eben das Funktionierenden in einem Bezugssystem.

Theorie ist ein Gedanken-Schritt in Richtung "Wissen" (Lernen), Zweifel ist die Möglichkeit die Richtung zu ändern...

Ich halts da mit Einstein, der meinte, dass das Design so intelligent sei, man sich dem nur relativ bescheiden und peripher annähern könne, dass das Staunen proportional zum Wissen zunimmt. Ich glaube nicht, dass es ihm jemals in den Sinn kam die Seele beweisen zu können,

Und ich glaube dass Einstein mit den Gedanken...
ganz im Gegenteil, das nicht verifizieren können , stärkte seinen Glauben.
...seine Zeit mit den Druiden im Steinkreis verbracht hätte anstatt über E=m c² nachzdenken :stickout3


Liebe Grüße Reiner
 
Nun was spricht dagegen Medizin und Placebo und den Steinkreis zusammen (in Synergie) im Rahmen seiner Möglichkeiten einzusetzen?



Theorie ist ein Gedanken-Schritt in Richtung "Wissen" (Lernen), Zweifel ist die Möglichkeit die Richtung zu ändern...



Und ich glaube dass Einstein mit den Gedanken...

...seine Zeit mit den Druiden im Steinkreis verbracht hätte anstatt über E=m c² nachzdenken :stickout3


Liebe Grüße Reiner

Garn nichts spricht dagegen..ich glaube nur bist im falschen Thread..es ist faszinierend über Beweggründe und Wirkungsweisen nachzudenken, Dinge in neue Relation zu setzen, schaun was passiert. Querdenken macht innovativ, schafft andere Bezugssysteme. Aber es wäre einfältig zu glauben, mit einer Methode eine Weltenseele nachweisen zu können.
Einstein wäre vermutlich allein im Steinkreis gesessen und hätte dort gerechnet oder Harfe gespielt:)
 
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