Existiert eine Seele?

Nach den neuesten Erkenntnissen der Neuroforscher z.B. Hirnforscher Metzinger, gibt es keine Seele und auch kein substanzielles Selbst, ist einleuchtend :thumbup: das Mensch / Bewusstsein besteht im Wesentlichen aus verknüpften Nervenzellen und herumsausenden Neuronen, Elektronen.

Bei senilen Patienten im Pflegeheim kann man gut erkennen, dass deren Persönlichkeit d.h. das substanzielle Selbst, (Lebensenergie) sich analog zum Gehirn sowohl verändert, :banane: wie manchmal auch komplett auflöst, :sabber: diese Tatsache ist nicht mit dem Konzept einer unsterblichen Seele in Einklang zu bringen. Das Selbst ist kein Ding, nur ein Prozess!

Nachlesen in (zeit.de/2007/34/M-Seele-Interview)
theolounge.wordpress./2007/06/...-es-eine-seele/

Frage ZEIT: Wenn Sie den Menschen die Seele nehmen, nehmen Sie ihnen auch jede Hoffnung auf etwas nach dem Tod. Wie soll man damit umgehen?

Antwort Metzinger: Ich habe nichts zu verkünden. Aber wenn wir in einer Kultur der Verleugnung den Erkenntnisfortschritt verdrängen, taucht das tabuisierte Wissen wie ein Dämon aus dem Unbewussten in der Lebenswelt wieder auf, in Form neuer Technologien.

Es ist gut, dass endlich einmal Leute wie Metzinger zu Wort kommen. Er ist ein einsames Licht im Realitätsverlust der Gesellschaft. Natürlich gibt es keine Seele. Alles was wir Denken nennen entstand aus einer einzigen befruchteten Zelle.

Was wir Denken nennen ist nur das Produkt der Aktivität von Nervenzellen. Irgendwann ist man vielleicht in der Lage ein komplettes Gehirn mit Superrechnern zu simulieren. Kleiner Trost, ein lieber :brav: Mensch lebt ewig im Bewusstsein seiner Nächsten weiter. :cry3:



Ein Mensch, der sich durch Demenz verändert, verändert sich, weil das irdische, materielle Werkzeug, das Gehirn krank ist. Das hat aber mit der Seele nichts zu tun. Unser Bewußtsein kann sich hier durch das Gehirn ausdrücken, das heißt aber nicht, dass das Gehirn unser Bewußtsein ist, sondern es ist nur Hilfs- und Ausdrucksmittel.

Kein Wissenschaftler konnte bisher mit Sicherheit sagen, dass es keine Seele gibt. Auch wenn er noch so überzeugt ist, hat er keinen eindeutigen Beleg. Es lässt sich weder beweisen, dass es eine Seele gibt und auch nicht, dass es keine gibt. So bleibt jede Seite bei seinen Überzeugungen und die Gewißheit hat jeder erst, wenn er gestorben ist. Entweder geht es weiter oder es erwartet einen nichts.
 
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Was glaubt ihr?Glaubt ihr eine Seele existiert?Wenn ja in welcher Form?

Ich hoffe, dass es Seelen gibt. Wenn nicht, hatte ich bereits des Öfteren Halluzinationen. Ich glaube bisher daran, an die Existenz von Seelen, ja. In welcher Form? In Form von Energie. Energie, die wir Menschen durchaus sehen und fühlen können. Wobei das Sehen da evtl. mehr über das geistige Auge stattfindet.
 
Ein Mensch, der sich durch Demenz verändert, verändert sich, weil das irdische, materielle Werkzeug, das Gehirn krank ist. Das hat aber mit der Seele nichts zu tun. Unser Bewußtsein kann sich hier durch das Gehirn ausdrücken, das heißt aber nicht, dass das Gehirn unser Bewußtsein ist, sondern es ist nur Hilfs- und Ausdrucksmittel.

Kein Wissenschaftler konnte bisher mit Sicherheit sagen, dass es keine Seele gibt. Auch wenn er noch so überzeugt ist, hat er keinen eindeutigen Beleg. Es lässt sich weder beweisen, dass es eine Seele gibt und auch nicht, dass es keine gibt. So bleibt jede Seite bei seinen Überzeugungen und die Gewißheit hat jeder erst, wenn er gestorben ist. Entweder geht es weiter oder es erwartet einen nichts.

