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Einsamkeit = Todesursache Nummer eins ..

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Terrageist, 13. Januar 2021.

  1. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2019
    Beiträge:
    3.740
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    Mit solchen Grundgedanken sollte man es wohl besser lassen. Dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen und ist dann auch einfach eine Art innere Aufdringlichkeit.
    Für sich selbst allerdings, wenn sich jemand ein gutes Gefühl beschaffen möchte, kann er ja gedanklich gefühlsmäßig die ganze Welt umarmen, sich eine riesige Gemeinschaft vorstellen, ist halt eigene Psychohygiene.
    Also aus dem eigenen Punkt heraus sein und handeln, ein Angebot der Freiheit und des sich nicht Verschließens ist / wäre da wohl der beste Weg.
     
  2. Neutrino

    Neutrino Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2008
    Beiträge:
    13.004
    Das ist ja aus dem Text zitiert in diesem Blog. Ging davon aus, dass dies der von dir erwähnte Text/Autor/Buch im Videotext gewesen sein könnte. Weiß jetzt allerdings nicht genau, ob der Grundgedanke, Einsamkeit in der vorgeschlagenen Weise zu therapieren vom Autor oder vom Blogger kommt.

    Persönlich glaube ich inzwischen, dass Einsamkeit eine der Grundmerkmale des Menschseins überhaupt ist und man sich je älter, desto bewußter darüber wird, weil man sich immer mehr individualisiert. Die zunehmende Fähigkeit sich als "ein Same" des Seins/Göttlichen/Universums...usw... zu verstehen und akzeptieren korreliert mit Sicherheit mit der Fähigkeit allein sein oder nicht sein zu können, wird aber im Grundprinzip dadurch nicht wirklich tangiert, da sich diese "Samigkeit" in dem Bild der Raupe und dem Schmetterling entfaltet: Der Same, der in/auf der Erde ruhend noch nicht zur Entfaltung gelangt ist wird nämlich nie der Erbe seiner Entfaltung sein. Vielmehr ist diese Entfaltung mit seinem Leben und Sein teuer erkauft (!).

    Sogesehen ist Einsamkeit durchaus ein göttliches Motiv und es gibt nicht wenige, die in genau diesem Motiv alles Sein und seine Entfaltung begründet sehen.
     
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  3. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    Ja, hab ich auch so gedacht, das könnte sein. Im Videotext, den ich ja nur zufällig aufgelistet sehe, während ich eigentlich das Fernsehprogramm sehen möchte.
    Es sieht aus wie Schlagzeilen auf der Zeitung, bestimmte neueste Erkenntnisse, Entscheidungen oder Aussagen von Politikern wechseln sich dann ab mit dem was Schauspieler so und so zu bunten Socken sagt. :D
    Man kann nicht umhin diese Sachen zu sehen und auch kurz zu lesen, bevor man weiterzappt. Manches bleibt hängen im Geist, und so auch mit diesem Satz, als Thema zum Nachdenken und sich äußern nicht schlecht. :) Und von ganz ohne kommt es eben nicht. Irgendwer muss da was Entsprechendes geäußert haben, und ich nehme stark an, dass es das ist, worauf du hingewiesen hast, dafür danke.

    Ja, ich denke schon. Der Mensch der bewusster wird, erkennt auch sein "Alleinesein". Merkt, dass er mit seinen tiefsten Gedanken eigentlich nur bei sich sein kann, kaum jemandem sie mitteilen kann. Es beginnt dann eine Art Balanceakt mit Familien- Gruppen- Zusammengehörigkeitsgefühl. Man hält sich an (vermeintliche?) Regeln , um ja möglichst nicht aus der Reihe zu fallen. Schon als ziemlich kleines Kind kam mir gelegentlich der Gedanke: "Ich bin verrückt, und muss aufpassen, dass es keiner merkt." :D
    Im Familienleben dann, während die Kinder aufwachsen, geht das im Stilleren unter. Aber dann kam der Zeitpunkt der Trennungen, dass die Kinder groß waren, jeder geht in seine eigene Familie / Leben, Kontakte. Der Test kam, das heißt, ich probierte und forderte heraus, inwiefern mein Mann und ich eigentlich, fernab der Kinder und Familie, tatsächlich ein Paar sind, und da blieb nicht mehr viel übrig.
    Plötzlich alleine merkte ich aber, nach gewissen Anfangsschwierigkeiten (man kennt ja halt hauptsächlich nur seine eigene Geschichte), dass ich gerne alleine bin, und sich Dinge in mir mit mir entfalten konnten, die anders nicht möglich gewesen wären.

    Ja, und ich denke auch, dass manch einer, so er in diese Lebenssituation kommt, was ja wohl hauptsächlich beim Älterwerden passiert, dann die Wahl hat, dieses bewusst zu nutzen, oder aber die Chancen nicht erkennt und in ein tiefes depressives oder Angstloch fällt.

