Egozentrik-die wahre Natur des Menschen?

Alles dreht sich nur um mich in meinem Leben.

Die, sagen wir, allererste Grundanschauung unseres menschlichen Lebens ist die Bezogenheit auf das eigene Ich. Dies muss der Mensch haben und entwickeln, denn ohne ein Ich könnte niemand das Du entdecken. Das Du ist das Ich anderer Menschen. Ja, selbst die Umwelt könnte er nicht entdecken, denn sie ist ja auch eine Art des Du. Das Du ist etwas, das aus dem Menschen herausgestellt ist. Er muss von seiner Zentrale des Ich sozusagen auf Entdeckungsreise gehen. Das Ich zu entwickeln, führt daher zu einer ganz notwendigen zentralen Bewusstseinsstufe, die erst eine Erweiterung zum Du ermöglicht.

Ich wusste nicht wer ich bin,was ich in dieser Welt wollte/sollte und wollte lieber diese Welt verlassen als um was kämpfen zu müssen.

Um was es zu kämpfen gilt, ist im ersten Schritt die Entwicklung des Ich und im zweiten die Entdeckung des Du.

Es wundert mich trotzdem,dass noch niemand hier im Thread von der wahren göttlichen Natur gesprochen hat,die zum Vorschein kommen soll,wenn man das ganze Ego-Getue wegkratzt.

Wollen wir von einem Göttlichen sprechen, so müssen wir annehmen, durch es und durch uns selbst durch Prozesse, die wir vorerst nicht kennen, in ein Zweigeteiltes (zwischen Ich und Du) gestellt zu sein. Das eigentlich Göttliche bestünde als einen dritten Schritt darin, die Kunst zu erlernen, zwischen einem sich zu entwickelnden Ich und dem zu entdeckenden Du produktiv (hier im philosophischen Sinne, nicht im mechanischen) zu interagieren. - Dies spricht nicht über die wahre göttliche Natur, wer wollte das schon wissen?, sondern lediglich über ein Göttliches, das wir erfassen können.
 
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nein, keine Einwände, das stimmt alles, aber man kann es auf zwei Arten deuten: 1. Das kalte, egoistische Streben nach Macht und Besser-Sein als andere und 2. totale "spirituelle" Egozentrik. Wahre "Spirituelle Egozentrik" will sich nicht über oder abseits des anderen stellen, sondern alles andere in sich selbst finden und die Unterschiede auflösen, so daß nur noch ich allein als Einziges übrig bleibe ohne Abgrenzung und Konflikt zum anderen. Das ist ein großer Unterschied finde ich. Das eine ist voller Konflikt und Leid, das andere ist einfach, befriedend, vereinigend und frei.

die "wahre spirituelle egozentrik" will nicht besser sein?
auch nicht besser als das streben nach besser-sein?
trennt da aber ganz schön..

beide streben das ende vom leiden an,
wollen weg vom schmerz, so oder so.

befriedigend, vereinigend und frei
sagt die hoffnung
und trennt von dem was ist.
 
Du bist ehrlich. Mensch sollte seine Grundschwächen kennen, und an dem Punkt beginnen an dem er sich befindet; latent träge(r Körper), gerne bequem, Gewohnheitstier.
Darauf aufbauend ist einiges erreichbar; ein weniger träger Körper, Migefühl, ein bisschen Selbstdisziplin

Die Wahrheit macht frei ,sag ich mal.Hätte mir vor zehn Jahren jemand erzählt,pfui Teufel-wie bist Du egozentrisch wäre ich schwer beleidigt gewesen und jetzt zucke ich mit den Schulter und frage:Und aus genau welchem Motiv möchtest du,dass ich was ändere?Weil es dich stört oder weil ich deinen Eigeninteressen in die Quere komme?
Man kann sich gegenseitig auf freiwilliger Basis unterstützen,aber da ist Ehrlichkeit und Offenheit eine Grundvoraussetzung und nicht Schuldgefühle und Manipulation.
 
Wenn du das für dich so siehst....

Ich mag Spiritualität ohne Berechnung. :)

Die wahre Natur des Menschen verstehen zu wollen hat nichts mit Berechnung zu tun.Davon auszugehen,dass jeder Mensch von Grund auf gut ist ist vielleicht schöner,aber doch irgendwie auch Wunschdenken?
Wird man nicht auf diese Art viel schneller enttäuscht als einfach mal den Tatsachen ins Auge zu schauen?
 