@ Sirius, von der Sache her hast Du Recht, in der Umgangssprache sagt man, wenn es mit Jemandem zu Ende geht; ER oder Sie „gibt den Geist (Seele) auf“ :sleep2: das habe ich zu Wörtlich genommen. :thumbup:
 
Ich hoffe, dass es Seelen gibt. Wenn nicht, hatte ich bereits des Öfteren Halluzinationen. Ich glaube bisher daran, an die Existenz von Seelen, ja. In welcher Form? In Form von Energie. Energie, die wir Menschen durchaus sehen und fühlen können. Wobei das Sehen da evtl. mehr über das geistige Auge stattfindet.

@ Mondblume, kennst Du Emanuel Swedenborg? Der hatte verdammt viel Wissen oder Vorstellungen über die Seele, hab unten einen Link, kopieren und bei Google Suche eingeben.

entsprechungskunde.de/Werke_SW/Himmel%20und%20Hoelle.pdf

Anderer Tipp gehe auf Zeno / Sokrates der hat auch ganze Werke der Seele gewidmet. :rolleyes:
 
@ Mondblume, kennst Du Emanuel Swedenborg? Der hatte verdammt viel Wissen oder Vorstellungen über die Seele, hab unten einen Link, kopieren und bei Google Suche eingeben.

entsprechungskunde.de/Werke_SW/Himmel%20und%20Hoelle.pdf

Anderer Tipp gehe auf Zeno / Sokrates der hat auch ganze Werke der Seele gewidmet. :rolleyes:

Sagt mir gerade nix, aber ich guck mal. Danke für die Tipps.

Ich hab mich gestern/heute erst noch gefragt, woran ich nun eigentlich erkennen kann, was was ist, also ob's nun Halluzinationen sind oder nicht.

Ich kopier ihn noch mal hier rein, deinen Link, zum direkt anklicken:

http://entsprechungskunde.de/Werke_SW/Himmel und Hoelle.pdf
 
Hallo

Alice94 schrieb:
Ich glaube nicht, dass das Bewusstsein irgendwo entsteht. Ich denke, dass der selbstbewusste Geist als autonome Entität einfach existiert. Sicher stellt sich die Frage, auf welchem Wege er nach einer Zeugung "in" den menschlichen Organismus kam.

Da stellt sich nicht nur diese eine, sondern ein ganzer Strauß neuer Fragen. Wie ist diese "autonome Entität" überhaupt entstanden, wie beeinflusst sie in jeder Sekunde mein Handeln? Ist sie Bestandteil der physischen Welt und wenn nicht, wie tritt sie mit dieser in Kontakt bzw. welche Umwelt formte sie dann? Wurde sie gar erschaffen? Warum haben außer dem Menschen offenbar nur wenige Tiere (zufällig alle mit sehr weit entwickelten Gehirnen) so etwas wie ein Bewusstsein? Warum kommt so ein unabhängiger Geist nicht über Eichhörnchen, aber über Gorillas?


Alice94 schrieb:
Aber dazu kann ich leider noch nicht allzu viel aussagen, weil das alles ziemlich spekulativ wäre.

Die größten Denker und Philosophen haben sich in den letzten paar Tausend Jahren mit dieser Frage auseinandergesetzt, ohne zu einer einheitlichen und abschließenden Antwort zu kommen. Vielleicht, weil es die nicht gibt. Falls doch, wirst du sie in den nächsten Wochen sicher finden. Ich bin schon sehr gespannt.


Alice94 schrieb:
Ist das Bewusstsein eine Gehirnfunktion? Das postulieren ja selbst moderne Neurowissenschaftler wie Singer und Roth nicht mehr. Sie gehen vielmehr von einer cerebralen Begleiterscheinung aus.

zerebral = das Gehirn betrffend vom lateinischen cerebrum = Gehirn

Ob Begleiterscheinung oder nicht, letztlich also doch ein Produkt des Gehirns. Vielleicht entsteht das Bewusstsein im Zusammenspiel das gesamten Nervensystems, es gibt keinen spezialisierten Bereich wie bei Sprach- oder Sehzentrum. Die These mit der Begleiterscheinung würde das sogar stützen. Das Gehirn wurde demnach ja aus vielen anderen Gründen immer komplexer. Einzelne Bereiche wurden verbessert, wie z.B. eine bessere Bilderkennung, um Gesichtsausdrücke des Gegenübers zu lesen. Irgendwann war das System aus immer besseren Teilen dann so weit fortgeschritten, dass es in seiner Gesamtheit die Zusatzfunktion Bewusstsein ausführen konnte.


