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magdalena
Guest
ich stufe ihn als egoistisch ein. aber auch er hat nie gelernt zu verzichten. er ist ein mensch, der von sich dermassen überzeugt ist, dass keine andere meinung gültigkeit hat...dabei hat er gerade in beziehungsdingen keine ahnung (und dem ist wirklich so)...er lebt sein muster und da kommt nichts anderes was in frage kommt....
auch ist er ein eher unzufriedener mensch...ein mensch, der eigentlich kaum an etwas schuld ist, dafür hat man "die andern"....ein mensch, der meint er sei der einzige der arbeitet und alle andern sind "faule hunde"....
und doch ist er auch ein mensch mit herz...der sehr viel liebe geben kann, doch sobald was nicht so läuft wie geplant, so stellt er auf stur....
er hat ein grosses herz, ist tief drin sehr sensibel - zeigt das aber kaum....
also - ich versuche mal deine beschreibung zu zerpflücken.
aber auch er hat nie gelernt zu verzichten.
achtsamkeit sich selbst und zugleich anderen gegenüber ist nicht unbedingt verzicht.
die achtsamkeit sucht einen weg sowohl selbst zu leben - als auch andere leben zu lassen.
also - sich selbst alles zu geben - um anderen - aus dieser fülle heraus - auch alles geben zu können.
dummerweise wird uns durch den materialismus der blick verstellt.
wenn ich mir selbst alle liebe geben kann - alles vertrauen in mich selbst - dann kann ich das gleiche auch anderen geben.
der faktor geld und besitz wird zweitrangig.
klar, wir brauchen geld - aber nur als zwischenträger des austausches.
der bäcker bäckt die brötchen - dafür gebe ich ihm geld - weil er das was ich kann und gebe, im direkten austausch nicht gebrauchen kann.
die menschheit hat aus geld etwas ganz anderes gemacht - ein machtmittel.
er ist ein mensch, der von sich dermassen überzeugt ist, dass keine andere meinung gültigkeit hat...dabei hat er gerade in beziehungsdingen keine ahnung (und dem ist wirklich so)...er lebt sein muster und da kommt nichts anderes was in frage kommt....
ich will ihn dir nicht schönreden.
fragt sich nur - angesichts dieser beschreibung - wieso du ihn nicht loslassen kannst.
ich kenne sehr gut das überlegenheitsdenken, das aus der faktischen unterlegenheit resultiert.
allerdings gibt es auch die verzweiflung einer entwicklungsbedingten überlegenheit, die nicht verstanden werden kann.
es gibt auch menschen, die ihr muster aus ihrem intakten selbstvertrauen heraus leben, und deshalb probleme bekommen mit menschen, die es nicht können.
wäre für dich zu klären.
auch ist er ein eher unzufriedener mensch..
unzufriedenheit wäre eigentlich ein zeichen dafür, dass der mensch die realitäten erkennt - und sich, sehr zurecht, mit ihnen nicht abfinden mag.
unzufriedenheit kann motor sein, um aktiv an veränderungen mitzuarbeiten.
ein mensch, der eigentlich kaum an etwas schuld ist, dafür hat man "die andern"
das klingt jetzt ganz stark nach dem egozentrischen 'opfer'.
ein mensch, der meint er sei der einzige der arbeitet und alle andern sind "faule hunde"....
das klingt nach dem menschen, der meint, dass alle anderen daran schuld seien, dass er für sich selbst sorgen müsste, während andere es eben nicht tun.
naja - nicht ganz verkehrt - wenn man sich den sozialstaat so anschaut.
ist für dich zu entscheiden -
er arbeitet ja - soweit ich verstanden habe - und versorgt sich selbst.
hat er grundsätzlich unrecht, wenn er - vielleicht sagt - jeder hätte eigenverantwortlich zu sein?
und doch ist er auch ein mensch mit herz...der sehr viel liebe geben kann, doch sobald was nicht so läuft wie geplant, so stellt er auf stur....
er hat ein grosses herz, ist tief drin sehr sensibel - zeigt das aber kaum....
nach meinen erfahrungen wollte ich eigentlich zuerst sagen -
nun - er ist ein mensch, der liebe heuchelt um liebe zu bekommen.
liebe, die er sich selbst nicht geben kann - und daher mit allen mitteln versucht sie zu bekommen von außen.
aber - liebe spacy - du machst dir sehr viele gedanken.
ich glaube nicht, dass du dir so viele gedanken machen würdest um einen menschen, der nicht etwas anspricht in dir selbst.
sei es etwas, das du aufzuabeiten hast in dir selbst -
sei es etwas, das aufzuarbeiten ist in ihm -
sei es etwas, das aufzuarbeiten möglich werden könnte -
durch seine fähigkeit wahrhaft lieben zu lernen -
durch deine fähigkeit wahrhaft lieben zu lernen -
über das beiderseitige verstehen?
ich kann dir nur eines sagen -
entscheide nach deinem natürlichen empfinden.
dein natürliches empfinden sagt dir - was tut mir gut.
wir haben das alle verlernt, weil uns andere gesagt haben, was gut für uns wäre -
eine unnatürliche erziehung über die zeit hinaus.
aber spacy - wenn du für dich selbst weißt, was gut ist für dich selbst - dann wirst du auch anderen nur gutes tun -
auch dann, wenn es im ersten moment so nicht ausschaut.
was zählt - ist das endresultat.