Flugzeug schrieb:
Die wahre Natur des Menschen verstehen zu wollen hat nichts mit Berechnung zu tun.Davon auszugehen,dass jeder Mensch von Grund auf gut ist ist vielleicht schöner,aber doch irgendwie auch Wunschdenken?
Wird man nicht auf diese Art viel schneller enttäuscht als einfach mal den Tatsachen ins Auge zu schauen?

Hm, du bist der erste Mensch, der mir begegnet, der Egozentrik als *wahre Natur* des Menschen sieht. :)

Für mich ist Egozentrik eines Steigerungsstufe dessen, was man allgemein als Egoismus (Selbstliebe) bezeichnet. Ich wage jetzt mal die These, dass das Ego (Eigenliebe) sich in dem Maße aufgebläht hat, je mehr der materielle Wohlstand gewachsen ist. Je mehr Materialismus, umso mehr Ego(zentrik).

Die wahre Natur findest du aber fernab jedes Materialismus, in der Stille des Herzens. Da ist es egal, ob du eine Uhr vom Flohmarkt trägst oder eine Rolex, da geht es um das *Sein* ansich.

Dass Egozentrik "fernab" der innersten Natur ist, beweisen für mich Menschen, die sich nicht abhängig machen vom Materialismus. Das *innige* Leben ist einfach - denke ich zumindest, wenn ich diverse Mönche sehe.... die nichts oder nur wenig haben, aber inneren Frieden ausstrahlen.

Aber vielleicht meinst du mit "wahrer Natur" etwas anderes als ich. :)
 
spirituelle blasen
können materielle um potenzen schlagen.

gegen ein "ereuchtetes" ich
is der reichste mensch der welt
a winzig kleines schwammerl.
 
,
Selbst wenn ich mich um andere kümmere,ist auch immer Eigennutz versteckt.

mein schwager lud mal zum essen 2 freunde ein...weil er gerne kocht, weil er gern mit ihnen zusammen ist und...er brauchte jemanden der etwas bohrt weil mein schwager 2 linke hände hat :D fazit....jeder hatte auf seine art freude daran

ich tue etwas für meine freundin...nebenbei setze ich sie schon mal vor meinem pc weil ich ne technik null bin :rolleyes:

was ist daran schlimm oder böse? :confused: nenne es doch einfach gleichgewicht statt eigennutz oder gegenseitige annehmlichkeiten ect... und schon wirkt es harmloser ;)

vielleicht geht es ja auch um etwas anderes in uns selbst.... mehr verständnis entwickelt was nicht heißt alles einfach hinzunehmen. aber mal mehr schaun...warum macht der andere grad dieses und jenes, mich voll nörgeln usw... (vielleicht gehts dem grad beschissen und keinem interessiert es).

und vielleicht geht es also weniger darum...warum geht es mir nur schlecht?
miteinander leben zu lernen.

und im prinzip ist es doch wurscht wie man das ganze nennt.... viele begriffe wirken oft viel zu schwergewichtig oder zumindest wird sowas draus gemacht. kein wunder das einer übern anderen stolpert :rolleyes:
 
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mein schwager lud mal zum essen 2 freunde ein...weil er gerne kocht, weil er gern mit ihnen zusammen ist und...er brauchte jemanden der etwas bohrt weil mein schwager 2 linke hände hat :D fazit....jeder hatte auf seine art freude daran

ich tue etwas für meine freundin...nebenbei setze ich sie schon mal vor meinem pc weil ich ne technik null bin :rolleyes:

was ist daran schlimm oder böse? :confused: nenne es doch einfach gleichgewicht statt eigennutz oder gegenseitige annehmlichkeiten ect... und schon wirkt es harmloser ;)

vielleicht geht es ja auch um etwas anderes in uns selbst.... mehr verständnis entwickelt was nicht heißt alles einfach hinzunehmen. aber mal mehr schaun...warum macht der andere grad dieses und jenes, mich voll nörgeln usw... (vielleicht gehts dem grad beschissen und keinem interessiert es).

und vielleicht geht es also weniger darum...warum geht es mir nur schlecht?
miteinander leben zu lernen.

und im prinzip ist es doch wurscht wie man das ganze nennt.... viele begriffe wirken oft viel zu schwergewichtig oder zumindest wird sowas draus gemacht. kein wunder das einer übern anderen stolpert :rolleyes:

Ja,stimmt-Eigennütz klingt unschön.
Was du meinst ist ein ganz natürlicher und freiwilliger Austausch von Talenten.Jeder gibt freudig das,was er sowieso gut kann und gerne macht.:thumbup:

Vielleicht müssen wir als Gesellschaft zurück in diese Richtung ,anstelle jede menschliche Leistung käuflich oder verkäuflich zu machen.
 
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