Alice94 schrieb:
Eine Analogie wäre in diesem Falle folgende: Wenn ein Auto das Gehirn symbolisiert, dann wäre das Bewusstsein nicht etwa das Fahren, sondern das Geräusch des Motors - eben KEINE gewollte Funktion, sondern nur etwas Begleitendes ohne Sinn und Aufgabe.

Eine Funktion muss doch nicht Sinnlos sein und keine Aufgabe erfüllen, nur weil sie nicht gewollt war. Um das Beispiel mit dem Auto aufzugreifen, könnte man vielleicht sagen, dass man irgendwann begann, geschlossene Karosserien aus Metall zu bauen. Blech ist billig, stabil und gut formbar, der Fahrer will im Trockenen sitzen. Obwohl nicht beabsichtigt, schuf man damit gleichzeitig einen Faradayschen Käfig, in dem die Insassen sehr gut vor Blitzen geschützt sind.

Ein besseres Beispiel sind vielleicht Computer. Die ersten wurden gebaut, um Volkszählungsdaten auszuwerten oder ballistische Berechnungen für die Artillerie zu machen. Aber als die Leistung dieser Dinger immer besser wurde, konnte man plötzlich Pac Man darauf spielen oder sich in Esoterikforen herumtreiben. Niemand hatte das geplant, es entstand einfach dadurch, dass die Möglichkeiten durch ganz andere Zusammenhänge geschaffen wurden. So ähnlich stelle ich mir die Entstehung unseres Bewusstseins vor. Das soll übrigens nicht heißen, dass ich unser Gehirn an sich mit einem Computer im herkömmlichen Sinne vergleichen will.


Gruß
McCoy
 
Wer gibt denn eigentlich den herumsausenden Nervenzellen, die zu einem Gedanken führen, den Befehl, jetzt zu beginnen, herumzusausen? Haaaaa!!! :-)

Einer der größten Trugschlüsse der Menschheit ist: Ich denke, also bin ich. Das stimmt so nicht. War gut gemeint und hört sich auch gut an, es ist halt nur leider nicht wahr. :-) Es gibt ein Bewusstsein jenseits der Gedanken. Man kann seine Gedanken beobachten ... wer ist dann der Beobachter?

Wir verwechseln Bewußtsein mit Intelligenz. Das hat nichts miteinander zu tun. Ein Eichhörnchen hat dasselbe Bewusstsein wie ein Mensch. Es hat aber sicher nicht so viele Gedanken, die ihm durch den Kopf schwirren und mit denen wir Menschen (irrtümlich) als unser Bewusstsein identifiziert sind.

Der Seele ist es nicht wichtig, ob sie einen Stein, ein Eichhörnchen oder einen Menschen beseelt. Je nachdem, was sie gerade erfahren möchte. Der Seele ist es also ziemlich egal, wie "klug" sie gerade ist und wie scharf und intelligent sich ihr Verstand darstellt. Das ist nur uns Menschen wichtig weil wir (irrtümlich) mit unseren Gedanken identifiziert sind.

Der Mensch wird bald erkennen, dass er nicht sein Ego ist, nicht seine Gedanken, er ist nicht getrennt von anderen Individuen. Er ist ein Bewustsein, eine Seele, die unsterblich und mit allen anderen Bewusstseins verbunden ist. Er wird erkennen, dass er nicht ein Mensch mit einer Seele, sonder eine Seele mit einem Menschen ist.

Soweit meine Sicht der Dinge :-)
 
Dieser "Trugschluss" ist gar nicht so verkehrt, obgleich er lauten müsste
"Ich nehme wahr, also bin ich bewusst".

Initial für die Nervenzellen sind "Wellen" etc. pp. die Kaskaden auslösen.
 
Ist das Bewusstsein eine Gehirnfunktion? Das postulieren ja selbst moderne Neurowissenschaftler wie Singer und Roth nicht mehr. Sie gehen vielmehr von einer cerebralen Begleiterscheinung aus. Eine Analogie wäre in diesem Falle folgende: Wenn ein Auto das Gehirn symbolisiert, dann wäre das Bewusstsein nicht etwa das Fahren, sondern das Geräusch des Motors - eben KEINE gewollte Funktion, sondern nur etwas Begleitendes ohne Sinn und Aufgabe.

Die "Idee" besteht vor der Form und ist in der Form enthalten.
 
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