S
Solis
Guest
Alles dreht sich nur um mich in meinem Leben.
Die, sagen wir, allererste Grundanschauung unseres menschlichen Lebens ist die Bezogenheit auf das eigene Ich. Dies muss der Mensch haben und entwickeln, denn ohne ein Ich könnte niemand das Du entdecken. Das Du ist das Ich anderer Menschen. Ja, selbst die Umwelt könnte er nicht entdecken, denn sie ist ja auch eine Art des Du. Das Du ist etwas, das aus dem Menschen herausgestellt ist. Er muss von seiner Zentrale des Ich sozusagen auf Entdeckungsreise gehen. Das Ich zu entwickeln, führt daher zu einer ganz notwendigen zentralen Bewusstseinsstufe, die erst eine Erweiterung zum Du ermöglicht.
Ich wusste nicht wer ich bin,was ich in dieser Welt wollte/sollte und wollte lieber diese Welt verlassen als um was kämpfen zu müssen.
Um was es zu kämpfen gilt, ist im ersten Schritt die Entwicklung des Ich und im zweiten die Entdeckung des Du.
Es wundert mich trotzdem,dass noch niemand hier im Thread von der wahren göttlichen Natur gesprochen hat,die zum Vorschein kommen soll,wenn man das ganze Ego-Getue wegkratzt.
Wollen wir von einem Göttlichen sprechen, so müssen wir annehmen, durch es und durch uns selbst durch Prozesse, die wir vorerst nicht kennen, in ein Zweigeteiltes (zwischen Ich und Du) gestellt zu sein. Das eigentlich Göttliche bestünde als einen dritten Schritt darin, die Kunst zu erlernen, zwischen einem sich zu entwickelnden Ich und dem zu entdeckenden Du produktiv (hier im philosophischen Sinne, nicht im mechanischen) zu interagieren. - Dies spricht nicht über die wahre göttliche Natur, wer wollte das schon wissen?, sondern lediglich über ein Göttliches, das wir erfassen können.