    Dieser Satz bzw. diese Ausführung von dir ist etwas schwierig für mich zu verstehen. Ich denke, die Entfaltung oder das Erwachen kann jederzeit einsetzen, oder ist auch ein langsam sich entfaltender Prozess.
    Ach du meinst, endgültiges Erkennen bedeutet den Tod?
    Vielleicht in gewisser Weise, aber evtl. geht es dann eher darum, Beides miteinander zu verbinden. Der Tod im Leben, das Leben im Tod, nicht als Untod, sondern wahre wirkliche Lebendigkeit, wahre wirkliche Ruhe.
     
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  4. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

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    Hallo :),

    ich habe hier jetzt nochmal den gesamten Text dieser Videomeldung, fand es heute wieder auf Tele5:

    Einsamkeit macht krank:
    Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz -

    Einsamkeit sei in den westlichen Ländern sogar Todesursache Nr. 1.

    Renommierte Mediziner haben dieses Thema jetzt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
    Die gute Nachricht:
    Einsamkeit ist kein Schicksal.
    Es gibt heue viele Möglichkeiten, zurück in die Gemeinschaft zu finden.
    "Ende des Textes"..


    Dazu werden dann kostenlose Ratgeber oder Prospekte angeboten, die man sich über eine Telefonnummer
    schicken lassen kann. Habe solche Angaben schon öfters in den Videotexten gefunden, bei denen man
    sich meist Informationen kostenlos zuschicken lassen kann.
    So wie zum Beispiel auch zu Behinderung, Schwerbehinderung, Rentenfragen usw..

    Ich finde es schon beachtlich, dass quasi, so wie es da steht, "renommierte" (was das auch immer heißt) Mediziner
    solcherlei Worte finden. Also irgendwie doch ganz allgemein, wie ich finde, ein gutes Zeichen,
    dass Seele und scheinbar normal ablaufendes Gesellschaftsleben, sogar "öffentliches" und "realistisches"
    Gedankengut sich näherzukommen beginnen. :)

    Lieben Gruß
     
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  5. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

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    Dann verbindest Du Dich zwar mit der geistigen Ebene, doch es ist der Geist von derzeit in der physischen Realität lebenden Menschen. Die Verbindung findet also immer noch in der physischen Weltsicht statt - so sehe ich es.

    Empfindest Du denn in dem Moment Vertrautheit und Verbundenheit? Es kann ja sein, dass Vertrautheit und Verbundenheit nicht mit Menschen, aber mit andren Wesen oder Phänomenen möglich ist. Manche Menschen sind einfach so eingestellt - es ist keine Fähigkeit oder sonstwas, es ist einfach so.


    Es ist möglich dass Du bisher keinem Menschen begegnet bist, der die Welt so wahrnimmt und empfindet wie Du es machst und daher den Eindruck hast, dass Du sozusagen eine Spezies für Dich bist.
    Es ist auch möglich, sofern Du Asperger bist (ich habe einen guten Freund, der Asperger ist), dass Du Dich ändern willst, an einem Merkmal, das schlicht nicht änderbar ist, und dass Dir das Gefühl der Gefangenheit gibt. Hast Du es schon mit bedingungsloser Akzeptanz Dir selbst gegenüber probiert?

    Der gute Freund mit Asperger mag zwar ab und zu Geselligkeit - aber er braucht das Alleinsein lebensnotwendig, sonst leidet er Höllenqualen. Änderungsversuche seines Wesens frustrierten ihn. Als ich ihm vorschlug, einfach zu akzeptieren wer und was er ist und sich auf das Wohlfühlen zu konzentrieren, fand er Frieden im Alleinsein und er fand Frieden wenn er unter Menschen war - und bemerkte, wann "sein Maß voll" war. Da hat er nur lernen müssen, mit umzugehen.

    Die "Vertrautheit und Geselligkeit" neurotypischer Menschen unterscheidet sich fundamental von der "Vertrautheit und Verbundenheit" eines Aspergers. Ein Asperger kann sich verbinden mit der Natur und metaphysischen Dingen, sogar mit nicht-belebten Gegenständen und mit Träumen und Vorstellungen und abstrakten Symbolen - dies alles viel leichter als mit anderen Menschen. Umgekehrt ist es für Neurotypische.

    Keiner von beiden kann die Maßstäbe des anderen für sich anwenden, das erzeugt ein Gefühl der Fremdheit, denn es entspricht nicht dem eigenen Inneren.
    Wann immer das eigene Innere im Kontrast zur Umgebung steht, entsteht ein Fremdeln und Unbehagen.

    So wäre eine Vertrautheit mit Dir selbst ein Weg, den sogenannten Schatten zu entkommen zu können und sich nicht mehr fremd zu fühlen.



    Das melancholisch Schöne ist vielleicht der Schatz, den es zu bergen galt und den gab es nur durch das, was Du gelebt hast. So ist eine Sinnerfahrung alles Gelebten möglich. Oh und eine Erleuchtung kann ständig mal auftauchen, meist ist es doch nur ein klarer Moment. Also ausschließen würde ich da nichts.

