KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Ich lese zwar immer wieder von therapiewilligen Narzissten, gerade wenn sie aufgrund ihres Leistungswillens Burnout-Symptome kriegen. Borderline ist immer irgendwie selbstzerstörerisch. Die Fälle, welche Therapie machen, sind eher die schlimmeren Fälle, weil sie deshalb gezwungen sind, überhaupt eine Therapie aufzusuchen bzw. sie mit ihrem BL auffielen. Die anderen konnten sich noch irgendwie im System halten und fallen eher nur in privaten Beziehungen auf. Aber dort kann es dann schon sehr belastend werden für die Angehörigen. Nur wird da der Deckel draufgehalten, denn BLer funktionieren in der Arbeit oft sehr gut, weil die Arbeit Struktur gibt. Mein Eindruck ist, dass manche BLer erst recht in ein Loch fallen, wenn sie vom Therapiesystem abhängig werden, dann werden nämlich die Ärzte und Therapeuten Beziehungspartner, wo ihre Symbiose und die ganze BL-Dynamik andockt.
Schon, aber Burnout kann man nicht direkt mir Narzissmus in Verbindung bringen ... was im Rückschluss heisst, dass die Burnoutzahlen nichts über die behandelten Narzisten aussagen. Abgesehen davon leben ja Narzisten sehr erfolgreich von ihrer Disposition - sind ja vielfach sehr erfolgreiche Geschäftsleute.
BL fällt halt da in der Gesellschaft eher negativ auf, und zwingt alleine dadurch schon mehr zur Behandlung. Abgesehen von der Selbstgefährdung, die ja in den meistens Fällen Auslöser ist. Natürlich gibt's sicher auch einen hohe Dunkelziffer an unerkannten BL, die nur geringe Verhaltensmodifikationen zeigen und das Trauma recht gut integriert haben.
Die Abhängigkeit vom Therapeuten kennen wir ja auch in anderen Fällen. Das ist sowieso ein schwieriges Thema. Beim BL ist die Projektion da auf jeden Fall recht stark. Aber da liegt es am Behandelnden, dass hier die notwendige Distanz erhalten bleibt und keine Abhängigkeit entsteht.