    :)

    lg
    eva
     
  6. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

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    Das Ereignis mit Deiner Mutter war Dein Weg, aus dem Helfen für andere heraus diese Wege zu entdecken. Alles was geschieht ist sinnvoll, das bedeutet nicht, dass alles Sinnvolle nur Lustigkeit und Heiterkeit ist, ich glaube, das Gegenteil ist der Fall.

    Welchen Weg Deine Mutter wählte, ist ihrem Willen unterlegen und manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind und kein Mensch kann etwas ändern, vor allem nicht andere. Die guten Taten, die Du ihr gewährt hast, hast Du ja aus Mitgefühl gemacht - und nicht, um sie zu "reparieren aus Mitleid".


    Stimmt, das ist überheblich und um Schuld geht es nicht. Das wird einem deutlich, wenn man jemandem geholfen hat aus ganzem Herzen und ohne Hintergedanken: dann muss der doch jetzt anders sein. Wenn es einen Zweck dahinter gibt hinter dem eigenen Handeln, dann war es nicht selbstlos. Dann kommen auch Schuldzuweisungen und das ist es meiner Ansicht nach, worum es nicht geht.
    Es geht wohl vielmehr darum, zu erkennen, dass jeder Mensch einen freien Willen hat, egal was er oder sie macht, und das man diesen Willen akzeptiert, so wie man das Schicksal akzeptiert - und alles, man macht, macht man aus Mitgefühl und weil man dazu steht, etwas zu tun. Was die Auswirkung ist im Leben und wie andere drauf reagieren - was sie davon annehmen können und was nicht - das ist dem Schicksal und deren Willen unterlegen, nicht dem eigenen.


    Es geht um Mitgefühl, das stimmt. Auch um Mitgefühl mit sich selbst. Dass man auch versuchen kann, sein Glück zu finden, selbst wenn es schwere Umstände gibt. Vielleicht gerade dann.


    Ich kenne keinen klugen Esoteriker, der sagen würde, dass es einfach ist.
    Zum Beispiel, zu akzeptieren, dass der eigene Wille im Vergleich zum göttlichen Willen und dem Willen andere Menschen keine weitere Befugnis hat.

    Es gibt jede Menge davon, von der Angst, von der Dunkelheit, der Hoffnungslosigkeit, der Einsamkeit, wir sind ständig vom Tod umgeben und die Zahl der Menschen, die überhaupt einen Ausweg zu denken wagt, ist scheinbar sehr klein. Natürlich darf es das geben - es gibt davon reichlich - aber es gibt auch anderes. Das muss es auch geben dürfen.

    Meintest Du mit "sich darüber stellen und für klüger zu halten" meinen Post? Wenn ja, so ist es nicht. Ich halte mich nicht für klüger. Ich war nur drei Jahrzehnte in einer Dunkelheit und hatte genug davon und strampelte mich da raus, mir haben dabei Hinweise geholfen, die ich jetzt weitergebe, aber ich halte mich nicht für klüger als andre. Ich lerne ständig und immer noch.

    Und ich habe lernen müssen, den Willen von Menschen zu akzeptieren, dass sie nicht mehr leben wollten, und zu akzeptieren, dass das Einsetzen meines eigenen Lebens völlig umsonst war. Das ist mit Sicherheit keine Leichtigkeit gewesen. Aber es ist notwendig. Ohne Leid kein Lernen.

    Es gibt Leid, ja. Aber es gibt auch mehr als Leid im Leben. Und manchmal kann ein Entdecken des Sinns des Leidens dabei helfen, es zu verkraften. Aber diese Wahl ist jedem offen und da macht keiner Vorschriften - und wenn er welche macht, ist es sinnlos.

    lg
    eva
     
  7. Neutrino

    Neutrino Sehr aktives Mitglied

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    13.004
    Hier ist ein Song:

    The story about an artist...

    der dieses Thema und die Empfindung dazu sehr gut einfängt, wie ich finde.

     
  8. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    3.740
    Ja jeder hat da sicher seine eigenen Empfindungen. :) Und für manchen ist es vielleicht auch ein Lied.



    Das trifft es, finde ich, ziemlich gut.
     
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  9. Romulus

    Romulus Sehr aktives Mitglied

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    37.497
    Der Mensch und Geist sind hochkomplex inkl. Gefühlswelt. Unsere Gesellschaft verdrängt das Sterben müssen. Die Zeit wurde bis in Sekunden und Bruchteilen von Sekunden eingeteilt.
    Wer nimmt sich Zeit für ein neues Bewusstsein, für ein Neues Dasein als Mensch in einer Gesellschaft, die den Wahnsinn der Normalität als normal definiert.
    Einsamkeit ist das Fazit einer verarmten Gesellschaft, einer Gesellschaft , die alles dafür tut nicht zu versagen aber betreffend Empathie eben versagt.
     
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  10. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    23.036
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Werbung:
    Es gibt einen Unterschied zwischen Überleben und Leben. Man kann in der Einsamkeit überleben. Manche besser, andere schlechter, manche brauchen die Ruhe.
    Aber eine helfende Hand in der Not oder ein Streicheln bei Kummer kann nichts ersetzen.
    Babys sterben ohne liebevolle Zuwendung. Wir waren alle früher Babys.
     
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